Alberto Giacometti in Halle Die Fondation Beyeler stellt in derzeit vor und nun auch der Kunstverein „Talstrasse“ in Halle: Alberto Giacometti, der zu den bedeutendsten Plastikern des 20sten Jahrhunderts zählt. Von heute zeigt der Kunstverein Werke des gebürtigen Schweizers aus drei Jahrzehnten, der mit seinen ausgemergelten, überlängten Menschengestalten weltberühmt und zu den teuersten Künstlern der Moderne wurde. Die Ausstellung kann sich dabei auf die Münchner Privatsammlung Klewan stützen, die fünf Ölgemälde, drei Handzeichnungen, 40 Grafiken und fünf Plastiken aus den 1940er bis 1960er Jahren nach Halle gibt.
Alberto Giacometti wurde 1901 in Borgonovo in Graubünden geboren. Seit 1922 lebte und arbeitete er in Paris, wo er bis 1935 der Gruppe der Pariser Surrealisten angehörte. In den späten 1930er Jahren begann er Köpfe nach der Natur zu modellieren, womit er sich künstlerisch von den Surrealisten lossagte. Während des Krieges entstand eine Reihe langgestreckter Figuren, die sich bis zu seinem Tod im Jahr 1966 fortsetzte. Giacometti hat mit dieser Werkgruppe Weltruhm erreicht. Dennoch stand immer auch die Malerei im Mittelpunkt seines Schaffens. Der Mensch in seinem Alleinsein, in seiner Verlassenheit, in seiner Isolation, prägt sein Werk.
Die Ausstellung „Alberto Giacometti – Malerei, Grafik und Plastik aus der Sammlung Klewan, München“ läuft vom 2. Juli bis zum 30. August. Der Kunstverein hat dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Der Katalog kostet 12 Euro.
Kunstverein „Talstrasse“ e.V.
Talstraße 23
D-06120 Halle an der Saale
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