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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich

Man bleibt besser daheim



Ein reduziertes Programm bescherte der Schweizer Dependance von Sotheby’s in Zürich am 8. Juni zumindest keine schweren Einbußen. Fast zwei Drittel der knapp 115 Losnummern spülten brutto etwa 4,25 Millionen Franken in die Kasse des Auktionshauses – etwa ein Viertel des Erlöses vom vergangenen Sommer. Sogar einen Millionenwert gab es: Augusto Giacomettis 1913 entstandenes, gespachteltes „Bergdorf (Haus und Garten in Stampa)“ übertraf seine Schätzung von 600.000 bis 800.000 Franken deutlich und landete schließlich mit 1,15 Millionen Franken bei einem Schweizer Privatsammler. Auch sonst konnten sich die Einlieferer über manche Wertsteigerung freuen. Caspar Wolfs frühromantische Landschaft mit einer Brücke über die Muota in der Nähe von Schwyz verdoppelte ihren Preis auf 120.000 Franken. Sie war das einzige Bild in der Top Ten-Liste, das nicht in Schweizer Privatbesitz überging, sondern an einen Sammler aus dem Ausland wanderte. Gleich darauf zog es Albert Ankers Großvater mit schlafender Enkelin in Kohle auf Papier von 100.000 bis 150.000 Franken auf 180.000 Franken hinauf.


Unter den jüngeren Künstlern wurde dieses Glück Luigi Taddei und seinem jungen Mann mit Sense und Tragekorb aus dem Jahr 1920 zuteil. Dargestellt hat sich der damals etwa 22jährige Künstler selbst. Das Querformat wurde von 14.000 bis 18.000 Franken auf 40.000 Franken gehoben. Eine fünf Jahre jüngere „Herbstlandschaft“ Paul Camenischs mit zahlreichen verschiedenen Blumen und Gebäuden zwischen hohen Bergen in auffallend vielen Rottönen steigerte sich ebenfalls deutlich von 80.000 bis 120.000 Franken auf 150.000 Franken und markiert nun den Auktionsrekord des Schweizer Expressionisten.

Nur wenige hochkarätige Werke blieben ohne ausreichendes Gebot, so aus dem 19ten Jahrhundert Robert Zünds Sommerlandschaft mit Eichenwaldlichtung von 1858 (Taxe 150.000 bis 200.000 SFR). Einer, der diesmal fast ganz versagte, war Ferdinand Hodler. Das für Schweizer Verhältnisse ohnehin dünne Angebot mit einem nicht ansprechenden Frauenbildnis von 1880 (Taxe 90.000 bis 130.000 SFR) und dem um 1910 in Öl gemalten, aber nachträglich wohl von fremder Hand überarbeiteten „Holzfäller“ an der Spitze wurde weitgehend zurückgewiesen (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Andere symbolistische Bergmaler mussten da herhalten, etwa Hans Beat Wieland mit einem einsamen „Verglühen“ in der abendlichen Bergwelt um 1908 für 24.000 Franken (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR) oder Traugott Senn mit einer fast nüchternen, aber farblich aufgeladenen Gebirgslandschaft aus diesem Jahr für 11.000 Franken (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR). Mario Segantini, der 1916 früh verstorbene Sohn Giovanni Segantinis, hatte mit einer pointillistisch gestrichelten Alpenlandschaft bei 22.000 Franken Erfolg (Taxe 12.000 bis 15.000 SFR).

Während Raphy Dallèves’ „Deux Valaisannes de La Sage“ aus dem Jahr 1916 ihre obere Schätzung mit 70.000 Franken bestätigten, erreichte mit 170.000 Franken Ernest Biélers zwischen 1920 und 1925 in Tusche und Aquarell aufgenommene Weberin ihre Erwartungen nicht ganz (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Deutlicher war der Abstand bei Cuno Amiets expressionistischer „Frau im Garten“ aus dem Jahr 1911: Hier erfolgte der Zuschlag bereits bei 460.000 Franken, 700.000 bis 900.000 Franken waren eigentlich gefordert. Die untere Schätzung von 100.000 Franken stellte eine späte Landschaft Amiets von 1938 in neusachlicher Beruhigung ein. Das in der Tradition von Cézanne stehende Stillleben mit Blütenzweigen aus dem Jahr 1912 von Louis René Moilliet kam ebenfalls auf die erwarteten unteren 30.000 Franken.

Teuerstes Bild der Nachkriegszeit wurde Alois Carigiets „Bauer mit Pferdeschlitten in Winterlandschaft“ von 1964 für 60.000 Franken (Taxe 55.000 bis 75.000 SFR), gefolgt von einer verschwommenen Acryl- und Lackmalerei hinter und auf Glas namens „Movie“ von Silvia Gertsch, der Tochter von Franz Gertsch, aus dem Jahr 1999 zur oberen Taxe von 35.000 Franken. Kurz dahinter, bei 33.000 Franken, endeten erst die Gebote für Remo Rossis Bronzefigur „Pagliaccio“ auf Granitsockel von 1971 (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR). Und auch Niki de Saint Phalles Sternzeichenadaption „Saggitaire“, entstanden um 1993, ließ sich erst bei 25.000 Franken zum Doppelten der Schätzung aus dem Auktionssaal bitten.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s Zürich

Talstrasse 83

CH-8001 Zürich

Telefax:+41 (044) 226 22 01

Telefon:+41 (044) 226 22 00



09.07.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Albert Anker, Großvater mit schlafender Enkelin

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Taxe: 100.000 - 150.000 SFR

Zuschlag: 180.000,- SFR

Losnummer: 4

Caspar Wolf, Brücke über die Mouta in der Nähe von Schwyz

Caspar Wolf, Brücke über die Mouta in der Nähe von Schwyz

Taxe: 50.000 - 70.000 SFR

Zuschlag: 120.000,- SFR

Losnummer: 2

Mario Segantini, Alpenlandschaft

Mario Segantini, Alpenlandschaft

Taxe: 12.000 - 15.000 SFR

Zuschlag: 22.000,- SFR

Losnummer: 53




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