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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Bauhaus-Auktion von Quittenbaum und Ketterer ein Achtungserfolg

Tortenheber Superstar!



Die große Sensation ist sie nicht geworden, die gemeinsame Bauhaus-Jubiläumsauktion der beiden Münchner Auktionshäuser Quittenbaum und Ketterer. Von den 21 Kunstwerken, die Ketterer im Programm hatte, blieben zehn unveräußert, bei Quittenbaum lag die Zuschlagsquote bei rund 46 Prozent. Bei Ketterer konnte sich nur eine Losnummer in den sechsstelligen Bereich vorarbeiten: Josef Albers’ grüne „Study for Homage to the Square: High Pasture“ von 1960 erreichte die untere Schätzung von 180.000 Euro. Unveräußert blieben dagegen das Mappenwerk „Bauhaus-Drucke. Neue Europäische Graphik“ von 1921 mit Schwerpunkt auf den Meistern des Staatlichen Bauhauses in Weimar selbst (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR) – für die Mappe mit den Italienern und Russen kamen eben noch 40.000 Euro zusammen (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR) – und László Moholy-Nagys 1919 entstandenes, noch gegenständliches Ölbild „Landschaft mit Häusern“ (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR).


Kunst bei Ketterer

Die untere Grenze von 18.000 Euro erreichte Lyonel Feininger mit einer seiner zahllosen Schiffszeichnungen in Tusche und Aquarell, diesmal unter dem Titel „Running before the Wind“ von 1933. Mehr Bewegung gab es bei den kleinen Preisen, so bei Lothar Schreyer – allerdings in beide Richtungen: Seine drei Farblithografien in einer Figurenmappe von 1920/26 kletterten von 1.800 bis 2.400 auf 5.200 Euro, die formschöne Komposition „Meerstern“ wohl aus den 1950er Jahren blieb dagegen an 6.300 Euro hängen (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Für ein Aquarell über Tusche von Le Corbusier, um 1940 mit „Divinité marine“ betitelt, eilten die Gebote bis auf 9.500 Euro hinauf (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Und die Beliebtheit der strengen, klaren Farbflächenmalereien Walter Dexels äußerte sich in 13.000 Euro für seine „Komposition MO 65 I“ (Taxe 7.500 bis 8.500 EUR) und 9.000 Euro für einen „Krieger im Lederhelm“ aus den frühen 1930er Jahren (Taxe 8.000 bis 9.000 EUR).

Design bei Quittenbaum

Ähnlich solid zeigten sich die Werke aus Design und Kunsthandwerk bei Quittenbaum. Hier wurden drei fünfstellige Preise erzielt: Alma Siedhoff-Buschers Kinderspielschrank mit der Nummer „ti24“ wechselte um 12.000 Euro in den Besitz eines deutschen Museums (Taxe 18.000 EUR), und 10.000 sowie 14.000 Euro erlösten zwei Exemplare von Ludwig Mies van der Rohes „Weißenhof-Sessel MR-20“ von 1927 (Taxen 12.000 und 15.000 EUR). Ein weiterer Stahlrohrstuhl Marcel Breuers, entworfen 1925 und mit „Wassily-Sessel B3“ auf den Markt gekommen, kostete 9.500 Euro (Taxe 10.000 EUR). 8.500 Euro gab es für ein Schachspiel, das Josef Hartwig 1924 entwarf und im Originalkarton von Joost Schmidt verpacken ließ (Taxe 8.000 EUR). Für 5.200 Euro kaufte eine andere deutsche Institution die hübsche Tischlampe namens „Rondella“ von Christian Dell aus dem Jahr 1928 ein (Taxe 4.500 EUR), und Marianne Brandts Kugelbar mit Tablett von 1929/32 kostete 7.500 Euro (Taxe 4.000 EUR). Von gleicher Basis aus erreichte Karl Raichles vierteiliges Kaffeeservice aus handgeschmiedeten Zinn gute 6.500 Euro und ist nun in den USA beheimatet.

Die ganz dicken Fische wurden allerdings nicht geangelt: Naum Slutzkys wandelbares Kugelgefäß in drei Teilen um 1928 (Taxe 33.000 EUR) und der Prototyp aus einer Aluminiumstuhlserie Breuers von 1933 für geschätzte 18.000 Euro mussten die Heimreise antreten. Die größten Steigerungen schafften dagegen so unscheinbare Gegenstände wie ein einfacher Tortenheber und ein sachlich-kühl auf seine Benutzung wartendes Telefon. Von 1.500 auf 5.400 Euro wurde das Besteckstück gehoben. Sein Schöpfer ist noch immer unbekannt, doch die Bezeichnung mit Bauhaus lässt keinen Zweifel an seiner edlen Abkunft aufkommen. Und sogar von 1.100 Euro auf 5.500 Euro explodierte der Preis für das 1929 entworfene und von der Frankfurter Firma H. Fuld u. Co. in den 1930er Jahren vervielfältigte Elektrogerät mit schwarzer Lackierung und weiß emaillierter Wählscheibe. Ein skandinavisches Museum behielt hier die Oberhand.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Quittenbaum
Theresienstraße 60
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 – 27 37 02 10
Telefon: +49 (0)89 – 27 37 02 122

Kontakt:

Ketterer Kunst

Joseph-Wild-Straße 18

DE-81829 München

Telefon:+49 (089) 552 440

Telefax:+49 (089) 552 441 66

E-Mail: infomuenchen@kettererkunst.de



17.07.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Telefon,
 Bauhaus Dessau, 1929
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Tortenheber, Bauhaus Dessau, um 1928
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Ludwig Mies van der Rohe, Weißenhof-Sessel „MR 20“, 1927
Ludwig Mies van der Rohe, Weißenhof-Sessel „MR 20“, 1927

Kunstwerk:

Karl Raichle, Kaffeeservice „ZS 17“, um 1930
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Telefon, Bauhaus Dessau, 1929

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Taxe: 1.100,- EURO

Zuschlag: 5.500,- EURO

Losnummer: 53

Alma Siedhoff-Buscher, Kinderspielschrank (ti24), 1923

Alma Siedhoff-Buscher, Kinderspielschrank (ti24), 1923

Taxe: 18.000,- EURO

Zuschlag: 12.000,- EURO

Losnummer: 22

Marianne Brandt, Kugelbar mit Tablett, 1929/32

Marianne Brandt, Kugelbar mit Tablett, 1929/32

Taxe: 4.000,- EURO

Zuschlag: 7.500,- EURO

Losnummer: 57

Ludwig Mies van der Rohe, Weißenhof-Sessel MR-20, 1927

Ludwig Mies van der Rohe, Weißenhof-Sessel MR-20, 1927

Taxe: 12.000,- EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 41

Ludwig Mies van der Rohe, Weißenhof-Sessel „MR 20“, 1927

Ludwig Mies van der Rohe, Weißenhof-Sessel „MR 20“, 1927

Taxe: 15.000,- EURO

Zuschlag: 14.000,- EURO

Losnummer: 42

Tortenheber, Bauhaus Dessau, um 1928

Tortenheber, Bauhaus Dessau, um 1928

Taxe: 1.500,- EURO

Zuschlag: 5.400,- EURO

Losnummer: 48

Christian Dell, Tischlampe „Rondella“, 1928

Christian Dell, Tischlampe „Rondella“, 1928

Taxe: 4.500,- EURO

Zuschlag: 5.200,- EURO

Losnummer: 45

Karl Raichle, Kaffeeservice „ZS 17“, um 1930

Karl Raichle, Kaffeeservice „ZS 17“, um 1930

Taxe: 4.000,- EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 58

Josef Hartwig, Schachspiel in Original-Karton, 1924

Josef Hartwig, Schachspiel in Original-Karton, 1924

Taxe: 8.000,- EURO

Zuschlag: 8.500,- EURO

Losnummer: 28




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