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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Rückblick: Design im Dorotheum Wien

Bei Königs sitzt man hart



Ron Arad, Victoria and Albert Chair, 2001

Ron Arad, Victoria and Albert Chair, 2001

Das Wiener Dorotheum behauptet sich weiterhin als führender Anbieter modernen Designs auf dem deutschsprachigen Auktionsmarkt. Rund 835.000 Euro spielten die gut 370 Losnummern am 14. Mai ein, deren Zuschlagsquote nach Angaben des Hauses bei rund 55,5 Prozent lag. 50.000 Euro war der höchste Betrag, geboten für Ron Arads stählernen Sessel „Victoria & Albert“ von 2001 (Taxe 45.000 bis 55.000 EUR). Auch seine aus dem gleichen Jahr stammende Leuchte „I.P.C.O. Smartie Ceiling“ aus einer roten Scheibe mit kleinen Durchstichen erfüllte mit 22.000 Euro ihre Erwartungen, wohingegen der blau bepolsterte Schaukelstuhl „Spring“ von 1990 bei 15.000 bis 20.000 Euro zum Rückgang wurde. Für die italienische Firma Sawaya & Moroni arbeitet unter anderem Zaha Hadid, übernommen wurde aus dem Programm jetzt bei starken 38.000 Euro ihre wellige Sitzlandschaft „Moraine“ aus dem Jahr 2000 (Taxe 24.000 bis 28.000 EUR). Unveräußert blieben zwei Sitzgelegenheiten Tom Dixons für bis zu 35.000 Euro und Shiro Kuramatas Sofa aus engmaschigen Gitterstäben von 1986 (Taxe 50.000 bis 60.000 EUR).


Teuerstes Los der klassischen Möbel aus Jugendstil und Art Déco war Josef Hoffmanns Speisezimmer für ein Wiener Apartment Gustav Pollaks um 1901/02, dessen Schätzung von 250.000 bis 300.000 Euro aber denn doch etwas zu hoch gegriffen war. Bereits an 11.000 Euro blieb seine Deckenlampe mit rosendekoriertem Messingreif hängen (Taxe 16.000 bis 22.000 EUR). Dafür reichte es bei einem von Adolf Loos’ beliebten Elefantenrüsseltischen zu 13.000 Euro (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Von einem mehrteiligen Ensemble Carl Auböcks vom Ende der 1920er Jahren wurde lediglich ein Sessel für 3.600 Euro und ein Beistelltischchen für 3.000 Euro übernommen (Taxen zwischen 2.600 und 3.500 EUR), während ein großes Schranksystem bei 20.000 bis 25.000 Euro wieder zum Vorbesitzer wanderte. 10.000 Euro erreichte eine Tischlampe Edgar Brandts um 1925, deren Stand und Schaft von einer bronzenen Kobra gebildet wird, die den Glasschirm im Maul trägt (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Eines der ältesten Stücke war ein Armlehnstuhl im maurischen Stil Carlo Bugattis, der sich taxgerecht bei 8.000 Euro verabschiedete.

Die avantgardistische Produktion der 1950er und 1960er Jahre kannte verschiedene Ausprägungen. Typischen Fünfzigerjahrlook zeigt Wilhelm Wagenfelds Tischlampe mit weißem, regelmäßig geschlitztem Schirm von 1952/53 für taxgerechte 8.000 Euro. Fast ein bisschen retrospektiv geben sich zwei „Bouquet“-Wandappliken des französischen Designers Jean Royère aus den 1950er Jahren. Da diese Zeit wieder gefragt ist, waren 7.500 Euro kaum eine Überraschung (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Berühmter ist sein Landsmann Jean Prouvé, dessen Tisch mit der Modellnummer „TS 11“ von 1946/49 die Kontinuität von Bauhaus und Sachlichkeit der 1920er und 1930er Jahre markiert. 19.000 Euro lagen knapp unterhalb der Erwartungen. Sein ähnliches Modell „S.A.M. 502“, entworfen 1947 und hier in einer Ausführung des Jahres 1951, erzielte mit 24.000 Euro dagegen seinen Schätzwert.

Zu gleicher Zeit war auch schon der Italiener Gio Ponti tätig. Sein formschöner, klassischer zweiteiliger Konsoltisch aus Wallnussholz von 1948 kletterte von 4.000 bis 5.000 Euro auf 7.500 Euro. Wenig später datiert Osvaldo Borsanis Anrichte, ein edles Mahagonigeschöpf mit jugendstilartigen Bronzen für 10.000 Euro (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Vielleicht stammt auch ein Barensemble mit zwei Hockern, Tisch und Wandschrank von ihm, das von 5.000 Euro auf 9.000 Euro stieg. Die Beliebtheit dieser frühen italienischen Produkte dokumentierten auch 9.000 Euro für Angelo Lellis Bodenlampe „Calla“ von 1952 (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR) und 5.500 Euro für Silvio Cavatortas elegantes Sideboard mit sechs Schublanden aus dem Jahr 1955 (Taxe 3.800 bis 4.500 EUR). Piero Fornasettis „Sonnen“-Teppich leuchtete bei 3.400 Euro auf (Taxe 1.600 bis 2.000 EUR).

Die venezianische Glasproduktion vertrat unter anderem eine um 1965 von Paolo Venini konstruierte „Trilobo“-Deckenlampe aus verschieden großen Glaskörpern mit bräunlichweißer Färbung für 5.000 Euro (Taxe 3.400 bis 3.800 EUR). Ico Parisis dreistufig aufgebauten Leuchter aus grüntransparenten länglichen Glasmodulen gab es schon für 2.800 Euro (Taxe 3.200 bis 3.600 EUR). Gerrit Rietvelds „Steltman chair“ von 1963 ist ein Musterbeispiel konstruktivistischer Gestaltung auf Basis der 1920er Jahre. Eine von Gerard van de Groenekan besorgte Ausformung von circa 1975 kostete jetzt 12.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Dagegen gab sich Louis Durots roter Kunststoffstuhl „La Spirale“ von 1972 bei 3.200 Euro richtig verspielt (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR). Eine „Table Rose“ mit leuchtenden Farbpigmenten in einer rechteckigen Plexiglasplatte basierte auf den Ideen Yves Kleins, wurde jedoch erst nach seinem Tod 1962 von seiner Ehefrau Rotraut Klein-Moquay hergestellt. Die Nummer acht dieser Serie spielte jetzt 14.000 Euro ein (Taxe 15.000 bis 17.000 EUR).

Die Aufbruchstimmung der späten 1960er Jahre repräsentiert die muschelartig gerundete schlangenhautartig dekorierte Sitzgruppe „Bazaar“ nach einem Entwurf der Künstlergruppe Superstudio aus dem Jahr 1968. Sie schaffte die untere Grenze von 20.000 bis 30.000 Euro. Das nordische Design zeigte sich dagegen stets klassisch und formbewusst. Ein Paar Hocker Poul Kjærholms aus dem Jahr 1961 war ob seines exquisiten Zustandes und seiner frühen Entstehung offenbar besonders geschätzt. Jedenfalls verdreifachte es seine Schätzung auf 9.000 Euro. Ebenso sachlich gibt sich der berühmte „Grasshopper“ Preben Fabricius’ und Jørgen Kastholms, eine lederbezogene Liege von 1968 mit dünnen staksigen Beinen für 12.000 Euro (Taxe 12.000 bis 13.000 EUR). Frits Henningsen überzeugte mit einem vornehm geschwungenen Mahagonisofa von 1938 zur oberen Schätzung von 4.500 Euro, Carl-Axel Acking mit zwei Armlehnstühlen von 1957, deren Sitzfläche und Rückenlehne aus braunem Leder bestehen, bei 4.000 Euro (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR), Hans J. Wegner mit einer geflochtenen Variante von 1951 bei 6.000 Euro (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR), und Jørgen Hovelskov mit seinem „Harp Chair“ von 1968, auf dessen Saiten man sich nun für 3.400 Euro niederlassen kann (Taxe 2.600 bis 2.800 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



21.07.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Preben Fabricius & Jørgen Kastholm, Lounge chair „Grasshopper“ Mod. FK-87, 1968

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Carl-Axel Acking, Paar Armlehnsessel, 1957

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