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Das Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt präsentiert Ausstellungen der Hamburger Künstlerin Cordula Ditz und des Berliner Fotografen Holger Niehaus

Spielarten des Verstörenden



Ein markerschütternder Schrei, zerspringendes Glas, der freie Fall aus schwindelerregender Höhe in die Ungewissheit der Nacht. In ihrer Videoarbeit „Jumping into the Void“ von 2009 komprimiert die Hamburgerin Cordula Ditz, Jahrgang 1972, in wenigen Sekunden eine geballte Ladung an Horror, Spannung und Entladung. Der verzweifelte Sprung einer jungen Frau, die sich offensichtlich nach endlosen Minuten der Verfolgung aus dem Fenster stürzt, ist der Höhepunkt einer Szene, wie man sie aus zahlreichen Horrorfilmen kennt. Das Genre des Horrorfilms, und zwar vorzugsweise der trashigen, mittlerweile kultigen Slasherfilme der 1980er Jahre, ist für die Absolventin der Hamburger Hochschule für bildende Künste eine wichtige Referenz. Das Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt präsentiert jetzt unter dem Titel „And Soon the Darkness“ neue Videoarbeiten, Malerei und Collagen der 37jährigen.


Im oberen Stockwerk geht es laut und lärmend zu. Cordula Ditz arbeitet mit pointierten Setzungen, ironischen Kommentaren und entwaffnenden Verdrehungen kunstgeschichtlicher Vorbilder. Ihre großformatigen, stark gestischen, abstrakten Gemälde halten entschlüsselbare Textbotschaften für den Betrachter bereit: Fragmente aus einschlägigen Songs – die Künstlerin spielte selbst als Bassistin in angesagten Hamburger Girl-Glam Punk-Bands – oder Zitate von anderen Malern wie Jean-Michel Basquiat, die sie kurzerhand uminterpretiert. Cordula Ditz bearbeitet die rohe Leinwand mit expressiv aufgetragenen Acrylschlieren oder reinen Pigmenten, dann wieder verwendet sie einen goldenen Stoff mit langen Fransen, der an Tierhaar oder männliches Brusthaar erinnert. In ihren Collagen entwirft Ditz absurde Szenarien, in denen das Kindlich-Harmlose auf das Düster-Bedrohliche trifft: Bunte Luftballons begegnen bluttriefenden Küchenmessern.

Im letzten Ausstellungsraum tritt der Besucher vor eine geheimnisvolle, halb geöffnete Tür. Im schummrigen Dunkel hat Ditz hier einen Videoturm mit drei Monitoren aufgestellt. Drei extrem kurze Videoloops werden parallel gezeigt. Es sind Ausschnitte aus verschiedenen Horrorfilmen, die die Künstlerin auf jeweils eine sich unablässig wiederholende Sequenz reduziert hat. Die kurze Bewegung eines grotesk lachenden Clowns, das erschrockene Gesicht einer Frau und apokalyptische Reiter im Skelettkostüm: Cordula Ditz gelingt es, durch ihre Methode der extremen Verdichtung das Motiv Horrorfilm in eine konzeptuelle Arbeit zu überführen. Dabei halten sich Ernsthaftigkeit und eine immer wieder durch ironische Brechungen erzeugte spielerische Leichtigkeit gekonnt die Waage.

Gleichzeitig zeigt das Palais für aktuelle Kunst im Erdgeschoss unter dem Titel „Luckytown“ Fotoarbeiten von Holger Niehaus. Der 34jährige Berliner arrangiert Blumen, Pflanzen und Gemüse zu poetisch vergehenden Stillleben. Seine Aufnahmen von vertrocknenden Sonnenblumen oder zusammengesteckten Blüten vor monochromen Hintergründen sind von Vanitasbildern und Klassikern der abstrakten Malerei inspiriert.

Die Ausstellungen „Cordula Ditz: And Soon the Darkness“ und „Holger Niehaus: Luckytown“ sind bis zum 20. Dezember zu sehen. Das Palais für aktuelle Kunst ist donnerstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Der Katalog „Cordula Ditz“ zu einer Einzelausstellung in der Galerie Conradi kostet 4 Euro. Der Katalog „Holger Niehaus – Birne Helene“ erschien anlässlich einer Schau im Gemeentemuseum Den Haag. Er liegt bei 38 Euro.

Kontakt:

Palais für aktuelle Kunst

Am Hafen 46

DE-25348 Glückstadt

Telefon:+49 (04124) 60 47 76

Telefax:+49 (04124) 60 47 78

E-Mail: info@pak-glueckstadt.de

Startseite: www.pak-glueckstadt.de



23.10.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


11.10.2009, Cordula Ditz. And soon the Darkness

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11.10.2009, Holger Niehaus: Luckytown

Bei:


Palais für aktuelle Kunst - Kunstverein Glückstadt

Künstler:

Cordula Ditz

Künstler:

Holger Niehaus










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