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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München

Tänzerinnen für viel Geld



Demetre Chiparus, Danseuse d’Egypte, um 1925

Demetre Chiparus, Danseuse d’Egypte, um 1925

Nach der Frühjahrsauktion im April traf auch Quittenbaums große Herbstversteigerung von Jugendstil und Art Déco am 20. Oktober den Geschmack der Bieter. Von den knapp neunhundert Objekten wurden in München rund 43 Prozent zugeschlagen, ein für diese Branche durchaus akzeptabler Wert, mit einem Gesamtvolumen von gut 720.000 Euro. Die Stars des Tages waren die Chryselephantine-Skulpturen des gebürtigen Rumänen und Wahlparisers Demetre Chiparus, außerordentlich feine und dekorative Elfenbein- und Bronzeskulpturen auf Onyxsockeln als Ausdruck der lustvollen Zwanziger Jahre. Die große „Danseuse d’Egypte“ setzte sich mit einem Zuschlag von 40.000 Euro an die Spitze dieser Serie (Taxe 18.000 EUR), gefolgt von ihren Kolleginnen „au cerceau“ – Vorbild war die Tänzerin Zoula de Boncza – für 36.000 Euro (Taxe 26.000 EUR) und aus Palmyra für 14.000 Euro (Taxe 8.000 EUR). Im selben Fahrwasser schwammen auch Ferdinand Preiss’ weiblicher Akt „Die Welle“ von 1906/10 zu 9.000 Euro (Taxe 8.000 EUR) und Claire Jeanne Robertine Colinets „Hindu“-Tänzerin um 1925 zu 5.000 Euro (Taxe 7.000 EUR).


Wurden bei den Skulpturen punktuell sehr gute Ergebnisse erzielt, so erfreute sich das französische Glas flächendeckend großer Beliebtheit. Besonders begehrt waren zwei Vitrinen mit Pâte de verre-Medaillons und Plaketten aus dem Nachlass des berühmten Geigers Yehudi Menuhin. Beide von Henri Cros und Georges Despret entworfen und je auf 1.500 Euro angesetzt, erzielten sie nach kurzem, aber heftigem Gefecht 8.000 Euro und 9.500 Euro. Die ganz großen Preise kamen bei den unzähligen Vasen des Jugendstil und Art Déco nicht heraus, den höchsten schaffte mit taxgerechten 7.500 Euro eine „Magnolias“ von circa 1906 aus der Firma Daum Frères. Auch musste manches Werk wie Emile Gallés Etude-Vase „Libellules“ um 1900 deutlich zurückstecken: Auf 5.000 Euro halbierte sich ihr angesetzter Wert.

René Laliques bauchige grüne Pressglasvase „Sauterelles“ von 1913 musste sich mit 6.500 Euro statt 9.000 Euro zufriedengeben. Nicht so schlecht sah es für Gabriel Argy-Rousseaus hochgezogene Vase „Lycium barbarum“ in Pâte de verre von 1917. Sie kam auf 4.100 Euro (Taxe 4.800 EUR). Und Amalric Walters Schale „Qui s’y frotte s’y pique“ mit einem Fantasiewappen samt Lothringer Kreuz von Jules Cayette konnte sich sogar über eine Steigerung von 2.000 Euro auf 3.400 Euro freuen. An Auguste Heiligensteins mit Frauenakten unter blühenden Bäumen in Emailmalerei dicht bedeckter Glasvase von 1924 blieben 5.500 Euro hängen (Taxe 6.000 EUR).

Rege Nachfrage herrschte bei den Produkten aus den Verreries Schneider. Nur sechs der 36 offerierten Objekte von Charles Schneider traten die Heimreise an. Ein deutscher Sammler investierte taxgerechte 4.800 Euro in eine rote Tischlampe mit stilisierten Schildkrötenmotiven. Unveräußert blieben dagegen die beiden Hauptstücke des französischen Glases, François-Emile Décorchemonts grasgrüne Art Déco-Deckelvase von 1933 für 19.000 Euro und ein Exemplar von Daum Frères’ technisch anspruchsvoller, daher nur bis 1904 hergestellter Intercalaire-Vase „Narcisses dans le brouillard“ um 1900 (Taxe 48.000 EUR).

Fünfstellige Zuschlagspreise waren ferner bei den Möbeln zu verzeichnen. Traditionell sind die virtuosen Arbeiten der Firma Louis Majorelle hoch angesehen. Dies dokumentierte ein deutscher Sammler durch die Investition von 20.000 Euro in ein Anrichtenpaar namens „Fleurs d’Artichaut“ um 1905 (Taxe 22.000 EUR). 16.000 Euro blieben für Majorelles Vitrine „Clématite“ übrig, ein Modell, das 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel zu sehen war (Taxe 22.000 EUR). Wieder bei den Kleinskulpturen, konnte sich zumindest Franz Hagenauer in die Region Chiparus’ herantasten. Von 7.000 Euro auf 20.000 Euro schossen seine beiden stilisierten Messingköpfe mit der eleganten Darstellung eines Mann und einer Frau um 1928. Mit 45.000 Euro zu anspruchsvoll war dagegen sein vierteiliges Orchester aus Hagenauers späterer Zeit, den 1950er Jahren, taxiert. Ludwig Habich macht mit seinem bronzenen Jugendstil-Narziss von 1896 bei 5.000 Euro auf sich aufmerksam (Taxe 4.500 EUR). Maurice Prosts schwarzer Panther schlich sich schon bei 7.000 Euro davon (Taxe 8.000 EUR).

In der umfangreichen Glasabteilung der böhmischen Firma Lötz Witwe verdichtete sich die Zuschlagsquote wieder merklich. Höhepunkte waren hier eine seltene Phänomen-Vase mit Spaunmarke und verzogenen blauen Bändern auf dem goldsilbernen Grund von 1899 für 5.800 Euro (Taxe 6.000 EUR) und ein Phänomen-Pokal von 1901 mit rotbrauner Tropfenauflage für 13.500 Euro (Taxe 12.500 EUR). Vilmós Zsolnay stellte in seiner Firma im ungarischen Pécs Arbeiten aus Steingutscherben mit glänzender Eosinglasur her, die ähnlich bewertet werden die wie die Jugendstilarbeiten aus Klostermühle. Von 3.200 Euro auf 8.800 Euro kletterte eine spindelförmige, bunte Vase der Zeit um 1900.

Als einer der wichtigsten deutschen Künstler gelangte Albin Müller zum Einsatz, einer der Protagonisten des Jugendstil in Darmstadt, wo er 1941 starb. Seine 1906 aus Serpentin hergestellte Selette kostete 5.500 Euro (Taxe 6.000 EUR). Peter Behrens folgte mit einer sternförmigen Deckenleuchte für die Hoechst-Werke von 1920 bei 4.500 Euro (Taxe 5.000 EUR). Joseph Maria Olbrich und Hugo Leven waren für Kerzenleuchter aus Zinn verantwortlich, die jeweils leicht über der Schätzung bei 3.450 Euro und 2.800 Euro den Auktionssaal verließen. Musste Henry van de Veldes Vase mit Peitschenmotiv von 1903 an den Einlieferer zurück (Taxe 8.500 EUR), machten sich fünf Besteckteile aus seinem schlichten Modell III von 1907/10 erst bei 3.400 Euro davon (Taxe 2.200 EUR). Aus Dänemark kam Georg Jensens opulente Gürtelschließe von 1909/14, um die zwei Sammler sich bis auf 15.000 Euro stritten (Taxe 9.000 EUR). Zurück nach Amerika reiste um 17.000 Euro eine große Stehlampe der New Yorker Riviere Studios um 1920 (Taxe 18.000 EUR). Und für die Malerei stand zum Schluss Franz Hofstötter. Sein symbolistisches Gemälde „Tanzende Nymphe“, datiert 1914, schaffte erstaunliche 13.000 Euro (Taxe 5.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 273 702 125

Telefax:+49 (089) 273 702 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



03.11.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


20.10.2009, Jugendstil - Art Déco

Bei:


Quittenbaum Kunstauktionen

Bericht:


Ein nobler Gast

Kunstwerk:

Emile Gallé, Etude-Vase „Libellules“, Nancy um 1900
Emile Gallé, Etude-Vase „Libellules“, Nancy um 1900

Kunstwerk:

René Lalique, Vase „Sauterelles“, 1913
René Lalique, Vase „Sauterelles“, 1913

Kunstwerk:

Tischlampe „Tortues“, Verreries Schneider, Epinay-sur-Seine 1918-1921
Tischlampe „Tortues“, Verreries Schneider, Epinay-sur-Seine 1918-1921

Kunstwerk:

Louis Majorelle, Paar Anrichten „Fleurs d’Artichaut“, um 1905
Louis Majorelle, Paar Anrichten „Fleurs d’Artichaut“, um 1905

Kunstwerk:

Claire Jeanne Robertine Colinet, Tänzerin „Hindu“, um 1925
Claire Jeanne Robertine Colinet, Tänzerin „Hindu“, um 1925

Kunstwerk:

Franz Hagenauer, Zwei Köpfe, um 1928
Franz Hagenauer, Zwei Köpfe, um 1928







Pokal, Lötz Witwe, Klostermühle 1901

Pokal, Lötz Witwe, Klostermühle 1901

Taxe: 12.500,- EURO

Zuschlag: 13.500,- EURO

Losnummer: 490

Claire Jeanne Robertine Colinet, Tänzerin „Hindu“, um 1925

Claire Jeanne Robertine Colinet, Tänzerin „Hindu“, um 1925

Taxe: 7.000,- EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 337

René Lalique, Vase „Sauterelles“, 1913

René Lalique, Vase „Sauterelles“, 1913

Taxe: 9.000,- EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 165

Emile Gallé, Etude-Vase „Libellules“, Nancy um 1900

Emile Gallé, Etude-Vase „Libellules“, Nancy um 1900

Taxe: 10.000,- EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 112

Albin Müller, Selette, 1906

Albin Müller, Selette, 1906

Taxe: 6.000,- EURO

Zuschlag: 5.500,- EURO

Losnummer: 725

Georg Jensen, Gürtelschnalle, 1909/14

Georg Jensen, Gürtelschnalle, 1909/14

Taxe: 9.000,- EURO

Zuschlag: 15.000,- EURO

Losnummer: 840

Vilmós Zsolnay, Vase, Pécs um 1900

Vilmós Zsolnay, Vase, Pécs um 1900

Taxe: 3.200,- EURO

Zuschlag: 8.800,- EURO

Losnummer: 533

Hugo Leven, Fünfarmiger Leuchter, um 1906

Hugo Leven, Fünfarmiger Leuchter, um 1906

Taxe: 2.200,- EURO

Zuschlag: 2.800,- EURO

Losnummer: 679

Riviere Studios, Stehlampe, um 1920

Riviere Studios, Stehlampe, um 1920

Taxe: 18.000,- EURO

Zuschlag: 17.000,- EURO

Losnummer: 862

Gabriel Argy-Rousseau, Vase „Lycium barbarum“, 1917

Gabriel Argy-Rousseau, Vase „Lycium barbarum“, 1917

Taxe: 4.800,- EURO

Zuschlag: 4.500,- EURO

Losnummer: 1

Henri Cros und Georges Despret, Sammlung von Medaillons und Plaketten, 1895-1925

Henri Cros und Georges Despret, Sammlung von Medaillons und Plaketten, 1895-1925

Taxe: 1.500,- EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 9

Franz Hagenauer, Zwei Köpfe, um 1928

Franz Hagenauer, Zwei Köpfe, um 1928

Taxe: 7.000,- EURO

Zuschlag: 20.000,- EURO

Losnummer: 349




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