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Walter Dahn in Wolfsburg

Walter Dahn, Aus dem Haus der Kunst heraus, 2008

„Das Bild selbst bestimmt, wie es gemacht sein will“, sagt Walter Dahn und will „dem Bild auch mal zuzuhören. Ich versuche, mich offen zu halten und so genau wie möglich zu sein, damit das Bild als lebendiges Wesen zu seinem Recht kommt, eine Stimmigkeit und Notwendigkeit in sich bekommt.“ Den 1954 in St. Tönis bei Krefeld geborenen Dahn, der mit den jungen Wilden Hans Peter Adamski und Jiri Georg Dokoupil in der Kölner Gruppe „Mülheimer Freiheit“ seit Ende der 1970er Jahre internationale Bekanntheit erlangte, stellt seit dem Wochenende die Städtische Galerie Wolfsburg vor. Ausgangspunkt ist ein mit raschem Strich auf Nessel gemaltes Bild Walter Dahns aus dem Jahr 1981, das zur Sammlung der Städtischen Galerie gehört. Es trägt den Titel „Tautologie“ und zeigt eine der Comicsprache entlehnte Figur mit überdimensioniertem Kopf und Riesenauge, offensichtlich ein Maler, der mit dem Pinsel in der Hand vor seiner Staffelei steht. Der Strahlenkranz, der seinen Kopf umgibt, weist auf Künstlerschweiß wie Glorienschein gleichermaßen hin. Der Maler vor seinem Werk: eine lächerliche, unförmige Figur, die auf den Sehsinn fixiert ist.

Mittlerweile ist Walter Dahn einen Schritt weiter gegangen. Er hat die Malerei über Malerei seit Mitte der 1980er Jahre hinter sich gelassen, ist nicht mehr so wild, eher nachdenklich und thematisiert heute raffiniert die Unmöglichkeit der Malerei. Dabei beschränken sich seine Arbeiten von Anfang an nicht auf eine traditionelle Gattung, sondern verbinden Malerei, Fotografie, Zeichnung, Objekt, Video oder Rauminstallation zu einem Art Forschungsprojekt künstlerischen Ausdrucks. Bezugspunkte in seinem Schaffen sind der Expressionismus und Dadaismus genauso wie die Konzeptkunst und der Punk. Und sein Wissen gibt er seit 1995 als Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig an junge Künstler weiter. Denn: „Das Bild selbst bestimmt, wie es gemacht sein will.“

Die Ausstellung „Walter Dahn – About Today“ ist bis zum 5. April zu sehen. Die Städtische Galerie Wolfsburg hat dienstags von 13 bis 20 Uhr, mittwochs bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Städtische Galerie Wolfsburg
Schlossstraße 8
D-38448 Wolfsburg

Telefon: +49 (0)5361 – 82 85 10
Telefax: +49 (0)5361 – 82 85 25

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


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Städtische Galerie Wolfsburg

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Walter Dahn, Aus dem Haus der Kunst heraus, 2008
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Walter Dahn, Zum Beispiel, 2006
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Walter Dahn, Kirche (nach Walker Evans), 1997
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Künstler:


Walter Dahn








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