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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Lempertz in Köln versteigerte Gemälde des 15ten bis 19ten Jahrhunderts zu kleinen Preisen. Dabei blieb es aber manchmal nicht

Kleinmeister ganz groß



 Venedig, Venezianischer Meister, Szene aus der römischen Geschichte, um 1700

Venedig, Venezianischer Meister, Szene aus der römischen Geschichte, um 1700

„Kleinmeister“ nennt man in der Regel Künstler, die eher nachrangig für die Kunstgeschichtsschreibung sind und nie oder nicht mehr im Licht der Öffentlichkeit stehen. Seit zwei Jahren eröffnet das Kölner Auktionshaus Lempertz die Frühjahrs- und die Herbstsaison mit ebenjenen Gemälde Alter und Neuer Meister, für die die Erwartungen nicht so hoch stehen und daher attraktiv für Käufer sind. Doch diesmal konnte sich eine Reihe dieser Werke zu deutlich höheren Zuschlagspreisen absetzen, großteils ins Ausland, und machte die „Kleinmeister“-Auktion am vergangenen Samstag zu bisher erfolgreichsten. Der Umsatz betrug denn auch stattliche 500.000 Euro, die Zuschlagsquote lag bei knapp 50 Prozent. Entschieden wurde weniger nach dem Klang großer Namen – allzu viele waren es ja nicht – als vielmehr nach offensichtlicher Qualität der Arbeiten. So beeindruckte eine Szene aus der römischen Geschichte, möglicherweise die Großmut des Scipio darstellend, die ein venezianischer Meister um 1700 schuf, derart, dass sich die mittelgroße Leinwand von 3.000 bis 4.000 Euro auf 27.000 Euro verbesserte und in die Schweiz abwanderte.


Das Rokokogemälde einer Theateraufführung unter freiem Himmel aus der Hand eines Deutschen brachte mit 6.500 Euro das Doppelte der Schätzung. Christian Leberecht Vogels inniges Kinderbildnis seiner beiden Söhne, das erst im vergangenen Herbst in der großen Auktion bei 11.000 bis 13.000 Euro unverkauft blieb, machte sich jetzt bei 7.600 Euro davon (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR). Besonders begehrt waren die Maler des 19ten Jahrhunderts. Anton Burger überzeugte am meisten. 1824 in Frankfurt als Sohn eines Weißbindermeisters geboren, gründete er 1861 die sogenannte Kronberger Malerkolonie und blieb deren Mittelpunkt bis zu seinem Tod 1905. Sein Stil zeichnet sich durch duftige Atmosphäre und zwischen Romantik und Realismus vagierende Weltauffassung aus. Ein kleiner „Wäldchenstag“, eine lustige Gesellschaft beim geselligen Beisammensein in der schönen Natur, konnte sich deutscher Handel schließlich erst bei 32.000 Euro sichern (Taxe 1.800 bis 2.500 EUR). Mit 28.000 Euro für einen 1895 festgehaltenen Blick auf den Kronberg mit Hirte und Schafherde im Vordergrund ging an Burger auch Platz zwei der Preisliste (Taxe 2.800 bis 3.500 EUR), den er sich nur mit Max Clarenbachs „Winterstimmung am Niederrhein“ teilen musste (Taxe 9.500 bis 10.500 EUR).

Weitere unerwartet hohe Zuschläge waren eine Winterlandschaft mit Eisläufern des Düsseldorfer Landschafters Carl Hilgers von 1843 für 14.000 Euro (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR), seine jüngere weite Flussebene mit einem Gehöft für 7.600 Euro (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR), Karl Raupps verregnete Chiemseelandschaft mit Gemüsehändlerin und ihrem Kind in einem Boot von 1892 für 11.500 Euro (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR), eine gefällige Szene „Auf dem Markt“ des Polen Wlodzimierz Tetmajer für 16.000 Euro (Taxe 4.000 bis 7.000 EUR) und die Aufnahme einer Prachtstraße in Neapel, von einem unbekannten Künstler im Vedutenstil des frühen 19ten Jahrhunderts aufgenommen und durch das Interesse zahlreicher italienischer Sammler jetzt 13.500 Euro wert (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR).

Vieles blieb aber auch im Rahmen der Erwartungen. Dem Maler und Lebensreformer Karl Wilhelm Diefenbach, dem die Münchner Villa Stuck erst vor kurzem eine eigene Ausstellung gewidmet hat, war mit einer verkleinerten Fassung des Pizzolungo, des seltsam geformten Polyphemfelsens auf der Insel Capri, angetreten und kam zur oberen Schätzung bei 3.000 Euro wieder heraus. Der Spätimpressionist Willy Lucas – auch ihm wird eben eine Werkübersicht in Paderborn zuteil – reüssierte mit einer herbstlichen Dorflandschaft in der Nähe der westfälischen Stadt bei 3.800 Euro (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR). Hugo Mühlig kam mit seiner Kartoffelernte auf 5.600 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR), Fritz Sonderland mit der liebevollen Genredarstellung eines kleinen Jungen „In Versuchung“ auf 5.200 Euro (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR), Eduard von Grützner mit seinem Herrn Förster von 1920 auf 10.500 Euro (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR) und Eduard von Gebhardt mit seiner Vergegenwärtigung der biblischen Erzählung „Lasset die Kinder zu mir kommen“ von 1908 auf 4.600 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Für 7.100 Euro ging schließlich einer der um 1900 so beliebten Künstlerfächer weg, auf denen mehrere Frankfurter Maler wie Johann Georg Mohr, Robert Forell, Emil Gies, Paul Klimsch, Rudolf Gudden und Gustav Adolf Kilb ihr virtuoses „Kleinmeister“-Können verewigt haben (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Neumarkt 3

DE-50667 Köln

Telefon:+49 (0221) 92 57 290

Telefax:+49 (0221) 92 57 296

E-Mail: info@lempertz.com



24.03.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


20.03.2010, Gemälde des 16. - 19. Jahrhunderts

Bei:


Kunsthaus Lempertz

Kunstwerk:

Christian Leberecht Vogel, Die Söhne des Künstlers
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Kunstwerk:

Carl Hilgers, Winterlandschaft mit Eisläufern, 1843
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Carl Hilgers, Landschaft mit Gehöft, 1860
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Eduard von Grützner, Der Herr Förster, 1920
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Eduard von Gebhardt, Lasset die Kinder zu mir kommen, 1908
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Johann Georg Mohr,
 Robert Forell, Emil Gies, Paul Klimsch, Rudolf Gudden, Gustav Adolf Kilb u.a., Gemäldefächer
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Kunstwerk:

Karl Wilhelm Diefenbach, Pizzolungo auf Capri, 1911
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Carl Hilgers, Winterlandschaft mit Eisläufern, 1843

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Taxe: 3.000 - 4.000 EURO

Zuschlag: 14.000,- EURO

Losnummer: 86

Karl Raupp, Chiemseelandschaft mit Gemüsehändlerin und ihrem Kind, 1892

Karl Raupp, Chiemseelandschaft mit Gemüsehändlerin und ihrem Kind, 1892

Taxe: 4.000 - 4.500 EURO

Zuschlag: 11.500,- EURO

Losnummer: 130

 Deutschland, Deutscher Meister, Theateraufführung im Freien, 18. Jahrhundert

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Taxe: 3.000 - 3.500 EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 13

Wlodzimierz Tetmajer, Auf dem Markt, 1886

Wlodzimierz Tetmajer, Auf dem Markt, 1886

Taxe: 4.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

Losnummer: 144

Hugo Mühlig, Kartoffelernte

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Taxe: 4.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 5.600,- EURO

Losnummer: 116

Anton Burger, Blick auf Kronberg mit Hirte und Schafherde im Vordergrund, 1895

Anton Burger, Blick auf Kronberg mit Hirte und Schafherde im Vordergrund, 1895

Taxe: 2.800 - 3.500 EURO

Zuschlag: 28.000,- EURO

Losnummer: 50

Fritz Sonderland, In Versuchung

Fritz Sonderland, In Versuchung

Taxe: 5.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 5.200,- EURO

Losnummer: 142

Karl Wilhelm Diefenbach, Pizzolungo auf Capri, 1911

Karl Wilhelm Diefenbach, Pizzolungo auf Capri, 1911

Taxe: 2.500 - 3.000 EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 68

Johann Georg Mohr, Robert Forell, Emil Gies, Paul Klimsch, Rudolf Gudden, Gustav Adolf Kilb u.a., Gemäldefächer

Johann Georg Mohr, Robert Forell, Emil Gies, Paul Klimsch, Rudolf Gudden, Gustav Adolf Kilb u.a., Gemäldefächer

Taxe: 3.000 - 3.500 EURO

Zuschlag: 7.100,- EURO

Losnummer: 78

Eduard von Grützner, Der Herr Förster, 1920

Eduard von Grützner, Der Herr Förster, 1920

Taxe: 7.000 - 8.000 EURO

Zuschlag: 10.500,- EURO

Losnummer: 82

Carl Hilgers, Landschaft mit Gehöft, 1860

Carl Hilgers, Landschaft mit Gehöft, 1860

Taxe: 2.500 - 3.500 EURO

Zuschlag: 7.600,- EURO

Losnummer: 85

Eduard von Gebhardt, Lasset die Kinder zu mir kommen, 1908

Eduard von Gebhardt, Lasset die Kinder zu mir kommen, 1908

Taxe: 4.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 4.600,- EURO

Losnummer: 80

Anton Burger, Wäldchenstag

Anton Burger, Wäldchenstag

Taxe: 1.800 - 2.500 EURO

Zuschlag: 32.000,- EURO

Losnummer: 49




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