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Enten am Wehr / Alexander Koester

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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Alte Meister und Antiquitäten im Kinsky Wien

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Alexander Wiskemann zugeschrieben, Venus und Amor

Alexander Wiskemann zugeschrieben, Venus und Amor

Ein unverwechselbares Stück „Prager Schule“ bietet das Wiener Auktionshaus Im Kinsky in seiner Versteigerung Alter Meister an. Der aus Hessen stammende Alexander Wiskemann war einer der vielen Künstler, die es in den Jahren um 1600 an den böhmischen Kaiserhof zog. Hier unterhielt Rudolf II. während seiner langen Regierungszeit einen glänzenden Hofstaat. Schon das Thema des ihm zugeschriebenen Gemäldes bedeutet einen Abschied von der in weiten Teilen des Reiches bis dahin noch immer gepflegten Bilderwelt. Dargestellt sind auf der kleinen Holztafel die mit einem violetten Umgang mehr ent- als verhüllte Venus sowie ihr junger Knabe Amor mit Pfeil und Bogen in der Hand und roten Flügeln auf dem Rücken. Lebensnah ist die Szene mütterlicher Fürsorge in einem Schlafgemach angesiedelt. Die etwas überlängte Zeichnung der Figuren, das spürbare Streben nach idealer Schönheit sowie die harmonische Farbverteilung lassen auf einen strengen Regelkanon im Stil des europaweit verbindlich gewordenen Manierismus schließen. Über den Künstler selbst weiß man herzlich wenig: Spätestens 1615 kehrte er als Hofmaler der Fuldaer Fürstäbte in seine hessische Heimat zurück, doch ebenso wie sein Geburts- ist auch sein Sterbejahr unbekannt. 20.000 bis 30.000 Euro soll das qualitätvolle Gemälde kosten.


Alte Meister

Viel „zugeschrieben“, in den „Umkreis“ oder die „Nachfolge“ verwiesen werden muss am 21. April bei den rund 120 Alten Meisten im Kinsky. Auch beim Höhepunkt der Stilllebenmalerei, zwei Pendants jeweils mit üppigen Blumen- und Fruchtgebinden sowie einem Vogel, kann man die Zuweisung an den berühmten venezianischen Vedutenmaler Francesco Guardi nicht mit allerletzter Sicherheit beweisen (Taxe 80.000 bis 150.000 EUR). Lorenzo Tiepolo wird für die Wiederholung eines venezianischen Deckengemäldes aus der Hand seines Vaters Giovanni Battista Tiepolo in Anspruch genommen, das den Triumph des Glaubens verbildlicht (Taxe 10.000 bis 20.000 EUR). Nach dem Tiroler Rokokomeister Johann Georg Platzer sehen zwei fein gemalte Gegenstücke auf kleinen Kupferplatten aus, die mit dem Tanz um das Goldene Kalb und dem Zug der Israeliten durch das Rote Meer zwei Szenen aus dem Buch Moses präsentieren (Taxe 40.000 bis 80.000 EUR). „Jusepe de Ribera Umkreis“ ist die dramatisch bewegte Figur eines alten, weitgehend entblößten Herrn als heiliger Bartholomäus etikettiert (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR). Der Schule Pieter Coecke van Aelsts I. um 1520 wird ein kleiner Flügelaltar mit der Beweinung Christi im Zentrum zugeschrieben (Taxe 35.000 bis 70.000 EUR).

Ziemlich sicher ist man sich beim Hauptlos der Auktion: Niemand anders als Antonio Bellucci dürfte für die Darstellung der Liebesgeschichte zwischen Antiochus und Stratonike verantwortlich sein. Überdies dürfte die monumentale Leinwand, auf der die Figuren in Lebensgröße handeln, während Belluccis Wiener Zeit zwischen circa 1692 und 1704 entstanden sein. Erzählt wird der Moment der Entscheidung: Der junge Königssohn Antiochus, schwer erkrankt, liegt auf dem Krankenlager, während ihm der Arzt den Puls fühlt. Der Medikus aber hat die Ursache erkannt, denn gerade ist die junge Stiefmutter des Antiochus eingetreten. Gleich wird Seleukos, der König, vom Arzt informiert, seine Entscheidung fällen: Großmütig überlässt er dem Sohn die eigene Gemahlin. Figurenreich, stofflich opulent, technisch brillant, psychologisch fein ist die Handlung komprimiert. 120.000 bis 200.000 Euro werden spannungsvoll erwartet.

Sicher ist man sich auch bei einigen niederländischen Genreszenen und Landschaften wie Jan Victors’ wahrsagender Zigeunerin bei einer Schmiede um 1650/55 und den vielfältigen Beschäftigungen von Bauern in einer Wirtsstube aus den 1660er Jahren (Taxen je 8.000 bis 15.000 EUR), Anthonie Jansz van der Croos’ ruhiger Flusslandschaft mit Fischern und einem Dorf im Hintergrund von 1661 (Taxe 12.000 bis 20.000 EUR), Jan van Goyens verhältnismäßig farbige Flusslandschaft mit Ruine und der Datierung 1645 (Taxe 35.000 bis 70.000 EUR), den ausgewogen komponierten Jagdpendants von Jan Frans van Bredael d.Ä. um 1710/20 (Taxe 16.000 bis 30.000 EUR) sowie Gerrit Adriaensz Berckheydes italianisante Landschaft mit Frauen und Viehherde vor einer antiken Ruine für 7.000 bis 12.000 Euro. Für das Portrait steht die feine Schilderung einer Dame in Satinkleid, Seidenschal und Perlenschmuck von Cornelis Janssens van Ceulen I. (Taxe 7.000 bis 12.000 EUR).

Antiquitäten

Wenn dann im Anschluss an die Alten Meister am 21. April die Antiquitäten zum Aufruf kommen, funkelt es noch einmal aus allen Knopflöchern. Man kann sich mit einem Paar Fußbecher der Kaiserlichen Manufaktur St. Petersburg mit den Portraits Nikolaus I. und seiner Gemahlin Alexandra um 1826 in die Traumwelt des russischen Zarenreiches begeben (Taxe 25.000 bis 50.000 EUR) oder mit Leonhard Messners bürgerlicher Frühstücksgarnitur von 1788 an die Tafel des josephinischen Frühklassizismus (Taxe 2.800 bis 3.500 EUR), sich mit den im 18ten und frühen 19ten Jahrhundert in aller Herren Länder verschickten Kupfergefäßen aus Herrengrund auf Reisen geben (Taxen zwischen 500 und 8.000 EUR) oder die Verbindung zwischen einem Originalbildnis König Ludwigs XIV. von Jean Petitot I. und einem goldenen Rahmen des ausgehenden 18ten Jahrhunderts von Johann Georg Aigner mit eingehen helfen (Taxe 15.000 bis 25.000 EUR). Im Möbellager wartet mit einer kraftvollen Tabernakelschreibkommode und einem mächtigen Schrank samt gedrehten Säulen das Barockzeitalter auf Verehrer (Taxen je 25.000 bis 35.000 EUR), während sich eine Präzisionslaterndluhr um 1820 mit einem Werk von Franz Reuss aus Grülich und eine Regulatorwanduhr um 1840/45 von Wendelin Naban aus Melnik eher für das Prager und Wiener Biedermeier eignen (Taxen zwischen 25.000 und 40.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 21. April um 15 Uhr mit den Alten Meistern und um 17 Uhr mit den Antiquitäten. Die Objekte können bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr in Augenschein genommen werden. Den Online-Katalog finden Sie unter www.imkinsky.com.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com



17.04.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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20.04.2010, Alte Meister - Antiquitäten - Bilder 19. Jh. - Klassische Moderne - Zeitgenössische Kunst

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im Kinsky - Kunst Auktionen

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Ach, wäre Kupfer Gold!

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Antonio Bellucci, Antiochus und Stratonike, um 1700
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 Österreich, um 1700
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 goldene Kalb – Der Zug der Israeliten durch das Rote Meer
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Gerrit Adriaensz Berckheyde, Landschaft mit Frauen und Viehherde vor einer Ruine
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Jan van Goyen, Flusslandschaft mit Ruine, 1645
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Antonio Bellucci, Antiochus und Stratonike, um 1700

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Taxe: 120.000 - 200.000 EURO

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Lorenzo Tiepolo zugeschrieben, Der Triumph des Glaubens

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Taxe: 10.000 - 20.000 EURO

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Schrank, Österreich, um 1700

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Anthonie Jansz van der Croos, Flusslandschaft mit Fischern und einem Dorf im Hintergrund, 1661

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Taxe: 12.000 - 20.000 EURO

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Jan Victors, Wahrsagende Zigeunerin bei einer Schmiede, um 1650/55

Jan Victors, Wahrsagende Zigeunerin bei einer Schmiede, um 1650/55

Taxe: 8.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 45

Jan van Goyen, Flusslandschaft mit Ruine, 1645

Jan van Goyen, Flusslandschaft mit Ruine, 1645

Taxe: 35.000 - 70.000 EURO

Zuschlag: 42.000,- EURO

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Gerrit Adriaensz Berckheyde, Landschaft mit Frauen und Viehherde vor einer Ruine

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Johann Georg Platzer zugeschrieben, Der Tanz um das goldene Kalb – Der Zug der Israeliten durch das Rote Meer

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Taxe: 40.000 - 80.000 EURO

Losnummer: 9




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