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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Nicht nur Picasso: Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York boomen wieder

Heißhunger auf gute Kunst



Sie haben wieder zugeschlagen, die Reichen dieser Welt auf den großen New Yorker Auktionen von Impressionisten und Modernen. Neun Minuten währte eine der heißesten Bietschlachten, die jemals im Auktionshaus Christie’s geschlagen wurden. Sie kürte Pablo Picassos „Nu au plateau de sculpteur“ aus der Sammlung des kalifornischen Immobilienmogul Sidney F. Brody mit 95 Millionen Dollar zum teuersten Kunstwerk einer Auktion und stieß Alberto Giacomettis „L’Homme qui marche“ nach kurzer Herrschaft vom Thron. Erstaunlich ist jedoch nicht allein die Höhe der Summe an sich: 335,5 Millionen Dollar brutto setzte das Auktionshaus an jenem Abend des 4. Mai um. Bemerkenswert ist überdies, dass die Kunden den geharnischten Preisvorstellungen der Experten so rasch und so willig folgten. Selbst die 70 bis 90 Millionen Dollar für Picassos schlummernde Schönheit wurden übertroffen. Der Heißhunger auf gute Kunst scheint so groß wie selten, und er will – nach anderthalb Jahren relativer, aber rasch vergessener Abstinenz – unbedingt gestillt werden.


Allein 224 Millionen Dollar des Gesamtumsatzes entfielen auf die 27 Lose der Sammlung Brody, die die Abendauktion einleiteten. 47,5 Millionen Dollar, also ein Viertel am Kuchen, sicherte sich Alberto Giacomettis „Grande tête mince“, der flunderflache Kopf seines Bruders Diego von 1954/55 (Taxe 25 bis 35 Millionen USD), und 18,5 Millionen Dollar erschlich sich „Le Chat“ von 1951/55 – sicheres Indiz der Erholung: vor ziemlich genau einem Jahr war ein anderes der acht Exemplare bei Sotheby’s noch an 16 bis 24 Millionen Dollar gescheitert (Taxe 12 bis 18 Millionen USD). Nichts, was die Brodys boten, wurde verschmäht: Georges Braques Stillleben „La Treille“ aus den Jahren 1953/54 verdoppelte seinen Wert auf rekordträchtige 9 Millionen Dollar, ein frühes Selbstportrait Edouard Vuillards um 1890 kletterte von 1,2 bis 1,8 Millionen Dollar auf 2,3 Millionen Dollar, und Jean Metzingers farbenfrohe „Femme au chapeau“ von 1906/07 ging bei 1,4 Millionen Dollar eine neue Bekanntschaft ein (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen USD).

Auch James Ensors winzige wie farbenfrohe „Nature morte aux bibelots“ von 1937 erklomm 200.000 Dollar (Taxe 100.000 bis 150.000 USD), ebenso wie Henry Moores 1950 gegossene Kleinbronze „Rocking Chair No. 3“ 1,65 Millionen Dollar (Taxe 900.000 bis 1,2 Millionen USD), Alexander Calders 1958 leichtfüßig konstruiertes Mobile „Red Spike“ 1,3 Millionen Dollar (Taxe 500.000 bis 700.000 USD) oder André Derains Vase mit mehreren „Baigneuses dans un paysage“ 700.000 Dollar, als Einzelstück zwischen 1906 und 1908 gefertigt und nun mit 400.000 bis 600.000 Dollar ins Rennen entlassen. Nur bei Henri Matisse haperte es: Seine „Nu au coussin bleu“ von 1924 war für 20 bis 30 Millionen Dollar wohl doch etwas zu brav und musste sich schon mit 13,4 Millionen Dollar begnügen.

Und was war bloß mit Kees van Dongen im anschließenden regulären Teil der Auktion los? Alle, ausnahmslos alle seine vier Frauenbildnisse, ob sie nun „La bottine jaune“ (Taxe 4 bis 6 Millionen USD), „Anita au cœur vert“ (Taxe 7 bis 10 Millionen USD) oder „Tamara, la muse du peintre“ hießen (Taxe 1,5 bis 2,5 Millionen USD), fanden sich aufs Abstellgleis geschoben. Immerhin hingen insgesamt rund 15 bis 20 Millionen Dollar daran. Die Kollegen machten es wett: Alberto Giacometti noch einmal mit seiner surrealistischen Bronze „La Main“ von 1947/48 für 23 Millionen Dollar (Taxe 10 bis 15 Millionen USD), Chaïm Soutine mit seinem verzerrten Damenbildnis „Le grand chapeau“ von 1923/24 für 4 Millionen Dollar (Taxe 3,5 bis 4,5 Millionen USD) und René Magritte mit der Landschaftsvision „La Constellation“ von 1942 für 2,4 Millionen Dollar (Taxe 1,5 bis 2 Millionen USD).

Auch Pablo Picasso half weiter fleißig mit. Drei bedeutende Portraits der Spätzeit stellte er zur Verfügung. Von 6 Millionen Dollar für einen renaissanceartig gekleideten „Tête“ vom 14. Dezember 1969 (Taxe 6 bis 9 Millionen USD) über 9,5 Millionen Dollar für „Le peintre et son modèle“ vom 4. November 1964 (Taxe 10 bis 14 Millionen USD) ging es bis zu 16 Millionen Dollar für die im Mai 1964 gemalte „Femme au chat assise dans un fauteuil“ hinauf (Taxe 10 bis 15 Millionen USD). Zu den wenigen unerfreulichen Rückgängen geriet Salvador Dalís surreale Traumlandschaft „Décor pour Labyrinth II“ aus dem Jahr 1941 für geschätzte 4 bis 6 Millionen Dollar.

Die wenigen Impressionisten, die auf dieser Auktion im Schatten der Modernen standen, setzten erwartungsgemäß Pierre-Auguste Renoirs „Femme nue couchée, Gabrielle“ aus dem Jahr 1903 zur oberen Schätzung von 9 Millionen Dollar an die Spitze. Erfreulich ist der neue Künstlerauktionsrekord von 2,6 Millionen Dollar, den Jean-François Raffaëllis wirklichkeitsnahe, melancholische Herbstbiergartenszene „Les buveurs d’absinthe (Les Déclassés)“ aus dem Jahr 1881 erzielte. Indes waren 400.000 bis 600.000 Dollar von vornherein zu gering bemessen. Neuer Besitzer ist das Fine Arts Museum of San Francisco. Hauptwerk der Kunst aus dem deutschsprachigen Raum wurde Paul Klees fantasievoll verkindlichte Figur „Der Künftige“ aus dem Schicksalsjahr 1933. 2,9 Millionen Dollar lagen im oberen Bereich der Erwartungen. Auf 1,3 Millionen Dollar konnte sich Wassily Kandinskys filigrane Formen- und Farbenkomposition „Festes III“ aus dem Jahr 1925 leicht steigern, ebenso seine abstrakte Tusche- und Aquarellarbeit „Entwurf zu Bild mit orange Rand“ von 1916 auf 940.000 Dollar. Edvard Munchs 1899/1900 entstandene Allegorie der Fruchtbarkeit indessen, mit 120 mal 140 Zentimetern eines der größten Gemälde des Meisters, war mit 25 bis 35 Millionen Dollar zu hoch taxiert. Es blieb liegen.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s Rockefeller Center

20 Rockefeller Plaza

US-10020 New York

Telefon:+1 (212) 6362000

Telefax:+1 (212) 6362399

E-Mail: info@christies.com



06.05.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Pierre-Auguste Renoir, Femme nue couchée, Gabrielle, 1903
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Jean-François Raffaëlli, Les buveurs d’absinthe (Les Déclassés),
 1881
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Edouard Vuillard, Autoportrait, um 1890
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Jean-François Raffaëlli, Les buveurs d’absinthe (Les Déclassés), 1881

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Taxe: 400.000 - 600.000 USD

Zuschlag: 2.600.000,- USD

Losnummer: 33

Pierre-Auguste Renoir, Femme nue couchée, Gabrielle, 1903

Pierre-Auguste Renoir, Femme nue couchée, Gabrielle, 1903

Taxe: 7.000.000 - 9.000.000 USD

Zuschlag: 9.000.000,- USD

Losnummer: 34

Edouard Vuillard, Autoportrait, um 1890

Edouard Vuillard, Autoportrait, um 1890

Taxe: 1.200.000 - 1.800.000 USD

Zuschlag: 2.300.000,- USD

Losnummer: 1




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