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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Rückblick: Ältere und Moderne Kunst bei Hassfurther in Wien

Sonnenschein mit Walde



Es brauchen nur Alfons Waldes strahlende Tiroler Berglandschaften aufzutauchen, und schon herrscht auch bei Wolfdietrich Hassfurther in Wien schönster Sonnenschein. Der Spezialist für österreichische Kunst der Zwischenkriegszeit hat es wieder einmal geschafft: Auf seiner 49. Auktion kamen wieder drei von Waldes haptischen, plastisch durchformten Ölbildern zum Aufruf, dazu ein paar Gruppenbilder und Frauenakte. Sie alle wurden versteigert, der überwiegende Teil weit höher als die Schätzpreise: für 190.000 Euro der „Bergweiler“ von 1935 (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR), für 170.000 Euro die Kombination aus satten grünen „Almen und Gletschern“ von 1933 (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR) und für 148.000 Euro – mehr als das Doppelte der oberen Schätzung – die die Bärnstattkapelle zum Leidenden Heiland von 1922/23, eine Tiroler Wallfahrtskirche am Wilden Kaiser nahe dem Hintersteiner See. Dazu kamen eine 1923 datierte Fassung des Gemäldes „Begegnung“ zweier Tiroler Frauen mit einem Mann in Tempera für 62.000 Euro (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR) und besagte Frauenakte, von denen ein Rückenakt in schwarzen Strümpfen aus dem Jahr 1918 die obere Grenze von 25.000 bis 35.000 Euro streifte.


Allein die drei Ölbilder von Walde spülten also gut eine halbe Million Euro in die Kassen der Einlieferer. Das sollte es freilich noch nicht gewesen sein. Von den lediglich 64 Nummern, die Wolfdietrich Hassfurther am 25. März wieder zu einer ungewöhnlichen Mischung kombiniert hatte, blieben nur 13 unveräußert. Darunter waren allerdings auch zwei Toplose: Anton Koligs symbolistisches Ölbild „Das Waldhorn“, Mittelteil des 1937 entstandenen Triptychons „Die Jugend“ für geschätzte 200.000 bis 350.000 Euro, und gleich darauf das angeblich älteste überlieferte Frauenportrait der altdeutschen Tafelmalerei, das 1440 datierte Bildnis einer Wienerin vom sogenannten Meister des Albrechtsaltares zu Klosterneuburg (Taxe 150.000 bis 250.000 EUR). Dafür schaffte Frans Snyders’ Stillleben „Knabe in der Vorratskammer“, eines der seltenen Barockgemälde bei Hassfurther, mit 200.000 Euro den Schritt über die Schwelle (Taxe 150.000 bis 300.000 EUR).

Seine Stammkundschaft konnte der Auktionator mit Albin Egger-Lienz’ Aquarell eines Bergmähers, Teil einer Serie von Schnitterdarstellungen des Meisters 1918, mehr begeistern. Mit 130.000 Euro hüpfte das Blatt noch etwas über den oberen Schätzpreis hinweg. Rudolf von Alt, Urgestein aller österreichischen Vedutenkunst des 19ten Jahrhunderts, wurde mit 40.000 Euro für die aquarellierte Ansicht des Canal Grande in Venedig von 1849 honoriert (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Und diesmal schaffte zudem die malerische Ansicht von Schloss Persenbeug des Jahres 1838 seines Vaters Jakob Alt bei 10.000 Euro den Absprung (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Ihnen stand als Aquarellist Peter Fendi mit seinem Genrebildchen „Mutter mit zwei Kindern“ zur Seite. Auch dies geriet zum Erfolg, der sich in 25.000 Euro niederschlug (Taxe 6.000 bis 9.000 EUR).

Manche der kleinen Preise konnte Hassfurther ebenfalls gut absetzen, so Friedrich von Amerlings unvollständiges Portrait einer Wiener von 1838 bei 5.700 Euro (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR), Josef Holzers heitere Waldlandschaft mit Bachlauf und ein paar Weidetieren zur oberen Schätzung von 5.000 Euro, Josef Dobrowskys Blumenaquarell mit Rittersporn und Carl Fahringers Netzflicker im Hoorner Hafen bei jeweils 5.500 Euro (Taxen 2.000 bis 3.000 EUR und 3.000 bis 5.000 EUR) sowie Andreas Urteils Bronzestatuette einer aufgelösten, gedrehten Figur von 1961 bei 3.300 Euro (Taxe 1.000 bis 2.000 EUR).

Und wo Walde ist, kann Oskar Mulley nicht weit sein. Ein Stillleben mit Jagdgerät und Birkhahn und zwei Bergbauernhöfe von 1930, angesetzt zwischen 8.000 und 15.000 Euro, erwiesen sich erwartungsgemäß als leichtes Spiel. Der tote Vogel flog bei 25.000 Euro davon, die beiden Alpenimpressionen kamen auf 25.000 Euro und 36.000 Euro. Gustav Klimt ist teuer, auch wenn er nicht malt oder zeichnet: Allein die berühmte Fotografie, die den antikisch gewandeten Künstler mit einer Katze im Arm zeigt, reicht aus, um die Gemüter zu erhitzen. Die 1910 von Moritz Nähr gemachte Aufnahme, versehen mit einer seltenen Handsignatur Klimts, verfünffachte ihre obere Schätzung auf 50.000 Euro. Franz Sedlacek schließlich, sonst im Wiener Kinsky ein gern gesehener Gast, hat sich nun auch zu Hassfurther begeben: 72.000 Euro kostete seine geheimnisvolle „Nebellandschaft“ von 1936, deren deren Inhalt schon das drohende Unheil des Dritten Reichs vorwegzunehmen scheint (Taxe 40.000 bis 70.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



07.05.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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25.03.2010, Auktion 49: Alte Meister. Biedermeier. Klassische Moderne

Bei:


Galerie Hassfurther

Bericht:


Vergänglichkeit des Lebens und Todessymbolik

Kunstwerk:

Frans Snyders, Knabe in der Vorratskammer
Frans Snyders, Knabe in der Vorratskammer

Kunstwerk:

Jakob Alt,
 Schloss Persenbeug, 1838
Jakob Alt, Schloss Persenbeug, 1838

Kunstwerk:

Peter
 Fendi, Mutter mit zwei Kindern
Peter Fendi, Mutter mit zwei Kindern

Kunstwerk:

Josef Holzer,
 Waldlandschaft
Josef Holzer, Waldlandschaft

Kunstwerk:

Albin Egger-Lienz, Mittelfigur eines Schnitters zum Gemälde „Bergmäher“,
 1918
Albin Egger-Lienz, Mittelfigur eines Schnitters zum Gemälde „Bergmäher“, 1918

Kunstwerk:

Rudolf von Alt, Canal Grande in Venedig, 1849
Rudolf von Alt, Canal Grande in Venedig, 1849







Frans Snyders, Knabe in der Vorratskammer

Frans Snyders, Knabe in der Vorratskammer

Taxe: 150.000 - 300.000 EURO

Zuschlag: 200.000,- EURO

Losnummer: 56

Josef Holzer, Waldlandschaft

Josef Holzer, Waldlandschaft

Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 39

Friedrich von Amerling, Portrait einer Wienerin, 1838

Friedrich von Amerling, Portrait einer Wienerin, 1838

Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 5.700,- EURO

Losnummer: 19

Rudolf von Alt, Canal Grande in Venedig, 1849

Rudolf von Alt, Canal Grande in Venedig, 1849

Taxe: 20.000 - 30.000 EURO

Zuschlag: 40.000,- EURO

Losnummer: 17

Peter Fendi, Mutter mit zwei Kindern

Peter Fendi, Mutter mit zwei Kindern

Taxe: 6.000 - 9.000 EURO

Zuschlag: 25.000,- EURO

Losnummer: 29

Jakob Alt, Schloss Persenbeug, 1838

Jakob Alt, Schloss Persenbeug, 1838

Taxe: 4.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 18

Albin Egger-Lienz, Mittelfigur eines Schnitters zum Gemälde „Bergmäher“, 1918

Albin Egger-Lienz, Mittelfigur eines Schnitters zum Gemälde „Bergmäher“, 1918

Taxe: 80.000 - 120.000 EURO

Zuschlag: 130.000,- EURO

Losnummer: 10




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