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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Sotheby’s hat in New York mit der zeitgenössische Kunst sein Soll übererfüllt

Geld für den Einbrecher



Sie sind wieder da, die Künstler unserer Zeit, und melden sich in alter Stärke auf dem internationalen Markt zurück. Eine Woche nach den Impressionisten und Modernen liefen auch bei den Gegenwartsauktionen in New York die Telefondrähte wieder heiß, trieben sich Sammler und Händler aus aller Herren Länder zu hitzigen Gefechten an und segneten die Kassen der Auktionshäuser mit üppigen Provisionen, bereicherten die Listen um neue Rekorde und Sensationen. Sotheby’s, wie bei der ersten Runde Anfang Mai mangels großer Sammlungen hinter Christie’s abgeschlagen, sammelte am Abend des 12. Mai brutto fast 190 Millionen Dollar ein. Von den 53 Losen blieben lediglich drei unverkauft. Der Gesamtschätzpreis hatte zwischen 114 und 162 Millionen Dollar gelegen. Auftrag ausgeführt, kann die Devise also nur lauten. Die beiden Höchstpreise lagen dicht auf dicht: 29 Millionen Dollar wurden für Andy Warhols lila strahlendes „Self Portrait“ aus dem letzten Lebensjahr des Künstler 1986 geboten. 10 bis 15 Millionen Dollar waren für die Ikone des späten Meisters veranschlagt. Erst bei 28 Millionen endete der Kampf um Mark Rothkos rotorange strahlendes Farbfeld „Untitled“ aus dem Jahr 1961. Vor dreizehn Jahren war die leicht hochrechteckige Leinwand noch für 1,9 Millionen Dollar über die Bühne gegangen und wechselte seither noch mehrmals den Besitzer (Taxe 18 bis 25 Millionen Dollar).


Vor allem die abstrakte Kunst war auf dieser Auktion stark, fast ein wenig einseitig besetzt. Auch damit freilich stieß sie auf großen Kunsthunger. Mit 7,75 Millionen Dollar schloss Jackson Pollocks farbverspritzte „Number 12a, 1948: Yellow, Gray, Black“ ab (Taxe 4 bis 6 Millionen USD), und bei 3,6 und 3,5 Millionen Dollar landeten eine späte und eine frühe Gestik Joan Mitchells unter den Titeln „Two Sunflowers“ 1980 und „Vera Cruz“ aus den frühen 1960er Jahren (Taxen zwischen 2,5 und 4,5 Millionen USD). Nicht ganz den Erwartungen entsprach Brice Mardens verschlungenes „Cold Mountain I (Path)“ von 1988/89. Das verhaltene Interesse führte indes auch hier zu immer noch akzeptablen 8,5 Millionen Dollar und damit einem neuen Auktionshöchstpreis für Marden (Taxe 10 bis 15 Millionen USD). Einziger schmerzlicher Rückgang war Agnes Martins filigranes Werk „The Desert“ von 1965, erst vor drei Jahren zum Rekordpreis von 4,2 Millionen Dollar zugeschlagen (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). Ein dickes Trostpflaster für die minimalistische Künstlerin waren die 1,9 Millionen, die ihr kleines Quadrat „Kyrie“ aus dem Jahr 1962 erzielte (Taxe 600.000 bis 800.000 USD).

Außer der Pop Art – neben Warhol ist hier vor allem Roy Lichtensteins „Expressionist Head“ von 1980 für 3,75 Millionen Dollar zu nennen (Taxe 3,5 bis 5,5 Millionen USD) – hatten vor allem die jüngeren Künstler Gegenständliches zu bieten. Einer davon lebt nicht mehr: Jean-Michel Basquiats expressiv-schreienden Figurenbilder gereichen dem früh Verstorbenen posthum zur größten Ehre. Ein heftiges Gefecht löste sein „Stardust“ aus dem Jahr 1983 aus: Der lebensgroße Saxophonist schnellte von 1,8 bis 2,5 Millionen Dollar auf 6,4 Millionen Dollar. Die noch Lebenden wurden etwas verhaltener bedacht: George Condo mit 320.000 Dollar für seinen liegenden fratzenhaften Frauenakt „The Alcoholic“ von 2008 (Taxe 300.000 bis 500.000 USD), Matthew Day Jackson mit 550.000 Dollar für das opulente Indianerbildnis von „Hamlet (Last Portrait)“ von 2006 (Taxe 300.000 bis 400.000 USD) und Cecily Brown mit 900.000 Dollar für die virtuose Farbschlacht „Suddenly Last Summer“ von 1999 (Taxe 500.000 bis 700.000 USD).

Gut bedacht zeigte sich die Plastik in Form von Richard Tuttles unregelmäßig gebogenem Wandrelief „Silber Picture“ aus dem Jahr 1964 für den neuen Spitzenpreis von 1,5 Millionen Dollar (Taxe 400.000 bis 600.000 USD), einem hoch aufragenden, minimalistischen „Totem“ Ellsworth Kellys von 1996 für 3,5 Millionen Dollar (Taxe 2 bis 3 Millionen USD), Alexander Calders Mobile „Blue and Yellow Sickles“ von 1960 für 3,3 Millionen Dollar (Taxe 1,5 bis 2 Millionen USD) und Joseph Cornells schrankartigem Gehäuse „Aviary“ für 1,6 Millionen Dollar, mit seiner Entstehung kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das älteste Stück des Abends (Taxe 500.000 bis 700.000 USD). Und noch mehr: Die sechs Bronzedamen in Juan Muñoz’ „Conversation Piece III“ aus dem Jahr 2001 schwebten erst bei 4,3 Millionen Dollar in ihren sanften Röcken davon (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD), und Maurizio Cattelans von unten aus dem Boden hervorkriechender Kunstdieb in einer höchst originellen Installation aus dem Jahr 2001 überraschte bei starken 7 Millionen Dollar (Taxe 3 bis 4 Millionen USD). Beide Künstler setzten damit neue Maßstäbe auf Auktionen.

Fast sensationell muten die über 53 Millionen Dollar an, die Sotheby’s noch auf der Tagesauktion am Donnerstag versteigern konnte. Die Bietgefechte waren hier kaum weniger spannend als im „Evening Sale“. Die beiden Millionenpreise, die es noch zu verzeichnen gab, waren allerdings vorprogrammiert: Ein weiteres Mobile Calders aus dem Jahr 1959 und Warhols „Campbell’s Soup“ von 1986 bestätigten mit 1,3 und 1,2 Millionen Dollar lediglich ihre Taxen. Nicht ganz da heran reichte Tom Wesselmann mit seiner „Sunset Nude (Big Red Pillow)“, entstanden in den letzten Lebensjahren des 2004 verstorbenen Meisters: 840.000 Dollar waren genug (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen USD). Gewinner einer Schwemme an Kunst des abstrakten Expressionismus waren Robert Motherwells schwarze „Elegy to the Spanish Republic“ um 1962 im Wert von 740.000 Dollar (Taxe 400.000 bis 600.000 USD) und eine kleine Gouache von Eva Hesse, entstanden 1969 ein Jahr vor ihrem Tod und für 510.000 Dollar zugeschlagen (Taxe 400.000 bis 600.000 USD). Für ein beschauliches, naturalistisches Stillleben Richard Diebenkorns entschieden sich 970.000 Dollar (Taxe 450.000 bis 650.000 USD).

Jüngere Kunst war vor allem gefragt, wenn sie Referenzen aufweisen konnte: Anish Kapoors spiegelglatt lackierte „Ruby“ aus dem Jahr 2000 zeigt die Schönheit der reinen Form: An reinem Geld kostete die dunkelrote Kugel schließlich unerwartete 525.000 Dollar (Taxe 80.000 bis 120.000 USD). Gabriel Orozco bezieht sich in seiner geometrisierten Farbflächenkomposition „Samurai Tree (Invariant Gold 2)“ auf die Kunst des Konstruktivismus: 2005 entstand das Werk des 1962 geborenen Mexikaners. Es kam auf 420.000 Dollar (Taxe 300.000 bis 400.000 USD). Und Sean Scully bewegt die Gemüter mit Puzzlespielen aus rechteckigen Farbflächen. Seine mittelgroße Leinwand „Maroon Pink White“ aus dem Jahr 2008 setzte sich bei 320.000 Dollar durch (Taxe 300.000 bis 400.000 USD).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07



15.05.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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