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Willi Maillard bei Irene Lehr

Seine Lebenszeit ragte vom deutschen Impressionismus bis hinein in die Moderne. Als Meister flirrender Jahrmarktszenen und duftiger Gartenbilder ebenso wie als sachlich-nüchterner Portraitist feiner Damen und Arrangeur klarer Stillleben hat er wesentliche Schritte der dazwischenliegenden Entwicklungen mitvollzogen. Nach seinem Tod 1945 in Konstanz ist Willi Maillard jedoch weitgehend der Vergessenheit anheimgefallen. Genau der Richtige also für Irene Lehr, die sich in regelmäßigen Abständen die Wiederentdeckung verschollener Künstler der deutschen Moderne auf die Fahnen schreibt. 32 Ölbilder des gebürtigen Berliners zeigt die engagierte Kunsthändlerin und Auktionatorin während der kommenden zwei Monate in ihren Berliner Räumen.

Geboren wurde Maillard 1879 in Berlin. Von 1896 bis 1898 besuchte er die dortige Königliche Kunstschule, 1898 bis 1908 die Hochschule der bildenden Künste. Es folgten mehrere Beteiligungen an den Großen Berliner Kunstausstellungen, so 1906 und 1911, ferner 1914 an der ersten Ausstellung der gerade neu gegründeten Freien Secession. Eine wirklich gesicherte Existenz verschaffte ihm erst 1916 die Ernennung zum ordentlichen Lehrer der Königlichen Kunstschule, der 1920 die Berufung zum Professor an derselben, nunmehr in die Hochschule für Kunsterziehung überführten Institution folgte. Auch das Regime seit 1933 überstand er einigermaßen, seine gefällige Malweise erregte keinen Anstoß. Doch ein Luftangriff 1943 zerstörte Atelier und Wohnung des Künstlers mit einem Großteil seines Werkes. 1944 beendete er seine Hochschultätigkeit und zog für den kurzen Rest seines Lebens nach Konstanz.

Die Ausstellung „Willi Maillard 1879-1945“ läuft vom 28. Mai bis zum 30. Juli. Die Galerie Irene Lehr ist Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Die Preise für die Gemälde Maillards bewegen sich zischen 1.000 und 9.000 Euro.

Galerie Irene Lehr
Sybelstraße 68
D-10629 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 881 89 79
Telefax: +49 (0)30 – 881 89 95

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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