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Am 12.10.2010 Gemälde des 19. Jahrhunderts 121010

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Pariser Teufel in Stuttgart

Etienne Moreau-Nélaton, Paris von den Türmen der Kirche Notre Dame gesehen, um 1898/1900

Welche Stadt eignete sich wohl besser als Heimstatt des Teufels wie das Paris des 19ten Jahrhunderts? Nicht nur Victor Hugos berühmter Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ aus dem Jahr 1831 spielt mit dem Flair dieser Stadt, die immer auch das Abgründige, Dunkle, Unerklärliche umfasste. 1845/46 erschien beispielsweise auch die zweibändige Publikation „Le Diable à Paris“, in der der Teufel höchstpersönlich das Leben in Paris beschreiben soll und – zu faul, sich selbst darüber Gedanken zu machen – dazu wiederum auf Material aus den Werken prominenter Schriftsteller des 19ten Jahrhunderts zurückgreift: George Sand, Honoré de Balzac oder Théophile Gautier sind darunter zu finden. Berühmt geworden ist das Werk besonders durch die Illustrationen nach Vorlagen von Bertall und Paul Gavarni.

Es geht also nicht nur ernst und unheimlich zu in der Ausstellung, die die Staatsgalerie Stuttgart unter der kuratorischen Leitung von Vera Klewitz veranstaltet und die den gleichen Titel wie die Publikation von 1845/46 trägt. Denn gezeigt wird darin vor allem ein humoristisches Sittengemälde einer Stadt, die nicht minder auch das Komische und Absurde in sich und nach außen trug. Begleitet wird dieses Werk in der Ausstellung von Karikaturen Honoré Daumiers sowie von frühen Fotografien unter anderem von Charles Marville und Eugène Atget. Doch gelegentlich, wenn etwa Etienne Moreau-Nélaton in seinem berühmten Ölgemälde von circa 1898/1900 zusammen mit den Krähen auf den Türmen der Kathedrale auf die graublaue Stadt hinabblickt, kommt auch das garstige und schreckenerregende Wesen des „Teufels in Paris“ zu seinem Recht.

Die Ausstellung „Le Diable à Paris – Eine Metropole im Wandel“ läuft vom 31. Juli bis zum 28. November. Die Staatsgalerie Stuttgart hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 30-32
D-70137 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 – 470 400
Telefax: +49 (0)711 – 236 99 83

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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31.07.2010, Le Diable à Paris - Eine Metropole im Wandel

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Staatsgalerie Stuttgart

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Etienne Moreau-Nélaton, Paris von den Türmen der Kirche Notre Dame gesehen, um 1898/1900
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