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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Alte Meister im Wiener Dorotheum

Begehrte schöne Frauen



Carlo Maratta, Venus und Cupido

Carlo Maratta, Venus und Cupido

Als „eine der besten Auktionen in der Geschichte des Hauses“ konnte das Wiener Dorotheum seine jüngste Versteigerung Alter Meister am vergangenen Mittwoch bezeichnen. Nun, an die 6,1 Millionen Euro, die Frans Franckens II. große Holztafel „Der Mensch in der Entscheidung zwischen Tugenden und Lastern“ im vergangenen Frühjahr erzielt hatte, reichten selbst die knapp 4,4 Millionen Euro, die die Abendauktion am 13. Oktober einspielte, nicht heran. Ein Millionenpreis konnte diesmal nicht generiert werden. Was diese Veranstaltung aber zweifelsfrei belegte, war die Solidität des Marktes, wenn die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden und mit der Qualität der angebotenen Werke in vernünftigem Verhältnis stehen. So erwies sich vor allem das Mittelfeld bei den fünf- und niedrigeren sechsstelligen Preisen als ziemlich robust. Die Rückgangquote von rund 53 Prozent ist mehrheitlich auf das untere Segment sowie einige doch allzu forcierte Schätzpreise an der Spitze zurückzuführen.


Zu jenen realistisch taxierten Werken, die ihre Schätzungen erreichen konnten, zählten Louis de Caullerys allegorienreicher „Liebesgarten“ aus der Spätrenaissance für 50.000 Euro, Stefano Torellis repräsentatives Bildnis des den sächsischen Kammerherrn, Gardekapitäns und Generalleutnants der Infanterie Joseph de Saint Etienne Borne Graf de Saint Sernin aus dem Jahr 1755 für 60.000 Euro und Anthonis van Dycks Portrait des Politikers Henry Jermyn ebenfalls für 60.000 Euro. Sogar die ungewöhnliche Wiedergabe eines kaiserlichen Reitpferdes durch den Wahlwiener Hofmaler Philipp Ferdinand de Hamilton aus dem Jahr 1739 wurde für 45.000 Euro angemessen weitervermittelt. Zur unteren Grenze von 80.000 bis 120.000 Euro wechselte Giovanni Andrea Siranis Sybille den Besitzer.

Überhaupt erfreuten sich anmutige Frauen besonderer Beliebtheit auf dieser Auktion: Denys Calvaerts manieristische Verbildlichung der Heiligen Familie, in deren Mittelpunkt die schöne junge Mutter mit den spielenden Kindern steht, für 135.000 Euro (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR), Carlo Marattas vor einer Landschaft arrangierte Venus und Cupido für 240.000 Euro (Taxe 170.000 bis 190.000 EUR) und Hans Rottenhammers liegende Venus mit Amor für 85.000 Euro (Taxe 45.000 bis 55.000 EUR) sprachen Bände. An Pietro Bellottis alter Philosophin, die sich über ein Buch beugt (Taxe 45.000 bis 60.000 EUR), oder der alten Dirne, die auf einer Holztafel aus der Werkstatt Jan Sanders van Hemessen den „verlorenen Sohn“ zu bezirzen versucht (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR), herrschte dagegen wenig Interesse.

Aus der Reihe der schmerzlichen Rückgänge ist vor allem Georg Flegels Stillleben mit Blumenstrauß und Glaspokalen zu nennen. 120.000 bis 180.000 Euro erschienen eigentlich nicht zuviel, zumal das Werk durch seine Präsenz auf der großen Flegel-Ausstellung 1993 in Frankfurt gleichsam geadelt ist. Doch schon in der Vergangenheit erwies sich der Absatz dieses wohl bedeutendsten deutschen Stilllebenmalers des frühen 17. Jahrhunderts als nicht immer einfach. Nicht überzeugen konnten auch Vittore Ghislandis unbestreitbar anmutiges, mit 150.000 bis 200.000 Euro aber doch etwas teures Bildnis eines jungen Mannes sowie ein Gemäldepaar galanter Schäferszene, „en camaieu“ gestaltet in der Werkstatt François Bouchers, für geschätzte 120.000 bis 160.000 Euro.

Als Hauptlos der Auktion war ein Gemäldepaar angetreten, das neuerdings dem berühmten Bologneser Barockmaler Giovanni Francesco Barbieri, besser bekannt als Il Guercino, selbst zugewiesen wird, nachdem es lange Zeit lediglich als Kopien seiner Werkstatt nach verlorenen Originalen gegolten hat. Dennoch konnten die beiden alttestamentlichen Darstellungen „David und Abigail“ sowie „David übergibt einen Brief an Uriah“, die sich ganz auf die handelnden Figuren konzentrieren, die Erwartungen nicht vollkommen erfüllen: Auf 300.000 bis 400.000 Euro angesetzt, erfolgte das letzte Gebot bereits bei 280.000 Euro.

Dagegen waren der überraschenden Preissteigerungen letztlich gar nicht so wenige. Gleich zu Beginn zog eine Holztafel aus der Werkstatt Hans Memlings große Aufmerksamkeit auf sich, nicht nur wegen der schönen Darstellung des segnenden Christus auf der Vorderseite, sondern auch wegen der geheimnisvollen Buchstabenfolge, eines sogenannten Trigramms, auf der Rückseite der Tafel. Das Werk kletterte von 25.000 bis 30.000 auf 70.000 Euro. Von 28.000 bis 34.000 auf 60.000 Euro verdoppelte Franz Christoph Jannecks figurenreiche Rokokoversion der Anbetung der Hirten ihren Wert, ebenso wie Michel Garniers elegantes Paar beim Hauskonzert für 50.000 Euro. Für eine fantasievolle Zusammenstellung eines Papageis, eines Meerschweinchens und einer Ziege in einem Distelbusch vor einer abendlich beleuchteten Ruine durch Pieter van der Hulst 1705 wurden 36.000 Euro bewilligt (Taxe 20.000 bis 23.000 EUR).

Sogar zwei sechsstellige Preise wurden noch erreicht: Eine weite Landschaft mit Reisenden, entstanden als Gemeinschaftsarbeit von Jan Breughel d.J. und Josse de Momper, kletterte von 85.000 bis 95.000 auf 150.000 Euro, und die Peter Paul Rubens-Werkstattarbeit „Diana entdeckt die Schwangerschaft der Nymphe Callisto“, die ja dann verstoßen wird, ging für 120.000 Euro weg (Taxe 45.000 bis 55.000 EUR). Kein Glück hatte das Dorotheum diesmal mit seinen Venedig-Veduten. Giovanni Richters Ansicht des Markusplatzes für 30.000 bis 50.000 Euro war bereits im Vorfeld der Auktion zurückgezogen worden, unveräußert blieben aber auch Gabriele Bellas „Regatta bei San Pietro di Castello“ (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR) und Apollonio Domenichinis Canal Grande mit San Simeone Piccolo aus der Mitte des 18. Jahrhunderts (Taxe 68.000 bis 72.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



15.10.2010

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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