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Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

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Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Rückblick: Jugendstil, Art Déco und Design des 20sten Jahrhunderts bei Zezschwitz in München

Enttäuschung in Murano



Bernhard Hoetger, Licht-Buddha vom glücklichen Lande, 1912

Bernhard Hoetger, Licht-Buddha vom glücklichen Lande, 1912

Gerade figürliche Arbeiten waren beim Münchner Auktionshaus von Zezschwitz in der Versteigerung „Jugendstil – Art Déco“ gefragt. Hier zeigten sich die Käufer durchaus von ihrer spendablen Seite. Friedrich Goldscheiders keramische Figurenuhr „Théodora“ um 1903 mit einer Darstellung der dumpf brütenden Schauspielerin Sarah Bernhardt in einem Stück von Victorien Sardou landete mit 5.900 Euro nur wenig unterhalb der Schätzung, ebenso wie François-Raoul Larches prächtige, vollständig vergoldete Zierlampe „Loïe Fuller“ aus dem Jahr 1901 für 10.000 Euro. Mit 11.000 Euro traf Franz von Stucks 1892 entworfener „Athlet“, hier in einer seltenen Fassung als matt vergoldete Bronze der Münchner Firma Priessmann Bauer & Co. aus der Zeit nach 1911, seinen Schätzpreis punktgenau und avancierte zum Toplos. Die bemerkenswerteste Steigerung legte Bernhard Hoetgers „Licht-Buddha vom glücklichen Lande“ aus dem Jahr 1912 hin. Die behäbige Figur aus dem 15teiligen Zyklus „Licht- und Schattenseiten“, den die Tonwerke Kandern in Baden nach Entwürfen Hoetgers ausführte, konnte ihren Wert auf 10.300 Euro mehr als verdreifachen.


Mit 3.700 Euro ebenfalls mehr als das Dreifache des Schätzpreises erzielte Ferdinand Liebermanns 1913 entworfene Porzellanfigur „Tempelweihe“. Der von einem tiefblauen ausgebreiteten Umfang hinterfangene Frauenakt wurde während des Ersten Weltkriegs bei Rosenthal in Selb in einer Auflage von zweihundert Stück ausgeführt. Fritz Behns selbstbewusst brüllender Elefant aus dunkelbraun patinierter Bronze um 1920 musste sich dagegen schon mit 2.000 Euro begnügen (Taxe 2.800 EUR). Eine kleine silberne Tischuhr der Londoner Firma Liberty & Co. aus dem Jahr 1904 nach Entwurf des englischen Designers Archibald Knox brachte es auf 6.400 Euro (Taxe 6.800 EUR), und für 2.800 und 3.000 Euro wurden zwei buntglasige Tischlampen der amerikanischen Handel & Co. von circa 1904/05 etwa im Bereich der Schätzungen übernommen.

Knapp 40 Prozent konnte Zezschwitz in seiner 65. Auktion am 14. April losbezogen verkaufen – kein überwältigender, aber für ein Programm fast ausschließlich mit Kunsthandwerk immer noch ein akzeptabler Wert. Als zäh erwiesen sich etwa die Möbel – abgesehen von einigen Ausnahmen. Zwei zeitlich nicht genau einzuordnende Stühle aus China wurden noch von 750 Euro auf 4.800 Euro gehoben, und acht von Otto Prutscher um 1911 entworfene Sitzgelegenheiten der Gebrüder Thonet in Wien kletterten von 800 Euro auf 1.400 Euro. Die eigentlichen Hauptstücke von Josef Hoffmann, offeriert für bis zu 18.000 Euro, fanden hingegen keine Abnehmer. Auch die kostbarsten Glasarbeiten der französischen Firmen blieben diesmal stehen, so dass sich hier Henri Bergés Zierschale mit Krebs aus dem Hause Amalric Walter um 1925 bei 3.600 Euro auf den ersten Platz schwingen konnte (Taxe 3.800 EUR). Übertroffen wurde es noch von den 6.000 Euro, die die hinsichtlich ihrer konturgebundenen abstrakten Dekoration bemerkenswerte Schale der österreichischen Firma Lötz Witwe aus der Zeit um 1924 einspielte (Taxe 5.000 EUR). Auf 2.500 Euro verbesserte sich dagegen ein Weinglas, das Peter Behrens um 1900/01 für das Speisezimmer seines Hauses in Darmstadt entworfen hatte. Es war auf 1.000 Euro geschätzt.

Absatz fanden auch einige der Zezschwitz eingestreuten Arbeiten der bildenden Kunst. Von zwei in Tusche und Aquarell gezeichneten deutschen Quodlibets aus Ansichtskarten, Druckgrafiken, Buchseiten und Kartenspielen des 18ten Jahrhunderts wurde zumindest eines für die vorgesehenen 1.500 Euro übernommen. Komplett in neue Hände über ging ein Konvolut von drei Gemälden und einer Zeichnung des Jugendstilmalers und -designers Hans Christiansen, mit zwei beschaulichen Landschaften für jeweils 2.200 Euro an der Spitze (Taxen je 2.400 EUR). Zudem fand Christiansens Vase „Der Tag“ aus dem Jahr 1898 bei 2.800 Euro unter Vorbehalt einen Liebhaber (Taxe 3.200 EUR).

Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von nur knapp 23 Prozent fiel die 66. Auktion mit Design und Murano-Glas etwas enttäuschend aus. Ron Arads bekannter „Well Tempered Chair“ von 1986 stand hier mit seinen 6.700 Euro schon ziemlich einsam an der Spitze (Taxe 5.500 EUR) und wurde bei den Möbeln erst bei 2.900 Euro gefolgt von Arne Vodders strengem Schreibtisch aus den mittleren 1960er Jahren (Taxe 2.800 EUR). Das Murano-Glas – und hier insbesondere die jüngeren Arbeiten – wurden zum Teil dutzendweise stehengelassen. Einzig die beiden großen, blütengeschmückten Deckenlampen von Seguso Vetri d’Arte aus der Zeit um 1960 zogen hier einige Aufmerksamkeit auf sich und behaupteten sich bei 4.700 Euro und 4.100 Euro einigermaßen achtbar (Taxen je 5.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Von Zezschwitz - Kunst und Design

Friedrichstraße 1a

DE-80801 München

Telefon:+49 (089) 330 366 46

Telefax:+49 (089) 330 366 47

E-Mail: info@von-zezschwitz.de



18.05.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Ron Arad, Well Tempered Chair, 1986

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Figurenuhr „Théodora“, Friedrich Goldscheider, um 1903

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Ferdinand Liebermann, Figur „Tempelweihe“, 1913

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Tischlampe, Handel & Co., Meriden um 1904

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