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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Biedermeier, moderne und zeitgenössische Kunst bei Hassfurther in Wien

An der Quelle



Rudolf von Alt, Der Neue Markt (Mehlmarkt), 1836

Rudolf von Alt, Der Neue Markt (Mehlmarkt), 1836

Mit einer hohen Verkaufsrate von gut siebzig Prozent schloss das Wiener Auktionshaus Wolfdietrich Hassfurther seiner Versteigerung überwiegend moderner und zeitgenössischer Kunst ab. Wie schon im vergangenen Dezember stand auch diesmal wieder ein Aquarell Rudolf von Alts ganz oben auf der Ergebnisliste. „Der neue Markt“ von 1836, parallel zur heutigen Einkaufsmeile von Wien, der Kärtner-Straße, gelegen mit der großen Brunnenanlage Georg Raphael Donners im Zentrum, erzielte ein Ergebnis von 149.000 Euro. 70.000 bis 130.000 Euro hatte Hassfurther für die detaillierte Wiedergabe des quirligen Treibens und der barocken Häuserarchitektur veranschlagt. Etwas höher und damit auf Platz 1 der Ergebnisliste positionierte sich Albin Egger-Lienz’ Ölgemälde „Die Quelle“. Der Bauer, der sich mit letzter Kraft über den ausgetrockneten Boden zu einer kleinen Wasserstelle geschleppt, robbte sich auf 165.00 Euro hoch. Dieses späte Werk, das Egger-Lienz in mehreren Versionen ausgeführt hat, war mit 120.000 bis 170.000 Euro bewertet.


Zusammen 170.000 Euro trugen die beiden Ölgemälde von Alfons Walde am 20. Juni zum Nettogesamtumsatz von gut 1,1 Millionen Euro bei. Dabei übertrafen seine nackten „Badenden im Schwarzsee“, die nur auf 35.000 bis 55.000 Euro angesetzt waren, mit 87.000 Euro sogar knapp die saftige „Grüne Alm“ mit zwei flachen Bauernhäusern bei 83.000 Euro (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Von 3.000 bis 6.000 Euro auf 13.500 Euro kletterte das von Walde für die Skiwerkstätte Hansjörg Schlechter gestaltete Werbeplakat „Kitzbüheler Ski“, das einen energischen Sportsfreund bei der Abfahrt zeigt. Waldes gleichaltriger Kollege Oskar Mulley überzeugte mit zwei seiner begehrten Bergbauernhöfe „Am Berghang II“ und „Gebirgshof“ bei 43.000 Euro und 34.000 Euro, sein plastisch aus den Farben entwickelter „Kirchgang“ von 1924/25 brachte es auf 30.000 Euro (Taxen zwischen 10.000 und 20.000 EUR).

Von der Alt-Familie hatte noch Rudolfs Vater Franz Alt mit seinem 1835 während einer Italienreise entstandenen Aquarell „Blick auf Sorrent“ in bestem Sonnenschein bei 29.000 Euro beachtlichen Erfolg (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Ein gutes Werk konnte Hassfurther für den Marktwert Josef Kuwassegs tun, eines weiteren Biedermeieraquarellisten, dessen Werke freilich nicht annähernd so hoch gehandelt werden wie die der Alts. Eine Sammlung von zehn Blättern Kuwassegs konnte vollständig für Preise bis zu 3.850 Euro weit über den Schätzungen vermittelt werden. Überraschende, aber nicht ungewöhnliche 25.000 Euro beanspruchte eine retrospektive altmeisterliche Szene auf einem holländischen Gemüsemarkt bei Mondschein von Petrus van Schendel. Der 1808 geborene Belgier ist gerade für diese stimmungsvollen, von wenigen Lichtquellen herhellten Nachtszenen bekannt (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR). Weniger erfolgreich waren dagegen die Offerten eines Bildnispaares und der schon im vergangenen Dezember angebotenen Holztafel „Pifferari vor einem Muttergottesbild spielend“ von Anton Romako (Taxen je 30.000 bis 40.000 EUR) sowie Carl Schindlers Ölgemälde „Der Marsch des Infanterieregiments Nr. 49“ aus dem Jahr 1840, das nur einen Vorbehaltszuschlag von 58.000 Euro erhielt (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR).

Ein kurzes impressionistisches Aufleuchten gab es mit Alfred Zoffs „Gehöft in der Bretagne“ an einem wolkenverhangenen Tag bei 6.200 Euro (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Ein Höhepunkt des österreichischen Expressionismus war Herbert Boeckls pastoses „Blumenstillleben“ von 1927, das zur unteren Grenze von 60.000 bis 80.000 Euro wegging. Ein weiteres Sommerschnittblumenbild Anton Faistauers von 1919 wurde bei 36.000 Euro im Rahmen der Schätzung übernommen. Sergius Pausers Exemplar kletterte leicht auf 16.500 Euro (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Einer jüngeren Kunstrichtung im Umfeld der naiv reduzierten Kunst ist Oskar Laskes thematisch, motivisch und technisch auf die Altmeistermalerei rekurrierender „Wunderquell“ aus dem Jahr 1923 zuzuordnen, der sich bei 50.000 Euro verabschiedete (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Nur unter Vorbehalt, wiewohl zur oberen Schätzung von 60.000 Euro zugeschlagen wurden Max Oppenheimers „Nelken“ von 1932, sein kubistisch orientiertes Stillleben „Das tägliche Leben (Aschenbecher)“ aus dem Jahr 1934 kletterte von 10.000 bis 15.000 Euro auf 21.000 Euro. Im grafischen Sektor legte Josef Stoitzners sachlicher Farbholzschnitt „Das Matterhorn“ in Blau und Olivbraun auf 2.600 Euro zu (Taxe 300 bis 500 EUR).

Kubistisch blieb es weiterhin mit einigen von mehreren Arbeiten Georg Pevetz’, von denen Hassfurther unter anderem die „Frauen im Bade“ für 14.000 Euro und die von einer Frauengestalt dominierte „Erinnerung an den Ponte Rialto“ für 4.700 Euro jeweils im oberen Bereich der Schätzungen zuschlagen konnte. Die zeitgenössische Kunst erwies sich dagegen als etwas zäh. Sowohl Karl Plattners „Donna sdraiata“ von 1966/67 (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR) als auch Max Weilers für 10.000 bis 20.000 Euro angebotene, weitgehend abstrahierte „Landschaftskomposition“ von 1963 erhielten bei 26.000 Euro beziehungsweise 17.000 Euro nur Vorbehaltzuschläge. Gut schnitt Franz Grabmayrs Aquarell einer wilden abstrakten Farbschmiererei von 1998 bei 4.500 Euro ab (Taxe 1.000 bis 2.000 EUR). Ausnahmslos Abnehmer fanden schließlich die mehr als ein Dutzend neosurrealen Figurenbilder Peter Sengls, des jüngsten der präsentierten Künstler, wenn auch die Preise taxgerecht über 4.000 Euro für seinen „Kleinen Anpumperer“ nicht hinausgelangten (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



01.07.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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20.06.2011, Auktion 52: Biedermeier. Klassische Moderne, Zeitgenössische Kunst

Bei:


Galerie Hassfurther

Bericht:


Quellen an Wassern und Wundern

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Albin Egger-Lienz, Die Quelle
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Alfred Zoff, Gehöft in der Bretagne
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Rudolf von Alt, Der Neue Markt (Mehlmarkt), 1836
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Josef Kuwasseg, Ansicht von Graz mit dem Schlossberg

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Losnummer: 40

Alfred Zoff, Gehöft in der Bretagne

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Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

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Anton Faistauer, Sommerschnittblumen in Vase, 1919

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Zuschlag: 36.000,- EURO

Losnummer: 14

Albin Egger-Lienz, Die Quelle

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Taxe: 120.000 - 170.000 EURO

Zuschlag: 165.000,- EURO

Losnummer: 1

Jakob Alt, Blick auf Sorrent, 1835

Jakob Alt, Blick auf Sorrent, 1835

Taxe: 10.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 29.000,- EURO

Losnummer: 10

Petrus van Schendel, Holländischer Gemüsemarkt bei Mondschein

Petrus van Schendel, Holländischer Gemüsemarkt bei Mondschein

Taxe: 2.000 - 3.000 EURO

Zuschlag: 25.000,- EURO

Losnummer: 68




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