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spring swing, 2012 / Heinz Mack

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Der High End-Kunstmarkt brummt, nicht zuletzt dank einer immer größeren internationalen Sammlerschar. Das hat Christie’s bei seiner Gegenwartskunstauktion in London zum Erfolg verholfen

Morgenröte in Fernost



Seine Londoner Abendauktion mit zeitgenössischer Kunst hat Christie’s bei einem Bruttoumsatz von rund 78,8 Millionen Pfund abgeschlossen. Damit konnte der Versteigerer die obere Grenze der Gesamttaxe, die allerdings die Aufgelder nicht einkalkuliert, und auch das zweitbeste Ergebnis in dieser Sparte erreichen. Francis Outred, Chef der Zeitgenossen-Abteilung, führt dies auf die immer größere werdende internationale Sammlerschaft zurück, die auch außerhalb ihres eigenen, heimatlichen Terrains für die Stars des Kunstgeschäfts offen ist. So hätten sich diesmal Käufer aus 16 Nationen an der Auktion beteiligt. Zum Hauptlos machten sie Francis Bacons „Study for a Portrait“, 1953 im Londoner Atelier seines Malerfreundes Rodrigo Moynihan entstanden, der auch der erste Besitzer des fast zwei Meter hohen Bildes war. Eingeschätzt auf einen Betrag um die 11 Millionen Pfund, konnte die düstere Leinwand, aus der nur schemenhaft das Bildnis eines unbekannten Herrn aufscheint, schließlich für 16 Millionen Pfund einem europäischen Sammler zugeschlagen werden. Den zweiten Platz der Ergebnisliste besetzte, wie vorgesehen, Andy Warhols gelber „Mao“ vor pink- und rosafarbenem Hintergrund aus dem Jahr 1973. Die erzielten 6,2 Millionen Pfund lagen im unteren Bereich der Schätzung von 6 bis 8 Millionen Pfund.


Am 28. Juni geriet dann allerdings im Ranking Einiges durcheinander. Denn nicht Lucian Freuds sehr präsentes und doch intimes Portrait seiner Ehefrau Suzy Boyt als „Woman Smiling“ von 1958/59 für 4,2 Millionen Pfund (Taxe 3,5 bis 4,5 Millionen GBP) noch Juan Muñoz’ vier bronzene augenlose Sackhüpfer „Esquina positiva“ von 1992 zur unteren Schätzung von 3 Millionen Pfund landeten auf Platz drei, sondern überraschend Peter Doigs Dschungellandschaft „Red Boat (Imaginary Boys)“ aus den Jahren 2003/04. Mit 5,5 Millionen Pfund, die ein Sammler aus den USA bewilligte, rangiert die auf den Spuren Paul Gauguins wandelnde Leinwand nur wenig unterhalb des bisherigen Auktionsrekords des Düsseldorfer Kunstprofessors (Taxe 1,4 bis 1,8 Millionen GBP). Mit 3,5 Millionen Pfund schloss auch Miquel Barcelós schrundig-materialreiche Stierkampfarena „Faena de muleta“ von 1990, das größte bisher auf einer Auktion angebotene Exemplar einer ganzen Serie ähnlicher Bilder, hervorragend ab. Der alte Auktionsrekord des Spaniers vom vergangenen Februar wurde damit ebenso wie die Schätzung von 1,5 bis 2 Millionen Pfund souverän überstiegen. Zudem darf sich Barceló nun teuerster lebender spanischer Künstler nennen.

Den Beginn der Auktion bestritt eine kleine Gruppe Arbeiten aus der Sammlung Kay Saatchis. Erwartungsgemäß gut beboten wurden die fünf Zeichnungen Lucian Freuds aus den Jahren 1943/44 für bis zu 900.000 Pfund, die ein „Rabbit on a Chair“ auf sich vereinte (Taxe 300.000 bis 400.000 GBP). Damit ließ das niedliche Tierchen sogar Paula Regos an alter Kunst orientiertes Figurenbild „Looking Back“ von 1987 für 650.000 Pfund und Ron Muecks täuschend echt modelliertes und überdimensioniertes „Big Baby“ von 1996 für 700.000 Pfund trotz neuer Auktionsrekorde hinter sich. Ohnehin erfreuten sich die älteren Gegenwartskünstler insgesamt eines größeren Interesses, während etwa die beiden opulenten buntfarbigen Schautafeln Chris Ofilis für bis zu 1,2 Millionen Pfund unveräußert blieben. Auch bei Glenn Browns Malerei spendierten die Käufer kein Geld. Für ein goldenes rund angelegtes „Concetto Spaziale“ Lucio Fontanas aus dem Jahr 1964 gab es 2,05 Millionen Pfund (Taxe 1 bis 1,5 Millionen GBP), Domenico Gnolis gewissenhaft-ironische Abkonterfaktur eines „Branche de cactus“ von 1967 verdreifachte ihren Wert auf seinen neuen Spitzenpreis von 900.000 Pfund, und für Jean Dubuffets Streifenpuzzle „Contrepoint aux outils“ von 1964 aus seiner zellenartigen „Hourloupe“-Serie gab es sogar 1,025 Millionen Pfund (Taxe 250.000 bis 350.000 GBP).

Wichtigster deutscher Künstler war wie erwartet Gerhard Richter, von dem alle vier Offerten vermittelt werden konnten, mit 1,5 Millionen Pfund für die fotorealistische „Eifellandschaft (Straße)“ von 1969 und 1,25 Millionen Pfund für ein „Abstraktes Bild“ mit der Werknummer 568-1 von 1984 allerdings zum Teil deutlich unterhalb der Schätzungen. Lediglich sein vermaltes abstraktes Bildnis „Grau (Portrait of Albert Einstein)“ von 1972 kletterte von 300.000 bis 400.000 Pfund auf 680.000 Pfund. Die drei Arbeiten Anselm Kiefers, „Das Alwis-Lied“ von 1980, „Dein und mein Alter und das Alter der Welt“ von 1992 sowie „Maria“ von 1977 gingen zwischen 360.000 und 420.000 Pfund mehrheitlich über den Schätzungen weg. Günther Uecker freute sich über 320.000 Pfund für sein genageltes und „Bewegtes Feld II“ von 1963 (Taxe 250.000 bis 350.000 GBP).

Für den Ankaufsetat des niederländischen Museums Gouda kamen 950.000 Pfund zusammen, die es für die nicht nur koloristisch aggressiven „Schoolboys“ der südafrikanischen Malerin Marlene Dumas aus dem Jahr 1986/87 erhielt (Taxe 700.000 bis 1 Million GBP). Die jüngere Kunst hatte ihre Vertreter zudem noch in Jenny Saville und Matthew Day Jackson, der seinen „Terranaut II“ vor der klassischen Kulisse eines Turms zu Babel angesiedelt hat. Seine schillernde Intarsiencollage aus Holz, Marmor, Metall, farbigen Wollfäden und Perlmutt gab es für 270.000 Pfund ab (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP). Für Savilles allseitig vom Rahmen überschnittenes und daher sehr präsentes Gesicht „Interfacing“ von 1992 kamen taxgerechte 480.000 Pfund zusammen. Das wiedererwachte Interesse an fernöstlicher Gegenwartskunst bezeugten die 1,25 Millionen Pfund, die in Zeng Fanzhis am Tisch sitzenden Mann der „Mask Series No. 6“ aus dem Jahr 1995 investiert wurden, ebenso die 780.000 Pfund für Yoshitomo Naras bösem Manga-Mädchen „Missing in Action“ von 1999 (Taxen je 500.000 bis 700.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s

8 King Street, St. James’s

GB-SW1Y 6QT London

Telefon:+44 (020) 78 39 90 60

Telefax:+44 (020) 78 39 83 26

E-Mail: info@christies.com



01.07.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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28.06.2011, Post-War and Contemporary Art Evening Auction

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