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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Alte Meister bei Christie’s in London

Für Pferdefreunde



George Stubbs’ „Gimcrack on Newmarket Heath“ wird zum Auktionsrekord von 20 Millionen Pfund verkauft

George Stubbs’ „Gimcrack on Newmarket Heath“ wird zum Auktionsrekord von 20 Millionen Pfund verkauft

Insgesamt sehr gute Ergebnisse für britische Kunst und ein guter Absatz einer vor allem für englische Kunden interessanten Altmeisterofferte – das ist die Bilanz der Abendauktion „Old Master & British Paintings“ von Christie’s in London. Mit einem Bruttoergebnis von 49,8 Millionen Pfund lag man am 5. Juli eher an der unteren Grenze der Gesamtschätzung. Mit zwanzig Rückgängen wurde zudem rund ein Drittel der 61 Losnummern umfassenden Offerte nicht angenommen. Auf der anderen Seite gab es jedoch Rekorde für zwei zentrale Künstler des 18ten Jahrhunderts in England: 20 Millionen Pfund erzielte George Stubbs’ Szene auf der berühmten britischen Pferderennbahn Newmarket Heath mit Trainer, jugendlichem Jockey, Stallbursche, mehreren Sportsfreunden im Hintergrund sowie vor allem Gimcrack, dem seinerzeit wohl berühmtesten Rennpferd der Insel. Wenngleich die New Yorker Galerie Piers Davies Fine Art als einzige ein Gebot für die breiformatige Leinwand abgab, wurde doch die untere Grenze von 20 bis 30 Millionen Pfund erreicht. Damit reiht sich Stubbs neben Rubens, Rembrandt, Turner, Pontormo und seit dieser Woche auch unter Francesco Guardi die teuersten Altmeister ein, deren Gemälde bisher die Marke von 20 Millionen Pfund erreichten.


Einen weiteren Rekordpreis erzielte Thomas Gainsboroughs lebensgroßes „Portrait of Mrs. William Villebois“, eines der rauschenden Rokokokostümfeste des Künstlers aus den 1770er Jahren, bei 5,8 Millionen Pfund im oberen Bereich der Schätzung. Der Gainsborough kam aus der Sammlung von Cowdray Park, einer der ersten Adressen gepflegten englischen Polospiels. Die selbe Provenienz hatte auch das „Portrait of Frances Howard, Countess of Hertford“ von Marcus Gheeraerts II. aus dem Jahr 1611, das sich mit 1,5 Millionen Pfund ebenfalls auf der Auktionsrekordliste fand (Taxe 1 bis 1,5 Millionen GBP). Robert Peakes Bildnis von Willliam Pope, Earl of Downe, angeboten zum gleichen Preis, musste dagegen zurück in den alten englischen Adelssitz. Ebenfalls unveräußert blieb Gainsboroughs aus einer erlesenen Privatsammlung eingeliefertes Portrait des Colonel John Bullock vor einer englischen Parklandschaft um 1780 für geschätzte 3,5 bis 5, Millionen Pfund. Vom Schweizer Jacques-Laurent Agasse, der viele Jahre seines Lebens in England verbrachte und 1849 in London starb, wurde „Dash, ein Setter in einer Waldlandschaft“ für 700.000 Pfund übernommen (Taxe 400.000 bis 600.000 GBP).

Teuerster Niederländer wurde überraschend Simon de Vliegers ruhiges Seestück samt zwei Zweimastern mit 1,35 Millionen Pfund, was mehr als dem Doppelten der Schätzung entsprach. Eine starke Steigerung von 100.000 bis 150.000 Pfund auf 650.000 Pfund legte auch Jacob van Utrechts Triptychon mit einer Mariae Verkündigung sowie den Heiligen Matthäus und Katharina hin. Gestiftet wurde der Altar von dem Lübecker Ratsherrn Herman Plönnies und seiner Frau Ida Greverade wohl in den 1520er Jahren, die sich kniend unter den Schutz der beiden Heiligen begeben haben. 1976 waren die gut erhaltenen Tafeln noch für 22.000 Pfund aus dem Besitz der Nachfahren des dänischen Ministers Otto Thott, in dessen Sammlung sie bei seinem Tod 1785 nachweisbaren waren, bei Christie’s versteigert worden. Für beide Maler sind damit neue Auktionsrekorde erreicht.

Ein schönes charakteristisches Stillleben Willem Claesz Hedas mit Kirschkuchen und Silberzeug ging für 720.000 Pfund über die Bühne (Taxe 400.000 bis 600.000 GBP), wurde aber am selben Ort vor zwei Jahren mit niedrigerer Schätzung schon einmal für 1,2 Millionen Pfund zugeschlagen. Im unteren Preisbereich reüssierten bei den Niederländern noch eine Waldlandschaft mit einem lesenden Eremiten, gemalt um 1600 im Rund von Jan Brueghel d.Ä., bei 220.000 Pfund, ein Stilllebenpaar mit Porzellanschalen, Früchten und Blumen, um die sich Schmetterlinge tummeln, von Jan van Kessel d.Ä. bei 210.000 Pfund (Taxen je 120.000 bis 180.000 GBP) und Salomon van Ruysdaels weite heimatliche Landschaft, in die er den Gang nach Emmaus klein eingebaut hat, zur unteren Schätzung von 250.000 Pfund.

Recht ordentlich schlossen auch die Franzosen mit Jean Marc Nattiers feinem Rokoko-Portrait der Marguerite-François-Bernard de Reims, Madame Dupleix de Bacquencourt, in ihrem Todesjahr 1742 für 520.000 Pfund (Taxe 350.000 bis 450.000 GBP) und Louis-Léopold Boillys verblüffend echtes Trompe-l’œil eines Elfenbeinkruzifix’ ab. 1812 und 1814 im Pariser Salon ausgestellt und bestaunt; nun kam es auf 400.000 Pfund (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP). Für Hubert Roberts diesmal nicht ruinöse Kaskade in den Gärten der Villa Aldobrandini in Frascati gab es ebenfalls gute 300.000 Pfund (Taxe 120.000 bis 180.000 GBP). Unterschiedlich reagierten die Käufer auf die italienische Kunst. Die Predella einer Beweinung Christi von Spinello di Luca Spinelli konnte ihre untere Schätzung auf 600.000 Pfund verdoppeln, und ein Triptychon Taddeo Gaddis mit einer thronenden Muttergottes in der Mitte stellte bei 1,15 Millionen Pfund die Attraktivität der ältesten Malerei zum neuen Auktionsrekord eindrucksvoll unter Beweis (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen GBP).

Auch für Lorenzo di Niccolò Gerinis goldgrundierte Tafel einer thronenden Madonna samt Jesusknaben kam mit 450.000 Pfund ein guter Wert innerhalb des Schätzrahmens zusammen, ebenso für Pietro Lorenzettis quadratische Heiligendarstellung von Antonius Abbas bei 350.000 Pfund und Vincenzo Catenas schon der klassischen Renaissancemalerei zugehörige Muttergottes mit Kind und einer Heiligen in einer Landschaft bei 200.000 Pfund. Weniger Fortune hatte dagegen Andrea del Sarto. Für seine etwas unvorteilhaft gemalte Frührenaissancemadonna im Schätzwert von 2,5 bis 3,5 Millionen Pfund fand sich kein Käufer, und auch Michelangelo Buonarrotis Studie eines männlichen Rückenakts von circa 1504/05 blieb bereits an 2,8 Millionen Pfund unterhalb der Erwartungen hängen.

Die nachfolgende Tagesauktion, die losbezogen nur zu 45 Prozent in neue Hände wanderte, hatte wenig Spannendes zu bieten. Immerhin ein ansehnlicher Ausreißer gelang dem Meister der Magdalenen-Legende, einem in Brüssel zwischen 1490 und 1526 tätigen Künstler. Sein etwas herb-strenges Triptychon mit einer thronenden Madonna und dem heiligen Franz von Assisi in einer Landschaft sowie weiteren Heiligen und den Stifterfiguren auf den Außentafeln kletterte auf 250.000 Pfund (Taxe 120.000 bis 180.000 GBP). Mit Hans Dürers Altartafeln der beiden Heiligen Katharina von Alexandrien und Barbara für 100.000 bis 150.000 Pfund oder Anton Raphael Mengs’ Portrait von Don Luis de Borbón für 150.000 bis 200.000 Pfund hätte die deutsche Kunst hier einen größeren Auftritt haben können. Doch von den prominenten Stücken gelang nur Hans von Aachens kleiner Kupfertafel einer manieristischen Götterversammlung zur unteren Schätzung von 100.000 Pfund der Absprung.

Drittes Werk, das am 6. Juli die Marke von 100.000 Pfund erreichte, war die zarte Madonnendarstellung von Barnaba Agocchiari, dem man auch Barnaba da Modena ruft. Die spätgotische Malerei auf Goldgrund verbuchte 105.000 Pfund (Taxe 30.000 bis 50.000 GBP). Sonst mussten auch die Italiener einige Federn lassen, etwa mit Bernardo Canals Pendants römischer Antiken des Kolosseums und des Triumphbogens von Septimius Severus (Taxe 120.000 bis 180.000 GBP) oder der Fantasiearchitektur einer Palastanlage in einer weiten südlichen Hügellandschaft mit teils exotischen Reitern von Francesco Battaglioli und Francesco Fontebasso (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP).

Auch darüber hinaus zeigten sich die Bieter wenig spendabel. Für viele Positionen gab es nur einen Interessenten, so dass die Erwartungen häufig unterschritten wurden, so bei Paul Brils Capriccio mit der Via Appia Antica, dem Grabmal der Cecilia Metella und der Aqua Claudia für 38.000 Pfund (Taxe 40.000 bis 60.000 GBP), John E. Ferneleys Portrait mit drei Pferden von Robert Henry für 60.000 Pfund (Taxe 70.000 bis 100.000 GBP) oder bei der Hügellandschaft mit Hirte und seiner Herde aus dem Jahr 1668 von David Teniers d.J. für 65.000 Pfund (Taxe 70.000 bis 100.000 GBP). Für die beiden kleinen Kupfertafeln mit Soldatenszenen im Wirthaus des österreichischen Feinmalers Franz Christoph Janneck kam gerade die untere Schätzung von 12.000 Pfund zusammen. Doch manchmal belebte sich das Geschäft. Als etwa Pieter de Rings feines Stillleben mit Weinglas, geschälter Orange, Trauben, Austern und Krabben auf dem Programm stand, wurden 78.000 Pfund fällig (Taxe 20.000 bis 30.000 GBP). Bei Alexis Simon Belles staatstragendem Portrait von James Francis Edward Stuart, dem glücklosen Old Pretender, war der Unterschied nicht so frappant. Doch spendierten die Bieter hier immer noch 70.000 Pfund (Taxe 30.000 bis 50.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s

8 King Street, St. James’s

GB-SW1Y 6QT London

Telefon:+44 (020) 78 39 90 60

Telefax:+44 (020) 78 39 83 26

E-Mail: info@christies.com



08.07.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander/Ulrich Raphael Firsching

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