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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Italienisches Design und Glas bei Quittenbaum

Winzlingspfau



Gio Ponti, Schale aus der Serie „La Venatoria“, um 1925

Gio Ponti, Schale aus der Serie „La Venatoria“, um 1925

Nach Skandinavien im vergangenen Mai hat sich das Münchner Auktionshaus Quittenbaum für seine kommende Auktion am 20. September nun wieder einmal Design und Glas des 20ten Jahrhunderts aus Italien vorgenommen. Die zweiteilige Nachmittagsauktion listet vor allem Klassiker an Möbeln und Einrichtungsgegenständen, darunter auch einige frühe Arbeiten wie Gio Pontis mit einer feurigen Jägerin zu Pferde bemalte Schale aus der Serie „La Venatoria“ um 1925 für 4.000 bis 5.000 Euro oder Osvaldo Borsanis betont eleganten Barschrank mit figürlich dekorierten Spiegelgläsern aus dem 1930er oder 1940er Jahren für 6.500 bis 7.000 Euro. In letzterem kündigen sich indes bereits Merkmale an, die für die ganze kommende Generation bindend sein sollten: strenge Beschränkung auf kantige Umrissformen und Funktionalität, aber zugleich feine Verarbeitung solider bis edler Materialien. Auch ein im Stil Carlo Paganis gehaltenes, aber wohl nicht von ihm selbst entworfenes, streng rhythmisch gegliedertes Bücherregal aus den 1940er Jahren für 9.500 bis 12.000 Euro basiert auf diesen neusachlichen Prinzipien.


Möbeldesign

Vor allem die 1950er und 1960er Jahre machten Italiens Design in aller Welt berühmt. Ob Gino Sarfattis zwei schlichte Stehleuchten „1055“ von 1955 (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR), Franco Albinis spartanisches, zwischen Boden und Decke eingeklemmtes Regalsystem „LB7“ von 1957 (Taxe 3.200 bis 4.000 EUR), Ico Parisis kantig konstruierter Tisch „Terni“ um 1958 (Taxe 5.000 bis 6.500 EUR) oder Gianfranco Frattinis kleiner, gerundeter Damenschreibtisch in Schwarz um 1957 (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR) sowie sein auf ähnlichen Elementen basierender Barwagen der gleichen Zeit (2.500 bis 2.800 EUR) – alle sind sie in ihrer gestalterischen Erscheinung zeitlos gültig und überdies noch ungeheuer praktisch. Das gilt auch für die etwas jüngeren Arbeiten wie Giovanni Offredis aus drei sphärischen Dreiecken zusammengesetzten Esstisch „Carola“ von 1968 (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR) oder das 1969 entstandene Duo aus steil abfallendem Sessel und Fußbank „Mies“ von Archizoom, das seine Referenz an den großen Pionierdesigner Ludwig Mies van der Rohe bereits im Titel trägt (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR).

Die 1970er Jahre sind dann die Zeit eines neuen Aufbruchs. Neuen Ideen, weniger abstrakt, oft aus der Wirklichkeit abgeschaut, und vor allem neue Farben machen sich geltend. Die geöffnete Riesenhand, 1971 von Jonathan de Pas, Donato d’Urbino und Paolo Lomazzi als Sessel „Joe“ gestaltet und mit verschiedenen Stoffen bezogen, ist ein solches Stück. Bei Quittenbaum steht sie mit weißem Vinylbezug für 5.000 bis 6.000 Euro oder mit rotbraunem Wildleder für 7.000 bis 8.000 Euro zur Verfügung, letzteres allerdings erst in einer jüngeren Ausführung um 2008. Ein anderes, kaum weniger berühmtes ist Ettore Sottsass’ bunt-poppiges Regal „Carlton“ von 1981 für 7.800 bis 9.000 Euro. Eine besondere Betreiberin modernen Designs war die Gruppe „Alchimia“ in Mailand, aus deren Reihe unter anderem Nazareno Noya mit einem fast barockförmigen, aber auch irgendwie mechanistischen, knallrot lackierten Frisiertisch „Randez-vous“ von 1976 bei 6.000 bis 8.000 Euro zum Aufruf kommt. Gründer war 1976 Alessandro Guerriero, der das kritische Anti-Design etwa in dem Lichtobjekt „apriti sesamo“, ein Fensterrahmen aus Fichtenholz mit integrierter Lampe, pflegte (Taxe 3.500 bis 4.500 EUR). Teuerstes Stück dieser Zeit ist Gaetano Pesces abstrakt in den italienischen Landesfarben bemalter, windschiefer Tisch „Sansone I“ von 1980 für 30.000 bis 35.000 Euro.

Zeitgenössische Kunst

Zwischen die Italiener hat Quittenbaum gelegentlich auch ein paar Werke von Gegenwartskünstlern gestreut, neben Pop Art wie Dieter Glasmachers ironisches Hochzeitsbild „Bei Dir bin ich zuhause“ von 1971 für 3.600 bis 4.000 Euro auch einige Abstrakte. Mit Stanislaw Fijalkowskis strukturbetonten Kompositionen aus den späten 1980er Jahren für bis zu 8.000 Euro oder Arbeiten Stefan Gierowskis wie die Lichtschichtung „DLXCI“ von 1989 für bis zu 20.000 Euro hatte das Auktionshaus schon im vergangenen Mai einigen Erfolg. Eine gegenständliche Surrealwelt beschwört Norbert Schwontkowski in seinem Sinnbild „Vater & Sohn“ von 2005 (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR). Gregor Schneider provoziert wieder einmal und hat dafür auf ein verbranntes, fettfleckiges T-Shirt die Aufschrift „This gallery is sponsored by the artist Schneider. Fuck and go“ drucken lassen (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Mit Olafur Eliasson tritt diesmal eine weitere veritable Größe von internationalem Format hinzu. Von ihm gibt es die fotografische Wiedergabe einer grauen Gesteinsformation, entstanden als eines von sechzehn Exemplaren einer jüngeren, noch nicht abgeschlossenen Bildserie (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR).

Glas aus Murano

Um Glas aus Murano dreht sich dann der zweite Auktionsteil ab spätnachmittags um 17 Uhr. Das wohl kleinste Stück kommt gleich am Anfang: Giuseppe Baroviers einzelne „Murrina del Pavone“ aus dem Jahr 1913 mit der miniaturhaften Darstellung eines Pfaus in vielfarbigem Glas von gerade einmal 2,6 Zentimetern Durchmesser – für 5.000 bis 8.000 Euro wahrhaft eine Zimelie. Frühes Muranoglas ist ohnehin ein Hingucker in dieser Sammlung, darunter Napoleone Martinuzzis Vase „pulegoso“ in bauchig schwingender, grünblasiger Kalebassenform von 1930 oder Tomaso Buzzis klassisch strenge Schale „laguna“ in Orangerot um 1933. Mit jeweils 20.000 bis 24.000 Euro werden hier auch einige der höchsten Zuschläge erwartet. Natürlich dürfen auch die Klassiker nicht fehlen, darunter Carlo Scarpa, der mit seiner balusterförmigen, ganz monochrom bernsteinfarbenen Vase „velato“ für 25.000 bis 30.000 Euro und der honigfarben-braun gestreiften Vase „a pennellate“ von 1942 für 15.000 bis 20.000 Euro gleich zwei kardinale Stücke stellt.

Preislich etwas moderater geht es dann mit den nicht gerade seltenen Stücken der 1950er und 1960er Jahre weiter. Ercole Baroviers Vase „dorico acquamare“ von 1960 mit trapezförmigen Murrinen in Blau-Weiß, Flavio Polis ovaloide Muschelform „valva siderale“ von 1952 mit Ringen in Grün-Gelb, Pollio Pereldas mit stilisierten Blüten verzierte Vase „stellato“ aus den mittleren 1950er Jahren oder die recht ähnlichen, nur etwas schematischeren Stücke von Ermanno Toso besitzen allesamt hohen Wiedererkennungswert. Die Preise liegen hier zwischen 5.000 und 12.000 Euro. Etwas teurer wird es für Dino Martens, obwohl auch dessen Arbeiten wie die durchlöcherte Vase „eldorado – osellaria trombone“ von 1952 für 15.000 bis 18.000 Euro oder die mit einem Gesicht inmitten bunter schrundiger Farbflächen bemalte Vase „Geltrude“ aus der „oriente“-Serie von 1954 für 15.000 bis 25.000 Euro eigentlich zum gehobenen Standard der Zeit gehören.

Fulvio Bianconi stellt neben einer Anzahl seiner glasfensterartigen Meditativvasen auch das strukturschöne, streng zweifarbige Stück „a fasce verticale“ von 1950/51 zur Verfügung, auch dies mit 10.000 bis 15.000 Euro etwas kostenintensiver. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine kleine Abteilung sonstigen Studioglases, darunter eine neoexpressionistisch farbenfrohe Schale aus einzelnen Glasfäden der Amerikanerin Mary Ann Zynskys von 1981 für 6.000 bis 7.000 Euro und einer großen, apfelförmigen Unikatvase in rotem Feuer des Japaners Yoichi Ohira aus dem Jahr 2005, mit einer Schätzung von 20.000 bis 24.000 Euro sogar eines der Hauptlose der Auktion.

Die Auktion beginnt am 20. September um 13 Uhr mit dem Design, um 17 Uhr folgt das Murano-Glas. Die Vorbesichtigung ist am 15. und 16. September von 10 bis 18 Uhr, am 17. und 18. September von 13 bis 17 Uhr und am 19. September von 10 bis 15 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.quittenbaum.de.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 27 37 02 10

Telefax:+49 (089) 27 37 02 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



14.09.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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 Martens, Vase „Geltrude“, 1954
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Giuseppe Barovier, Murrina del Pavone, 1913

Giuseppe Barovier, Murrina del Pavone, 1913

Taxe: 5.000 - 8.000 EURO

Losnummer: 1

Ercole Barovier, Vase „dorico acquamare“, 1960

Ercole Barovier, Vase „dorico acquamare“, 1960

Taxe: 5.000 - 6.000 EURO

Losnummer: 88

Franco Albini, Regalsystem „LB7“, 1957

Franco Albini, Regalsystem „LB7“, 1957

Taxe: 3.200 - 4.000 EURO

Zuschlag: 4.200,- EURO

Losnummer: 100

Flavio Poli, Vase „valva siderale“, 1952

Flavio Poli, Vase „valva siderale“, 1952

Taxe: 6.000 - 8.000 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 116

Dino Martens, Vase „eldorado – osellaria trombone“, 1952

Dino Martens, Vase „eldorado – osellaria trombone“, 1952

Taxe: 15.000 - 18.000 EURO

Zuschlag: 17.000,- EURO

Losnummer: 145

Napoleone Martinuzzi, Vase „pulegoso“, 1930

Napoleone Martinuzzi, Vase „pulegoso“, 1930

Taxe: 20.000 - 24.000 EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

Losnummer: 25

Mary Ann Zynsky, Schale, 1981

Mary Ann Zynsky, Schale, 1981

Taxe: 6.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 258

Pollio Perelda, Vase „stellato“, um 1955

Pollio Perelda, Vase „stellato“, um 1955

Taxe: 10.000 - 12.000 EURO

Zuschlag: 8.500,- EURO

Losnummer: 152

Tomaso Buzzi, Schale „laguna“, um 1933

Tomaso Buzzi, Schale „laguna“, um 1933

Taxe: 20.000 - 24.000 EURO

Losnummer: 49

Alessandro Guerriero, Lichtobjekt „apriti sesamo“, 1976

Alessandro Guerriero, Lichtobjekt „apriti sesamo“, 1976

Taxe: 3.500 - 4.500 EURO

Losnummer: 313

Gianfranco Frattini, Barwagen, um 1957

Gianfranco Frattini, Barwagen, um 1957

Taxe: 2.500 - 2.800 EURO

Losnummer: 103

Fulvio Bianconi, Vase „a fasce verticale“, 1950/51

Fulvio Bianconi, Vase „a fasce verticale“, 1950/51

Taxe: 10.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 174




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