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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Nature morte au crane / Pablo Picasso

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Alte und neuere Kunst bei Neumeister in München

Kein Wiedersehen im Hamburg



Abel Grimmer, Der Turmbau zu Babel

Abel Grimmer, Der Turmbau zu Babel

Abel Grimmer bewährte sich auf der Auktion Alter Kunst am 30. November bei Neumeister in München. Der niederländische Renaissancemaler war mit einem „Turmbau zu Babel“ angetreten, der sich inmitten einer bergigen Landschaft über einer turmreichen Hafenstadt in den Himmel reckt. Die untere Grenze von 220.000 bis 250.000 Euro bewilligte schließlich ein deutscher Privatsammler für die Holztafel – nicht unverschämt viel angesichts der 170.000 Pfund, die sie schon vor neun Jahren bei Sotheby’s in London gekostet hatte. Damit stand die ältere Malerei bei Neumeister trotz eines insgesamt nicht allzu breiten Angebots wieder einmal an der Spitze der Zuschlagsliste. Ihr zweites Hauptlos, Gysbrecht Leytens’ Winterlandschaft mit der Heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten unter einer Gruppe bizarr geformter Bäume, fand bei 60.000 bis 70.000 Euro allerdings keinen Abnehmer.


Von dem guten Geschäftsverlauf, der diesen Auktionsherbst im deutschsprachigen Raum ziemlich einheitlich prägte, blieb auch Neumeister nicht ausgeschlossen: Erfreuliche 63 Prozent Zuschlagsquote konnte das Haus für seine Alten und Neueren Meister sowie das Kunsthandwerk verbuchen mit einer Reihe ausgezeichneter Einzelergebnisse weit über den jeweiligen Schätzungen. Bei den Alten Meistern reüssierten neben Grimmers Sinnbild des Hochmuts unter anderem noch ein Seestück Jacob Adriaensz Bellevois’ mit einer holländischen Flotte bei 11.000 Euro und Cornelis Dusarts tanzende Bauern im Wirtshaus wohl von 1687 bei 5.000 Euro jeweils im Rahmen der Schätzungen. Johann Heiss’ biblisches Gemäldepaar „Jaël zeigt Barak den toten Sisera“ und „Judith und Holofernes“ verließ zur unteren Taxe von 7.000 Euro das Haus.

Neuere Meister

Von vornherein mit großem Zusprach war bei Josef Karl Stielers Bildnis der Therese Alexandra Freifrau von Tettenborn zu rechnen, das zusammen mit einem Portrait ihres zweiten Ehemannes Friedrich Karl Freiherr von Tettenborn im Jahr ihrer Verheiratung 1815 entstand. Das Pendant gelangte 1863 durch eine Schenkung der inzwischen verwitweten Frau in die Hamburger Kunsthalle, die auch diesmal mitbot, jedoch beim neuen Auktionsrekord von 115.000 Euro zugunsten deutschen Kunsthandels das Feld räumen musste (Taxe 50.000 bis 55.000 EUR). Mit 150.000 Euro war nur Carl Spitzwegs humorige Darstellung eines Malers auf einer Waldlichtung teurer, der statt zu malen unter seinem Schirm ein Nickerchen macht. Allerdings war hier die Basis von 150.000 bis 170.000 Euro auch eine andere. Weitere Spitzweg-Werke waren unter anderem eine Gebirgsschlucht mit Bauernhaus an einem Bach für 18.000 Euro (Taxe 12.000 bis 14.000 EUR) und die Ölskizze eines bayerischen Invaliden als Ganzfigur nach links für 8.000 Euro (Taxe 8.000 bis 9.000 EUR).

Heimatliches aus dem Münchner Einzugsgebiet war auch in Form von Carl Theodor von Pilotys „Memento mori“ eines Totengräbers, der drei jungen Damen einen Blick ins geöffnete Grab ermöglicht, für 13.000 Euro (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR) und Lorenzo Quaglios d.J. „Bauern vor dem Wirtshaus in Marbach“ aus dem Jahr 1825 für 30.000 Euro zum Teil sehr gefragt (Taxe 18.000 bis 20.000EUR). Franz von Defreggers Brustbild eines oberbayerischen „Dirndls“ kletterte leicht von 4.000 bis 4.500 Euro auf 5.500 Euro, seine Verbildlichung des Tiroler Rebellen Andreas Hofer als urwüchsiger Bauernbursche mit langen Bart blieb dagegen schon an 3.500 Euro hängen (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR). Etwas exotischer wurde es mit einer erlegten Misteldrossel, die ihr unbarmherziger Mörder mit einem Bindfaden an einen Nagel gehängt hat, wo sie dann der amerikanische Maler William Michael Harnett mit feinem Pinsel abgemalt hat. Bei 20.000 Euro landete dieses Ölbild, das 1883 datiert ist, als der Maler einige Jahre in München tätig war (Taxe 14.000 bis 15.000 EUR).

Stark von westeuropäischer Kunst beeinflusst war der Russe Julius Sergius Klever. Seine duftige Impression „Am Strand von Ahlbeck“ aus dem Jahr 1904 wurde für 8.000 Euro zur unteren Schätzung versteigert, zur oberen von 9.000 Euro dann Wilhelm Kuhnerts gemütvoll ruhender Königstiger von 1895. Leicht steigern konnten sich Leopold Schmutzlers vor dräuender Abendkulisse inszenierte Jugendstil-Frau mit einem Wasserkrug von 3.000 bis 4.000 Euro auf 6.000 Euro sowie Josef Wopfners herbstliche „Kartoffelernte“ von 2.400 Euro auf 3.500 Euro. Überraschungssieger bei den älteren Papierarbeiten wurde Jacob van Strijs schöne Wiedergabe einer nicht ganz so schönen jungen Wäscherin mit etwas müdem Blick bei 3.000 Euro (Taxe 800 bis 1.000 EUR). Die Neueren Meister führte Alfred Haushofers gemäldehaftes Aquarell „Am Ufer des Chiemsees“ von 1927 bei 3.100 Euro an (Taxe 2.300 bis 2.500 EUR).

Kunsthandwerk

Erwartungsgemäß bescheidenere Ergebnisse erzielte Neumeister beim Kunsthandwerk, doch glänzten vor allem Keramik und Porzellan wieder durch hohe Zuschlagsquoten. 2.500 Euro gab es für eine blumengeschmückte Schale aus der Türkei des 17ten Jahrhunderts (Taxe 1.000 bis 1.200 EUR), 2.200 Euro für eine Fußschale der Renaissance aus Faenza, in deren Bildfeld die alttestamentliche Szene „Rebekka am Brunnen“ zu sehen ist (Taxe 800 bis 1.000 EUR). Beim alten Silber setzten sich ein Paar vergoldete Häufebecher des Nürnberger Meisters Hans Christoph Hauch um 1661/64 bei 7.000 Euro (Taxe 6.000 bis 6.500 EUR) sowie eine kleine Augsburger Schauplatte mit einer Architekturlandschaft vielleicht von Hans Jakob Schech um 1689/92 bei taxgerechten 3.000 Euro an die Spitze. Teuerstes Stück im Bereich Einrichtung wurde ein französischer Empire-Tafelaufsatz in der Art des Pierre Philippe Thomire für 6.000 Euro unter Vorbehalt (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR).

Die Hauptstücke der Skulpturen wie eine alpenländische Heiligenfigur des ausgehenden 14ten Jahrhunderts (Taxe 40.000 bis 45.000 EUR) oder zwei italienische Barockbüsten aus Marmor von Giusto Le Court und aus der Werkstatt Pietro Barattas d.J. für bis zu 39.000 Euro blieben unveräußert. Ein paar schöne Zuschläge gab es dagegen im Mittelfeld, so bei 14.000 Euro für eine fränkische Anna Selbdritt um 1500 (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR) oder bei 15.000 Euro für ein flandrisches Elfenbeinrelief der Beweinung Christi aus dem späten 17ten Jahrhundert (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR).

Ins Volkskundliche geht ein kleines Andachtsbildchen, das in außerordentlich feiner Rokokomanier die heilige Katharina umgeben von Wolken und Strahlenkranz inszeniert. Der im fortgeschrittenen 18ten Jahrhundert wohl als Klosterarbeit entstandene Aufsatz aus dem süddeutschen Raum verdoppelte seinen Wert auf 4.700 Euro. Unter den Bildtapisserien erzielte trotz fragmentarischen Zustandes eine flandrische Arbeit wohl um 1500, auf der ein Prinz mit seinem prächtigen Gefolge zu sehen ist, stattliche 12.000 Euro (Taxe 1.500 bis 1.700 EUR). 10.000 Euro leicht unterhalb der Schätzung schaffte eine Brüsseler Tapisserie des frühen 17ten Jahrhunderts, die wohl Kaiser Hadrian in seiner Bibliothek verbildlicht.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Barer Straße 37

DE-80799 München

Telefax:+49 (089) 23 17 10 55

Telefon:+49 (089) 231 71 00

E-Mail: auctions@neumeister.com



14.12.2011

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


30.11.2011, Alte Kunst

Bei:


Neumeister Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

Bericht:


Hochmut

Kunstwerk:

Fußschale, Faenza, Mitte 16. Jahrhundert
Fußschale, Faenza, Mitte 16. Jahrhundert

Kunstwerk:

Schale, Türkei (Iznik), 17. Jahrhundert
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Kunstwerk:

Kastenbild „Heilige Katharina“, Süddeutschland, 2. Hälfte 18. Jahrhundert
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Kunstwerk:

Heilige Anna Selbdritt, Franken, um 1500
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Kunstwerk:

Tapisseriefragment, Flandern, wohl 15. oder 16. Jahrhundert
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Kunstwerk:

Jacob van
 Strij, Junge Wäscherin
Jacob van Strij, Junge Wäscherin







Julius Sergius Klever, Am Strand von Ahlbeck, 1904

Julius Sergius Klever, Am Strand von Ahlbeck, 1904

Taxe: 8.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 370

Hans Jakob Schech zugeschrieben, Schauplatte, Augsburg um 1689/92

Hans Jakob Schech zugeschrieben, Schauplatte, Augsburg um 1689/92

Taxe: 3.000 - 3.500 EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 67

Josef Wopfner, Kartoffelernte

Josef Wopfner, Kartoffelernte

Taxe: 2.400 - 2.600 EURO

Zuschlag: 3.500,- EURO

Losnummer: 447

Carl Spitzweg, Bayerischer Invalide, vor 1866

Carl Spitzweg, Bayerischer Invalide, vor 1866

Taxe: 8.000 - 9.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 418

Franz von Defregger, Dirndl

Franz von Defregger, Dirndl

Taxe: 4.000 - 4.500 EURO

Zuschlag: 5.500,- EURO

Losnummer: 345

Heilige Anna Selbdritt, Franken, um 1500

Heilige Anna Selbdritt, Franken, um 1500

Taxe: 13.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 14.000,- EURO

Losnummer: 125

Cornelis Dusart, Tanzende Bauern im Wirtshaus, wohl 1687

Cornelis Dusart, Tanzende Bauern im Wirtshaus, wohl 1687

Taxe: 5.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 312

Ferdinand Kobell, Baumbestandene Uferlandschaft mit rastendem Wanderer

Ferdinand Kobell, Baumbestandene Uferlandschaft mit rastendem Wanderer

Taxe: 750 - 800 EURO

Zuschlag: 1.200,- EURO

Losnummer: 254

William Michael Harnett, Erlegte Misteldrossel, 1883

William Michael Harnett, Erlegte Misteldrossel, 1883

Taxe: 14.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 20.000,- EURO

Losnummer: 360

Leopold Schmutzler, Junge Frau mit Wasserkrug

Leopold Schmutzler, Junge Frau mit Wasserkrug

Taxe: 3.000 - 4.000 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 408

Kastenbild „Heilige Katharina“, Süddeutschland, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

Kastenbild „Heilige Katharina“, Süddeutschland, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

Taxe: 2.200 - 2.400 EURO

Zuschlag: 4.700,- EURO

Losnummer: 102a

Fußschale, Faenza, Mitte 16. Jahrhundert

Fußschale, Faenza, Mitte 16. Jahrhundert

Taxe: 800 - 1.000 EURO

Zuschlag: 2.200,- EURO

Losnummer: 12

Hans Christoph Hauch, Paar Häufebecher, Nürnberg um 1661/64

Hans Christoph Hauch, Paar Häufebecher, Nürnberg um 1661/64

Taxe: 6.000 - 6.500 EURO

Zuschlag: 7.000,- EURO

Losnummer: 54




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