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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Resultate: Murano-Glas und Design bei Quittenbaum in München

Für Vasen und Bilder



Ercole Barovier, Vase „egeo“, 1960

Ercole Barovier, Vase „egeo“, 1960

Die 1950er und 1960er Jahre reüssierten am meisten bei den Gläsern aus Murano, die das Münchner Auktionshaus Quittenbaum auf seiner ersten Versteigerung im neuen Jahr offerierte. Besonders heftig gerungen wurde um Ercole Baroviers Vase „egeo“ von 1960. Das mit grünlichen, schwarz umrandeten und briefmarkenartig gezackten Murrinen geschmückte Stück trieben zwei Sammler von 12.000 bis 14.000 Euro auf den Tageshöchstpreis von 21.000 Euro. Auch seine ovaloide Vase „millefili“ in Orangerot und Honiggelb aus dem Jahr 1956 lag mit 9.900 Euro über der Schätzung von 8.000 bis 9.000 Euro. Die auch technisch überzeugende Kunst Baroviers ließ die Kunden bei Quittenbaum auch weiterhin nicht los. Seine bezaubernde Vase „saturneo“ von 1951 sicherte sich ein Online-Bieter für taxgerechte 4.600 Euro, 4.000 Euro waren es dann für sein zylindrisches Exemplar „intarso“ mit schachbrettartig zusammengeschmolzenen türkisfarbenen und farblosen Quadraten teils mit Blaseneinschlüssen.


Murano-Glas

Jeweils 13.500 Euro gab es für zwei Schalen „a murrine“, die zwar ähnlich gestaltet waren und beide um 1960 von Venini & C. hergestellt, mit Ludovico Diaz de Santillana und Tobia Scarpa aber von zwei verschiedenen Künstlern entworfen wurden. Die Schätzungen hatten bei jeweils 8.000 bis 10.000 Euro gelegen. Mehrere „pezzato“-Vasen Fulvio Bianconis aus den frühen 1950er Jahren für bis zu 5.400 Euro, Paolo Veninis Prototyp-Vase „zanfirico mosaico“ um 1954 für 5.600 Euro und Dino Martens’ schrill-buntes Doppelhenkelgefäß „oriente firenzio“ aus der gleichen Zeit für 6.800 Euro gesellten sich im Rahmen der Erwartungen dazu. Die Zuschlagsquote, die für die gesamte Murano-Abteilung losbezogen bei 42,5 Prozent lag, blieb bei den jüngeren Werken zwar weiterhin relativ hoch, doch mehr als 2.200 Euro für eine rasterartig in Rot-Schwarz-Weiß dekorierte Vase von Lino Tagliapietra und Marina Angelin aus dem Jahr 1987 kamen dabei nicht heraus (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR). Meist wurden die unteren Schätzwerte erreicht, wie bei Gaetano Pesces vertikal gerippter Vase mit lockeren bunten Pulveraufschmelzungen für 800 Euro oder Michele Buratos dicht geschlossener Vase „dicroico“ von 1999 für 900 Euro, bei der der Glascharakter fast völlig eliminiert ist.

Weniger guten Absatz fanden am 14. Februar die frühen Murano-Produkte. Viele Arbeiten wie Napoleone Martinuzzis Vase „velato“ mit neckischen schlangenförmigen Handhaben von 1932 für 12.000 bis 14.000 Euro blieben hier unveräußert. Den höchsten Zuschlagspreis in dieser Gruppe erzielte mit 8.000 Euro Carlo Scarpas dunkelrote, becherförmige Vase „inciso“ mit Längsrillen von 1940 (Taxe 9.000 bis 10.000 EUR), gefolgt bei 5.600 Euro von der fast vierzig Zentimeter hohen „a bollicine“ aus grünem Schaumglas von 1932/34 (Taxe 6.500 bis 7.500 EUR) und 4.500 Euro von der tiefgrünen Schale „battuto“ von 1940 in Hammerschlagstruktur jeweils von demselben Meister (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Scarpas schwarze Schale mit weiß-rotem Dekor in Form von „murrina del serpente“ ebenfalls aus dem Jahr 1940 fand jedoch wiederum keinen Abnehmer (Taxe 16.000 bis 24.000 EUR).

Design und Kunst

Beim Design lag die losbezogene Zuschlagsquote ähnlich wie bei der Murano-Offerte bei 44 Prozent. Aus dem buntgemischten Programm ragten Bruno Weills Schreibtisch „B 282“ von 1932 im Bauhaus-Stil für 3.200 Euro (Taxe 3.200 bis 4.000 EUR), ein glasblumengeschmückter Deckenleuchter samt zwei Wandappliken italienischer Herkunft aus den 1940er Jahren für 6.000 Euro (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR) und Charles Eames’ elfenbeinfarbener Schalensessel „PAW“ auf Holzfüßen von 1949 für 3.600 Euro heraus (Taxe 2.800 bis 3.000 EUR). Die unverwechselbaren grünen Möbel Aldo Turas, ein Ensemble aus Esstisch mit sechs Stühlen sowie eine Anrichte, wurden für 3.800 Euro und 3.000 Euro jeweils deutlich über den Schätzungen übernommen. Sein ebenfalls mit grünem Ziegenleder bezogener Barschrank fand schon bei 800 Euro zur unteren Schätzung einen Abnehmer, ebenso sein eleganter Paravent der 1940er Jahre in Formen des Art Déco und cremefarbenem Ziegenleder bei 1.200 Euro.

In die luftigen Preishöhen von 8.000 und 11.000 Euro schwangen sich ein kraftvoll-kantiger Prototyp-Sofatisch Hans J. Wegners von circa 1952 und ein schwarz lackiertes Stahlblech-Ameublement aus dem Schreibtisch „Berlin“ und den zwei Sideboards „Athen“ und „Olympia“ der Mauser-Werke in Waldeck von 1954 auf (Taxen je ab 9.000 EUR). Aus dem nordischen Bereich gesellten sich Vilhelm Lauritzens runde, halb in Messing gefasste Wandleuchten „Radiohuset“ von 1931 bei 1.200 Euro (Taxe 1.000 bis 1.200 EUR), Paavo Tynells vornehme Tischleuchte aus dem Restaurant „Savoy“ von 1941 bei 3.000 Euro (Taxe 900 bis 1.200 EUR) und Eero Saarinens voluminöser „Womb Chair“ von 1948 mit Ottoman in weißem Wollbezug bei 3.700 Euro hinzu (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR).

Während Stefan Wewerkas bekannter, schräger „Classroom Chair“ von 1970 schon bei 4.000 Euro in einer neuen Wohnung steht (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), reüssierten unter den jüngeren Arbeiten Ettore Sottsass’ baumartiger Raumteiler „Casablanca“ von 1981 bei 7.500 Euro (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR) und Norbert Wangens solider, in ein Quadrat eingepasster Holzarmlehnstuhl „Attila“ aus den frühen 1990er Jahren bei 2.300 Euro (Taxe 1.000 bis 1.200 EUR). Nach Israel wandte sich die Aufmerksamkeit mit Ayala Serfatys Stehleuchte „Morning Glory“ von 1994. Das blütenartige Wesen mit Seidenbespannung wurde zur oberen Schätzung von 2.000 Euro verkauft. Aus einer Sammlung neuer Silberarbeiten pickten sich die Interessenten für 10.000 Euro eine kreisförmige Schale Gerd Rothmanns von 2007, an deren Rand der Meister seine Fingerspitzen eingeprägt hat (Taxe 6.500 bis 7.500 EUR).

Den Abschluss der Auktion bildete eine kleine Abteilung bildender Kunst, aus der unter anderem Arik Brauers kleines Ölbild „Paradies 3“ von 1961 mit noch kahlem Apfelbaum für 12.000 Euro (Taxe 6.500 bis 8.000 EUR), HAP Grieshabers 1957 datierter, dichter Farbholzschnitt „Sphinx“ für 3.000 Euro (Taxe 600 bis 800 EUR) und ein kinetisches Plexiglasobjekt Jesús Rafael Sotos in einer Auflage von 200 Stück für 7.400 Euro die Besitzer wechselten (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR). Eduard Bargheers Aquarell einer von Rot dominierten Wüstenlandschaft von 1961 stieg leicht auf 2.600 Euro (Taxe 1.600 bis 2.000 EUR). Hildegard Absalons Tapisserie „No. 236 Österreichische Eindrücke“ von 1967 nach einem gleichnamigen Gemälde Friedensreich Hundertwassers aus dem Jahr 1955 blieb bei 18.000 Euro unterhalb der Taxe von 22.000 bis 26.000 Euro hängen.

Die Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 273 702 125

Telefax:+49 (089) 273 702 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



29.02.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Bruno
 Weill, Schreibtisch „B 282“, 1932
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Bruno Weill, Schreibtisch „B 282“, 1932

Bruno Weill, Schreibtisch „B 282“, 1932

Taxe: 3.200 - 4.000 EURO

Zuschlag: 3.200,- EURO

Losnummer: 42

Aureliano Toso, Dino Martens, Doppelvase „oriente firenzio“, um 1954

Aureliano Toso, Dino Martens, Doppelvase „oriente firenzio“, um 1954

Taxe: 5.500 - 6.500 EURO

Zuschlag: 6.800,- EURO

Losnummer: 92

 Venini & C., Paolo Venini, Prototypvase „zanfirico mosaico“, um 1954

Venini & C., Paolo Venini, Prototypvase „zanfirico mosaico“, um 1954

Taxe: 5.500 - 7.000 EURO

Zuschlag: 5.600,- EURO

Losnummer: 83

 Barovier & Toso, Ercole Barovier, Vase „saturneo“, 1951

Barovier & Toso, Ercole Barovier, Vase „saturneo“, 1951

Taxe: 4.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 4.600,- EURO

Losnummer: 76

Friedensreich Hundertwasser, Tapisserie nach dem Gemälde „No. 236 Österreichische Eindrücke“, 1955

Friedensreich Hundertwasser, Tapisserie nach dem Gemälde „No. 236 Österreichische Eindrücke“, 1955

Taxe: 22.000 - 26.000 EURO

Zuschlag: 18.000,- EURO

Losnummer: 538

Stefan Wewerka, Classroom Chair, 1970

Stefan Wewerka, Classroom Chair, 1970

Taxe: 5.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 4.000,- EURO

Losnummer: 360

 Venini & C., Carlo Scarpa, Schale „battuto“, 1940

Venini & C., Carlo Scarpa, Schale „battuto“, 1940

Taxe: 4.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 4.500,- EURO

Losnummer: 51

 Venini & C., Carlo Scarpa, Vase „inciso“, 1940

Venini & C., Carlo Scarpa, Vase „inciso“, 1940

Taxe: 9.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 49

Deckenleuchte und zwei Wandappliken mit Spiegel, Italien, 1940er Jahre

Deckenleuchte und zwei Wandappliken mit Spiegel, Italien, 1940er Jahre

Taxe: 5.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 64

Aldo Tura, Paravent, 1940er Jahre

Aldo Tura, Paravent, 1940er Jahre

Taxe: 1.200 - 1.500 EURO

Zuschlag: 1.200,- EURO

Losnummer: 68

Carlo Scarpa, Vase „a bollicine“, 1932/34

Carlo Scarpa, Vase „a bollicine“, 1932/34

Taxe: 6.500 - 7.500 EURO

Zuschlag: 5.200,- EURO

Losnummer: 26

Hans J. Wegner, Sofatisch, um 1952

Hans J. Wegner, Sofatisch, um 1952

Taxe: 9.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 146




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