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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Stimmung in den Telefonen



117 Millionen Dollar – in etwa so viel, wie Sotheby’s mit einem einzigen Gemälde, Edvard Munchs „Schrei“, erzielte – waren das Ergebnis, das die Impressionisten und Modernen einen Tag zuvor am 1. Mai auf der New Yorker Abendauktion von Christie’s einspielten. Doch schlecht lief es auch hier nicht: Vielmehr dokumentierten einige zum Teil erhebliche Preissteigerungen, der Rückgang von nur drei Offerten und der gute Abschluss im Bereich der Gesamttaxe von rund 90 bis 130 Millionen Dollar, dass das schmale Angebot von etwas über dreißig Losnummern den Heißhunger der weltweit potentesten Kunstsammler wohl nicht nachhaltig stillen konnte. Dass die Stimmung dennoch etwas lau war, lag an den Vielen, die gar nicht erst persönlich gekommen waren: Mehr als zwei Drittel der Zuschläge gingen an die Telefone. Den ersten Platz teilten sich bei jeweils 17 Millionen Dollar zwei französische Künstler: zum einen Paul Cézannes präzis getroffenes Aquarell „Joueur de cartes“ aus den 1890er Jahren, das bereits im Vorfeld bei 15 bis 20 Millionen Dollar rangierte, zum anderen Henri Matisses farbenprächtiges Blumenstillleben „Les Pivoines“ von 1907 für geschätzte 8 bis 12 Millionen Dollar. Letzteres ging in eine europäische Privatsammlung.


Von den sechs Arbeiten Pablo Picassos fanden sich nachher fünf in der Top Ten-Liste wieder, auf Platz drei überraschenderweise sein kleines, aber farblich und in der Linienführung kraftvolles Ölbild „Le Repos (Marie-Thérèse Walter)“ von 1932 bei 8,75 Millionen Dollar – wieder eines jener Frauenbildnisse aus den frühen 1930er Jahren, die in letzter Zeit Höchstpreise auf den großen Abendauktionen erreichen (Taxe 5 bis 7 Millionen USD). 7,8 Millionen Dollar etwas unterhalb der Erwartungen gab es für sein 1968 entstandenes Spätwerk „Deux nus couchés“ in Schwarz-Weiß auf grünem Grund. Auch die relative Marktfrische des seit 1969 nicht mehr gewechselten und nur einmal 2001 im Kunstmuseum Bern ausgestellten Zwei-Meter-Hochformats konnte nicht zu den geforderten 8 bis 12 Millionen Dollar animieren. Dafür verdoppelte sich der Schätzwert der farbigen, südländischen Zeichnung „Sur la terrasse“ mit einem großen Frauenkopf im Zentrum von 1933 auf 1,35 Millionen Dollar, und 4,6 Millionen Dollar waren auch für seine deformierte „Femme assise“ aus dem Jahr 1953 ein stolzer Preis (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD).

Picassos avantgardistische Kollegen auf dieser Auktion hießen Georges Braque, dessen spätkubistisches Stillleben „Madoline à la sonate“ von 1939/40 mit 3 Millionen Dollar die Mitte des Schätzpreises traf, und Joan Miró, der mit seinem kleinen surrealen Traum „L’arête rouge transperce les plumes bleues de l’oiseau au pâle bec“ von 1951 allerdings nur auf 3,8 Millionen Dollar kam (Taxe 4,5 bis 6,5 Millionen USD). 2,4 Millionen Dollar erlöste Amedeo Modiglianis strenges „Portrait du peintre Rouveyre“ von 1915 (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD). Der klassische Landschaftsimpressionismus war am prominentesten durch Claude Monets garbengeschmücktes Feld „Les demoiselles de Giverny“ aus dem Jahr 1894 vertreten. Die einen Meter breite Leinwand schaffte mit 8,5 Millionen Dollar allerdings ebenfalls mindestens 500.000 Dollar zu wenig. Paul Signacs pointillistische Hafenszene „Les bricks-goélettes. Antibes“ von 1916 scheiterte mit 3,3 Millionen Dollar noch deutlicher an der unteren Grenze von 4 bis 6 Millionen Dollar.

Zu den selteneren Offerten gehörte Mary Cassatts anmutiges Kinderbildnis „Françoise in a Round-Backed Chair, Reading“ von etwa 1909, das mit 1,3 Millionen Dollar bequem innerhalb der Schätzung landete und sogar Pierre Bonnards etwas schmählich an 1,2 Millionen hängengebliebene „Femme endormie“ von circa 1928 übertraf (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen USD). Einziger Künstler aus dem deutschsprachigen Raum war Egon Schiele, dessen schwarze Kreidezeichnungen „Liegender Akt“ von 1918 und „Liegende mit angezogenem rechten Bein“ von 1917 bei 600.000 Dollar und 320.000 Dollar jeweils im oberen Bereich der Schätzung abschlossen. Nachdem Alberto Giacomettis „Buste de Diego“ für 8 bis 12 Millionen Dollar kurzfristig zurückgezogen worden war, reüssierte als teuerste Skulptur Henry Moores zweieinhalb Meter lange, archaische Bronze „Reclining figure“ von 1956/61 bei 4,4 Millionen Dollar (Taxe 4 bis 6 Millionen USD).

Die Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s Rockefeller Center

20 Rockefeller Plaza

US-10020 New York

Telefon:+1 (212) 6362000

Telefax:+1 (212) 6362399

E-Mail: info@christies.com



04.05.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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01.05.2012, Impressionist and Modern Art Evening Sale

Bei:


Christie's

Bericht:


Garbenfrauen

Kunstwerk:

Claude Monet, Les demoiselles de Giverny, 1894
Claude Monet, Les demoiselles de Giverny, 1894

Kunstwerk:

Mary Cassatt, Françoise in a Round-Backed Chair, Reading,
 1909
Mary Cassatt, Françoise in a Round-Backed Chair, Reading, 1909

Kunstwerk:

Egon Schiele, Liegender Akt, 1918
Egon Schiele, Liegender Akt, 1918

Kunstwerk:

Edgar Degas, Danseuses, um 1893/98
Edgar Degas, Danseuses, um 1893/98

Kunstwerk:

Egon Schiele, Liegende mit angezogenem rechten Bein, 1917
Egon Schiele, Liegende mit angezogenem rechten Bein, 1917

Kunstwerk:

Paul Signac, Les bricks-goélettes. Antibes, 1916
Paul Signac, Les bricks-goélettes. Antibes, 1916







Mary Cassatt, Françoise in a Round-Backed Chair, Reading, 1909

Mary Cassatt, Françoise in a Round-Backed Chair, Reading, 1909

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 USD

Zuschlag: 1.300.000,- USD

Losnummer: 9

Claude Monet, Les demoiselles de Giverny, 1894

Claude Monet, Les demoiselles de Giverny, 1894

Taxe: 9.000.000 - 12.000.000 USD

Zuschlag: 8.500.000,- USD

Losnummer: 11

Amedeo Modigliani, Portrait du peintre Rouveyre, 1915

Amedeo Modigliani, Portrait du peintre Rouveyre, 1915

Taxe: 2.500.000 - 3.500.000 USD

Zuschlag: 2.400.000,- USD

Losnummer: 29

Egon Schiele, Liegende mit angezogenem rechten Bein, 1917

Egon Schiele, Liegende mit angezogenem rechten Bein, 1917

Taxe: 200.000 - 300.000 USD

Zuschlag: 320.000,- USD

Losnummer: 21

Egon Schiele, Liegender Akt, 1918

Egon Schiele, Liegender Akt, 1918

Taxe: 400.000 - 600.000 USD

Zuschlag: 600.000,- USD

Losnummer: 1

Paul Cézanne, Joueur de cartes, 1892/96

Paul Cézanne, Joueur de cartes, 1892/96

Taxe: 15.000.000 - 20.000.000 USD

Zuschlag: 17.000.000,- USD

Losnummer: 5

Edgar Degas, Danseuses, um 1893/98

Edgar Degas, Danseuses, um 1893/98

Taxe: 1.500.000 - 2.500.000 USD

Zuschlag: 2.200.000,- USD

Losnummer: 7

Paul Signac, Les bricks-goélettes. Antibes, 1916

Paul Signac, Les bricks-goélettes. Antibes, 1916

Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 USD

Zuschlag: 3.300.000,- USD

Losnummer: 25




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