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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Bei Sotheby’s in New York war die Pop Art gefragt

Schlafende Schönheit



Was die Abstrakten für Christie’s, waren die Künstler der Pop Art und der Figuralmalerei für die Versteigerung zeitgenössischer Kunst bei Sotheby’s: Marktfrische Stücke sorgten hier für heiße Gefechte mit einigen neuen Höchstpreisen für Malerstars des 20sten Jahrhunderts. An der Spitze standen mit jeweils 40 Millionen Dollar gleich zwei Arbeiten: zum einen Roy Lichtensteins Comic-Pop-Ikone „Sleeping Girl“ von 1964 mit gepunktetem Gesicht und dichtem strohblonden Haar, das fast zwei Drittel der Bildfläche bedeckt. Seit 1964, als das Ölgemälde entstand, befand es sich in der Sammlung Phil und Bea Gersh. Nur zweimal seither, 1967 in Minneapolis und 1989/90 in Los Angeles, wurde es öffentlich ausgestellt. Der unbekannte Ersteigerer zahlte den bislang höchsten Preis für Lichtenstein auf einer Auktion. Zum anderen stand Francis Bacons „Figure Writing Reflected in Mirror“ ganz oben auf dem Programm. 1976 geschaffen, ging das verformte Bildnis eines Männeraktes am Schreibtisch bereits ein Jahr später in eine europäische Privatsammlung über, die es jetzt wieder zur Verfügung stellte. Der Schätzpreis hatte wie für Lichtenstein bei 30 bis 40 Millionen Dollar gelegen.


Insgesamt rund 266,6 Millionen Dollar einschließlich der Aufgelder konnte Sotheby’s am 9. Mai auf dieser Auktion in New York umsetzen. Das waren zwar über 120 Millionen weniger als bei Christie’s, entsprach aber bequem der Gesamtschätzung von 216 bis 304 Millionen Dollar. Elf der 57 Offerten fanden keinen Abnehmer, zwei weitere wurden kurzfristig zurückgezogen. Platz drei der Zuschlagsliste bei 33 Millionen Dollar besetzte Andy Warhols schwarzweißer „Double Elvis (Ferus Type)“ von 1963, was angesichts der eigentlichen Favoritenrolle vielleicht sogar etwas enttäuschte, doch war die Schätzung mit 30 bis 50 Millionen Dollar weit genug gespannt. 9,5 Millionen Dollar spielten Warhols fast drei Meter im Quadrat messenden „Ten-Foot-Flowers“ aus dem Jahr 1967/68, die unter anderem einmal dem Berliner Sammler und Ausstellungsmacher Heiner Bastian gehört hatten (Taxe 9 bis 12 Millionen USD).

Unter Pop Art und Nachfolge finden sich ferner Jean-Michel Basquiats schwarzer Boxer im roten „Ring“ von 1981 für 6,75 Millionen Dollar (Taxe 4 bis 6 Millionen USD) und noch ein weiterer Roy Lichtenstein, die kubistisch inspirierten „Sailboats III“ von 1974 für 10,5 Millionen Dollar (Taxe 6 bis 8 Millionen USD). Erstaunlich gering war die Nachfrage nach den abstrakten Expressionisten amerikanischer Herkunft. Hier scheint Christie’s mit seinem exzeptionellen Angebot einen Tag zuvor alle Kapazitäten bereits aufgesogen zu haben. Richard Diebenkorns feldartige Malerei „Berkeley #67“ von 1956 (Taxe 3,5 bis 4,5 Millionen USD), Joan Mitchells farbenprächtig blühendes „South“ von 1989 (Taxen je 3,5 bis 4,5 Millionen USD) sowie zwei unbetitelte Farbschlachten Willem de Koonings für bis zu 7,5 Millionen Dollar blieben unveräußert. Und an den Schätzpreisen gemessen ziemlich mager waren die 2,4 Millionen Dollar für Arshile Gorkys freudiges „Khorkom“ von circa 1938 und 2,5 Millionen Dollar für de Koonings zerstörerisch mit breitem Pinselstrich auf die Leinwand gespachtelte „Woman on a Sign II“ von 1967 (Taxen je 3 bis 4 Millionen USD).

Einzig Cy Twombly zog: Seine kreideartigen Kringel auf schiefergrauem Grund „Untitled (New York City)“ von 1970 schafften rekordträchtige 15,5 Millionen Dollar (Taxe 15 bis 20 Millionen USD). Besser lief es auch für Gerhard Richter: Sein von Rot dominiertes „Abstraktes Bild“ Nummer 768-2 landete mit 15 Millionen Dollar nur wenig hinter den Werten, die Christie’s mit seinen Richters generierte (Taxe 8 bis 10 Millionen USD), und auch die formatkleinere Nummer 748-6 von 1991 ganz in Rot und die fotorealistischen grauweißen „Wolken“ von 1970 waren mit 4,35 Millionen Dollar und 5 Millionen Dollar insgesamt gut bezahlt (Taxen 2,8 bis 3,5 Millionen und 5 bis 7 Millionen USD). Solide 1,2 Millionen Dollar erlöste Sigmar Polkes mystisch-surreales „Portrait of David Lamelas (Obelisk)“ von 1971/72 (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD).

Mehrere Rekorde erzielte Sotheby’s für Angehörige der jüngeren Generation: Glenn Ligons hochformatiges Buchstabenbild „Black Like Me #1“ von 1992, das an die Arbeiten Jasper Johns’ erinnert, für 1,1 Millionen Dollar (Taxe 600.000 bis 800.000 USD), Mark Grotjahns fein strukturiertes „Untitled (Yellow Butterfly III)“ von 2008 für 1,8 Millionen Dollar (Taxe 1,5 bis 2 Millionen USD), Isa Genzkens vierteilige Spiegelcollage „Kinder Filmen I“ von 2005 für 320.000 Dollar (Taxe 250.000 bis 350.000 USD) und Mark Bradfords filigran wie eine Kalligrafie collagiertes „Grrr…“ von 2003 für 720.000 Dollar (Taxe 450.000 bis 650.000 USD). Der im Westen derzeit wohl bekannteste Künstler Chinas, der Documenta-Teilnehmer 2007 Ai Weiwei, wurde mit 650.000 Dollar für eine Tonne „Kiu Hua Zi (Sunflower Seeds)“ aus Porzellan von 2008/10 geehrt (Taxe 600.000 bis 800.000 USD).

Für Christopher Wool liegen die Preise schon deutlich höher. 4,5 Millionen Dollar für eine unbetiteltes Werk mit der Nummer W38 und der Aufschrift „Crass conceited vulgar and unpleasant“ von 1996 bilden allerdings immerhin den zweithöchsten Auktionspreis für den 1955 geborenen Amerikaner (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). Unter den Bildhauerarbeiten war wie bei Christie’s der Run auf die luftigen Arbeiten Alexander Calders groß. Die nur einen halben Meter hohe Standskulptur „Red Tooth“ von 1942 kletterte von 500.000 bis 700.000 Dollar gleich zu Beginn der Auktion auf 2,5 Millionen Dollar, das rote Mobile „Sumac VI“ von 1952 von 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar auf 5,2 Millionen Dollar. Zum teuersten Fotografen des Abends avancierte einmal mehr Andreas Gursky, der mit seiner großformatigen Ablichtung eines Gemäldes von Jackson Pollock „Untitled VI“ von 1997 auf 1,7 Millionen Dollar kam (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07



11.05.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


09.05.2012, Contemporary Art Evening Auction

Bei:


Sotheby's

Bericht:


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