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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Neumeister in München

Anspruchsvoll



Ein großes Interesse an wirklich herausragenden Einzelobjekten und der überwiegende Rückgang weniger bedeutender Offerten prägten die Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Neumeister in München. Bei den 75 „ausgewählten Werken“ betrug die losbezogene Zuschlagsquote knapp 43 Prozent. Mit den beiden attraktivsten Stücken aber hatte Neumeister Erfolg: Otto Dix’ altmeisterlich wirkendes Bildnis seines gerade neugeborenen Sohnes „Ursus im Steckkissen“ aus dem Jahr 1927 erzielte 190.000 Euro im oberen Bereich der Schätzung von 150.000 bis 200.000 Euro, und 200.000 Euro ebenfalls im Rahmen der Erwartungen gab es für eine aquarellierte „Zirkusszene (Reitakt)“ aus dem Jahr 1923. Damit bestätigten die beiden Bilder ihre Favoritenrolle. Lediglich Dix’ spätere Landschaft „Felder mit See und Steckborn“ aus den Jahren 1948/49 blieb bei 70.000 bis 90.000 Euro unveräußert liegen.


Im preislichen Mittelfeld zeigte sich am 23. Mai der hohe Anspruch der Kunden, die sich neben einheimischen Interessenten aus einer Reihe von Schweizern, Franzosen, Italienern, Griechen und US-Amerikanern rekrutierten. Max Slevogts rasch, aber mit großer Treffsicherheit auf die Leinwand gebanntes Stillleben mit Eiern und Zitrusfrüchten von 1925 wanderte ebenso an den südamerikanischen Einlieferer zurück (Taxe 40.000 bi 60.000 EUR) wie zwei zarte Landschaften Max Peiffer Watenphuls für bis zu 30.000 Euro an die ihren aus Nord- und Süddeutschland. Auch für Alexander Kanoldts schlichtes „Stillleben mit Büchern“ von 1916 mit einer ebenfalls in Öl gemalten Baumstudie auf der Rückseite reichte es nicht für die vorgesehenen 30.000 bis 40.000 Euro. Wenigstens den Mindestwert von 60.000 bis 80.000 Euro schaffte Lesser Urys sommerliches Straßenszenenpastell „Allee im Tiergarten“ aus der Reifezeit des Künstlers um 1920/30.

Zwei Bleistiftzeichnungen Ernst Ludwig Kirchners von 1910/11, ein „Mädchen am Tisch (Fränzikopf)“ und ein Bildnis des Dichters Alfred Döblin, wurden mit 17.000 Euro und 7.500 Euro dagegen weit über den Erwartungen honoriert. Aus der Nachkriegszeit erwies sich Johann Georg Müllers traumhafte Komposition „Der Morgen“ von 1967 als erstaunlich begehrt: Das einen violett-roten Raum beherrschende buntfarbige Objekt aus ovaloiden und wellenförmigen Kringeln wurde von 30.000 bis 40.000 Euro auf 82.000 Euro gehoben; erneut eine eindrucksvolle Demonstration für die Markttauglichkeit dieses von den akademischen Kunstgeschichte fast völlig missachteten Künstlers. Das zeichnende Hamburger Urgestein Horst Janssen reüssierte mit einer „Erotischen Szene“ von 1978 in Tusche und Aquarell bei 10.000 Euro (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR).

Bei Oskar Kollers abstrakter Mischtechnik von 1970, die wie eine südliche Landschaft anmutet, standen schließlich 3.500 Euro auf der Rechnung (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR). Bei Karl Bohrmanns nur etwas konkreterer zeichnerischer Malerei „Langes Gelbes Fenster“ von 1971 kamen 4.000 Euro zusammen (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Die Druckgrafik hatte in Lyonel Feiningers Radierung „Masken“ von 1911 für 6.000 Euro (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR), Karl Schmidt-Rottluffs gleichaltrigem Holzschnitt „Villa mit Turm“ zu den anvisierten 14.000 Euro, Giorgio Morandis klassischer Radierung „Natura morta con nove oggetti“ von 1954 für 9.500 Euro (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR) und in Sam Francis’ Aquatintaradierung mit buntem Farbenspiel von 1987 für taxgerechte 6.000 Euro ihre Vertreter.

Teuerstes Werk eines lebenden Künstlers war Horst Antes’ 1966 datiertes „Mauerbild IV (Nasenfigur)“, mit 50.000 Euro allerdings 20.000 Euro unterhalb der Schätzung. Von drei neoexpressiven Mischtechniken des 1951 geborenen Briten Tony Bevan konnte Neumeister zumindest die Selbstinszenierung „The Seer“ aus dem Jahr 1986 zur unteren Taxe von 35.000 Euro abstoßen. Von Markus Lüpertz gingen die auf einem Werk des Franzosen Jean-Baptiste Camille Corot basierende Landschaft „Die Kühe“ von 1985/86 für 35.000 Euro und ein roséfarben hinterfangener „Harlekin“ für 15.000 Euro jeweils zur unteren Schätzung weg, nicht allerdings seine „Frau mit blauem Grauen“ für 60.000 bis 80.000 Euro. Auf 28.000 Euro verbesserte sich Imi Knoebels „Portrait“ von 1992, bestehend aus mehreren rechtwinkligen monochromen Holztafeln in Blassblau, Grau, Rot und Orange (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR).

Zur teuersten Skulptur des Tages avancierte Fritz Koenigs vierzig Zentimeter breite Bronze „Kleine Quadriga“ von 1961 für taxgerechte 25.000 Euro. Hier erwiesen sich auch die günstigeren Arbeiten als recht gefragt, wie nicht zuletzt Koenigs „Frau mit Ball“ von 1957 belegte, deren Wert sich auf 7.000 Euro verdoppelte. Ebenfalls im guten vierstelligen Bereich platzierten sich Lothar Fischers giacomettihaft schlanke „Judith“ von 1988 mit dem Schwert in der Hand für respektable 5.500 Euro (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR) und Bernhard Heiligers reduzierter „Kopf Eline McKnight“, ein Portrait der befreundeten Künstlerin und Mäzenin von 1950 für 6.500 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Einen Coup landete die junge Installationskünstlerin Susanne Rottenbacher mit ihren Leuchtkörpern „my spectrum has 8 pieces III“: Das Regenbogenfarbenarrangement aus dem Jahr 2009 konnte seine untere Schätzung auf stolze 10.000 Euro verdoppeln.

Im zweiten Teil des Auktionsprogramms überraschte Karl Hubbuchs stellenweise mit schwarzer Kreide überarbeitete Lithografie „Fresser, Schieber und Bäuerin“ aus dem Jahr 1924 mit Geboten von zuletzt 14.000 Euro. Die stark an der sozialkritischen Kunst eines George Grosz oder Max Beckmann orientierte, motivisch und stilistisch aber selbständige Arbeit, von der laut Nummerierung nur zehn Exemplare angefertigt wurden, war auf 3.000 bis 4.000 Euro geschätzt worden. Weitere schöne Zuschläge gab es für ein Stillleben mit Früchten aus der Hand Rudolf Levys von 1925 bei 8.000 Euro (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR), Dieter Weihs’ informellen „Weiblichen Akt“ bei 11.000 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR) und Herbert Ziebolz’ aquarellierte Tuschfederzeichnung „Contrast“ von 1948 ebenfalls in sehr freien Formen bei 10.000 Euro (Taxe 1.800 bis 2.200 EUR).

Ein Spätwerk wiederum von Johann Georg Müller, die bemerkenswert avantgardistische Collage „Vase auf Grisaille“ von 1981, kletterte von 4.000 bis 6.000 Euro auf 10.000 Euro. Unverhoffter Spitzenreiter bei Neumeisters Designauktion wurde ein leicht verspieltes Ensemble aus zwei Tischen und sechs Stühlen nach Entwürfen des Franzosen Jean Royère um 1950. 19.000 Euro wurden für die mit Jagdmotiven dekorierten Möbel gezahlt (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR). Für seine phasenweise sehr gut bebotenen Afrikana-Abteilung konnte das Münchner Unternehmen Zuschlagspreise von bis zu 17.000 Euro generieren, in diesem Fall für eine kongolesische Maske, die auf 8.000 bis 9.000 Euro geschätzt worden war.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Barer Straße 37

DE-80799 München

Telefax:+49 (089) 23 17 10 55

Telefon:+49 (089) 231 71 00

E-Mail: auctions@neumeister.com



30.05.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Lesser Ury, Allee im Tiergarten, 1920er Jahre
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Ernst Ludwig Kirchner, Mädchen am Tisch (Fränzikopf), 1910/11
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Lesser Ury, Allee im Tiergarten, 1920er Jahre

Lesser Ury, Allee im Tiergarten, 1920er Jahre

Taxe: 60.000 - 80.000 EURO

Zuschlag: 60.000,- EURO

Losnummer: 67

Ernst Ludwig Kirchner, Mädchen am Tisch (Fränzikopf), 1910/11

Ernst Ludwig Kirchner, Mädchen am Tisch (Fränzikopf), 1910/11

Taxe: 10.000 - 12.000 EURO

Zuschlag: 17.000,- EURO

Losnummer: 31




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