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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Wieder hervorragende Werte für Neuere Meister und moderne Kunst bei Hassfurther in Wien

Wieder Walde



Mit Alfons Walde ist Wolfdietrich Hassfurther in seiner 54. Auktion am 24. Mai einmal mehr am besten gefahren: Eine runde Million Euro einschließlich der Aufgelder hat der Ein-Mann-Unternehmer im Wiener Zentrum allein mit den sechs Arbeiten des Tiroler Berg- und Schneemalers umgesetzt. Höhepunkt war gleich das erste Los mit dem Titel „Bauernsonntag“ aus dem Jahr 1929, ein Motiv, das Walde häufig gemalt hat und von dem entsprechend immer wieder Versionen auf dem Markt auftauchen. Das jetzt für 331.000 Euro verkaufte Exemplar auf siebzig mal fünfzig Zentimetern, das durch seine besonders kontrastreiche Darstellung der beiden schwarz-weiß gekleideten Männer vor der winterlichen Kulisse besticht, steht preislich nun an der Spitze dieser Werkserie. Vor vier Jahren hatte das Bild ebenfalls bei Hassfurther noch vergleichsweise günstige 185.000 Euro gekostet. Der Schätzpreis von 100.000 bis 180.000 Euro war wohl nur als Anreiz zu verstehen.


Wie anspruchsvoll die Besitzer der prächtigen Gemälde des 1891 geborenen Malers während der vergangenen Jahre in Wahrheit schon geworden sind, zeigte sich an den „Trattalmen“. 100.000 bis 140.000 Euro hatte Hassfurther auf das Etikett geschrieben, doch der Einlieferer hegte tatsächlich wohl deutlich höhere Erwartungen: Sogar mit einem Zuschlag bei 220.000 Euro steht die regelrecht plastisch modellierte Bergwelt mit einigen dick eingeschneiten Almhütten noch auf der Vorbehaltsliste. Das gilt auch für die düstere Begräbnisszene „Zur Blütezeit“, gemalt mitten im Krieg 1917 im Isonzo-Gebiet, für 58.000 Euro (Taxe 30.000 bis 60.000 EUR). Waldes Blick auf „Büchlach mit Wildem Kaiser“ von 1925 wurde dagegen sicher für 180.000 Euro zugeschlagen (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR), ebenso zwei nach Entwürfen des Meisters gestaltete Plakate für 3.500 Euro und 3.800 Euro.

Waldes Bergweltmalerkollege Oskar Mulley brachte es mit zwei großformatigen Leinwänden auf jeweils 33.000 Euro im Rahmen der angegebenen Schätzungen. Eine besondere Offerte bildeten zwei Holztafeln, auf denen Rudolf Wacker spätmittelalterliche Skulpturen so täuschend echt abkonterfeite, dass man meint, sie anfassen zu können. Der „Heilige Sebastian“ aus dem Jahr 1931 wurde für 135.000 Euro, eine andere Figur ohne Attribute von 1935 für 95.000 Euro jeweils erheblich über den Schätzungen übernommen. Auch zwei Kreidezeichnungen des neusachlichen Malers ebenfalls aus den 1930er Jahren, darunter ein Selbstbildnis, gingen für 8.000 Euro und 3.000 Euro zu guten Preisen weg. Wiederum zwei Gemälde gab es von dem Expressionisten Anton Kolig. „Das Waldhorn“, der 1937 datierte Mittelteil eines Triptychons mit einem männlichen Akt und zwei flankierenden Frauen in klassischem Kontrapost, ging diesmal für 220.000 Euro weg (Taxe 160.000 bis 240.000 EUR). Das „Stillleben mit Maske und Spiegelportrait“ von 1940/41 schaffte die obere Grenze von 70.000 bis 120.000 Euro.

Rasant steigern konnte sich Artur Nikodems breit auf den Karton gestrichene Ansicht zweier Segelboote unter dem Titel „Venezia“ aus dem Jahr 1930. Statt 5.000 bis 8.000 Euro erzielte das expressionistische Bild stolze 26.000 Euro. Nicht durchgehend absetzen konnte das Auktionshaus mehrere Landschaften und Frauenakte August Riegers, wenngleich mit bis zu 8.000 Euro die Preise bei den erfolgreichen Aufrufen deutlich anzogen. Alexander Rothaug, von dem Hassfurther schon im vergangenen Herbst eine umfangreiche Gemäldegruppe angeboten hatte, aber nicht durchweg erfolgreich verkaufen konnte, versagte diesmal völlig: Keine der mit bis zu 50.000 Euro angesetzten Leinwände des eigenwilligen Symbolisten fand einen Abnehmer.

Seinen Ausflug ins 19te Jahrhundert bestritt der Auktionator unter anderem mit fünf Aquarellen des Altmeisters Rudolf von Alt. Die teuersten waren ein Blick auf den Stephansdom vom Stock-im-Eisen-Platz aus von 1853 für 60.000 Euro (Taxe 40.000 bis 50.000 EUR) und die zum zweiten Mal angetretene Ansicht von Böckstein im Gasteinertal aus dem Jahr 1890 für 50.000 Euro (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Mit 12.000 Euro wurde ein bemerkenswertes Aquarell des englischstämmigen, später hauptsächlich in München wirkenden Edward Theodore Compton honoriert, das die in den westlichen Dolomiten gelegene Rosengarten- und Latemargruppe über dem Karersee ganz en grisaille präsentiert. Noch heute wird dieses naturgeografische Ensemble zu den schönsten im ganzen Alpenraum gerechnet (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR). Noch mehr Berge gab es mit Thomas Enders gleichfalls aquarelliertem Blick auf den Hinterstoder im oberösterreichischen Traunviertel für 5.500 Euro (Taxe 2.000 bis 4.000 EUR).

Eine der wenigen Preisunterschreitungen leistete sich Peter Fendis 1840 entstandenes Aquarell „Kindliche Andacht“. Bei 27.000 Euro schlug der Hammer vorbehaltlich aufs Pult (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Unter den Werken weniger bekannter Künstler sind Ferdinand Brunners noch ganz in der Tradition der klassischen Landschaftsmalerei stehender Blick auf ein heimisches Feld mit Gehöft unter mächtigen Gewitterwolken für 32.000 Euro (Taxe 20.000 bis 35.000 EUR) und Joseph Högers biedermeierliches „Bauernhaus an einem Alpensee“ von 1840 für 8.000 Euro zu nennen (Taxe 2.000 bis 4.000 EUR). Von einer anderthalb Dutzend Losnummern umfassenden, nicht ganz euphorisch aufgenommenen Suite unter dem Stichwort „Haus Habsburg“, mit der Wolfdietrich Hassfurther an frühere Tage anknüpfte, wechselte unter anderem ein Festalbum zur Erinnerung an die Brautfahrt Kaiserin Elisabeths durch Linz im Jahr 1854 für 15.000 Euro den Besitzer (Taxe 6.000 bis 12.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



05.06.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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24.05.2012, Auktion 54: Biedermeier. Klassische Moderne, Zeitgenössische Kunst

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Das Schweigen des Walde

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Rudolf Wacker, Heiliger Sebastian, 1931
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Rudolf Wacker, Selbstbildnis, 1937
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Rudolf Wacker, Alte Holzfigur, 1935
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Rudolf von Alt, Der Stephansdom, 1853
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Thomas Ender,
 Hinterstoder
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Rudolf von Alt, Der Stephansdom, 1853

Rudolf von Alt, Der Stephansdom, 1853

Taxe: 40.000 - 50.000 EURO

Zuschlag: 60.000,- EURO

Losnummer: 21

Rudolf Wacker, Alte Holzfigur, 1935

Rudolf Wacker, Alte Holzfigur, 1935

Taxe: 40.000 - 70.000 EURO

Zuschlag: 95.000,- EURO

Losnummer: 10

Rudolf Wacker, Heiliger Sebastian, 1931

Rudolf Wacker, Heiliger Sebastian, 1931

Taxe: 40.000 - 80.000 EURO

Zuschlag: 135.000,- EURO

Losnummer: 9

Thomas Ender, Hinterstoder

Thomas Ender, Hinterstoder

Taxe: 2.000 - 4.000 EURO

Zuschlag: 5.500,- EURO

Losnummer: 32

Rudolf Wacker, Selbstbildnis, 1937

Rudolf Wacker, Selbstbildnis, 1937

Taxe: 4.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 11

Rudolf von Alt, Ansicht von Böckstein (Gasteinertal), 1890

Rudolf von Alt, Ansicht von Böckstein (Gasteinertal), 1890

Taxe: 30.000 - 50.000 EURO

Zuschlag: 50.000,- EURO

Losnummer: 23




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