Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 03.06.2020 115. Auktion: Druckgraphik des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

Anzeige

Am Badestrand / Otto Pippel

Am Badestrand / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

Kentaur, 1891/93 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer

Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Moderne, zeitgenössische und Schweizer Kunst bei Koller in Zürich

Kugelrund



Albert Anker, Die Taufe, 1864

Albert Anker, Die Taufe, 1864

Albert Anker scheint in diesem Frühjahr alle großen Schweizer Kunstauktionen beherrschen zu wollen. Nach den hervorragenden Ergebnissen, aber auch Rückgängen aufgrund einer Marktsättigung in den letzten Versteigerungen bei Sotheby’s, Fischer und Kornfeld rüstet sich am 22. Juni das Zürcher Auktionshaus Koller für einen Triumph des großen Realisten. Mehr als ein Dutzend Losnummern trägt seinen Namen, darunter Handverlesenes aus allen Schaffensphasen des Meisters. Zu den frühen Arbeiten zählt beispielsweise das winterliche Genrebild „Die Taufe“ von 1864, das im diffusen Morgennebel den Zug einer kleinen Familie aus dem elterlichen Haus zur Kirche schildert. 2,5 bis 3,5 Millionen Franken werden hier erwartet. Zehn Jahre später entstand in deutlich klarerer Bildsprache „Das Lied der Heimat“. Dahinter verbirgt sich die traurige Geschichte einer polnischen Exilfamilie, deren Vaterland besonders der Großvater traurig nachsinnt, während er dem Klavierspiel seiner Enkelin lauscht. Wertmäßig ist das Ölbild ähnlich angesetzt wie die „Taufe“.


Schweizer Kunst

Unverwechselbar für Albert Ankers scheinbar so nüchterne und doch höchst einfühlsame Portraitkunst ist sein Bildnis eines strickenden Mädchens, weitere zehn Jahre später um 1883/84 entstanden (Taxe 2 bis 3 Millionen SFR). Kaum dreizehn mal sechzehn Zentimeter misst ein kleines „Mädchen mit Geisel“ auf einer roten Decke mit Püppchen, dennoch sind für die Holztafel 200.000 bis 300.000 Franken veranschlagt. Natürlich fehlen auch Ankers Aquarelle nicht, so eine „Bäuerin am Spinnrad“ aus des Künstlers letztem Lebensjahr 1910 für 40.000 bis 60.000 Franken. Die Zeitgenossen des Großmeisters treten hauptsächlich mit spätromantischen Landschaften auf. Insbesondere Robert Zünd ist hier zu nennen: Seine fast formatgleichen Landschaften mit Viehherde an einem Bach und mit Blick auf Stanserhorn und Berner Alpen tragen die Schätzung von jeweils 150.000 bis 250.000 Franken. Der Schweizer Berg- und Seenwelt huldigen im diesem Geist dann noch Alexandre Calame mit dem Wellenspiel auf einem „Lac suisse. Marine“ um 1857 (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR), Johann Gottfried Steffan mit einer Hirtin samt Ziegenherde „Auf den Höhen am Wallenstadtersee“ von 1869 oder Alfred Chavannes mit einem weiten Blick von Montreux auf den ruhigen Genfersee und die Dents du Midi von 1880 (Taxen je 12.000 bis 18.000 SFR).

Millionenwerte über Anker hinaus bietet die Abteilung Schweizer Kunst nicht mehr, dafür aber einige hochkarätige Arbeiten im sechsstelligen Bereich. Landschaften genießen hier weiterhin Priorität, etwa von Giovanni Giacometti ein großzügiger Blick von einer Anhöhe aus ins Bergell sowie die ebenfalls ausgesprochen buntscheckige Impression „Bosco d’autumno“, beide jeweils 1924 gemalt und zwischen 600.000 und 900.000 Franken taxiert. Gegen diese herrliche Farbenräusche wirken die Werke Félix Vallottons regelrecht emotionslos: Gerade aus ihrer beherrschten Sachlichkeit aber beziehen sein weiter Blick übers Meer auf die untergehende Sonne „Le phare, soir“ von 1915 (Taxe 400.000 bis 600.000 SFR) und die diesige Flusspartie „La Seine à Mantes“ von 1917 ihren besonderen Reiz (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR). Die Stilisierung der Natur hin zu symbolistischen oder pointillistischen Ausprägungen setzen Alexandre Perrier in dem flächig aufgefassten Gemälde „Les Falaises du Rhône“ um 1900/05 (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR) und Gottardo Segantini mit seinen „Alpenrosen bei Maloja“ von 1949 fort (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR).

Nach Anker der häufigste Name der Auktion ist Cuno Amiet, der allerdings mit seinen expressiven Landschaften und Stillleben, wie den „Mohnblumen“ von 1919 und dem in grüner Herrlichkeit prangenden „Garten in der Oschwand“ von 1934, lediglich im unteren sechsstelligen Bereich rangiert. Giovannis Vetter Augusto Giacometti ist ebenfalls mit einem Stillleben vertreten, den unscharf verklärten „Orchideen auf blauem Grund“ von 1930 für 160.000 bis 240.000 Franken. Und auch Giovannis Söhne bekommen ihre Chance: Alberto Giacometti mit dem frühen Aquarell einer unspektakulären Bündner Berglandschaft um 1920 für 55.000 bis 75.000 Franken und der nachmals weniger berühmte Diego Giacometti mit drei auf der Schwelle zwischen Kunst und Design stehenden Bronzen, darunter der Konsole „La Promenade des amis“ von circa 1976 für 300.000 bis 500.000 Franken.

Herausragendes bietet die zweite Reihe klassisch-moderner Schweizer mit Max Buris kernigem, stilisiertem Bildnis eines Brienzer Bauern von 1914 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR), Otto Morachs raumlos in die Fläche gebanntem und fast grisailleartigem „Grottodorf“ von 1925 (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR) und Max Gublers neusachlichem Frühwerk „Winterlandschaft Burghölzli“ von circa 1919 für 35.000 bis 45.000 Franken. Diese Kunstrichtung schlagen ebenfalls Adolf Dietrichs grün dominierte Wiesen im „Frühling am Untersee“ von 1932 (Taxe 48.000 bis 58.000 SFR) und die beiden Stillleben mit Nelke, Kirschen und weiteren Früchten sowie Insekten ein, die Niklaus Stoecklin zu Beginn der 1960er Jahre aquarellierte (Taxen 8.000 bis 12.000 SFR bzw. 3.500 bis 5.000 SFR). Ignaz Epper greift in seinem brauntönigen Stillleben mit Flasche und Birnen um 1920 einen gemäßigten Kubismus auf (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR), und Turo Pedretti erweist sich in seiner späten „Jägerrast im farbigen Herbst“ von 1957 als Expressionist der zweiten Generation (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR).

In der zweiten Jahrhunderthälfte verliert sich der internationale Rang der Schweizer Kunst. Eine eigene Note setzte der inzwischen 103jährige Hans Erni, indem er etwa in seiner „Komposition mit männlicher Aktfigur“ von 1965 eine michelangeleske Gestalt mit einem abstrakten Farbflächenfeld verband (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Schweizerisches Informel gibt es mit einer gesteinsartigen Farbschichtung von Wilfrid Moser von 1957/60 (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR) und mit figuralen Anklängen einen „Kopf“ von Martin Disler (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Rein die Ungegenständlichkeit feiern mehrere harmonische Arbeiten Robert S. Gessners wie sein „Aufstieg in 11 Stufen“ von 1973 (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR) und Gottfried Honeggers knallrotes „Relief Z.122“ aus den mittleren 1960er Jahren für 25.000 bis 37.000 Franken.

Moderne Kunst

Für die Spitzenstücke der klassischen Moderne aus dem übrigen Europa hegt Koller ebenfalls hohe Erwartungen und hofft dabei auf die Zugkraft erstklassiger Namen. In der Tat sind ja die Preise für den französischen Neoimpressionisten Paul Signac während der vergangenen Jahre in die Höhe geschossen, und so klingen die angesetzten 1,2 bis 1,8 Millionen Franken für die mittelgroße Leinwand „Bateaux au mouillage à Locmalo“, einem kleinen Örtchen in der Bretagne, von 1922 keineswegs unerreichbar. Pierre-Auguste Renoir steht ohnehin ständig im Mittelpunkt des Interesses. Seine skizzenhafte „Nu dans la verdure“ von 1887 besitzt rubenssche Qualitäten– sowohl künstlerisch als auch wertmäßig (Taxe 1,2 bis 1,6 Millionen SFR). Bei Salvador Dalís renaissancehaftem Frühwerk „Venus und Amoretten“ von 1925 könnte der jüngste Surrealistenboom nachhelfen, auch wenn sich gerade der Spanier auf dem Markt gelegentlich als unsicherer Kantonist entpuppte. Mit 1,5 bis 2,2 Millionen Franken treten die im Vordergrund gruppierten Aktfiguren vor einer anfangs recht schroffen Felsküstenlandschaft jedenfalls als Hauptlos an.

Daneben bietet sich wieder ein reiches Mittelfeld mit Impressionisten wie Camille Pissarros Gouache „La porteuse de bois“ (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR) oder Spätwerken großer Altmeister wie Marc Chagalls getuschtes Aquarell „Paniers de fruits, légumes et fleurs“ von 1950 (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR) und das etwas kleinere Ölbild „Soleil au dessus de Vence“ von circa 1964 mit über der Landschaft schwebenden Figuren für 500.000 bis 700.000 Franken. Nicht sehr zahlreich, aber interessant ist die Offerte aus Deutschland mit Paul Klees träumerischem Kleinformat „Häuser Treppe“ aus der Bauhaus-Zeit 1923 (Taxe 500.000 bis 800.000 SFR), Hermann Max Pechsteins breitpinselig modellierter Dorflandschaft „Pommersche Fischerkaten“ von 1927 (Taxe 90.000 bis 150.000 SFR) und Christian Schads später veristischer Momentaufnahme dreier Freudenmädchen in „Napoli“ von 1951 für 90.000 bis 180.000 Franken.

Einen Ausflug in den Norden verspricht der Norweger Frits Thaulow. Den Interessenten erwartet ein bisher unbekanntes Werk mit einem etwas trüben Herbsttag am Fluss Vallar in der Landschaft von Telemark aus dem Jahr 1890 (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). Noch einmal den Surrealismus vertritt Pierre Roys „Querelle d’Hiver“, zwar ein Werk der zweiten Generation eines Malers im fortgeschrittenen Alter, aber mit 15.000 bis 18.000 Franken auch nicht gerade unerschwinglich angesetzt. Im Farbklang Rosarot und Grün gestaltete Théo van Rysselberghe 1913 das zurückhaltende Porträt der Margareta von Kühlmann-Stumm, der Gattin des deutschen Diplomaten Richard von Kühlmann (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR). Als teuerste Skulptur firmiert Medardo Rossos konturenreiche Bronzebüste „El Locch“, das Haupt eines gleichgültig dreinblickenden heranwachsenden Jungen von 1881/82, für 125.000 bis 155.000 Franken, der sich bei 55.000 bis 65.000 Franken ein annähernd gleichzeitiger „Gavroche“, Rossos keck lachender Knabenkopf, hinzugesellt. Ein antiplastisch ausgehöhlter Frauenakt Alexander Archipenkos mit dem englischen Titel „Seated Black Concave“ aus dem Jahr 1915 harrt bei 80.000 bis 120.000 Franken der Dinge, die da kommen mögen.

Die Gattung Zeichnung schickt einige schöne Blättern ins Rennen. Oftmals sind es Frauen, denen die Aufmerksamkeit der männlichen Künstler galt, so Gustav Klimts frühe Studie eines Mädchens im Profil nach links, die er für das Gemälde „Mädchen mit Oleander“ von 1890/92 verwendete (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR), oder Tsuguharu Foujitas europäisch-japanisch schematisierte „Fille avec l’oiseau“ von 1929 (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR). Mit einem drallen Frauenakt in Frontalansicht tritt Aristide Maillol an (Taxe 8.000 bis 10.000 SFR), während Otto Mueller seinen im Zimmer stehenden Akt um 1928 eher schlank anlegt (Taxe 18.000 bis 28.000 SFR). Überdimensioniert und mit Hackennase schildert Ernst Ludwig Kirchner um 1935 dann eine Sängerin am Klavier (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Die Frauen waren für Lyonel Feininger selten Thema seiner Kunst, eher schon die Weite des Meeres, die er 1947 in „Scuttling Away“ mit wenigen Tuschstrichen anlegte und blau aquarellierte (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR).

Zeitgenössische Kunst

Spitzenreiter der zeitgenössischen Kunst sind auf etwa gleichem Preisniveau zwischen 500.000 bis 800.000 Franken ein grasgrünes und mittig gelochtes „Concetto spaziale“ Lucio Fontanas aus dem Jahr 1962 sowie eine von mehreren Versionen der kugelrunden „Mrs. Rubens“, zu denen sich der Kolumbianer Fernando Botero 1964 durch ein nicht ganz so fülliges Damenportrait des berühmten niederländischen Barockmalers inspirieren ließ. Ansonsten sind die Gegenwartskünstler durchschnittlich nicht ganz so teuer: Ein goldpatinierter Bronzekardinal in Sitzhaltung von Giacomo Manzù aus dem Jahr 1970 (Taxe 120.000 bis 150.000 SFR), ein unbetitelter Collagedruck aus Robert Rauschenbergs Serie „Waterworks“ von 1994 (Taxe 90.000 bis 120.000 SFR) und Yves Kleins blaues, zart strukturiertes „Monochrome“ von 1959 für 60.000 bis 90.000 Franken werden wohl die kostspieligsten Unternehmungen bleiben.

Noch günstiger gibt es Klassisch-Abstraktes wie Roberto Crippas hochformatige „Composizione geometrica“ von 1950 (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR), der sich Piero Dorazios bunte Streifenüberschneidung „Swells“ von 1965 anschließt (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR), oder für 5.000 bis 7.000 Franken etwas Konkretes von dem Schweizer Hannes Looser. Einen neuen Zugang zur Wirklichkeit fanden in dieser Zeit die Affichisten, indem sie mehrfach überklebte Plakatwände hernahmen, die Schichten teilweise freilegten und so abstrakt-realistische Kompositionen schufen. „Venezia“ heißt so eine Décollage von Raymond Hains aus dem Jahr 1966 und verlangt 30.000 bis 40.000 Franken. Den Drang zur Figürlichkeit verspürte damals schon Karel Appel, der mit einer bunten, kindlichen „Visage“ von 1970 (Taxe 18.000 bis 28.000 SFR) und den aus Acrylfarbe und Ölkreide gebildeten „Two Figures“ von 1989 zugegen ist (Taxe 38.000 bis 48.000 SFR). Sein Nachfolger ist Norbert Bisky, der im Jahr 2000 zwei aufblickende junge Männer unter dem Titel „Alle wollen zur Fahne“ emphatisch auf die Leinwand bringt (Taxe 18.000 bis 28.000 SFR).

Wie schon bei der Moderne kann sich auch bei den Zeitgenossen die Zeichnung sehen lassen und bietet ein Spektrum an Stilen. Für die Pop Art stehen etwa Mel Ramos’ strahlend lächelnder Rückenakt unter dem Titel „Meisje“ von 2010 (Taxe 18.000 bis 22.000 SFR) oder Keith Harings Umrisszeichnung einer karikierenden „Andy Mouse“ (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). Als Gegenposition tritt der Minimalist Sol LeWitt mit der Treppenkonstruktion „Form derived from a cube“ von 1982 an (Taxe 7.000 bis 9.000 SFR). Nur schwer zu entziffern ist Mimmo Paladinos titelloses Blatt von 1987, auf dem eine Kopfform von einer pastosen, grauen Linie durchfurcht wird (Taxe 10.000 bis 20.000 SFR). Lustig geht es auf Roberto Mattas Verfolgungsjagd mehrer Autofahrer unter dem Titel „Salletamiauto“ um 1963/65 zu (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR), während die „Two draped reclining figures“ von Henry Moore aus dem Jahr 1980 wie so oft eine gewisse Schwermut umweht (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR).

Druckgrafik

Zum Schluss fährt Koller noch einen reichalteigen Stapel an Druckgrafiken auf. Hier hat auch endlich Pablo Picasso einen Auftritt mit zwei Exemplaren aus seiner berühmten Suite Vollard, mit „Minotaure aveugle giudé par une fillette dans la nuit“ in Aquatinta von 1934 für 60.000 bis 80.000 Franken und mit „Quatre femmes nues et tête sculptée“ als Radierung ebenfalls von 1934 für 45.000 bis 55.000 Franken. Ernst Ludwig Kirchner entsendet die 1909 entstandene Lithografie „Großer Mädchenakt in Badetub“ für 22.000 bis 28.000 Franken, Erich Heckel das in gleicher Technik ausgeführte Blatt „Mann und Frau (Ehepaar)“ im Grünen von 1914 für 4.000 bis 5.000 Franken und Wassily Kandinsky seine fröhlichen „Kleinen Welten IV“ von 1922 für 12.000 bis 16.000 Franken. 70.000 bis 90.000 Franken sollen Joan Mirós zwölf farbige Aquatintaradierungen „Passage de l’Egyptienne“ kosten.

Bei den Zeitgenossen stehen mit Roy Lichtensteins Farblinolschnitt „Les nymphéas“ von 1993 (Taxe 18.000 bis 25.000 SFR) und Keith Harings „Cup man“ von 1989 zwei Pop Art-Künstler oben auf der Preisliste (Taxe 12.000 bis 16.000 SFR). Ihnen schließen sich David Hockney mit der linienbetonten Farblithografie „Four flowers in still life“ von 1990 bei 7.000 bis 9.000 Franken und James Rosenquist mit der gleichaltrigen, ebenso unbeschwerten Farbserigrafie „Balls“ bei 900 bis 1.400 Franken an. 8.000 bis 12.000 Franken für Gerhard Richters frühes Portfolio „Neun Objekte“ von 1969 mit unmöglichen geometrischen Konstruktionen dürften angesichts seiner Seltenheit zu niedrig kalkuliert sein. Für die Konzeptkunst stehen die Schriftbilder „Stews“ und „Dues“ Ed Ruschas von 1970 für jeweils 2.000 bis 3.000 Franken sowie Michelangelo Pistolettos immer vierteilige Folgen „Cartella A“ und „Catella B“ aus der Reihe seiner Spiegelbilder für jeweils 1.800 bis 2.200 Franken.

Die Auktion beginnt am 22. Juni um 10 Uhr. Der Online-Katalog listet die Objekte unter www.kollerauktionen.ch.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



19.06.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 23

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)Adressen (1)Berichte (1)Kunstwerke (19)Im Verkauf - Events (1)

Veranstaltung vom:


22.06.2012, Schweizer Kunst - Moderne Kunst - Zeitgenössische Kunst

Bei:


Koller Auktionen AG

Bericht:


Anker zum dritten

Kunstwerk:

Paul Klee,
 Häuser Treppe, 1923
Paul Klee, Häuser Treppe, 1923

Kunstwerk:

Medardo
 Rosso, El Locch, 1881/82
Medardo Rosso, El Locch, 1881/82

Kunstwerk:

Pierre-Auguste Renoir, Nu dans la verdure, 1887
Pierre-Auguste Renoir, Nu dans la verdure, 1887

Kunstwerk:

Ernst Ludwig Kirchner, Großer Mädchenakt in Badetub, 1909
Ernst Ludwig Kirchner, Großer Mädchenakt in Badetub, 1909

Kunstwerk:

Frits Thaulow, Herbsttag in Norwegen, 1890
Frits Thaulow, Herbsttag in Norwegen, 1890

Kunstwerk:

Paul Signac, Bateaux au mouillage à Locmalo, 1922
Paul Signac, Bateaux au mouillage à Locmalo, 1922







Paul Klee, Häuser Treppe, 1923

Paul Klee, Häuser Treppe, 1923

Taxe: 500.000 - 800.000 SFR

Losnummer: 3220

Camille Pissarro, La porteuse de bois

Camille Pissarro, La porteuse de bois

Taxe: 200.000 - 300.000 SFR

Losnummer: 3203

Félix Vallotton, La Seine à Mantes, 1917

Félix Vallotton, La Seine à Mantes, 1917

Taxe: 250.000 - 350.000 SFR

Zuschlag: 280.000,- SFR

Losnummer: 3050

Albert Anker, Bäuerin am Spinnrad, 1910

Albert Anker, Bäuerin am Spinnrad, 1910

Taxe: 40.000 - 60.000 SFR

Zuschlag: 44.000,- SFR

Losnummer: 3040

Max Buri, Brienzer Bauer, 1914

Max Buri, Brienzer Bauer, 1914

Taxe: 80.000 - 120.000 SFR

Losnummer: 3085

Frits Thaulow, Herbsttag in Norwegen, 1890

Frits Thaulow, Herbsttag in Norwegen, 1890

Taxe: 30.000 - 50.000 SFR

Zuschlag: 38.000,- SFR

Losnummer: 3208

Robert Zünd, Landschaft mit Viehherde an einem Bach

Robert Zünd, Landschaft mit Viehherde an einem Bach

Taxe: 150.000 - 250.000 SFR

Losnummer: 3005

Albert Anker, Strickendes Mädchen, um 1883/84

Albert Anker, Strickendes Mädchen, um 1883/84

Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 SFR

Zuschlag: 2.900.000,- SFR

Losnummer: 3010

Paul Signac, Bateaux au mouillage à Locmalo, 1922

Paul Signac, Bateaux au mouillage à Locmalo, 1922

Taxe: 1.200.000 - 1.800.000 SFR

Zuschlag: 1.575.000,- SFR

Losnummer: 3206

Félix Vallotton, Le phare, soir, 1915

Félix Vallotton, Le phare, soir, 1915

Taxe: 400.000 - 600.000 SFR

Zuschlag: 440.000,- SFR

Losnummer: 3045

Ernst Ludwig Kirchner, Großer Mädchenakt in Badetub, 1909

Ernst Ludwig Kirchner, Großer Mädchenakt in Badetub, 1909

Taxe: 22.000 - 28.000 SFR

Losnummer: 3416

Robert Zünd, Blick auf das Stanserhorn und die Berner Alpen

Robert Zünd, Blick auf das Stanserhorn und die Berner Alpen

Taxe: 150.000 - 250.000 SFR

Losnummer: 3018




Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce