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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Gegenwartskunst bei Sotheby’s in London

Effektvoll



Tobias Meyer versteigert Glenn Browns „The Tragic Conversion of Salvador Dalí (After John Martin)“

Tobias Meyer versteigert Glenn Browns „The Tragic Conversion of Salvador Dalí (After John Martin)“

Bei den Londoner Abendauktionen zeitgenössischer Kunst musste sich Sotheby’s seinem Konkurrenten Christie’s diesmal klar geschlagen geben. Knapp 70 Millionen Pfund und damit nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was Christie’s umsetzte, spülten die rund achtzig Losnummern am 26. Juni in die Kassen von Chefauktionator Tobias Meyer und seiner Crew. Das Angebot war breit aufgestellt, mangelte aber an wirklichen Höhepunkten. So kam auch kein Zuschlag jenseits der 10-Millionen-Grenze zustande, im Gegensatz zu Christie’s, wo das gleich viermal gelang. Bei 4,95 Millionen Pfund war Schluss: Jean-Michel Basquiats „Warrior“ von 1982, vor fünf Jahren am selben Ort noch für 2,5 Millionen Pfund gehandelt, war bereits im Vorfeld mit einem unwiderruflichen Gebot in dieser Höhe belegt worden. Die Schätzung hatte bei 5 bis 7 Millionen Pfund gelegen. Recht enttäuschend waren die 4 Millionen Pfund für Francis Bacons „Study of Self-Portrait“ von 1980, ebenfalls mit einer Garantie versehen und mit 5 bis 7 Millionen Pfund bewertet. Vor etwas über zehn Jahren hatten allerdings noch 1,6 Millionen Dollar für die kleine Leinwand ausgereicht, damals in der legendären Stanley J. Seeger-Auktion bei Sotheby’s in New York.


Auf dieser Veranstaltung, die losbezogen mit einer Zuschlagsquote von 87,3 Prozent, wertmäßig sogar von 93,4 Prozent gut abschloss, gab es wenige Überraschungen. Die größte war sicher die enorme Wertsteigerung von Glenn Browns großformatiger, höchst effektvoller Fantasielandschaft „The Tragic Conversion of Salvador Dalí (After John Martin)“ von 1998 mit wabernden Lavaströmen, glutrotem Gestirn, fliegenden Felsen und einer futuristischen Stadt überm Abgrund. Auf 2,2 bis 2,8 Millionen Pfund angesetzt, wurde die über drei Meter breite Leinwand schließlich auf den Rekordpreis von 4,6 Millionen Pfund gewuchtet und besetzte damit Platz zwei der Zuschlagsliste. Da konnte selbst Gerhard Richters verschwommen farbfotografischer Blick auf „Jerusalem“ von 1995 nicht mithalten, der bei 3 bis 5 Millionen Pfund doch viel höher gehandelt war und mit 3,75 Millionen Pfund einen fraglos guten Preis erzielte. Sein mittelgroßes grau-weißes abstraktes Bild ohne Titel mit der Werknummer 687-4 von 1989 schaffte dagegen nur die untere Schätzung von 2,5 Millionen Pfund.

Solide Ergebnisse im preislichen Mittelfeld wie 2,3 Millionen Pfund für ein horizontales „Achrome“ Piero Manzonis von 1959/60 (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP), 1,15 Millionen Pfund für ein knallrotes „Concetto Spaziale, Attese“ Lucio Fontanas von 1964 mit fünf Einschnitten (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen GBP) oder 2,4 Millionen Pfund für ein weiteres Gemälde namens „Saxaphone“ von Jean-Michel Basquiat gab es reichlich (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP). Der nach wie vor sehr begehrte Alexander Calder machte wieder mit zwei hübschen Mobiles für bis zu 1,3 Millionen Pfund auf sich aufmerksam. Zwei zeichnerische Kritzeleien Cy Twomblys, beide aus dem Jahr 1961 und seinem Zyklus der „Rom“-Bilder nahestehend, schafften 2,1 und 1,6 Millionen Pfund jeweils im unteren Bereich der Schätzungen. David Hockneys stilisierter „Swimming Pool“ mit sich am Beckenrand aufstützendem Rückenakt von 1965 übertraf mit 2,2 Millionen Pfund seine obere Schätzung um 200.000 Pfund.

Acht Bildnisse, die Frank Auerbach zwischen 1992 und 2008 von der befreundeten Kunstsammlerin Ruth Bromberg anfertigte, wurden aus der Sammlung der Dargestellten und ihres Mannes Joseph heraus zugunsten des Grafikkabinetts des Israel Museum in Jerusalem für insgesamt etwas über 2 Millionen Pfund versteigert, was ungefähr der Gesamtschätzung entsprach. Die amerikanische Pop Art war mit Andy Warhol am häufigsten vertreten, doch schon die Schätzpreise waren den wenig inspirierenden Einlieferungen entsprechend niedrig, und mehr als 950.000 Pfund für einen abstrakten „Shadow“ von 1987 waren es dann auch auf der Zuschlagsliste nicht (Taxe 750.000 bis 950.000 GBP). Roy Lichtensteins lachendes „Girl in Mirror“, eine Comicadaption von 1964, brachte es immerhin auf 2,1 Millionen Pfund (Taxe 2,2 bis 2,8 Millionen GBP).

Mitunter einige heftigere Bewegungen verzeichneten die Arbeiten in den unteren Preisregionen, beispielsweise Jean Dubuffets buntfarbige Gouache der Straßenszene „Chérubin Ouistiti“ von 1962 für 850.000 Pfund (Taxe 300.000 bis 400.000 GBP) oder Damien Hirsts bunte Farbflächenkomposition „Jolly“ von 1994 für 500.000 Pfund (Taxe 180.000 bis 250.000 GBP). Drei jüngere Arbeiten Louise Bourgeois’ wurden sämtlich weit über den Schätzungen verkauft, allen voran die 160 Zentimeter hohe Bronzestele „Untitled (The Wedges)“ von 1950 in einem Guss von 1990 für 950.000 Pfund (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP). Aus den jüngeren Generationen reüssierten Ahmed Alsoudani mit seiner verzerrten und von abstrakten Farbflächen durchwehten Komposition von 2008 bei 160.000 Pfund (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP), Keith Tyson mit einem seiner wabernden „Nature Paintings“ aus dem Jahr 2009 für taxgerechte 80.000 Pfund oder Urs Fischer mit seinem untergehenden Schiff „Stalagmites of Love“, ein ironischer Verweis auf die Titanic von 2004, bei 350.000 Pfund (Taxe 350.000 bis 450.000 GBP).

Achtbar schlug sich die bemerkenswert breite Offerte aus Deutschland wie Albert Oehlens großformatige Abstraktion „Untitled No 14“ von 1989 für 260.000 Pfund (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP), Joseph Beuys’ bedeutungsschwerer „Tisch mit Aggregat“ von 1958/85 für 500.000 Pfund und Sigmar Polkes Adaption eines Ornaments aus Albrecht Dürers „Triumphzug des Kaisers Maximilian I.“ unter dem Titel „Audatia“ von 1986 ebenfalls für 500.000 Pfund (Taxen je 500.000 bis 700.000 GBP). Bei Martin Kippenbergers zweiteiligem Scherzgemälde „Terrorist/Touristin“ von 1997 kamen sogar 870.000 Pfund deutlich oberhalb der Schätzung heraus (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1A 2AA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



03.07.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


26.06.2012, Contemporary Art Evening Auction

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Nature Painting wieder da

Variabilder:

Tobias Meyer versteigert Glenn
 Browns „The Tragic Conversion of Salvador Dalí (After John Martin)“
Tobias Meyer versteigert Glenn Browns „The Tragic Conversion of Salvador Dalí (After John Martin)“










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