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Neuzugang von Joseph Beuys in Kleve

Am kommenden Wochenende eröffnet das Museum Kurhaus Kleve das sogenannte „Friedrich-Wilhelm-Bad“. In dem nun restaurierten und neu dazu gewonnenen Museumsteil befand sich das ehemalige Atelier von Joseph Beuys, der in Kleve aufwuchs. Hier legte er zwischen 1957 und 1964 den Grundstein für seine spätere künstlerische Weltgeltung. Zur Eröffnung der Atelierräume kann das Museum Kurhaus nun einen prominenten Neuzugang des Künstlers präsentieren. Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Kunststiftung NRW konnte der Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. die vierteilige Arbeit „Ohne Titel (Mein Kölner Dom)“ von 1980 erwerben, in der sich Beuys auf seinen Lehrer Ewald Mataré und seinen eigenen künstlerischen Werdegang bezieht. Für das Museum ein Glücksfall; beherbergt es doch auch den Nachlass Matarés und kann damit das Lehrer-Schüler-Verhältnis eindrucksvoll dokumentieren.

1948 erhielt Ewald Mataré den Auftrag für die Gestaltung der Türen des Südportals am Kölner Dom. Die technische Ausführung hatte er seinem Meisterschüler Joseph Beuys übertragen, der die Mosaiken und das Relief „Das brennende Köln“ fertigte. Beuys fügte aber noch einen alten Rasierspiegel in das Zentrum eines Bischofswappens auf den Bronzetüren ein. Diese Beigabe seines Schülers billigte Mataré. Jedoch löste sich der Spiegel nach einiger Zeit und wurde ohne Rücksprache mit den Künstlern durch einen einfachen Mosaikstein ersetzt. Als Beuys 1980 um einen Beitrag zur Ausstellung anlässlich der 700-Jahrfeier des Kölner Doms gebeten wurde, schuf der mittlerweile weltberühmte Künstler die Arbeit „Ohne Titel (Mein Kölner Dom)“ und monierte das Fehlen seiner persönlichen „Beigabe“ auf der Bischofstür: „mein Rasierspiegel fehlt!“ prangt groß auf einer der eingereichten, auf Fotoleinen aufgezogenen Reproduktionen der vier Türen. In Beuys’ bildnerischer Revision „seiner“ Domtüren nimmt er damit ironisch Bezug auf das Readymade, das einen alltäglichen Gegenstand in die künstlerische Arbeit einbezog.

Beuys reflektierte damals für die Ausstellung des Kölner Museums Ludwig und des Kölnischen Kunstvereins seine künstlerische Herkunft als Schüler Matarés und distanzierte sich durch die Verwendung eigener künstlerischer Ausdrucksmittel zugleich von seinem Lehrer: Mit einem eingefügten Kreuz in der oft verwendeten sogenannten „Braunkreuz-Farbe“ auf der Pfingsttür und einem Filzelement in Form eines halbierten Kreuzes auf der Papsttür kommentierte er seinen eigenen Werdegang und die Genese seiner Bildsprache. In der fragmentarischen Verwendung der christlichen Zeichen zeigt sich auch Beuys’ Auseinandersetzung mit herkömmlicher bildkünstlerischer Symbolik. Der ursprüngliche Spiegel kennzeichnete die aus Beuys’ Sicht verlorene Spiritualität der Kultur des 20sten Jahrhunderts, das halbe Kreuz erscheint als Sinnzeichen einer kulturell gespaltenen Welt: Motive und Themen, die zentral zu seinem künstlerischen Kosmos gehören.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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