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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Zum Abschied hat Kasper König für die Kunststiftung im Museum Ludwig eine Benefizauktion organisiert. 70 Werke renommierter Künstler stehen nun in Köln und London zum Verkauf

Was Kunst so alles kann



Kasper König verlässt im November nach zwölf Jahren als Direktor das Museum Ludwig. Zum Abschied haben international renommierte Künstler und Galeristen ihm und der Kunststiftung im Museum Ludwig 70 Werke überlassen, die an zwei Terminen zugunsten des Kölner Hauses versteigert werden. Mit dem Erlös sollen alle laufenden und geplanten Projekte solide ausfinanziert und das Stiftungskapital erhöht werden. Den Auftakt bilden am kommenden Samstag 30 Arbeiten von Künstlern, die unter Königs Ägide zumeist mit Ausstellungen im Museum Ludwig zugegen waren. Die Kunstwerke werden direkt im Museum Ludwig angeboten; am Pult steht dabei Philipp Herzog von Württemberg, Geschäftsführer von Sotheby’s Deutschland.


Die Werke spiegeln die Bandbreite gegenwärtiger künstlerischer Produktion wieder. Es gibt konzeptuelle Arbeiten, wie Bethan Huws’ schwarze Vitrine mit weißen Steckbuchstaben und dem Satz „Who’s Ricard Hamilton?“, mit dem die walisische Künstlerin wieder einmal humorvoll die Bedeutung von Kunst hinterfragt (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Ihr zur Seite stehen etwa Niele Toroni mit der Durchdeklinierung seiner immergleichen Pinselabdrücke, diesmal in Blau und Schwarz für 6.000 bis 8.000 Euro, oder Stephen Prina, der auf der weißen Wand lediglich durch schwarze Kordeln und acht Nägel zwei Bildbegrenzungen markiert hat, sie aber vollmundig mit „Exquisite Corpse: The Complete Paintings of Manet“ beschreibt. Auch hier dominiert die künstlerische Leere (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR). Weg von einem konzeptuellen, kunstimmanenten Anliegen hinzu gesellschaftspolitischen Erwägungen gehen Zoe Leonard und John Miller. Auf den einsamen Menschen im Stadtraum beziehen sich ihre fotografischen Arbeiten „Mari, I’m sorry“ (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR) und die drei Abzüge aus der Serie „The Middle of the Day“ (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR).

Die rebellische Nonne Sister Mary Corita Kent begeisterte mit ihren poppigen Siebdrucken samt politischen und spirituellen Ideen in den Swinging Sixties die kalifornische Kunstwelt. Auch bei ihrem Plakat „but the handling is in your hands“ ist die Botschaft klar (Taxe 2.000 bis 3.00O EUR). Einen gesellschaftlichen Impetus verfolgt zudem Henrik Olesen, wenn er auf seinen collagierten Computerausdrücken zwei bärtige Männer in inniger Umarmung zeigt. Steht das Bild von 2006 für den sozialistischen Bruderkuss oder doch eher für die Liebe zweier Homosexueller (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR)? Malerisches steuern Andreas Schulze mit seinem surreal abstrahierten „Baseler Fenster 2“, das in ein verschwommenes Farbnichts blickt, von 2010 für 4.000 bis 6.000 Euro, Peter Herrmann mit seinem mosaikartigen Pendant „Dönerbilder (Grüße aus Berlin)“ von 2007 für 3.000 bis 4.000 Euro oder Andreas Siekmann mit seiner überdimensionierten Toilettenhalterung und Klopapierrolle vor nächtlicher Stadtkulisse unter dem Titel „Posterdienst“ von 1994 für 5.000 bis 7.000 Euro bei.

Design und freie Kunst überschneiden sich bei den beiden Lampenkreationen „Infection 7Y5“ von Tobias Rehberger (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR) und „Fleur malle“ von Franz West und Andreas Reiter Raabe (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Putzig anzuschauen sind die beiden Miniaturwelten „Park“ von Thomas Stimm aus bemaltem Ton, auf denen jeweils eine übergroße Blume dominant in der Mitte steht (Taxen zwischen 2.000 und 4.000 EUR). Allein Großbuchstaben in überlagernder Anordnung bedient sich 1976 Ferdinand Kriwet in seinem quadratischen, dreizeiligen und unlesbaren Schriftbild „Bleistift-Text C3“ (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Die teuersten Arbeiten sind mit jeweils 20.000 bis 25.000 Euro auch die jüngsten der Auktion: Heimo Zobernigs neokonstruktivistischer „Paravent“ aus einem Holzrahmen, bespannt mit dünnem Gazestoff, und Cosima von Bonins mit einem sich hinfläzenden jungen Mann besticktes Schaltuch „Hippies use sidedoor“ entstanden beide in diesem Jahr.

Am 13. Oktober wird dann die zweite, etwas internationaler ausgerichtete Tranche mit 40 höherpreisigen Werken im Kontext der Herbstauktion zeitgenössischer Kunst bei Sotheby’s in London aufgerufen. Der Erlös aus beiden Auktionen wird auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt, die der 2009 gegründeten Kunststiftung im Museum Ludwig zugute kommen.

Bis auf fünf Arbeiten, die sich schon in London befinden, können alle Arbeiten bis zum 29. September im zweiten Obergeschoss des Museums Ludwig während der normalen Öffnungszeiten in Augenschein genommen werden. Die Auktion ist öffentlich und beginnt dann am 29. September um 18:30 Uhr. Sotheby’s verzichtet dabei auf das Aufgeld. Der Katalog ist im Internet unter www.museenkoeln.de/museum-ludwig abrufbar.

Kontakt:

Museum Ludwig Köln

Heinrich Böll Platz

DE-50667 Köln

Telefax:+49 (0221) 221 241 14

Telefon:+49 (0221) 221 261 65



28.09.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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