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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Vor allem Pablo Picasso hat in der Auktion „Impressionist & Modern Art“ bei Sotheby’s in New York seinen starken Auftritt

Gala des Jahrhundertkünstlers



Pablo Picasso ist auf den großen internationalen Kunstauktionen immer mal wieder mit kapitalen Stücken vertreten und hielt ja mit seinem „Garçon à la pipe“ von 1905 mit 93 Millionen Dollar auch geraume Zeit den Auktionsweltrekordpreis. Selten aber hat er eine Veranstaltung so dominiert, wie dies am 8. November auf der Abendauktion von Sotheby’s in New York der Fall sein wird. Nicht nur die Anzahl der Aufrufe wird mit neun Malen am höchsten sein, vor allem die preisliche Auszeichnung dieser Offerten sucht seinesgleichen: Einen Anteil von rund 80 bis 110 Millionen Dollar der insgesamt anvisierten 170 bis 250 Millionen Dollar stellt der spanisch-französische „Jahrhundertkünstler“. Die einzigen drei zweistelligen Millionenpreise kommen von ihm und damit natürlich auch das Hauptlos: Mit 35 bis 50 Millionen Dollar ist Picassos „Nature morte aux tulipes“ ausgezeichnet, eines seiner berühmten Bildnisse der Geliebten Marie-Thérèse Walter von 1932, die in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für Furore sorgten: „La Lecture“ erzielte Anfang vergangenen Jahres bei Sotheby’s 22,5 Millionen Pfund, „Nu au plateau de sculpteur (Nude, Green Leaves and Bust)“ im Mai 2010 bei Christie’s sogar den zeitweiligen Rekordpreis von 95 Millionen Dollar. „Nature morte aux tulipes“ erinnert in der Komposition, vor allem mit der aufgesockelten Büste Marie-Thérèses, sowie der schweren, fast düsteren Farbigkeit eher an letzteres Gemälde.


Marie-Thérèse Walter hat noch einen weiteren starken Auftritt: 15 bis 20 Millionen Dollar soll sie als „Femme à la fenêtre“ kosten, diesmal in frischen, pastellhellen Farben mit expressivem breitem Pinselstrich. 1936, ein Jahr bevor Dora Maar die Liaison zwischen dem Meister und seiner Muse nachhaltig störte, entstand dieses Gemälde, das 1983 an den jetzigen Besitzer gelangte und seither nur ein einziges Mal, 1996 im MoMA New York, öffentlich ausgestellt war. Pablo Picassos neue Inspirationsquelle hat dann bei 4 bis 6 Millionen Dollar in der dunklen, deformierten „Femme assise (Dora Maar)“ vom September 1943 ihren Auftritt. Für 10 bis 15 Millionen Dollar ist sein ungewöhnliches, recht spartanisches Stillleben „Plant de tomate“ aus dem Jahr 1944 zu haben. Über fünfzig Jahre lang, bis zu seiner Versteigerung am 5. Mai 2004 für 6,1 Millionen Dollar bei Sotheby’s, befand sich das knapp einen Meter hohe Ölbild im Besitz des amerikanischen Botschafters in Großbritannien John Hay Whitney und seiner Familie.

Sichtlich setzt Sotheby’s in dieser Abendauktion auf sichere Kandidaten, die sich in der Vergangenheit bewährt haben. Nur eine Handvoll Arbeiten weniger bekannter Künstler wie Henri Rousseau mit seiner stillen, naiven Straßenszene „Vue des environs de Paris“ um 1900 (Taxe 500.000 bis 700.000 USD), André Derain und seine fauvistische „Nature morte“ von 1901 mit Gefäßen auf einem Tisch (Taxe 600.000 bis 800.000 USD), Iwan Puni und das kubistische Stillleben „Chaise et boîte à chapeaux“ aus den späten 1910er Jahren (Taxe 2 bis 3 Millionen USD) oder André Masson und sein surrealer „Le fauteuil Louis XVI“ in kopfloser Tiermenschgestalt von 1938 für 1 bis 1,5 Millionen Dollar mischen sich unter die knapp siebzig Losnummern. Neben Picasso ist Joan Miró der häufigste Name, wenn auch im pekuniären Volumen weitaus geringer veranschlagt: 4 bis 6 Millionen Dollar stehen auf dem Etikett einer schlicht „Peinture“ betitelten Komposition von 1952 mit schwarzen Zeichen und bunten Punkten vor sandfarbenem Grund, ergänzt um die frühe, kräftige „Peinture“ von 1932 mit zwei Geisterwesen in Rot und Weiß auf schwarzem Grund (Taxe 2,2 bis 2,8 Millionen USD) oder die feinstoffliche Arbeit „Le réveil de Madame Bou-Bou à l’aube“ mit Zeichnungscharakter von 1939/60 (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD).

Mehrmals zugegen sind ferner Skulpturen des amerikanischen Bronzegießers Henry Moore, der sich zuletzt als auffallend zugkräftig erwiesen hat. Dabei handelt es sich überwiegend um kleinere und mittlere Formate wie die einen Meter lange „Reclining Figure No. 7“ von 1978/80 für 2 bis 3 Millionen Dollar oder die vierfigurige statuarische „Family Group“ von 1946 für 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar. Lediglich seine mächtige, dunkel patinierte „Two Piece Reclining Figure No. 1“ von 1959 fällt mit insgesamt knapp zwei Metern Länge etwas aus dem Rahmen (Taxe 3 bis 5 Millionen USD). Diese Arbeit stammt aus dem Nachlass griechischen Tankermoguls George Embiricos, aus dem auch Paul Cézannes ätherische „Femme à l’hermine“ nach El Greco von 1885/86 (Taxe 5 bis 7 Millionen USD), Pablo Picassos brutale Tuschezeichnung der Vergewaltigungsszene „Le viol“ von 1940 (Taxe 4 bis 6 Millionen USD) sowie zwei kleinere Arbeiten Max Ernsts wie „La terre est une femme“ von 1963 für 400.000 bis 600.000 Dollar aufgerufen werden. Der Anfang 2011 verstorbene Embiricos hat sich lange Zeit, teils mehr als fünfzig Jahre an diesen Werken erfreut, was besonders distinguierte Sammler vielleicht umso mehr anregen wird.

Der klassische französische Impressionismus und seine Nachfolge bieten Landschaftliches wie Claude Monets 1881 entstandenes, schlichtes „Champ de blé“ aus dem Fundus des Cleveland Museum of Art für 5 bis 7 Millionen Dollar oder Alfred Sisleys fahle, verschneite Gegend im „L’hiver à Moret“ von 1891 (Taxe 500.000 bis 700.000 USD) und Blumiges wie seine tief grünblauen „Iris“ von 1914/17 (Taxe 4 bis 6 Millionen USD) oder Paul Cézannes unvollendete „Fleurs dans un vase rouge“ aus etwa der gleichen Zeit für 3,5 bis 5,5 Millionen Dollar. Letzterer stellt zudem einen Frauenakt, der besonders in den letzten zwölf Jahren immer wieder exemplarisch für Cézannes Figurenmalerei öffentlich präsentiert wurde (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). Ganz im Gegensatz dazu gaben die bisherigen Besitzer Kees van Dongens grün-rot schimmernde Südländerin „Femme à la guitare“ aus der Zeit um 1912 nach Auskunft des Katalogs nie her (Taxe 3 bis 5 Millionen USD). Ein schonungslos kritisches Selbstbildnis liefert der frühe Edgar Degas, um 1862 als Endzwanziger und früher ebenfalls Whitney-Besitz (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD). Der Sammlung des Musikproduzenten Joe Smith entstammt Pierre Bonnards koloristisch ungewöhnliche „Vase de fleurs avec figure“ aus dem Jahr 1928 (Taxe 3 bis 5 Millionen USD).

Die Kunst aus dem deutschsprachigen Raum hält sich, wie bei den New Yorker Auktionen meistens, eher bedeckt. Egon Schiele steuert zwei in Gouache, Aquarell und Bleistift festgehaltene Damenbildnisse für bis zu 3 Millionen Dollar bei, Kurt Schwitters ein reliefiertes „Merzbild mit Schuhsohle“ aus dem späten Jahr 1945 für 600.000 bis 800.000 Dollar. In ansprechend freundlichen Farben strahlt uns Alexej von Jawlenskys „Abstrakter Kopf: Wasser und Licht“ entgegen. 1928 entstand der kleine Karton, als ihn seine Lähmungserscheinungen noch nicht so plagten und die politischen Umstände ihn noch nicht bedrängten. 2007 wurde das Bild bei Christie’s für 1,05 Millionen Dollar versteigert, nun soll es 1,2 bis 1,8 Millionen Dollar bringen. Außenseiterpositionen nehmen schließlich Marcel Duchamps Collage „Belle Haleine, Eau de Violette“ von 1921 (Taxe 1,25 bis 1,75 Millionen USD) und Tamara de Lempickas neusachlicher, mondäner Akt „Nu sur une terrasse“ von 1925 für 2 bis 3 Millionen Dollar ein.

Wegen des Hurrikan Sandy und daraus resultierender Transportprobleme ist die Auktion kurzfristig auf den 8. November um 19 Uhr verlegt worden. Der „Impressionist & Modern Art Day Sale“ findet am angekündigten Termin am 7. November statt.

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07



02.11.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


08.11.2012, Impressionist & Modern Art Evening Sale

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Starker Auftritt des Jahrhundertkünstlers

Kunstwerk:

Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99
Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99

Kunstwerk:

Henri Rousseau, Vue des environs de Paris, um 1900
Henri Rousseau, Vue des environs de Paris, um 1900

Kunstwerk:

Egon Schiele, Elisabeth Lederer, sitzend mit gefalteten Händen, 1913
Egon Schiele, Elisabeth Lederer, sitzend mit gefalteten Händen, 1913

Kunstwerk:

Alfred
 Sisley, L’hiver à Moret, 1891
Alfred Sisley, L’hiver à Moret, 1891

Kunstwerk:

Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Wasser und Licht, 1928
Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Wasser und Licht, 1928

Kunstwerk:

Claude
 Monet, Champ de blé, 1881
Claude Monet, Champ de blé, 1881







Claude Monet, Iris, 1914/17

Claude Monet, Iris, 1914/17

Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 USD

Zuschlag: 5.400.000,- USD

Losnummer: 22

Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Wasser und Licht, 1928

Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Wasser und Licht, 1928

Taxe: 1.200.000 - 1.800.000 USD

Losnummer: 66

Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99

Paul Cézanne, Femme nue debout, um 1898/99

Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 USD

Zuschlag: 4.700.000,- USD

Losnummer: 50

Alfred Sisley, L’hiver à Moret, 1891

Alfred Sisley, L’hiver à Moret, 1891

Taxe: 500.000 - 700.000 USD

Zuschlag: 480.000,- USD

Losnummer: 57

Henri Rousseau, Vue des environs de Paris, um 1900

Henri Rousseau, Vue des environs de Paris, um 1900

Taxe: 500.000 - 700.000 USD

Zuschlag: 500.000,- USD

Losnummer: 49

Paul Cézanne, La femme à l’hermine, d’après Le Greco, 1885/86

Paul Cézanne, La femme à l’hermine, d’après Le Greco, 1885/86

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Losnummer: 33

Claude Monet, Champ de blé, 1881

Claude Monet, Champ de blé, 1881

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Zuschlag: 10.750.000,- USD

Losnummer: 19

Paul Cézanne, Fleurs dans un vase rouge, um 1880/81

Paul Cézanne, Fleurs dans un vase rouge, um 1880/81

Taxe: 3.500.000 - 5.500.000 USD

Zuschlag: 2.800.000,- USD

Losnummer: 24

Egon Schiele, Elisabeth Lederer, sitzend mit gefalteten Händen, 1913

Egon Schiele, Elisabeth Lederer, sitzend mit gefalteten Händen, 1913

Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Losnummer: 52

Edgar Degas, Autoportrait, um 1862

Edgar Degas, Autoportrait, um 1862

Taxe: 1.200.000 - 1.800.000 USD

Losnummer: 23

Egon Schiele, Blondes Mädchen im Unterhemd, 1913

Egon Schiele, Blondes Mädchen im Unterhemd, 1913

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 USD

Zuschlag: 1.150.000,- USD

Losnummer: 4




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