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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Bei seiner Herbstauktion präsentiert Andreas Sturies in Düsseldorf wieder eine vielfältige Auswahl moderner und zeitgenössischer Kunst

Was ist Kunst?



Diese Frage wird Andreas Sturies bei seiner kommenden Auktion in Düsseldorf besonders durch Arbeiten Timm Ulrichs aufwerfen. Der selbsternannte Totalkünstler schaltete in einer Tageszeitung die Anzeige mit dieser Überschrift und bot allen, die es hören wollten, seine Stellungnahme gratis dazu an. Genaueres ist darüber und auch über andere Werke des Konzeptkünstlers in der Sammlung von acht Künstlerbüchern und Katalogen aus den Jahren 1967 bis 1984 zu erfahren, die Sturies nun für 200 Euro offeriert. Immer wieder beschäftigt sich Ulrichs in seinem Werk mit dem Sinn der Kunst. Dabei setzt er oft auf Spielereien mit der Sprache, so auch in dem 300 Euro teueren Aluminiumschild mit den aufgeschraubten Buchstaben „Am Anfang war das Wort Am“ von 1962/71, oder er stellt in Performanceprojekten Doppeldeutigkeit her, so geschehen 1975, als er mit Sonnenbrille, Blindenbinde, Stock und Umhängeschild samt der Aufschrift „Ich kann keine Kunst mehr sehen“ über die Kölner Kunstmesse lief. Eine Abbildung von Ulrichs in dieser Maskerade erschien 2002 in Form von Künstlerplakaten, welche alle handschriftlich signiert sind. Eines davon soll nun bei Sturies für mindestens 100 Euro verkauft werden.


Der Beuys-Schüler Felix Droese appelliert mit seinem blauen Holzschnitt „Geld“ von 1996 auf einem Faltheft einer Düsseldorfer Sprachschule an unsere Moral, nicht immer nur dem Mammon nach zu jagen (Taxe 200 EUR). Mit zwei Werken ist der New Yorker Roy Lichtenstein in der Auktion vom 17. November vertreten. 1970 fertigte er das für 7.000 Euro angesetzte Multiple „Brushstrocke“ an. Im typischen Comic-Stil hebt sich der gelbliche Teil des Pinselschwungs, wohl aus glasiertem Lebkuchen bestehend, von der glänzenden schwarzen Umrandung ab. Sein Farboffset „Sunrise“ von 1965 besteht aus dem für Lichtenstein bekannten Punktemuster und den Grundfarben Blau, Rot und Gelb (Taxe 1.000 Euro). Ein deutscher Vertreter der Pop Art ist Thomas Bayrle. Sein Siebdruck „Hush-Puppy“ in drei Brauntönen von 1971 besteht aus multiplizierten kleinen Darstellungen eines Bassethundes, die sich hier zu einer Abbildung eines Vertreters jener gemütlichen Hunderasse formieren (Taxe 500 EUR). Der Konkreten Kunst gehören die Werke von Max Bill an. Seine Lithographie „Drei halbierte Würfel“ von 1969 soll 400 Euro wert sein, 300 Euro die quadratischen Farbkonstellationen um zwei weiße Rechtecke auf einem Siebdruck des Jahres 1983.

Den Höhepunkt der Auktion stellt die Arbeit „A Minuscula“ des spanischen Malers, Grafikers und Bildhauers Antoni Tàpies dar. Mit Zement strich er 1988 das kleingeschriebene „a“ auf Wellpappe. Details aus Lack und Sprayfarbe komplettieren das Werk im Hintergrund und akzentuieren den Buchstaben an gewissen Stellen. Für mindestens 50.000 Euro sucht diese geschlossene Komposition einen neuen Besitzer. Die 2012 entstandenen Collagen Jürgen Palmtags mit ihren typischen rätselhaften Titelschöpfungen „Dieses Wort war ohne Illustration nicht denkbar“ und „Man müsste das gesamte elektrische System der Städte lahmlegen…“ sind beide mit je 800 Euro veranschlagt, sein Bildobjekt aus Fotografien einer Schaufensterablage „Hemd mit Spatenkragen“ von 1999 hingegen mit nur 400 Euro. Der Mailänder Künstler Luigi Veronesi steuert eine chromatische Visualisierung des Zyklus „L’arte della Fuga“ von J.S. Bach bei. Die 1971 entstandene Collage löst die Notation in unterschiedlich farbige Tonpapiere auf (Taxe 2.000 EUR).

Das Nagelobjekt „Handlung“, entstanden 1994, besteht aus in eine Druckplatte eingeschlagenen und umgebogenen Nägeln und ist eines von vier angebotenen Werken des Objektkünstlers Günther Uecker (Taxe 12.000 EUR). Auch bei seinem „Traffic Paint“ von 1966 ist der Nagel das markante Gestaltungsmerkmal. Das Objekt erschien in einer Plexiglaskassette zur ersten Ausgabe der „Kineticism Press“ in New York und sucht nun für 2.000 Euro einen Liebhaber. Zwei Holzobjekte von 1972 und 1975 des Minimalisten Josef Neuhaus stehen für 800 Euro und 2.000 Euro zum Verkauf. Beide quadratischen Platten sind mit geometrischen Einsägearbeiten versehen. Eine Fotoleinwand des in Argentinien geborenen Italieners Lucio Fontana von 1967 zeigt die Hand des Künstlers, die mit einem Cutter zu einem Schnitt ansetzt, mit dem die Leinwand bereits versehen ist (Taxe 2.000 Euro). 1986 ummantelte Tony Cragg eine Holz-„Palette“ mit buntem Kunststoffgranulat und gab sie in der Mappe „Für Joseph Beuys“ heraus (Taxe 1.800 EUR).

Als Grafiker tritt Otto Coester mit den filigranen „10 Bll. Tuschezeichnungen zu: Frantisek Kafka. Promena“ von 1929 an (Taxe 1.000 EUR), als Bildhauer mit der statischen Bronzegruppe „Maria mit Kind“ von 1925 in dunkelbrauner Patina (Taxe 3.000 EUR). Das reduziert dargestellte, grasende Vieh in Ewald Matarés braun-schwarzem Holzschnitt „Nächtliche Weide“ von 1929 erinnert an Höhlenmalereien (Taxe 3.000 Euro). Aus der klassischen Moderne ist zudem Emil Nolde mit der lustigen Farblithografie „Eremit und Vogel“ von 1928 für 5.000 Euro zugegen. Während Carlo Mense in seinem Pastell „Am Niederrhein“ aus den frühen 1910er Jahren eine frei bewegte Landschaft schuf (Taxe 1.000 EUR), unterwarf sich der Ungar Farkas Molnár 1923 der Strenge geometrischer Formen in einer architektonischen Hausaufsicht, wie sie am Bauhaus gepflegt wurde (Taxe 1.500 EUR). Einen Vorläufer in der köperbetonten Malerei junger Männer hat Norbert Bisky in Paul Strecker: schon um 1938 gewährt Strecker einen Blick in eine Turnhalle mit exerzierenden, halbnackten und nackten Jungen (Taxe 5.000 EUR).

Die unbetitelte abstrakte Pastellkreidezeichnung auf schwarzem Tonpapier von Max Ackermann aus dem Jahr 1973 hebt sich durch Achsensymmetrie und Farbigkeit ab (Taxe 5.000 EUR). Freier gestaltete Rolf Cavael 1971 die ungewöhnlich frische, gestische Leinwandmalerei „Komposition Nr. 71/Mi 6“ (Taxe 8.000 EUR). Einen kinetischen Ansatz pflegte in dieser Zeit Jean Tinguely mit dem „Maschinenbild Haus Lange“ von 1960 (Taxe 18.000 EUR). Georg Baselitz verarbeitete häufig das Motiv des Adlers, typischer Weise auf dem Kopf stehend. Für 4.000 Euro kann eine 1995 entstandene Kohle- und Bleistiftzeichnung des Vogels ersteigert werden. 1979 fertigte Georg Klusemann das großformatige Ölgemälde „Zipfel, Futter, Knopf“, das fast fotorealistisch den Ausschnitt der Textilien vergrößert (Taxe 8.000 EUR). Eine unbetitelte Temperaarbeit Hermann Nitschs von 1981 lässt deutlich die Hand- und Fingermalerei des Künstlers erkennen (Taxe 2.000 EUR). Eine andere Form des Ausdrucks zeigt sich bei Franz Erhard Walther. Mit wässrigem Aquarell über Bleistift malte er 2000 die Darstellung „Der Gegenstand sucht seinen Ort“, in welcher sich ein Zeichner von Zuschauern umringt wiederfindet (Taxe 800 EUR).

Die Auktion beginnt am 17. November um 14 Uhr im Parkhotel Steigenberger, Königsallee 1a, in Düsseldorf. Die Besichtigung der Objekte ist noch zum 15. November von 10:30 bis 20 Uhr in den Räumen des Auktionshauses möglich, der Katalog im Internet unter www.sturies.de abrufbar.

Kontakt:

Dr. Andreas Sturies - Moderne Kunst & Auktionen

Goltsteinstraße 23

DE-40211 Düsseldorf

Telefon:+49 (0211) 514 13 54

Telefax:+49 (0211) 514 07 69

E-Mail: auktionen@sturies.de



13.11.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Kira Graser

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Veranstaltung vom:


17.11.2012, Auktion 28: Moderne und Zeitgenössische Kunst

Kunstwerk:

Ewald Mataré, Nächtliche Weide, 1929
Ewald Mataré, Nächtliche Weide, 1929

Kunstwerk:

Roy Lichtenstein, Brushstroke, 1970
Roy Lichtenstein, Brushstroke, 1970

Kunstwerk:

Emil Nolde, Eremit und Vogel, 1928
Emil Nolde, Eremit und Vogel, 1928

Kunstwerk:

Paul Strecker, Turnhalle, Um 1938
Paul Strecker, Turnhalle, Um 1938

Kunstwerk:

Jean Tinguely, Maschinenbild Haus Lange, 1960
Jean Tinguely, Maschinenbild Haus Lange, 1960

Kunstwerk:

Günther Uecker, Handlung, 1994
Günther Uecker, Handlung, 1994







Roy Lichtenstein, Brushstroke, 1970

Roy Lichtenstein, Brushstroke, 1970

Taxe: 7.000,- 

Losnummer: 105

Emil Nolde, Eremit und Vogel, 1928

Emil Nolde, Eremit und Vogel, 1928

Taxe: 5.000,- 

Losnummer: 127

Luigi Veronesi, J. S. Bach – L’arte della Fuga – Contrappunto I – Misure 12-13-14-15-16-17, 1971

Luigi Veronesi, J. S. Bach – L’arte della Fuga – Contrappunto I – Misure 12-13-14-15-16-17, 1971

Taxe: 2.000,- 

Losnummer: 206

Jean Tinguely, Maschinenbild Haus Lange, 1960

Jean Tinguely, Maschinenbild Haus Lange, 1960

Taxe: 18.000,- 

Losnummer: 185

Gustav Klusemann, Zipfel, Futter, Knopf, 1979

Gustav Klusemann, Zipfel, Futter, Knopf, 1979

Taxe: 8.000,- EURO

Losnummer: 99

Jürgen Palmtag, Dieses Wort war ohne Illustration nicht denkbar, 2012

Jürgen Palmtag, Dieses Wort war ohne Illustration nicht denkbar, 2012

Taxe: 800,- EURO

Losnummer: 132

Günther Uecker, Handlung, 1994

Günther Uecker, Handlung, 1994

Taxe: 12.000,- 

Losnummer: 195

Rolf Cavael, Komposition Nr. 71/Mi 6., 1971 

Rolf Cavael, Komposition Nr. 71/Mi 6., 1971

Taxe: 8.000,- EURO

Losnummer: 32

Ewald Mataré, Nächtliche Weide, 1929

Ewald Mataré, Nächtliche Weide, 1929

Taxe: 3.000,- 

Losnummer: 115

Max Ackermann, Ohne Titel, 1973

Max Ackermann, Ohne Titel, 1973

Taxe: 5.000,- EURO

Losnummer: 1

Paul Strecker, Turnhalle, Um 1938

Paul Strecker, Turnhalle, Um 1938

Taxe: 5.000,- 

Losnummer: 180




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