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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Die moderne und zeitgenössische Kunst bei Van Ham in Köln ist diesmal um eine Privatsammlung bereichert

Gigantenkampf



Merkwürdige Bilder und Vorstellungen müssen dem deutschen Künstler Johannes Molzahn durch den Kopf gegangen sein, als er 1948 seine „Parabel I“ malte. Zu sehen sind dort zwei scheinbar im Unendlichen sich treffende waagerechte Ebenen, rasterartig strukturiert und in immer wieder wechselnden Farbtönen von fast kristalliner Klarheit. Dazwischen spielt sich so etwas wie ein Kampf der Giganten ab: Arme und Hände zweier Gestalten meint man zu erkennen, ringend in einem Knäuel verschlungen, während sich auf dem „Boden“ ihre Schatten abzeichnen. Auch dies von fast technoider Scharfkantigkeit, dabei jedoch immer wieder transparent den Blick auf die beiden Ebenen freigebend. Dass dieses so futuristisch wirkende Gemälde, bei dem man sich etwa an Franz Ackermann erinnert fühlt, vor über sechzig Jahren von einem Klassiker der frühen Moderne geschaffen sein soll, vermag man kaum zu glauben. Doch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in USA war – zumal für einen Emigranten wie Molzahn – eben tatsächlich eine der unbegrenzten Möglichkeiten auch in der bildenden Kunst, und vielleicht ist dieses Gemälde eines der bemerkenswertesten Erzeugnisse auf diesem so hervorragend geeigneten Boden.


Moderne Kunst

In der kommenden Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst am 29. November bei Van in Köln gelangt Johannes Molzahns „Parabel I“ für 60.000 bis 80.000 Euro zum Aufruf. Die beiden Figuren übrigens scheint der Künstler als Symbole für die beiden großen Mächte nach dem Zweiten Weltkrieg, seine Wahlheimat USA und die Sowjetunion, verstanden zu haben, die Ende der 1940er Jahren nicht zuletzt anlässlich der gerade akuten Berlin-Blockade allmählich begannen, ihre Kräfte gegeneinander zu messen. Bereits rund fünfzehn Jahre zuvor, 1933 noch in Deutschland, hatten sie Molzahn zu seinem Gemälde „Herkules und Antaíos“ inspiriert. Hier ist das Ringen der beiden Helden eindeutiger artikuliert: Herkules, der seinen Feind Antaios besiegt, indem er ihn hochhebt, da dieser nur unbesiegbar ist, wenn er die Bodenhaftung nicht verliert. Wie Roboter wirken die beiden Gestalten vor dem prismatisch gebrochenen Grund. Für diese einen Meter hohe Leinwand, die auf der Rückseite noch das Gemälde „Zwei Grazien (Rot und Weiß)“ aus dem Jahr 1931 birgt, verlangt Van Ham 80.000 bis 120.000 Euro.

Diesmal ist es also nicht Rudolf Bauer, der die größte Aufmerksamkeit des Van Hamschen Publikums auf sich ziehen wird, wenngleich der 1889 geborene Künstler, der nur drei Jahre älter ist als Molzahn und einen recht ähnlichen Lebensweg genommen hat, zum wiederholten Mal mit Solomon R. Guggenheim-Provenienz in Köln vertreten ist. Doch seine mit allerlei geometrischen Formen bestückte Mischtechnik „Green Point“ von 1926/27 ist deutlich kleiner als die in den vergangenen Auktionen versteigerten Leinwände und soll daher nur 30.000 bis 50.000 Euro kosten. 50.000 bis 70.000 Euro stehen auf dem Preisschild von Paul Klees feiner Tuschfederzeichnung „Astrologische Charlatane“ von 1921, auch dies eine weitgehend abstrakte, transzendent-surreale Bilderfindung mit einem Zug ins Lustige. Mit 160.000 bis 180.000 Euro ist eine „Composition“ Serge Poliakoffs von 1966 mit mehreren Farbflächen auf rauem rotem Grund die teuerste Abstraktion des Tages.

Die klassische figurative Malerei ist vor allem durch einige bedeutende Expressionisten vertreten. Allen voran stehen hier Oskar Schlemmers „Sitzende und zwei Figuren (Blaue Treppe)“ von 1936 – vor zwei Jahren erst bei Grisebach in Berlin für 180.000 Euro versteigert und nun mit 300.000 bis 400.000 Euro veranschlagt – und Karl Hofers halbnacktes „Mädchen mit Triangel“ aus dem Jahr 1935 für anspruchsvolle 120.000 bis 180.000 Euro. Etwas günstiger wird es mit Ernst Ludwig Kirchners 1926 datierter Tuschezeichnung eines stehenden weiblichen Aktes vor einem Portraitbild im Atelier (Taxe 28.000 bis 34.000 EUR). Für eine rasche Landschaftsskizze August Mackes mit Bäumen und Feldern aus dem Jahr 1911 müssen 30.000 bis 40.000 Euro bezahlt werden. Aus der zweiten Reihe sind etwa Max Burchartz’ gemäßigt avantgardistische „Kleine Tänzerin“ aus dem Jahr 1920 für 20.000 bis 30.000 Euro oder Anton Räderscheidts „Stillleben mit Hummer“ von 1926 für 8.000 bis 12.000 Euro zu nennen.

In eine Taverne begab sich 1922 Walter Gramatté, wo er an Tischen und Bar einige „Trinker“ traf und in einem perspektivisch stark verkürzten, aber umso wirkungsvoller inszeniertem Raumkontinuum aufnahm. Sichtlich ist der Zusammenhang mit der zeitgenössischen Filmkunst (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Auch bei Hermann Mühlens „Stillleben von Clivie“ aus dem Jahr 1924 scheint der Raum gerade im Sturz begriffen zu sein (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Maria von Heider-Schweinitz greift in ihrem Arrangement von Blumen, Obst und „Fuchsschwanz in weißer Vase“ von 1939 zu einem weitaus kräftigeren, an Schmidt-Rottluff erinnernden Stil (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Einen ungewöhnlichen Aufblick auf eine wohl südliche Stadt gestaltete Mela Muter (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR) und begab sich vielleicht noch in die Gassen derselben, um das bunte Gewirr der Häuser festzuhalten (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Werner Bergs violett-grüne „Wegbiegung mit Bäumen“ von 1943 wirkt dagegen bewusst gestaltet (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Überwiegend figurativ ist auch die Skulpturenofferte, mit Georg Kolbes braun patinierter Bronze „Kleine Stehende“ von 1935 bei 60.000 bis 80.000 Euro an der Spitze, erweitert um Gerhard Marcks anmutigen Halbakt „Chloë“ von 1945 (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR) oder Medardo Rossos anrührenden Bronzekopf „Bambino ebreo“, wohl ein Lebzeitenguss um 1903 (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Auch die Arbeiten auf Papier halten Ansprechendes bereit. Zarte, stimmungsvolle Naturschilderungen gibt es mit Paul Baums „Vorfrühlingslandschaft am Lago d’Averno bei Neapel“ von 1899 (Taxe 2.800 bis 3.400 EUR) oder mit Ewald Matarés ruhiger Kuhweide „Beim Kloster Eberbach im Rheingau“ von 1945 (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Impulsiver setzten Erich Wegner 1922 eine leicht geschürzte Dame „Am Kaffeetisch“ mit Tuschfeder (Taxe 2.200 bis 2.800 EUR), George Grosz 1920 ein Paar beim „Abschied“ mit Rohrfeder (Taxe 19.000 bis 24.000 EUR) und Karl Hubbuch um 1928 ein ebenfalls überzeichnetes „Blondes Mädchen“ mit Bleistift und Aquarell aufs Papier (Taxe 27.000 bis 30.000 EUR). Abstrakt wird es mit Max Ernsts „Microbe“, einem schemenhaften Meereshorizont in blauvioletter Farbgebung nach 1953 (Taxe 16.000 bis 18.000 EUR).

Zu den jüngsten Arbeiten der Moderne-Abteilung gehört Marc Chagalls blau gesättigte Farbmonotypie „Le prophéte Elie“ aus dem Jahr 1965, unter den zahllosen Druckgrafiken des russisch-französischen Künstlers zweifellos eine der schönsten und kostbarsten (Taxe 55.000 bis 65.000 EUR). Fernand Légers Tuschezeichnung „Les femmes aux perroquets“ von circa 1950 mit dem für Léger charakteristischen kraftvollen Figurenstil stammt aus der Sammlung des Hamburger Unternehmers Hubertus Wald und wartet nun für 80.000 bis 120.000 Euro auf Kundschaft. Insgesamt ist die Frankreich-Abteilung gut bestückt. Zu ihr gehören noch André Derains Ölgemälde einer beschaulichen „Paysage aux Environs de Bandol“ mit Pferdefuhrwerk von 1929 (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), Louis Valtats kräftiger Blumenstrauß „Marguerites jaunes au pichet vert“ von etwa 1917 (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR), Julio González’ abstrakt-geometrische Pastell- und Tuschfederzeichnung von 1935 (Taxe 7.000 bis 10.000 EUR) und zwei frühe Arbeiten des Jugendstils von Künstlern, die später mit anderen Stilformen bekannt wurden: Juan Gris’ schwarzweißes Tuscheblatt „Au Music-Hall“ um 1910 und Jacques Villons farbige Aquatintaradierung „La partie de jacquet“ von 1903 (Taxen je 8.000 bis 12.000 EUR).

Zeitgenössische Kunst

Die zeitgenössische Kunst steht der modernen bei Van Ham kaum nach. Auch hier soll die Sechsstelligkeit gelegentlich übertroffen werden, am ehesten wohl mit Frank Stellas großer bemalter Metallwandskulptur „The Chase. Second Day“ von 1989. Anlass der rund fünfeinhalb Meter breiten Installation war Herman Melvilles Roman „Moby Dick“, mit dem sich Stella seit den späten 1980er Jahren über fünfzehn Jahre hinweg immer wieder beschäftigte. Hier ist das Kapitel verbildlicht, in welchem Kapitän Ahab und sein Matrose Ismael dem weißen Wal über die Weltmeere nachjagen. Noch 134 weitere Skulpturen schuf er zu diesem Thema. 200.000 bis 300.000 Euro werden für die vorliegende Arbeit erwartet. Auch das zweite Toplos verdankt sich einem amerikanischen Künstler, dem 1951 Regisseur und Maler Julian Schnabel. An die informelle Malerei erinnert seine 2000 gemalte Mischtechnik ohne Titel mit schwarzen und violetten Flächen und Zeichen auf weißem Grund (Taxe 120.000 bis 180.000 EUR).

Für die informelle Malerei ist sonst eigentlich Emil Schumacher zuständig, eines seiner unbetitelten Werke kleineren Formats mit blauem Zentrum über schrundig-grauem Grund von 1958 hängt für 30.000 bis 50.000 Euro bereit. Ihm zur Seite gesellen sich der Franzose Georges Mathieu mit der regelrecht ekstatischen Acrylmalerei „Miroir d’été“ von 1988 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR), ein von Violett dominiertes Interferenzbild Sigmar Polkes von 2006 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR), der Österreicher Arnulf Rainer mit einem seiner typischen schwarzen Übermalungen in Kreuzform von 1982/84 (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR) und Eugène Leroys „Nu allongé“, von der man aber in dem Farbmeer kaum mehr etwas sieht, aus der Zeit um 1967 für etwas günstigere 20.000 bis 30.000 Euro.

Als Altmeister der Abstraktion firmiert ferner Fritz Winter mit der ungewöhnlich stark geometrisierten Komposition „Vor Grün“ aus dem Jahr 1968. Nicht zuletzt des recht großen Formats wegen liegt der Schätzpreis mit 70.000 bis 90.000 Euro hier recht hoch. Ganz auf Punktsymmetrie und Berechenbarkeit hat es Victor Vasarely abgesehen. In Honiggelb und Grau strahlt dem Betrachter sein „Koska-Vall“ von 1973 entgegen (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Mit der Symmetrie arbeitet stets auch Lothar Quinte, so auch 1967 auf einer glühend roten Leinwand, auf der sich schemenhafte Halbkreise abzeichnen, nur unterbrochen von einem blau-gelben Horizontstreifen (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Ungegenständlich bleibt es auch bei Jesús Rafael Soto, der mit seinem Objektkasten „Boîte“ von 1955/64 eine Augentäuschung evozieren will (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR).

Der Italiener Piero Dorazio pflegte in Kalò Mathi“ 1980/81 eine recht minimalistische Anordnung regelmäßiger farbiger Streifenbündel auf blauem Grund. Wild durcheinander streben dagegen wieder die Nägel in Günther Ueckers „Lichtung“ von 2002. Zugrunde liegt dieser weiß übermalten Nagelung eine winterliche Landschaftsaufnahme des Schweizer Fotografen Rolf Schroeter (Taxen je 40.000 bis 60.000 EUR). Der 1925 geborene Niederländer Henk Peeters überlässt das Füllen seiner Bildträger gewöhnlich dem Feuer, dessen Rauchspuren punktartig über den weißen Grund hinweghuschen. So jedenfalls auf zwei Arbeiten von 1961 und 2011, letzteres eine Replik nach einem Werk von 1960 (Taxen zwischen 25.000 und 32.000 EUR). Ähnliches kennt man ja von Otto Piene, nur dass hier eine heftige Farbigkeit Teil der optisch mitunter überwältigenden Schöpfungen ist. „Flag“ von 1991 ist ein charakteristisches, wenn auch recht spätes dieser Werke (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR), ein weiteres von 1967 mit schwarzem Fleck auf rotem Grund trägt keinen Titel (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Auch auf Seiten der Gegenständlichkeit stehen sich abgezirkelte Sachlichkeit und wildes Pathos gegenüber. Erstere Richtung repräsentiert Konrad Klaphecks Abkonterfaktur einer Armbanduhr, 1974 etwas rätselhaft mit „Bonjour tristesse“ betitelt (Taxe 30.000 bis 35.000 EUR). Ed Ruscha genügen 1974 die sechs Buchstaben „Cracks“, die sich in Schellack gezeichnet diagonal über einen Moiré-Stoff ziehen (Taxe 50.000 bis 80.000 EUR). Des menschlichen Antlitzes in expressiver Farbigkeit nehmen sich dagegen Karel Appel in einem unbetitelten Acrylbild 1975 (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR) und Tal R in der 2008 entstandenen Keramikskulptur „Flovmand“ an (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Bei Eva Aepplis Acrylgemälde „Le Pensionnat“ von 1961 ist es zu einem gespenstischen Aufmarsch von Todesmasken pervertiert (Taxe 10.000 bis 14.000 EUR). Einen Totenkopf findet man auch auf Gert und Uwe Tobias’ Farbholzschnitt „House of dark shadows“, der wie der Titel eine große Kirchenglocke ziert (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Geisterhaft entrückt und von innen glühend, geben sich die Kopfbilder Miriam Cahns, wie ihr „Pflanzenmensch“ von 2001 (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR). Einen Appell an die Gesellschaft richtete Wolf Vostell 1968 mit seiner Arbeit „B 52“. Der der Langstreckenbomber der US-Luftwaffe wirft gerade Lippenstifte ab (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR).

Mehrere international renommierte Künstler sind mit kleineren Arbeiten vertreten wie Lucio Fontana mit dem 1957 erstellten Terrakottateller „Maschera“ für 40.000 bis 45.000 Euro oder Louise Bourgeois mit der auf Stoff gedruckten Kaltnadelradierung „Spider woman“ von 2004 für 24.000 bis 30.000 Euro. Bereits im Wiener Dorotheum wurde vor einiger Zeit Damien Hirsts mit Skalpell- und Rasierklingen sowie Votivanhängern angereichertes Diptychon „Biopsy Painting M 122/376 und M 122/377“ von 2008 angeboten. Nach diesem vergeblichen Auftritt versucht es jetzt Van Ham wie damals mit 60.000 bis 70.000 Euro. Sarah Lucas, Hirst Kollegin bei den Young British Artists, scheut die kraftmeierische Geste in ihrem skulpturalen, gipsernen Armfragment „Get hold of this“ von 1994 ebenfalls nicht (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Der Amerikaner Walton Ford greift in seiner Kunst auf Tierbilder aus alten naturwissenschaftlichen Stichwerken zurück, so auch bei seinem Bartaffen auf der Aquatinta „Nantes“ von 2009, nur dass das sonst friedliche Tier gerade einen Greifvogel erwürgt (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR).

Werke aus einer Privatsammlung

Zwischengeschaltet ist den beiden großen Abteilungen moderner und zeitgenössischer Kunst bei Van Ham eine kleine, aber erlesene Privatsammlung mit gut dreißig Arbeiten überwiegend im Bereich von Abstraktion und Minimal Art. Zu den Klassikern rechnen Max Ackermanns Ölbild „Centrum Horizontal“ von 1954 für 20.000 bis 30.000 Euro und eine Suite mittelgroßer Acrylbilder auf Papier von Sam Francis aus den 1960er Jahren für bis zu 50.000 Euro. Manche Altmeister stellen auch jüngere Werke wie François Morellet eine verspielte rötliche Neonlichtinstallation aus Kreissegmenten von 2005 (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR) oder der 2005 verstorbene Spanier Joan Hernández Pijuan die an Antoni Tàpies gemahnende Leinwand „L’Arbre“ in schwarzweißer kindlicher Vereinfachung von 2000 (Taxe 46.000 bis 50.000 EUR).

Der Belgier Pierre Alechinsky ist mit zwei expressiven Figurationen namens „Paysage vertical“ von 1969/70“ und „Processionnaire“ von 1988 für Preise zwischen 40.000 und 70.000 Euro vertreten. Mark Tobey kommt mit seinem Gewirr kleinster Formen, in den 1950er und 1960er Jahren in Aquarell oder Gouache teppichartig auf Velin gemalt, siebenmal zu Schätzungen bis 8.000 Euro vor. Herzstücke der Sammlung sind indes die Arbeiten des spanischen Grafikers und Bildhauers Eduardo Chillida, nicht nur eine schwarz-weiße Papiercollage aus dem Jahr 1970 für 50.000 bis 70.000 Euro, sondern vor allem sein kleiner Terrakottablock „Lurra G-128“ von 1989. 1999 und 2007 bei Sotheby’s in London für 32.000 Pfund und 100.000 Pfund versteigert, sollen jetzt 200.000 bis 250.000 Euro bei Van Ham herausspringen.

Die Auktion beginnt am 28. November um 10 Uhr mit der Kunst für bis zu 2.000 Euro und wird am 29. November um 11 Uhr mit der Modernen Kunst, um 14:30 Uhr mit der Privatsammlung und der Zeitgenössischen Kunst fortgeführt. Die Vorbesichtigung läuft vom 22. bis zum 26. November wochentags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr. Der Internetkatalog ist unter www.van-ham.com abrufbar.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



23.11.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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