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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Moderne Kunst bei Lempertz in Köln

Alles nach Plan



Georg Schrimpf, Am Morgen, 1931

Georg Schrimpf, Am Morgen, 1931

Sichtlich erleichtert konnte das Kölner Auktionshaus Lempertz nach seiner Sitzung mit moderner Kunst am Abend des 30. November feststellen: Alles nach Plan gelaufen. Bei einer erfreulichen Abnahmequote von fast sechzig Prozent nach Anzahl der Lose und einigen Topzuschlägen waren am Schluss fast keine Wünsche offen. Die besten dreißig Werke hatte man vorangestellt, und von Ernst Ludwig Kirchners aquarelliertem Halbakt eines jungen Mädchens von 1907 für 150.000 bis 170.000 Euro und zwei impressionistischen Damenbildnissen Leo Putz’ und Edward Cucuels für bis zu 130.000 Euro musste Lempertz nichts wirklich Wesentliches an die Einlieferer zurückstellen. Sogar auf einen neuen Rekord zumindest auf dem deutschen Auktionsmarkt konnte das Unternehmen verweisen: 100.000 Euro erzielte Georg Schrimpfs neusachliches Gemälde „Am Morgen“ von 1931 mit einer in Rückenansicht gezeigten Frau am Fenster, die in eine gefällige Landschaft hinausblickt. Die Schätzung hatte bei 50.000 bis 60.000 Euro gelegen. Eine Gegend am Chiemsee aus der Hand desselben Meisters ebenfalls von 1931 zog bei 36.000 Euro knapp über der unteren Taxe nach.


Hauptlos war und blieb Alexej von Jawlenskys „Stillleben mit Weinflasche“ von 1904, das insbesondere wegen seiner ungewöhnlichen Farbkombination aus Blau-Weiß mit verschiedenen zielsicher gesetzten Rottönen bestach. Noch über die Schätzung von 300.000 bis 350.000 Euro wurde die Leinwand von einem Schweizer Sammler auf 360.000 Euro gehoben. Auf 90.000 Euro konnte sich der Wert einer erst kürzlich in der großen Wiesbadener Jawlensky-Ausstellung gezeigten „Meditation“ mit dem Untertitel „Ich bin geborgen. Februar 1935 N. 63“ annähernd verdoppeln. Hinter Jawlensky folgte bei 240.000 Euro aus der Hand einer norddeutschen Sammlerin Pablo Picassos Tuschpinselzeichnung „Femme se coiffant“ aus dem Jahr 1952, wiederum erheblich über den bei 160.000 bis 180.000 Euro fixierten Erwartungen. Seine Attraktivität bezog das Blatt nicht nur aus der Schönheit der Darstellung selbst, sondern auch aus dem Status als Ausstellungsstück auf der zweiten Documenta 1959 in Kassel. Platz drei belegte zur unteren Schätzung von 200.000 Euro Hermann Max Pechsteins rund einen Meter breites, rot-grün flammendes „Waldinneres“ von 1919.

Einer der größten Erfolge des Tages gelang Lempertz mit Louis Anquetins mondänem Damenbildnis „Elégante de Profil au Bal Mabille“ von 1888, einem relativ frühen avantgardistischen Werk des französischen Jugendstilkünstlers, der sich später einer eher konservativen Richtung anschloss. Hier konnte die obere Schätzung von 70.000 Euro durch den Einsatz französischen Handels sogar verdoppelt werden. Auch eine 1927 datierte Bodenseelandschaft Hans Purrmanns mit Blick auf Schloss Montfort steigerte sich erheblich von 80.000 bis 90.000 Euro auf 120.000 Euro. Gute Abschlüsse jeweils im Rahmen der Schätzungen machten Lesser Urys in Öl gemalte „Berliner Straße im Sonnenschein“ aus den 1920er Jahren und Emil Noldes in spätabendlichem Farbklang aquarellierte „Marschlandschaft bei Utenwarf“ aus den frühen 1920er Jahren bei jeweils 110.000 Euro sowie Otto Dix’ bemerkenswertes Frühwerk einer Winterlandschaft von 1912 bei 95.000 Euro, die sich nun als Epstein im Taunus mit spätgotischer Kirche und mittelalterlicher Burganlage entpuppte.

Mit 75.000 Euro etwas unterhalb der veranschlagten 80.000 bis 100.000 Euro blieb Emile Claus’ abendliche Impression „London (Waterloo Bridge)“ von 1918, was für den eher unbekannten Belgier zumal auf dem deutschsprachigen Markt immer noch einen beachtlichen Wert darstellt. Unter den Skulpturen reüssierten Gerhard Marcks’ „Kleine Schwestern“ aus Bronze von 1934 bei 65.000 Euro zugunsten eines norddeutschen Käufers (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR) und einer der 13 nachgewiesenen Güsse von Ewald Matarés „Tänzelndem chinesischem Pferd“ von 1943, das sich bei 38.000 Euro nach China verabschiedete (Taxe 30.000 bis 35.000 EUR). Schade war, dass Emy Roeders innig gestaltete Bronze „Geschwister, Mädchen von Kleinkind umhalst“ aus den Jahren 1933/34 bei 18.000 bis 22.000 Euro keinen Interessenten fand.

Bei den übrigen Offerten mit vier- oder niedrigen fünfstelligen Schätzpreisen verbesserte sich eine monochrome, verschwommene „Femme de dos, se déshabillant“ des französischen Symbolisten Eugène Carrière aus den frühen 1890er Jahren auf 22.000 Euro (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Emil Orliks breitformatiges „Früchtestillleben mit geblümtem Stoff und Vase“ von 1930 bestach mit seinem gewählten Arrangement und der harmonischen Farbigkeit zu 30.000 Euro (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Bei jeweils 26.000 Euro landeten zwei Aquarelle Pechsteins, „Waldinneres“ von 1935 und „Kutter auf der Slip“ von 1954, die des Meisters großartiges Talent zu kraftvoller Naturwiedergabe demonstrieren. Die Taxen hatten hier zwischen 18.000 und 25.000 Euro gelegen. Zuwächse verbuchten auch Curt Herrmanns Farbenzauber „Blüten in blauer Vase“ auf 11.000 Euro (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR) und Heinrich Nauens vor blaugrünem Grund schwebende Mohnblüten von 1931 auf 7.000 Euro (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR). Ausdrucksstark war Rudolf Schlichters „Selbstbildnis“ als fragender und suchender Künstler um 1912/15, was sich in 22.000 Euro zur oberen Erwartung niederschlug.

Diesen Wert erreichte zudem Ernest Wijnants’ jugendlicher Bronzeakt „Dromerij“ von 1936 (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Bei 20.000 Euro platzierten sich der rauchende Max Beckmann in seiner Radierung „Großes Selbstbildnis“ von 1919 (Taxe 20.000 bis 22.000 EUR) und Walter Dexel mit seiner späten „Komposition Serie XXVII Nr. 4“ von 1968 aus rechteckigen Farbflächen (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR). Gefragt waren zudem einige geometrisch-kubistisch inspirierte Gemälde, wie Franz Essers „Frauenfigur in Weiß und Blau (Figur im Schatten)“ von etwa 1932 bei 4.000 Euro (Taxe 3.500 EUR), Gottfried Grafs collageartig aufgetürmte „Stadt“ von 1924 mit einigen Figuren bei 11.000 Euro (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR) oder Kurt Neyers’ stark zu Farbflächen komprimierte Parklandschaft von 1949 für taxgerechte 2.000 Euro.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Neumarkt 3

DE-50667 Köln

Telefon:+49 (0221) 92 57 290

Telefax:+49 (0221) 92 57 296

E-Mail: info@lempertz.com



07.12.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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 Herrmann, Blüten in blauer Vase
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Alexej von Jawlensky, Meditation: ich bin geborgen. Februar 1935 N. 63, 1935

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