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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Erfolgreiche Auktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst bei Andreas Sturies in Düsseldorf

Kleines a zum großen Preis



Das zementene, graue „a“ auf Wellpappe des bekannten Spaniers Antoni Tàpies ging schon als Favorit in die Herbstversteigerung des Düsseldorfer Auktionshauses Andreas Sturies. 1988 entstand das informelle, skripturale Werk „A Minuscula“ und überzeugte auch die Sammler durch seine Körperlichkeit und geschlossene Kompositionsweise, die mit Lack und Sprühfarbe strukturiert und abgerundet wird. Bei 75.000 Euro war es das teuerste Werk der Versteigerung und konnte damit seinen Schätzwert um die Hälfte erhöhen. Auf deutscher Seite konnte Rolf Cavael ebenfalls im Bereich der gestischen Malerei punkten. Sein 1971 entstandenes Ölgemälde „Komposition Nr. 71/Mi 6.“ zeichnet sich durch frische, bunte Farben sowie durch Kreisstrukturen aus und wurde für 9.000 Euro verkauft, wobei es die Taxe um 1.000 Euro übertraf. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von knapp 75 Prozent und einigen schönen Steigerungen konnte Andreas Sturies wieder ein herausragendes Ergebnis mit seiner Zusammenstellung an moderner und zeitgenössischer Kunst verbuchen.


Vor allem die gegenstandslose Malerei überzeugte die Kunden am 17. November, sei es die zwischen Farbflächen und freiem Linienspiel changierende, postkartenkleine Ölminiatur Gustav Deppes von 1958 zu 850 Euro (Taxe 400 EUR) oder Emilio Vedovas temperamentvolle Darstellung „Sarajevo“ in Mischtechnik von 1995 für 6.500 Euro (Taxe 5.000 EUR). Der 2006 verstorbene Italiener war mit zwei weiteren informellen Arbeiten zugegen: Seine beiden Aquatintaradierungen von 1964 und 1987 sind ebenfalls emotional und charakterstark gestaltet und fanden für jeweils 250 Euro einen Anhänger (Taxen je 300 EUR). Dieter Roth ließ 1977 zwei gegenüberliegende Farbmassen, die durch eine feine schwarze Linie voneinander getrennt werden, miteinander konkurrieren. Für 1.450 Euro ging die abstrakte Malerei auf einer amerikanischen Postkarte weg (Taxe 1.000 EUR). Bei Gerhard Hoehme war es eine zart aquarellierte, vertikale Struktur mit anthropomorphen Anklängen von 1973, die bei 2.800 Euro übernommen wurde (Taxe 3.000 EUR). Die Lithografie „Composition with Red“ mit torbogenartigen Formen von Howard Hodgkin aus dem Jahr 1971 zeigt sich in für den Briten typischen, leuchtenden Farben und fand für 300 Euro einen Käufer (Taxe 400 EUR).

Die mit buntem Kunststoffgranulat ummantelte Holzpalette Tony Craggs erschien 1986 in der Mappe „Für Joseph Beuys“. Mit 3.200 Euro konnte auch sie ihre Taxe von 1.800 Euro nahezu verdoppeln. 1992 schuf James Lee Byars im Rahmen einer Kölner Aktion eine Collage auf Papier mit gleichgroßen, kreisrunden Elementen, die bei der Auktion für 840 Euro versteigert wurde und damit unter ihrem angesetzten Wert von 1.000 Euro lag. Der Metallkoffer „Documenta 1972“ von Edward Kienholz fand für 800 Euro einen Käufer, dieser kann sich nun über einen kleinen Teil der Traglufthalle der Documenta 5 und weitere klappernde Einzelteile freuen (Taxe 1.000 EUR). Jean Tinguelys kinetisches Objekt „Maschinenbild Haus Lange“ von 1960 mit fünf weißen, rechteckigen und beweglichen Metallelementen in unterschiedlichen Größen auf schwarzem Grund verabschiedete sich schon bei 15.000 Euro (Taxe 18.000 EUR). Zwei der drei Werke des Nagelkünstlers Günther Uecker fanden ebenfalls einen Käufer. „Traffic Paint“ von 1966, Willoughby Sharps Buch „Günther Uecker“ mit einem Nagelobjekt in einer Plexiglaskassette, steigerte sich deutlich auf 6.000 Euro (Taxe 2.000 EUR). Ueckers Lithografie „(Geduld)“ mit einer seriellen Diagonalstruktur von 1975 und einem Gedicht von Alexander Mitscherlich erreichte einen Zuschlag von 280 Euro (Taxe 200 EUR).

Konzeptkunst und Gegenständlichkeit verbinden sich auf einer Fotoleinwand Lucio Fontanas, die nach seinem Muster des „Concetto Spaziale“ mit einem langen Schnitt versehen ist. Darüber befindet sich ein Foto der Künstlerhand, bewaffnet mit einem Cuttermesser. Mit 12.000 Euro wurde die Arbeit von 1967 auf das Sechsfache ihres Schätzwertes gehoben. Auch Joseph Beuys konnte sich mit sechs seiner insgesamt sieben Arbeiten bei Andreas Sturies gut behaupten. Die großformatige Lichtpause „La Rivoluzione siamo Noi“ von 1972 zeigt den Aktionskünstler energisch auf den Betrachter zuschreitend. Für 4.300 Euro fand sich ein neuer Besitzer (Taxe 1.500 EUR). 2.100 Euro waren es dann für eine Lithografie von 1977 mit abstrakter rundbogiger Form (Taxe 1.800 EUR). Begehrt war zudem Beuys’ gesellschaftskritisches Multiple „Sonne statt Reagan“ von 1982. Die Schallplatte lag in der limitierten, mit roter Ölfarbe auf dem Umschlag versehenen Edition vor und wurde entsprechend begeistert bei 1.050 Euro von den Käufern aufgenommen (Taxe 550 EUR).

Die gegenständliche Kunst fand sich zumeist bei den Positionen der klassischen Moderne, so bei einem lockeren „Blumenstillleben“ in natürlichem Kolorit von Josef Horn um 1940 für 340 Euro (Taxe 300 EUR). Der nordrhein-westfälische Maler steuerte ebenso er eine gleichaltrige, stimmungsvolle „Straßenansicht“ von 1940 bei, die sich leicht auf 560 Euro verbesserte (Taxe 500 EUR). Bei Ewald Mataré reüssierte der Farbholzschnitt „Nächtliche Weide“ mit fünf Kühen von 1929 bei 3.900 Euro (Taxe 3.000 EUR), und bei Wilhelm Wessel das leicht aus den Fugen geratene Aquarell eines Bauernhofs wohl aus Mähren von 1924 bei 1.600 Euro (Taxe 1.500 EUR). Emil Noldes religiöse und teilweise farbige Lithografie „Eremit und Vogel“ von 1928 wurde für schon bei 4.600 Euro vergeben (Taxe 5.000 EUR), während Max Peiffer Watenphuls Radierung „Idylle“ mit einem Akt in einer Paradieslandschaft von 1920 auf 1.500 Euro zulegte (Taxe 800 EUR). Noch älter war die farbige Pastellzeichnung „Am Niederrhein“ von Carlo Mense. Das filigrane Blatt aus den frühen 1910er Jahren platzierte sich bei 800 Euro (Taxe 1.000 EUR).

Der deutsche Bühnenbildner und Maler Paul Strecker konnte mit seinem Ölgemälde „Turnhalle“ von 1938 mit männlichen Jugendlichen in turnerischen Bewegungen 4.000 Euro erzielen, lag damit aber unter der Taxe von 5.000 Euro. In dem nun 500 Euro teueren Ölgemälde „Im Atelier“ wählte Paul Wieghardt 1932 ein ungewöhnliches Motiv und setzte den Fußboden des Malerateliers in den Mittelpunkt (Taxe 400 EUR). Am Übergang zur Abstraktion stand Ernst Wilhelm Nays bestimmte Bleistiftzeichnung „Zwei Figuren“ in bewegten Formen von 1944, für die mit 2.300 Euro die Gebote knapp unter dem Schätzwert von 2.500 Euro zu stehen kamen. Aber auch bei den Klassikern gab es ungegenständliche Positionen, so Farkas Molnárs rechteckige Formen einer architektonischen Hausaufsicht von 1923 für 2.000 Euro (Taxe 1.500 EUR) oder Walter Dexels Holzschnitt „Figuration 1922 I“ für 2.400 Euro, der aber nur aus geometrischen Versatzstücken besteht (Taxe 1.200 EUR).

Bei der Kunst nach 1945 ließ sich ebenfalls Gegenständliches finden, das sich etwa schon mit Thomas Bayrles serieller Wiederholung eines Hush-Puppys auf einem gleichnamigen Siebdruck von 1971 bei 640 Euro gut absetzten ließ (Taxe 500 EUR). Johannes Hüppi folgte mit seinem weiblichen Akt auf der Aquatintaradierung „Vor dem Bildschirm III“ von 2003 bei 380 Euro (Taxe 200 EUR). Höhepunkt war hier Roy Lichtensteins Multiple „Brushstrocke“ von 1970 wohl aus Lebkuchenteig für 9.500 Euro (Taxe 7.000 EUR). Die für André Thomkins typisch fantastische Bleistiftzeichnung „Aus Köln heraus“ von 1973 kann nun ihren neuen Besitzer bei 2.000 Euro mit ihrer durchbrochenen Perspektive in die Irre führen (Taxe 1.200 EUR). Die sklupturale Suite war klein und hatte im abstrakten Bereich mit Ernst Hermanns’ Rundstele aus zwei verschweißten Halbschalen bei 4.000 Euro ihr Aushängeschild (Taxe 6.000 EUR). Gekrönt wurde die Bildhauerei aber von Otto Coesters Bronzeskulptur „Maria mit Kind“ aus dem Jahr 1925, die Einflüsse des afrikanischen Skulpturentypus aufweist, eindrucksvoll bei 6.500 Euro (Taxe 3.000 EUR).

Die Preise verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dr. Andreas Sturies - Moderne Kunst & Auktionen

Goltsteinstraße 23

DE-40211 Düsseldorf

Telefon:+49 (0211) 514 13 54

Telefax:+49 (0211) 514 07 69

E-Mail: auktionen@sturies.de



10.12.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Kira Graser

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Paul Wieghardt, Im Atelier, 1932

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Taxe: 1.000,- EURO

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