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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die Nebenwerte zogen in der Auktion „Schweizer Kunst“ bei Sotheby’s das größte Interesse auf sich

Frau mit Hut sehr teuer



Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Capolago, 1930

Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Capolago, 1930

Mit einer durchschnittlichen Zuschlagsquote von rund 58 Prozent nach Losen und 56 Prozent nach Schätzwerten sowie einem Bruttogesamtergebnis von etwas über 3 Millionen Franken brachte Sotheby’s in Zürich seine Auktion Schweizer Kunst eher unspektakulär über die Bühne. So musste man sich diesmal auch der Konkurrenz von Koller geschlagen geben und blieb zudem deutlich hinter den mehr als 16 Millionen Franken zurück, die Christie’s mit seinen weitaus reicher bestückten Schweizern im September einfahren konnte. Millionenwerte verfehlten die Einzelobjekte bei weitem: Giovanni Giacomettis in Öl gemalte „Winterlandschaft bei Capolago“ aus dem Jahr 1930 war bei 360.000 Franken bereits das Hauptlos und blieb damit unter den anvisierten 400.000 bis 600.000 Franken kleben. Ebenso erging es Cuno Amiets fauvistisch eingefärbter „Kindertoilette“ von 1910: Statt zwischen 300.000 bis 500.000 Franken endeten die Gebote für das Interieur mit einem Kinderrückenakt und seiner die Haare bürstenden Mutter schon bei 260.000 Franken. Und auch sein sommerliches Portrait seiner Frau Anna Amiet mit einem Wiesenblumenstrauß von 1923 blieb 10.000 Franken unter den mindestens erwarteten 120.000 Franken stecken.


Albert Anker erwies sich einmal mehr als Garant guter Ergebnisse, war aber nur mit kleineren Aquarellen vertreten: Zwischen 60.000 und 100.000 Franken jeweils im Bereich der unteren Schätzungen schlossen sein „Bübli mit dem großen Rübli“ aus dem Jahr 1904, der „Lesende Bauer auf dem Ofentritt“ von 1907 und die „Sitzende Bäuerin mit Tasse in der Hand“ von 1909 ab. Allein sein 1908 gemalter „Bauer am Tisch sitzend“, in Rückenansicht gezeigt und mit einem Glas Rotwein in der Hand, steigerte sich von 30.000 bis 50.000 Franken auf stattliche 130.000 Franken. Von Félix Vallotton schaffte das heitere „Souvenir de Romanel“ von 1900 die untere Schätzung von 200.000 Franken, die geheimnisvoll schillernde „Lisière de fôret“ von 1920 scheiterte dagegen an 500.000 bis 800.000 Franken. Auch für Augusto Giacomettis weitgehend abstrakten „Orangenwagen“ von 1917, mit 400.000 bis 600.000 Franken eines der Hauptlose der Auktion, fand sich kein Abnehmer. Von seinen drei Arbeiten wurde nur das 1939 datierte Interieur „Im Atelier III“ bei 65.000 Franken übernommen (Taxe 50.000 bis 80.000 SFR).

Aus der zweiten Reihe Schweizer Expressionisten arbeitete sich Sigismund Righini weit nach vorne. Der 1870 geborene und in Paris ausgebildete Maler, der schon als junger Mann 1897 bis 1902 der neugegründeten Künstlervereinigung Zürich vorstand und auch danach fast ununterbrochen kulturpolitisch wichtige Positionen der Szene innehatte, stand mit wichtigen Kollegen wie Giacometti, Amiet oder Ferdinand Hodler in teils enger Verbindung. Seine haptisch-plastische „Frau mit Hut“, die die Betrachter frontal und unausweichlich anstarrt, hatte Sotheby’s mit 8.000 bis 12.000 Franken ein wenig unterschätzt: Erst für den Auktionsrekordpreis von 62.000 Franken wechselte die 1909 datierte Leinwand ihren Besitzer. Zuvor hatte sein „Weiblicher, sitzender Akt“ von 1899 trotz etwas salonhafter Gefälligkeit gute 38.000 Franken auf sich vereint (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR). Hodler wiederum trug mit seinem Frühwerk „Zorniger Krieger“ um 1884 nur 80.000 Franken zum Ergebnis der Auktion bei. Erwartet waren wenigstens 100.000 Franken.

Weiterhin sind Gustave Buchets zurückhaltende „Nature morte aux fruits“ von 1938 für 45.000 Franken (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR) und Ignaz Eppers perspektivisch verzerrte, aber umso dynamischer wirkende „Stadtlandschaft mit Bahngeleisen und Schornsteinen“ für 48.000 Franken zu nennen (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Aus die vierteilige Offerte Max Buris nahmen die Kunden vollständig mit und verhalfen unter anderem einer hübschen „Frühlingslandschaft“ mit blühendem Baum im Vordergrund zu 70.000 Franken (Taxe 50.000 bis 60.000 SFR) und der eisig verblauenden Landschaft „Brienzer See“ von 1910 zu 60.000 Franken (Taxe 35.000 bis 45.000 SFR), beide stilistisch noch stark von der jugendstiligen Landschaftskunst Ferdinand Hodlers beeinflusst. Als frühe Abstrakte tat sich die Amerikanerin Florence Henri mit einer um 1924 gemalten „Composition“ gemusterter Farbflächen bei 18.000 Franken hervor (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR).

Unerwartet begehrt waren zwei stimmungsvolle Landschaftsgouachen Waldemar Finks, die bei annähernd identischem Format dasselbe Sujet zu unterschiedlichen Zeiten festhalten: Das Bergmotiv bei Adelboden im Westen des Berner Oberlands ist einmal bei Nacht unter sternenklarem Himmel und mit zwei laternentragenden Personen und einmal bei aufgehender Sonne mit einem Schlittenfahrer gezeigt. Die 1912 datierten Blätter wanderten für 28.000 Franken und 30.000 Franken weit über den Schätzungen ab. Der Surrealismus war in Form von Meret Oppenheims reliefartigen „Zwei Vögeln“ von 1963 zugegen, die für 80.000 Franken in den Handel flogen (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Meret Oppenheim trat ein zweites Mal in dem neoexpressiven Kopfportrait von Luciano Castelli bei taxgerechten 22.000 Franken auf. Teuerste Skulptur des Abends wurde wie erwartet Robert Müllers eisernes „Maquette Mobile“ von 1953/56 zur unteren Grenze von 60.000 bis 80.000 Franken, gefolgt bei 40.000 Franken von einer fröhlichen „Nana Dansante“, einer Gemeinschaftsarbeit von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely aus dem Jahr 1976 (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s Zürich

Talstrasse 83

CH-8001 Zürich

Telefax:+41 (044) 226 22 01

Telefon:+41 (044) 226 22 00



14.12.2012

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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03.12.2012, Schweizer Kunst / Swiss Art

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Bübli mit Rübli

Kunstwerk:

Félix Vallotton, Souvenir de Romanel, 1900
Félix Vallotton, Souvenir de Romanel, 1900

Kunstwerk:

Albert Anker, Das Bübli mit dem großen Rübli, 1904
Albert Anker, Das Bübli mit dem großen Rübli, 1904

Kunstwerk:

Albert Anker, Lesender Bauer auf dem Ofentritt, 1907
Albert Anker, Lesender Bauer auf dem Ofentritt, 1907

Kunstwerk:

Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Capolago, 1930
Giovanni Giacometti, Winterlandschaft bei Capolago, 1930

Kunstwerk:

Ferdinand Hodler, Der zornige Krieger, um 1884
Ferdinand Hodler, Der zornige Krieger, um 1884

Kunstwerk:

Sigismund Righini, Frau mit Hut, 1909
Sigismund Righini, Frau mit Hut, 1909







Félix Vallotton, Souvenir de Romanel, 1900

Félix Vallotton, Souvenir de Romanel, 1900

Taxe: 200.000 - 250.000 SFR

Zuschlag: 200.000,- SFR

Losnummer: 72

Albert Anker, Bauer am Tisch sitzend, 1908

Albert Anker, Bauer am Tisch sitzend, 1908

Taxe: 30.000 - 50.000 SFR

Zuschlag: 130.000,- SFR

Losnummer: 9

Sigismund Righini, Frau mit Hut, 1909

Sigismund Righini, Frau mit Hut, 1909

Taxe: 8.000 - 12.000 SFR

Zuschlag: 62.000,- SFR

Losnummer: 28

Sigismund Righini, Weiblicher sitzender Akt, 1899

Sigismund Righini, Weiblicher sitzender Akt, 1899

Taxe: 30.000 - 40.000 SFR

Zuschlag: 38.000,- SFR

Losnummer: 25

Albert Anker, Das Bübli mit dem großen Rübli, 1904

Albert Anker, Das Bübli mit dem großen Rübli, 1904

Taxe: 80.000 - 120.000 SFR

Zuschlag: 80.000,- SFR

Losnummer: 7

Max Buri, Brienzersee, 1910

Max Buri, Brienzersee, 1910

Taxe: 35.000 - 45.000 SFR

Zuschlag: 60.000,- SFR

Losnummer: 43

Albert Anker, Lesender Bauer auf dem Ofentritt, 1907

Albert Anker, Lesender Bauer auf dem Ofentritt, 1907

Taxe: 100.000 - 150.000 SFR

Zuschlag: 100.000,- SFR

Losnummer: 8

Ferdinand Hodler, Der zornige Krieger, um 1884

Ferdinand Hodler, Der zornige Krieger, um 1884

Taxe: 100.000 - 150.000 SFR

Zuschlag: 80.000,- SFR

Losnummer: 1




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