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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Mürrischer Konditor



Chaïm Soutine, Le petit pâtissier, um 1927

Chaïm Soutine, Le petit pâtissier, um 1927

Prominente Einlieferungen bereichern die Impressionisten und klassischen Modernen, mit denen Christie’s in New York am 8. Mai seine Abendversteigerung abhalten wird. Pablo Picassos surreale „Composition (Figure féminine sur une plage)“ aus dem Jahr 1927 beispielsweise stammt aus der Sammlung des im September vergangenen Jahres verstorbenen amerikanischen Sängers und Entertainers Andy Williams und ist mit 800.000 bis 1,2 Millionen Dollar ausgepreist. Eine andere Gabe sind einige Arbeiten aus dem Nachlass des 2005 verstorbenen Architekten Armand Bartos und seiner erst kürzlich verstorbenen Ehefrau Celeste. Dazu gehört Theo van Doesburgs streng geometrische „Compositie“ von 1917/18 in Schwarz, Weiß und Gelb auf kleinem Quadrat für 700.000 bis 1 Million Dollar. Der Arthur M. Sackler Collection, aus der immer mal wieder Werke auf großen Auktionen auftauchen, entstammt Fernand Légers „Nature morte (Les Camées)“ mit zwei Profilköpfen von 1926 für 4 bis 6 Millionen Dollar, und mit „Les deux figures“ desselben Meisters aus dem Jahr 1929 beschickt die Auktion der Nachlass des Schauspielers Gregory Peck und seiner Frau Veronique und erwartet sich dafür 3 bis 5 Millionen Dollar.


Die beiden teuersten Stücke aber wurden aus europäischem Privatbesitz nach New York geschafft. Für Chaïm Soutines derbes Bildnis „Le petit pâtissier“ von 1927, der energisch die Hände in die Hüfte stützt und den Betrachter mürrisch anstarrt, liegt bereits ein unwiderrufliches Vorabgebot vor. Ein neuer Auktionsrekord ist dabei angesichts der Schätzung von 16 bis 22 Millionen Dollar schon vorprogrammiert. Bei 15 bis 20 Millionen Dollar rangiert André Derains „Madame Matisse au kimono“ von 1905. Das großartige Ganzfigurenbildnis der sitzenden Frau erklärt gut, warum der damals 25jährige Jungmeister, der später einen so eigenartig konservativen Kurs einschlagen sollte, damals als einer der führenden Avantgardisten in Paris zählte. Im Sommer desselben Jahres entstand während seines in Collioure an der Côte Vermeille, einem wohl entscheidenden Punkt in der Entwicklung der Malerei der „Fauves“, die Momentaufnahme „Voiliers à Collioure“. Viele Partien sind nur durch wenige Farbtupfer angegeben (Taxe 5 bis 7 Millionen USD).

Henri Matisse wiederum beeindruckt unter anderem mit seiner summarisch angegebenen „Jeune femme assise en robe grise“ aus dem Jahr 1942 vor roter Tapete. Vor knapp fünf Jahren bei Sotheby’s für 3,7 Millionen Dollar versteigert – damals unterhalb der Schätzung –, soll die kleine Leinwand jetzt 5 bis 7 Millionen Dollar bringen. Für 3 bis 5 Millionen Dollar hängt die aus einem roten Farbmeer auftauchende „Femme au collier vert“ Kees van Dongens um 1906/10 bereit. Die eigentlichen französischen Impressionisten sind recht zahlreich vertreten, allerdings überwiegend mit Arbeiten der mittleren Preisklasse wie Camille Pissarros mit der kargen Winterlandschaft „Le relais de poste, route de Versailles, Louveciennes, neige“ von 1872 (Tax 1,8 bis 2,5 Millionen USD), Pierre-Auguste Renoirs 1897 stattgehabte „Confidence“ zwischen einem Paar (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD) und Alfred Sisleys sonnigem „Printemps à Veneux“ mit blühenden Obstbäumen von 1880 für 2 bis 3 Millionen Dollar. Am teuersten ist Claude Monets stimmungsvolle, aber auch etwas unspektakuläre Flusslandschaft „Argenteuil, fin d’après-midi“ von 1872 für 5 bis 7 Millionen Dollar.

Häufigster Gast auf der Auktion ist mit fast einem Dutzend Werken einmal mehr Pablo Picasso. Die Bandbreite reicht von dem ganz frühen jugendstiligen Pastell „La Diva“ aus dem Jahr 1901 (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen USD) über die mittlere Phase mit der vor tiefem blauem Grund positionierten und deformierten „Femme assise en costume rouge“ von 1953 (Taxe 7 bis 10 Millionen USD) bis hin zu spätesten Arbeiten wie der auf den 13. Oktober 1969 datierten Bleistiftzeichnung „Nu assis et tête“ eines lüsternen Mannes für 600.000 bis 800.000 Dollar. Hauptlos des spanisch-französischen Meisters ist ein kubistisches Werk der frühen 1920er Jahre, „Mandoline et portée de musique“ von 1923 auf dunkelrotem Grund für 8 bis 12 Millionen Dollar. Das für ein Stillleben schon recht große Bild stammt aus der Sammlung Mona Ackermans, einer amerikanischen Psychologin, die Ende vergangenen Jahres erst 66jährig in Manhattan starb. Nicht lang ausgehalten haben es Picassos „Homme et femme“ von 1921 bei ihrem derzeitigen Besitzer. Der hatte das sitzende Paar erst im November 2010 für 4,7 Millionen Dollar bei Sotheby’s ersteigert, möchte es jetzt aber zum auch damals veranschlagten Preis von 5 bis 7 Millionen Dollar wieder loswerden.

Aus dem deutschsprachigen Raum gelangen nur zwei Künstler zum Aufruf. Zum einen trennen sich Großsammler Ronald S. Lauder und seine „Neue Galerie“ in New York von Egon Schieles enorm breitformatigem, fast zweieinhalb Meter langem, aber unvollendetem „Selbstbildnis mit Modell“ aus dem Jahr 1913 (Taxe 5 bis 7 Millionen USD). Zum anderen hängt Max Liebermanns noch nie öffentlich ausgestellter „Biergarten in Laren – Studie“ von 1903 für 600.000 bis 900.000 Dollar bereit. Kaum zugegen ist der sonst momentan so gefragte Surrealismus. Allenfalls Joan Miró wäre hier einzuordnen mit seinem schönen „Peinture“ von 1933, über dessen olivgrünenbraunen Grund ganz frei und zwanglos Formen und Farben huschen, für 10 bis 15 Millionen Dollar. Mit der 1926 gemalten Zirkusszene „Les trois acrobates“, von denen eine gerade schwungvoll ihr Bein in die Höhe wirft, ist Marc Chagall vertreten. Für die aus Europa eingelieferte Leinwand werden 6 bis 9 Millionen Dollar erwartet.

Kontakt:

Christie’s Rockefeller Center

20 Rockefeller Plaza

US-10020 New York

Telefon:+1 (212) 6362000

Telefax:+1 (212) 6362399

E-Mail: info@christies.com



05.05.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Zuschlag: 2.800.000,- USD

Losnummer: 31

Max Liebermann, Biergarten in Laren – Studie, 1903

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Taxe: 600.000 - 900.000 USD

Zuschlag: 1.000.000,- USD

Losnummer: 43

Egon Schiele, Selbstbildnis mit Modell, 1913

Egon Schiele, Selbstbildnis mit Modell, 1913

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Zuschlag: 10.000.000,- USD

Losnummer: 37

Pierre-Auguste Renoir, Confidence, 1897

Pierre-Auguste Renoir, Confidence, 1897

Taxe: 2.500.000 - 3.500.000 USD

Zuschlag: 3.100.000,- USD

Losnummer: 30

Claude Monet, Argenteuil, fin d’après-midi, 1872

Claude Monet, Argenteuil, fin d’après-midi, 1872

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Zuschlag: 5.300.000,- USD

Losnummer: 17

Theo van Doesburg, Compositie, 1917

Theo van Doesburg, Compositie, 1917

Taxe: 700.000 - 1.000.000 USD

Zuschlag: 1.400.000,- USD

Losnummer: 7

Camille Pissarro, Le relais de poste, route de Versailles, Louveciennes, neige, 1872

Camille Pissarro, Le relais de poste, route de Versailles, Louveciennes, neige, 1872

Taxe: 1.800.000 - 2.500.000 USD

Zuschlag: 1.800.000,- USD

Losnummer: 16




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