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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York mit guten Ergebnissen

Mürrischer kleiner Zuckerbäcker



Chaïm Soutine, Le petit pâtissier, um 1927

Chaïm Soutine, Le petit pâtissier, um 1927

Die erste Runde ging an Sotheby’s: Konnte dieses Auktionshaus auf seiner großen New Yorker Abendversteigerung von Impressionisten und Modernen am 7. Mai satte 230 Millionen Dollar einstreichen, so musste sich Christie’s einen Tag später mit rund 158,5 Millionen Dollar begnügen. Die Zuschlagsquote nach Anzahl der Losnummern war mit drei unverkauften Werken bei 47 Offerten zwar sehr gut, doch einige der Spitzenstücke blieben unveräußert oder wurden im Vorfeld aus der Auktion genommen. Vor allem für den französischen Fauvisten André Derain war es kein guter Tag: Sein Bildnis der Kollegengattin „Madame Matisse au kimono“ aus dem Jahr 1905 für geschätzte 15 bis 20 Millionen Dollar fand keinen Abnehmer und seine fleckig hingetupfte Landschaft „Voiliers à Collioure“, im Sommer desselben Jahres während eines Aufenthaltes an der südfranzösischen Küste entstanden, wurde vor der Versteigerung bei 5 bis 7 Millionen Dollar zurückgezogen. Schon bei 4,3 Millionen Dollar stockten die Gebote bei Henri Matisses „Jeune femme assise en robe grise“ aus dem Jahr 1942, für die mindestens 5 Millionen Dollar erwartet worden waren.


Das andere Hauptlos der Auktion war Chaïm Soutines „Petit pâtissier“, den der aus Weißrussland stammende Künstler um 1927 auf die Leinwand bannte. Etwas griesgrämig, mit in die Hüfte gestemmten Armen schaut der kleine Konditor den Betrachter an – vielleicht ungehalten darüber, dass es zwar zur unteren Schätzung 16 Millionen Dollar reichte, sich die Gebote dann aber doch nicht gerade überschlugen. Ein neuer Soutine-Auktionsrekord war damit aber immerhin erreicht. Auch bei Soutines expressiver, aus dem Lot geratener Landschaft „Vue sur le village“ hielten sich die Kunden mit 1,5 Millionen Dollar eher zurück (Taxe 1,6 bis 2,4 Millionen USD). Großer Andrang herrschte dagegen bei Amedeo Modiglianis „La Juive“ von circa 1907/08 in exquisitem Kolorit: Hier setzte sich ein anonymer Bieter gegen die Konkurrenz erst bei 6 Millionen Dollar durch, dem Doppelten der oberen Schätzung.

Fast durchweg solide Ergebnisse erreichten die klassischen Vertreter des französischen Impressionismus, etwa Camille Pissarros melancholisch stimmende Winterlandschaft „Le relais de poste, route de Versailles, Louveciennes, neige“ von 1872 für 1,8 Millionen Dollar (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen USD), Alfred Sisleys heiterer „Printemps à Veneux“ von 1880 für 2,8 Millionen Dollar und Pierre-Auguste Renoirs intime Szene „Confidence“ von 1897 für 3,1 Millionen Dollar (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD). Besonders Claude Monet war begehrt, nicht nur seine mit 5 bis 7 Millionen Dollar ohnehin hoch angesetzte Abendstimmung „Argenteuil, fin d’après-midi“ von 1872, die 5,3 Millionen Dollar schaffte, sondern auch die sommerlich bunte Leinwand „Chemin“ von 1885, die sich von 2 bis 3 Millionen Dollar auf 4,5 Millionen Dollar verbesserte.

Das breiteste Angebot kam einmal mehr von Pablo Picasso, auch wenn von ihm zwei Werke zurückgezogen wurden. Hier bestanden keine Absatzschwierigkeiten, und mit 8,1 Millionen Dollar für das spätkubistische Stillleben „Mandoline et portée de musique“ von 1923 (Taxe 8 bis 12 Millionen USD), 7,5 Millionen Dollar für sein kontrastreiches Françoise Gilot-Bildnis „Femme assise en costume rouge sur fond bleu“ von 1953 (Taxe 7 bis 10 Millionen USD) und 5,5 Millionen Dollar für den 1921 datierten Doppelakt „Homme et femme“ kamen auch ganz hübsche Zuschläge zustande (Taxe 5 bis 7 Millionen USD). Zu den edelsten Provenienzen des Abends gehörte zweifellos die des Schauspielers Gregory Peck und seiner im vergangenen Jahr verstorbenen Witwe Veronique. Fernand Légers Frauenbildnis „Les deux figures“ von 1929 mussten sich allerdings mit 2,6 Millionen Dollar begnügen (Taxe 3 bis 5 Millionen USD). Ein anderer Léger, „Nature morte (Les camées)“ von 1926 aus der Arthur M. Sackler Collection, ging zur unteren Grenze von 4 bis 6 Millionen Dollar weg.

Ein kleines quadratisches Bild Theo van Doesburgs aus Rechtecken und Winkelflächen der Jahre 1917/18 bewies mit einem Ergebnis von 1,4 Millionen Dollar, dass auch die klassische abstrakte Kunst im Spitzensegment des Kunstmarktes einen hohen Stellenwert hat (Taxe 700.000 bis 1 Million USD). Von 200.000 bis 300.000 Dollar auf 780.000 Dollar kletterte eine ebenfalls recht kleinformatige „Compositie“ des niederländischen Konkreten, erstellt 1924 in den Grundfarben sowie Weiß, Schwarz und Grau. Zu den größten Überraschungen des Abends gehörten die 11,5 Millionen Dollar, die Marc Chagalls 1926 entstandene Zirkusszene „Les trois acrobates“ auf Platz zwei der Zuschlagsliste hinaufschoben. Nur 6 bis 8 Millionen Dollar standen hier auf dem Etikett. 9,7 Millionen Dollar und 3,6 Millionen Dollar, einmal unter- und einmal oberhalb der Erwartungen, gab es für zwei Werke mit personalen Formen des spanisch-französischen Surrealisten Joan Miró.

Als prominentester Meister aus dem deutschsprachigen Raum trat Egon Schiele mit seinem enorm breitformatigen, allerdings unvollendeten „Selbstbildnis mit Modell“ aus dem Jahr 1913 an. Die fast zweieinhalb Meter lange Leinwand stammte aus Ronald S. Lauders Neuer Galerie – vielleicht auch ein Grund für die beachtliche Wertsteigerung, die sie erfuhr. Auf 5 bis 7 Millionen Dollar angesetzt, erwarb sie ein europäischer Privatsammler schließlich für 10 Millionen Dollar. Von 600.000 bis 900.000 auf 1 Million Dollar verbesserte sich Max Liebermanns spätimpressionistischer „Biergarten in Laren – Studie“ aus dem Jahr 1903.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s Rockefeller Center

20 Rockefeller Plaza

US-10020 New York

Telefon:+1 (212) 6362000

Telefax:+1 (212) 6362399

E-Mail: info@christies.com



13.05.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Zuschlag: 10.000.000,- USD

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Amedeo Modigliani, La Juive, um 1907/08

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Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Zuschlag: 6.000.000,- USD

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Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

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Max Liebermann, Biergarten in Laren – Studie, 1903

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Taxe: 600.000 - 900.000 USD

Zuschlag: 1.000.000,- USD

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Taxe: 2.500.000 - 3.500.000 USD

Zuschlag: 3.100.000,- USD

Losnummer: 30




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