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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Gerade aus dem Impressionismus und der Schweizer Kunst konnte Koller in Zürich Spitzenstücke akquirieren

Kardinal ertrinkt in Rot



Gustave Caillebotte, Petit bras de la Seine, effet d’automne, 1890

Gustave Caillebotte, Petit bras de la Seine, effet d’automne, 1890

Eine geballte Ladung französischer Impressionisten und Postimpressionisten vorzüglicher Qualität erwartet den Teilnehmer der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst am 21. und 22. Juni bei Koller in Zürich. Nicht weniger als vier Millionenwerte hat das Auktionshaus aus diesem Bereich im Programm, ergänzt um ein gutes Dutzend weiterer Werke im sechsstelligen Schätzpreisbereich auch aus anderen Stilrichtungen des späten 19ten und 20sten Jahrhunderts. Zunächst sind zwei Klassiker duftiger Landschaftsmalerei zu nennen, Gustave Caillebotte und Alfred Sisley. Letzterer tritt mit dem recht unkonventionellen Motiv „A la lisière de la fôret – Les Sablons“ von circa 1884/85 an. Der in der jüngsten Vergangenheit ziemlich häufig, zuletzt 2011 im japanischen Aomori, ausgestellte frühlingshafte Waldrand mit einem großen Heuschober und einem Spaziergänger auf dem Weg liegt bei 1,5 bis 2 Millionen Franken. Von Caillebotte gibt es den fast gleich großen, lediglich hochformatigen Landschaftsausschnitt „Petit bras de la Seine, effet d’automne“ von 1890. Für as Farbspiel des herbstlichen Laubes auf dem Wasser möchte Koller 1,6 bis 2,5 Millionen Franken sehen.


Impressionisten und Moderne

Spitzenreiter der Auktion ist Vincent van Goghs „Pont de Clichy“ von 1887. In ungewöhnlich heller Farbpalette und mit breiten Pinselstrichen hat der tragische Künstler drei Jahre vor seinem Tod das gegenüberliegende Ufer der Seine mit einem Teil der titelgebenden Brücke und zwei Häusern auf die Leinwand gebannt. Ein bisschen Aufregung hat es um diese Offerte allerdings schon gegeben: Wie der Caillebotte und der Sisley stammt van Goghs „Brücke von Clichy“ aus der Sammlung des Schweizer Unternehmers Gérard Corboud, hing aber im Gegensatz zu jenen Bildern bislang in den Sälen, die das Kölner Wallraf-Richartz-Museum 2001 der Sammlung Corboud eingeräumt hat. Dass, solcherart geadelt, das offenbar doch nicht endgültig in Kölner Besitz übergegangene Gemälde nun aus dem Museum heraus verkauft wird, hat einige Kritik hervorgerufen. 5 bis 7 Millionen Franken verlangt Corboud für das gut einen halben Meter hohe Bild. 700.000 bis 1 Million Franken sollen es für Camille Pissarros etwas härter gestaltete Gartenlandschaft „Verger à Varengeville avec vache“ von 1899 aus gleicher Provenienz sein, 600.000 bis 800.000 Franken für Raoul Dufys tiefblaues „Gittertor“ von 1930.

Aus anderen Sammlungen wird Kollers Versteigerung um Pissarros 1882 datierte und auf Seide gemalte Gouache „Les Sarcleurs“ bei ihrer Arbeit auf dem Feld (Taxe 350.000 bis 450.000 SFR) und Pierre Bonnards koloristisch ausgesuchte „Paysage au clocher rouge“ von circa 1921 bereichert (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Henri Matisses „Pont de Sèvres, Le Platane“ von 1917 erinnert trotz großzügigen Hinweggehens des breiten Pinsels über die Einzelheiten an die Malerei Renoirs oder auch Monets (Taxe 600.000 bis 900.000 SFR). Nur 35.000 bis 45.000 Franken hat Koller auf das Etikett einer kleinen Ölstudie von Pierre-Auguste Renoir geschrieben. Das Motiv des ausrastenden Ödipus, der soeben von den wahren Umständen seines Familienlebens erfahren hat, ist für Renoir allerdings so untypisch, dass man preislich lieber etwas vorsichtig zu Werke geht.

Bedeutendes hat Koller auch aus der Riege der deutschen Expressionisten zu bieten, wobei Wassily Kandinskys Gouache „Die Schiffe (Holland)“ von 1904 noch vor dessen wirklich avantgardistischer Phase liegt und an die Gestaltungsprinzipien des Jugendstil erinnert (Taxe 350.000 bis 450.000 SFR). Bei nicht allzu ambitionierten 70.000 bis 100.000 Franken wartet ein „Stehendes Zigeunermädchen“ des Königs aller Aquarellisten Emil Nolde aus dem Jahr 1921 auf Kundschaft. 1926 malte Max Beckmann ein Stillleben mit violetten Dahlien und kleiner Gitarre und feierte damit in einer der glücklicheren Phasen seines Lebens – ein Jahr zuvor hatte er seine Frau Mathilde, genannt „Quappi“, geheiratet – die Farbe in der Malerei (Taxe 750.000 bis 950.000 SFR). Von schwerer Zeit kündet dagegen Paul Klees düstere Papierarbeit „Nächtliche Landschaft“. 1937 war Klee aus Deutschland verjagt, in seiner eigentlichen Heimat Schweiz isoliert und überdies schwer an Sklerodermie erkrankt (Taxe 160.000 bis 260.000 SFR).

Drei große Meister der Moderne sind mit kleinen, auf dem Auktionsmarkt im deutschsprachigen Raum aber nicht alltäglich in dieser Qualität zu findenden Werken vertreten: Pablo Picasso mit dem kubistischen Stillleben „Verre et paquet de cigarettes“ von 1922 (Taxe 700.000 bis 900.000 SFR), Marc Chagall mit der freundlichen Mischtechnik „Le peintre dans son atelier“ von 1976 (Taxe 160.000 bis 260.000 SFR) und Joan Miró mit der ebenfalls in verschiedenen Materialien auf Papier gebannten „Tête I“ aus dem Jahr 1972 für 240.000 bis 350.000 Franken. Mit sechs Arbeiten ist schließlich Hans Arp auffallend häufig zugegen; darunter findet sich das bemalte Holzrelief „Monument pour un nuage et un poisson“ von 1959 (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR) und die 1954 entworfene und später in fünf Exemplaren gegossene, ebenfalls amorphe Bronze „Fleur de rêve au museau“ für 80.000 bis 120.000 Franken.

Schweizer Kunst

Was im einen Auktionsteil die Franzosen, sind auf der Sitzung „Schweizer Kunst“ Albert Anker und Ferdinand Hodler. Letzterer wird zwar mit seinen Landschaften „Die Straße von Evordes“ um 1890 für 500.000 bis 800.000 Franken und „Kastanienbäume“ von circa 1889 für 350.000 bis 450.000 Franken jeweils in bemerkenswert impressionistischer Manier die Millionengrenze wohl nicht knacken. Exzeptionell aber ist das Angebot an Werken des großen Schweizer Realisten. Neben einer Reihe unverwechselbar klarer Aquarelle mit eindrücklichen Menschenschilderungen für bis zu 120.000 Franken sind es drei bedeutende Ölgemälde, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. 1879 beobachtete Anker eine „Turnstunde in Ins“, die die Schüler unter den Blicken ihrer Großeltern und Mitschülerinnen sowie unter Anweisung eines so gar nicht sportlich gekleideten Lehrers durchführen. 3,5 bis 5 Millionen Franken werden hier erwartet. Seiner Leidenschaft für die diskrete Beobachtung einzelner Menschen ging Anker 1883 mit seiner Aufnahme eines schreibenden Knaben nach (Taxe 900.000 bis 1,3 Millionen SFR), und rund zwei Jahre später verewigte er unter dem Titel „Hohes Alter II“ eine alte Frau, die gerade ihre knorrigen Hände über einem Topf glühender Kohlen wärmt (Taxe 1 bis 1,5 Millionen SFR).

Den zeitlichen Beginn der Schweizer Sitzung machen traditionell einige Landschaften des 19ten Jahrhunderts, allen voran Alexandre Calames rauschender „Torrent de montagne par orage“ von 1854 für 70.000 bis 100.000 Franken. François Bocion hat sich 1887 einem Sommertag in Pully am Genfer See verschrieben und zwei Fischer in ihrem Boot vor der verschneiten Bergkette der französischen Alpen platziert (Taxe 15.000 bis 22.000 SFR). Bei Johann Adolf Stäbli ist er der Walensee, den der Schweizer 1884 vom Ufer her mit einigen Birken und Mutter samt Kind aufgenommen hat (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Das Genre vertritt Marc Louis Benjamin Vautier d.Ä. mit seinen sozial empfindsam gestalteten häuslichen Szenen, wie „Am Krankenbett“ von 1873 (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR) oder „Strickendes Mädchen an der Wiege“ von 1883 (Taxe 7.000 bis 10.000 SFR).

Als einer der bedeutendsten und produktivsten Künstler der Moderne lässt sich Cuno Amiet ansprechen, und mit der kräftig aus Farbflächen gebildeten „Vieille Bretonne au soleil“ von circa 1893 (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR), dem Stillleben „Nelken und Ranunkeln vor einem Kachelofen“ von 1909 im Kontrast mehrer Farbwerte (Taxe 280.000 bis 380.000 SFR) sowie der herbstlich leuchtenden Landschaft „Ernte“ von 1918 für 300.000 bis 400.000 Franken und der abendlich irisierenden „Oschwand“ zur Winterszeit von 1924 für 150.000 bis 200.000 Franken hat Koller wieder großartige Werke des vielseitigen Meisters im Programm. Das übrige Spitzensegment teilen sich Angehörige der Familie Giacometti: Giovanni Giacometti unter anderem mit einem bunten „Herbstwald“ von 1921 (Taxe 150.000 bis 200.000 SFR) und dem Bildnis der träumerisch an der Wand gelehnten „Ottilia“ aus dem Jahr 1915 (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR) sowie Augusto Giacometti mit dem schillernden Interieur „Mein Hotelzimmer in Paris“ von 1938 (Taxe 650.000 bis 750.000 SFR).

Aus dem Schweizer Expressionismus listet der Katalog einige Zeichnungen, darunter Hermann Scherers kritzelige Berglandschaft wohl bei Mendrisiotto (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR) und das ausgemergelte Selbstbildnis, das Ignaz Epper um 1920 aus Farbkreiden entwickelt hat (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR). Ernst Samuel Geiger lässt 1922 seinen weiten Blick über eine Kirche im Vordergrund auf einen See im unwirklichen Licht aus Gelb und Rosa aufleuchten (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Félix Vallotton nähert sich in seinem Stillleben „Chrysanthèmes et feuillage d’automne“ von 1922 in der distanzierten Malweise der Neuen Sachlichkeit an (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR), die auch wichtigstes Gestaltungsmittel in Adolf Dietrichs orangerot brennenden „Buchen im Herbst mit Eichelhähern“ von 1921 ist (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Kubistische Tendenzen verfolgt Gustave Buchet in seinem Stillleben „Verre et Carafon“ von 1919 in gedeckten Farben (Taxe 70.000 bis 100.000 SFR) und hebt in der noch weiter fortgeschrittenen „Stillleben-Komposition mit Pinsel und Flasche“ von 1926 jegliche Raumtiefe auf (Taxe 45.000 bis 65.000 SFR). Gottardo Segantini blieb über sein langes Künstlerleben hinweg einer pointillistischen Malweise treu, die auch in seiner heiteren Sicht auf Grevaselvas vor Sonnenaufgang mit Kuh an der Tränke von 1938 zum Tragen kommt (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR).

Zeitgenössische Kunst und Druckgrafik

In der Abteilung „Zeitgenössische Kunst“ sind wohl kaum Millionenwerte zu erwarten. Der Anteil der abstrakten Kunstwerke auf den oberen Rängen überwiegt hier deutlich, darunter Josef Albers’ dreigliedrige Quadratstaffelung „Homage to the Square: Inquiry“ von 1960/62 in der Farbstellung Türkisblau, Mittelgrau und Moosgrün (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR), Serge Poliakoffs zweifarbiges Puzzlebild „Composition grise et jaune“ von 1962 (Taxe 150.000 bis 250.000 SFR) und eine unbetitelte, großteils von dicken schwarzen Querbalken beherrschte Gouache Pierre Soulages’ aus dem Jahr 1973 für 200.000 bis 300.000 Franken. Anhand der äußeren Umrisse und der Dominanz von Purpurrot ist Manolo Valdés’ „Kardinal“ von 1986 als solcher zu erkennen. Nur ein paar weiße Flecken, darunter der Kopf des Dargestellten, scheinen aus der monochromen Masse hervor (Taxe 150.000 bis 220.000 SFR).

Als Vertreter der Konkreten Kunst entsendet die Schweiz Richard Paul Lohses „Verschränktes rotes Kreuz mit blaugrünen und gelbgrünen Quadratgruppen“ von 1952/71 für 80.000 bis 120.000 Franken. Gottfried Honegger gesellt sich mit seinem aus Kreissegmenten und Quadraten aufgebauten, rotem „Tableau Relief C 130“ von 1965 (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR), Max Bill als Bildhauer mit der 1972 aus schwarzem Granit gehauenen „Festen Hälfte einer Kugel“ hinzu (Taxe 40.000 bis 50.000 SFR). Gestischen Gestaltungsprinzipen folgt Wilfrid Moser 1959 in seiner gesteinartigen „Komposition in Rot“ (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). Eva Aepplis textile Kopfbüste „Inside. Verbindung von Mond und Saturn im Zeichen der Jungfrau“ von 1978 kündet von Trauer und Not (Taxe 3.000 bis 4.000 SFR). Die jüngere Schweizer Kunst vertreten Luciano Castelli mit seinem neoexpressiven Aktbild „Pigalle Metropolitan“ von 1994 (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR) und der früh verstorbene Martin Disler mit einem dunklen Gemälde hoffnungsloser Gestalten in einem grauen Farbmeer von 1992/93 (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR).

Trotz kleinen Formats von nur gut zwanzig Zentimetern Höhe soll ein weißes „Concetto spaziale, attesa“ Lucio Fontanas von 1963/64 mit sauberem Schnitt in der Mittelsenkrechten 120.000 bis 180.000 Franken kosten. Nach einem figuralen Frühwerk wendet sich Alberto Magnelli nach dem Zweiten Weltkrieg der abstrakten Malerei zu, wofür der Katalog die zwei gegeneinander gesetzten Formen in der grün-weißen „Natura Rivale No. 5“ von 1951 anführt (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Aus der französisch-italienischen Nachkriegskunst gibt es zudem noch die horizontalen Farbbänder von Piero Dorazio in dem Ölgemälde „Perfetto Blu II“ von 1978 (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR), Victor Vasarelys scheinbar aus der flachen Leinwand hervortretende Quadrate in dem schwarz-weißen Längstreifenbild „Bora II“ von 1959 (Taxe 38.000 bis 48.000 SFR) oder Hans Hartung Spätwerk „T 1986-K 39“, das er 1986 einmal nicht mit Strichbündeln sondern mit kleinen Farbklecksen in Schwarz und Braun strukturiert hat (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR).

International bleibt es mit dem im Januar verstorbenen Burhan Dogançay und seinem collagierten Mauerbild mit dem Schriftzug „Detour“ von 1966 (Taxe 90.000 bis 120.000 SFR) und John Chamberlains bunt bemalter Chromstahlplastik „Whimblown“ von 2006 für 220.000 bis 260.000 Franken. Die amerikanische Abstraktion vertreten noch Sam Francis’ weiße Leinwand mit drei Pinselschwüngen in Blau und Gelb aus den frühen 1960er Jahren (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR) und Alexander Calders „Square Spiral“ von 1973 in den Grundfarben sowie den Kontrasten Schwarz und Weiß (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). Dezidiert gegenständlich kommt der Argentinier Fernando Botero daher, unverkennbar an der Korpulenz seines am heimischen Küchentisch stehenden „Homme“ von 1994 (Taxe 160.000 bis 220.000 SFR). Ein collageartiges Gemälde Neo Rauchs mit der Ansicht einer landschaftlichen Situation aus zwei verschiedenen Blickwinkeln trägt den rätselhaften Titel „Zwei Klassen“ und repräsentiert schon 1995 neben der technischen Brillanz des „Neuen Leipzigers“ auch dessen surrealen Zugriff (Taxe 240.000 bis 280.000 SFR). Kostbar auch im Material kommt ein unikater Gelbgold-Teller daher, den Pierre-Yves Trémois 1971 mit der Strichzeichnung eines Liebesaktes versah und dem er den Titel „Le Cri“ gab (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR).

Wichtigste Stücke in der vierten und letzten Abteilung der Auktion, der Druckgrafik, sind Ernst Ludwig Kirchners Farbholzschnitt des Jungen „Martin Monsch“ mit in sich gekehrtem Blick vor der Schweizer Bergwelt von 1919 (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR), sein ebenso kraftvolles Blatt „Zwei arbeitende Frauen auf dem Balkon“ aus eben diesem Jahr (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR) und Serge Poliakoffs Mappe „10 Lithografies“ mit mehreren Farbpuzzles von 1966 für 60.000 bis 80.000 Franken. Auch Asger Jorn hat 1966/67 zehn Farblithografien zu dem bunten und ungestümen Portfolio „Von Kopf bis Fuß“ zusammengestellt (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Bei Eduardo Chillida sind es fünf schwarzweiße Holzschnitt mit quadratischen, durchfurchten Strukturen, die in der Mappe „Beltza“ von 1969 nun 15.000 bis 20.000 Franken verlangen. Aus der Pop Art treten Keith Haring mit einer Serigrafie aus der sexuell konnotierten Serie „The blueprint drawings“ von 1990 für 16.000 bis 20.000 Franken und Roy Lichtenstein mit dem mehransichtigen „Untitled head“ von 1995 für 8.000 bis 12.000 Franken hinzu.

Die Auktion beginnt am 21. Juni um 14 Uhr mit der Schweizer Kunst, um 16 Uhr mit dem Impressionismus und der Klassischen Moderne. Am 22. Juni folgt um 14 Uhr die Grafiksuite, um 16 Uhr die zeitgenössische Kunst. Die Besichtigung ist noch bis zum 17. Juni täglich von 10 bis 19 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.kollerauktionen.ch.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



17.06.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander/Ulrich Raphael Firsching

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21.06.2013, Schweizer Kunst, Impressionismus und Klassische Moderne, PostWar & Contemporary, Moderne & Zeitgenössische Grafik

Bei:


Koller Auktionen AG

Bericht:


Anker voran

Kunstwerk:

Paul Klee, Alte
 Bäume, 1931
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Kunstwerk:

Hermann Scherer, Atelierfest, 1974/76
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Kunstwerk:

Ernst Ludwig Kirchner, Martin Monsch, 1919
Ernst Ludwig Kirchner, Martin Monsch, 1919

Kunstwerk:

Ernst Ludwig Kirchner, Zwei arbeitende Frauen auf Balkon, 1919
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Kunstwerk:

Hermann Scherer, Figur in Landschaft (Selbstbildnis), 1926
Hermann Scherer, Figur in Landschaft (Selbstbildnis), 1926

Kunstwerk:

Gustave Caillebotte, Petit bras de la Seine, effet d’automne, 1890
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Ferdinand Hodler, Kastanienbäume, um 1889

Ferdinand Hodler, Kastanienbäume, um 1889

Taxe: 350.000 - 450.000 SFR

Zuschlag: 330.000,- SFR

Losnummer: 3038

Pierre-Auguste Renoir, Oedipe Roi, um 1895

Pierre-Auguste Renoir, Oedipe Roi, um 1895

Taxe: 35.000 - 45.000 SFR

Losnummer: 3221

Albert Anker, Hohes Alter II (Alte Frau sich aufwärmend), um 1885

Albert Anker, Hohes Alter II (Alte Frau sich aufwärmend), um 1885

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 SFR

Zuschlag: 1.000.000,- SFR

Losnummer: 3025

Giovanni Giacometti, Der Scherenschleifer, 1891

Giovanni Giacometti, Der Scherenschleifer, 1891

Taxe: 140.000 - 160.000 SFR

Zuschlag: 140.000,- SFR

Losnummer: 3053

Hermann Scherer, Atelierfest, 1974/76

Hermann Scherer, Atelierfest, 1974/76

Taxe: 800 - 1.200 SFR

Losnummer: 3612

Vincent van Gogh, Pont de Clichy, 1887

Vincent van Gogh, Pont de Clichy, 1887

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 SFR

Zuschlag: 5.700.000,- SFR

Losnummer: 3222

Albert Anker, Junge Frau einen Brief schreibend, 1903

Albert Anker, Junge Frau einen Brief schreibend, 1903

Taxe: 80.000 - 120.000 SFR

Losnummer: 3011

Giovanni Giacometti, Herbstwald, 1921

Giovanni Giacometti, Herbstwald, 1921

Taxe: 150.000 - 200.000 SFR

Zuschlag: 170.000,- SFR

Losnummer: 3043

Marc Louis Benjamin Vautier d.Ä., Strickendes Mädchen an der Wiege, 1883

Marc Louis Benjamin Vautier d.Ä., Strickendes Mädchen an der Wiege, 1883

Taxe: 7.000 - 10.000 SFR

Zuschlag: 7.000,- SFR

Losnummer: 3024

Félix Vallotton, Chrysanthèmes et feuillage d’automne, 1922

Félix Vallotton, Chrysanthèmes et feuillage d’automne, 1922

Taxe: 100.000 - 150.000 SFR

Zuschlag: 115.000,- SFR

Losnummer: 3046

Paul Klee, Alte Bäume, 1931

Paul Klee, Alte Bäume, 1931

Taxe: 70.000 - 100.000 SFR

Losnummer: 3249

Ferdinand Hodler, Die Strasse von Evordes, um 1890

Ferdinand Hodler, Die Strasse von Evordes, um 1890

Taxe: 500.000 - 800.000 SFR

Zuschlag: 950.000,- SFR

Losnummer: 3032

Paul Klee, Nächtliche Landschaft, 1937

Paul Klee, Nächtliche Landschaft, 1937

Taxe: 160.000 - 260.000 SFR

Losnummer: 3233




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