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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Resultate: Möbel und Einrichtungsgegenstände bei Koller in Zürich

Napoleons Aura



Pierre Philippe Thomire, Nach einem Entwurf von Laurent-Edme Bataille, Bureau mecanique, Paris um 1802/05

Pierre Philippe Thomire, Nach einem Entwurf von Laurent-Edme Bataille, Bureau mecanique, Paris um 1802/05

Eine losbezogene Zuschlagsquote von rund fünfzig Prozent und eine Reihe hoher Einzelzuschläge kennzeichneten die letzte Versteigerung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen bei Koller in Zürich. Die Schwierigkeit, auf diesem „Liebhabermarkt“ auch mit Spitzenstücken zu reüssieren, schlug sich zwar im Rückgang mehrerer bedeutender Offerten im sechsstelligen Schätzpreisbereich nieder. Doch Kollers Dominanz in dieser Branche auf dem deutschsprachigen Markt wurde durch diese Auktion wieder einmal eindrucksvoll unterstrichen. Den höchsten Zuschlag erzielte das Haus mit einem mächtigen Empire-Schreibtisch wohl nach Entwurf Laurent-Edme Batailles mit Bronzen Pierre Philippe Thomires aus der Zeit um 1802/05. Sicherlich hat auch die vornehme Provenienz mitgeholfen, gehörte das edle Stück doch einst Eugène de Beauharnais, Stiefsohn Napoleons I., und seinen Nachfahren. Mit 280.000 Franken wurde hier die untere Grenze der anspruchsvollen Schätzung erreicht.


Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hatte im September vergangenen Jahres auch die blumengeschmückte Kommode, die um 1755/65 ausnahmsweise nicht aus einer der großen Pariser Meisterwerkstätten hervorgegangen ist, sondern von Jean-François Hache aus Grenoble fabriziert wurde. 145.000 Franken trafen hier etwa die Mitte der preislichen Erwartungen. Aus derselben Zeit reüssierten eine schwarze Lackkommode François Rübestücks mit chinoisen Malereien bei 80.000 Franken (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR) und eine wiederum mit Blumengebinden, aber auch mit mächtigen Bronzebeschlägen verzierte Kommode von Adrien Delorme bei 110.000 Franken (Taxe 90.000 bis 140.000 SFR). 70.000 Franken kostete ein kleines Tischchen von Roger Vandercruse, das mit seinem rautenförmigen Dekor stilisierter Blumen bereits auf die beginnende Zeit des Transiton um 1765/70 vorgreift (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR).

Gelegentlich gab es sogar Preissteigerungen wie bei einem der ältesten Möbel der Auktion, einem zweiteiligen Renaissanceschrank der Loire-Gegend um 1570/80 mit schönen Elfenbein- und Perlmutteinlagen, der von 25.000 bis 45.000 Franken auf 46.000 Franken gehoben wurde. Auch ein prächtiges Bureau plat des späten Louis XIV mit Marketerie im charakteristischen Boulle-Stil verbesserte sich von 100.000 bis 150.000 Franken auf 185.000 Franken und belegte damit Platz zwei der Zuschlagsliste. Arbeiten der Régence-Zeit schienen ohnehin recht gefragt, wie auch ein Cartel mit Bronzen von Charles Cressent und Uhrwerk von Étienne LeNoir II. für 110.000 Franken erwies (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR). Mit 130.000 Franken bemerkenswert gut schloss ferner ein Paar Girandolen mit weiblichen Lusterträgern aus brünierter Bronze der Zeit um 1775/80 ab. Die Entwürfe stammten von Etienne Maurice Falconet (Taxe 90.000 bis 140.000 SFR). Auf 60.000 Franken verdoppelte sich der Wert eines schlichten, kleinen Schreibtisches in Thuya-Wurzelmaser von dem aus Deutschland eingewanderten Adam Weisweiler der Zeit um 1785. Die deutsche Möbelkunst hatte beim Empire ihren Auftritt und entsandte für taxgerechte 70.000 Franken eine hohe Jardiniere on etwa 1810, deren feine Verarbeitung aus Mahagoni, Wurzelmaser und Bronzeapplikationen auf Johannes Klinckerfuß hinweist.

Als recht begehrt erwiesen sich wieder einige Arbeiten des späteren 19. Jahrhunderts. Manches schoss weit über die anvisierten Schätzpreise hinaus wie eine vermutlich römische Pietra-Dura-Platte mit geradezu überbordendem Rankenwerk, die statt 10.000 bis 15.000 Franken stolze 38.000 Franken einspielte, oder eine neofrühklassizistische Anrichte von Henry Dasson aus dem Jahr 1883 für 25.000 Franken (Taxe 5.000 bis 8.000 SFR). Fast eine Verzehnfachung auf 30.000 Franken schaffte ein fast vierzig Zentimeter hoher Elfenbeinhumpen, dessen prachtvoller Reliefdekor mit einer fürchterlichen Schlachtenszene auf eine Werkstatt im südhessischen Erbach um 1880 hindeutet. Eine wohl nach Vorlagen Victor Paillards um 1870 angefertigte Kamingarnitur mit Lenoir-Uhr erreichte 40.000 Franken im oberen Schätzwertbereich.

Damit überholte er sogar das Hauptlos des alten Silbers, einen wohl in deutschen Landen hergestellten Deckelhumpen des 17. Jahrhunderts mit drei Kartuschen, in denen stolze Herren vor anmutigen Stadtlandschaften Modell stehen. Hier kamen 19.000 Franken heraus (Taxe 6.000 bis 12.000 SFR). Ingesamt konnte die Abteilung Silber, Objets d’Art, Porzellan und Fayencen mit 65 Prozent aber eine höhere losbezogene Zuschlagsquote vorweisen als die Möbel. Auf der Habenseite standen hier noch ein weiterer Deckelhumpen aus Danzig mit einer Imperatorenbüste im Früchtemedaillon samt bekrönendem Löwen und der Meistermarke PHL für 12.000 Franken zur oberen Schätzung, eine Platte aus der Nürnberger Fayencemanufaktur um 1720/30 mit der biblischen Szene „Jesus am Ölberg“ für 4.600 Franken (Taxe 600 bis 800 SFR) oder die beiden liegenden Figuren von Herkules und Venus aus der Porzellanmanufaktur Carlo Ginori in Doccia für 11.000 Franken (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR). Der Historismus hatte hier wiederum einiges zu bieten, und zwar ein silbernes Trinkspiel in Form eines Hirsches mit reitendem Akt für 14.000 Franken (Taxe 3.000 bis 5.000 SFR) oder ein vergoldetes Teeservice in einem Stilgemisch von Charles-Nicolas Odiot um 1850 für 13.000 Franken (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch



28.01.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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