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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Alte und moderne Kunst bei Jeschke van Vliet in Berlin

Bild mit Kohle



Dreißig Jahre im Schaffen eines heute weitgehend unbekannten Künstlers umfassen die fünf Werke, die Jeschke und Van Vliet von Carl Christoph Hartig in ihrer kommenden Auktion mit alter und moderner Kunst anbieten werden. Der 1888 im Schweizer Davos geborene Künstler bezog 1903 die Düsseldorfer Kunstakademie, dann die Kunstgewerbeschule in Aachen, wechselte jedoch 1906 an die Kunstschule in Weimar. Hier erhielt er prägende Eindrücke durch Ludwig von Hofmann, Deutschlands vielleicht berühmtesten Jugendstil-Maler. Unübersehbar ist dessen Einfluss auf Hartigs „Tanzreigen am Ufer“: Wie Ornamente sind die sechs barbusigen Frauen mit wallenden violetten Kleidern am Ufer eines Gewässers drapiert, kontrastieren vor sonnengelbem Himmel auf grünen Wiesen und doppeln sich im spiegelglatten Wasser. Später wandte sich Hartig der Neuen Sachlichkeit zu, seine Stadtansicht in Süditalien etwa mit eckig vor den Bergen platzierten Häusern erinnert an Alexander Kanoldt. Das späteste der aus dem Nachlass des 1975 in Düsseldorf verstorbenen Malers für Preise zwischen 700 und 3.000 Euro angebotenen Bilder ist zugleich das einzige datierte: 1939 hielt er in Rom eine großzügige Hauseinfahrt fest, mit schattenspenden Bäumen und großen Aloen, die ihre langen Blätter aus tönernen Vasen räkeln.


Interessante Werke von zwar nicht weltbekannten, gleichwohl respektablen Künstlern finden sich am 26. April wieder in dem gut 450 Losnummern umfassenden Programm des Berliner Auktionshauses. In unwirkliches Licht tauchte Ernst Koerner 1922 eine Küstengrotte vor untergehender Sonne, die gerade noch das stahlblaue Meer erhellt (Taxe 2.500 EUR). Besonders als Illustrator trat in der Zeit des Jugendstil der 1868 in Lübeck geborene Hugo Höppener hervor, der sich als Künstler Fidus nannte und in jüngster Zeit immer wieder mit beachtlichen Auktionsergebnissen auf sich aufmerksam machte. Auch seine symbolistischen „Dämmerwellen“ von 1906 haben gute Chancen auf mehr als 700 Euro. Zu sehen ist ein zusammengekauerter Frauenakt in einem dämmrigen Blätterwald. Bei Letzterem handelt es sich um eine Heliogravüre, der Akt ist in Gouache gemalt. Höchst qualitätvoll ist auch der geschnitzte und lackierte Rahmen, der das tropfenförmige Bildfeld umschließt.

Als teuerster Künstler geht Otto Modersohn mit der 1939 datierten Landschaft „Winter im Moor (Ostendorfer Graben)“ bei 28.000 Euro an den Start. Wer es etwas moderner mag, dem seien eine weitgehend abstrakte, nur in Details noch figural anmutende Komposition Wilhelm Imkamps aus der Zeit um 1960 (Taxe 4.500 EUR) oder Erich Fritz Reuters 1976 als Unikat gegossene Aluminiumplastik „Raumtor – Minotaurus“ für 4.000 Euro ans Herz gelegt. Der Happeningkünstler Wolf Vostell widmete ein Jahr vorher den schwarzen Bildern des Spaniers Francisco de Goya eine Werkereihe namens „La Quinta del Sordo“. Daraus gelangt für 7.000 Euro die Nummer drei, „La Romeria de San Isidro“ mit einer farbigen Papierarbeit und einem Holzkohlebrikett, zum Aufruf.

Und natürlich fehlen auch Werke lebender Künstler nicht. So gibt es für je 4.500 Euro zwei Arbeiten des 1960 in Jena geborenen Bruno Griesel, eines Schülers von Volker Stelzmann, Wolfgang Peuker und Bernhard Heisig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Der Einfluss des Letzteren macht sich unverkennbar geltend in der Arbeit „Pubertät“ aus dem Jahr 1990. Die Abkonterfaktur zweier Hunde im „Dialog“ von 2008 zeigt dagegen eine gewandelte, mehr barock-ornamentale Formensprache. In Richtung Konkrete Kunst geht eine unbetitelte Arbeit Andreas Brandts aus dem Jahr 1971: Vier unterschiedlich breite, leicht schief gestellte Streifen in Schwarz, Blau, Grün und Gelb durchziehen dort in vertikaler Richtung eine weiße Leinwand (Taxe 3.400 EUR).

Die Auktion beginnt am 26. April um 16 Uhr. Die Besichtigung ist bis zum 25. April täglich von 11 bis 19 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.jvv-berlin.de.

Kontakt:

Jeschke van Vliet Auctions GmbH

Lehrter Straße 57

DE-10557 Berlin

Telefax:+49 (030) 22 66 77 01 99

Telefon:+49 (030) 22 66 77 00

E-Mail: info@jvv-berlin.de



23.04.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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