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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Alte und Neuere Meister bei Hauswedell & Nolte in Hamburg

Das erste Monogramm



Albrecht Dürer, Die Heilige Familie mit der Libelle (mit der Heuschrecke), um 1495

Albrecht Dürer, Die Heilige Familie mit der Libelle (mit der Heuschrecke), um 1495

Der Kupferstich „Die Heilige Familie mit der Libelle“ nimmt im Schaffen Albrecht Dürers einen besonderen Platz ein. Nach seiner Rückkehr von der ersten Italienreise zog der Nürnberger Meister um 1495 mit ihm Bilanz aus seinen Lehr- und Wanderjahren und nahm sich erstmals des Themas der Muttergottes in der Landschaft an. Dabei konnte sich Dürer auf apokryphe Evangelientexte und Legenden um die Kindheit Jesu beziehen, die ihren Ausgangspunkt in den biblischen Schilderungen von der Geburt Christi und der Flucht nach Ägypten haben. Daraus schuf er ein großformatiges Bild für die private Andacht, das formal an der Schwelle von der Gotik zur Renaissance steht und an Empfindungen und Werte eines bürgerlichen Publikums appelliert. Die Bedeutung macht auch das Monogramm deutlich; denn es ist der erste Kupferstich, den Dürer noch in gotischen Buchstaben mit AD zeichnete. Das Blatt, das wohl zu den gefragten Hauptstücken seines nach der Rückkehr aus Italien aufgebauten Grafiksortiments gehört haben wird, hat auch in der Versteigerung „Gemälde, Zeichnungen und Graphik des 15. bis 19. Jahrhunderts“ bei Hauswedell & Nolte eine Sonderstellung: Das Hamburger Auktionshaus hat den frühen Abzug mit 50.000 Euro beziffert und ihm damit die Favoritenrolle zugewiesen.


Gute 200 der rund 1.000 Positionen der zweitägigen Auktionsrunde entfallen auf die „Alte Kunst“, die gemeinsam mit der „Kunst nach 1945“ am 14. Juni an der Reihe ist. Albrecht Dürer steuert zudem sein „Wappen mit dem Totenkopf“ von 1503 (Taxe 10.000 EUR) und mehrere Holzschnitte aus der „Großen Passion“ und der „Apokalypse“ für bis zu 3.500 Euro bei. Sein barocker Mitstreiter Rembrandt hat etwa das „Studienblatt mit Saskia und anderen Frauenköpfen von 1636 für 7.500 Euro oder sein „Selbstbildnis mit der Schärpe um dem Hals“ von 1633 für 4.000 Euro zu bieten. Zwischen diesen beiden Polen platzieren sich etwa noch Hans Sebald Behams winziger Kupferstich „Der Genius mit dem Alphabet“ von 1542 (Taxe 2.000 EUR), Heinrich Aldegrevers weiblicher schlafender Akt als Allegorie auf „Die Nacht“ von 1548 (Taxe 3.200 EUR) oder Hendrick Goltzius’ manieristisches Blatt „Apollo“ im übertrieben muskulösen Körper von 1588 (Taxe 8.000 EUR).

Cornelis Dusarts lavierte Feder- und Kreidezeichnung „Der Drehleierspieler vor der Schenke“ tritt schon zum wiederholten Male und mit nun auf 20.000 Euro reduzierter Taxe an. Mit Johann Elias Ridingers Kreideblatt einer wilden Hetzjagd mehrer Hunde um ein Reh von 1742 ist schon die Kunst des Rokoko erreicht (Taxe 8.000 EUR), mit Balthasar Anton Dunkers Aquarell zweier recht friedlicher Jäger vor einer Burgruine von 1797 der Klassizismus (Taxe 4.800 EUR). Die Landschaftsdarstellungen Johann Albrecht Friedrich Rauschers waren bei seinen Zeitgenossen geschätzt; so erwarb Johann Heinrich Wilhelm Tischbein Rauschers stille Deckfarbenmalerei „Der Maler mit einem Führer am Wasserfall“. Tischbeins Nachkommen wollen sich nun von dem Blatt aus dem Jahr 1797 bei 4.000 Euro trennen.

Die Zeichnungskunst des 19. Jahrhunderts bestreiten zunächst einige Nazarener, wie Franz Nadorp mit seiner renaissancehaften Madonna mit dem Johannesknaben (Taxe 1.900 EUR), Wilhelm Nerenz mit einer rastenden italienischen Bauernfamilie von 1844 (Taxe 2.500 EUR) oder Carl Gottlieb Peschel mit einer figurreichen Kreuzigung für 900 Euro. Biedermeierlich wird es mit einem Dudelsackspieler, der seine Kunst einem kleinen Geschwisterpaar darbietet. Die feine Bleistiftzeichnung soll von Johann Adam Klein stammen (Taxe 3.500 EUR). Fein und detailreich hat Vinzenz Georg Kininger seine Pinselzeichnung eines Mädchens mit Helm und drei Männern vor einer Marienstatue am Wegesrand ausgearbeitet; über das Thema rätseln die Experten noch (Taxe 3.200 EUR). Nicht ganz so schwer zu fassen ist Wilhelm Alexander Meyerheims Gouache „Der kleine Reitersmann“ von 1853; will sie doch nicht anderes sein, als eine liebevolle Genreszene mehrerer Kinder an einem Tümpel (Taxe 2.500 EUR).

Als Vorarbeit zu den drei Gemälden „Rosenduft-Erinnerung“ legte Carl Spitzweg um 1845/55 ein Skizzenblatt mit zwei Gewandstudien eines stehendes Mannes an (Taxe 5.700 EUR). Noch recht klassizistisch wirken die Badenden an einem Bachlauf von Friedrich Preller d.Ä. aus dem Jahr 1854 (Taxe 1.500 EUR), während Adolf Friedrich Vollmer seinen Strand auf Rügen in etwa dieser Zeit nach realistischen Gesichtspunkten geschildert hat (Taxe 600 EUR). Ein fast schon impressionistischer Zugriff gelingt Friedrich Gauermann um 1833 in seiner ungestümen Parforcejagd in einem Eichenwald (Taxe 3.200 EUR). 1896 war dieser Stil schon etabliert, der sich auch in dem weichen, verschwommenen Aquarell eines Knaben mit gesenkten Kopf von Carl Bantzer Bahn bricht (Taxe 3.500 EUR).

Mit Christian Wilhelm Ernst Dietrichs „Arkadischer Landschaft“ samt leicht bekleideter Hirtin bei ihrem Vieh und musizierendem Putto von 1754 kommt in der Auktion erstmals die Malerei prominent zum Zug (Taxe 14.000 EUR). Im 19. Jahrhundert hat sie vor allem Naturschilderungen zu bieten, wie Hendrik Willem Mesdags ruhiges Seestück mit einigen Fischerbooten vor der Küste (Taxe 8.000 EUR) oder Andreas Schelfhouts Ansicht einer holländischen Stadt unter abziehenden Regenwolken (Taxe 6.000 EUR). Oswald Achenbach ließ seinen Blick dann 1899 über St. Angelo und das Castello Aragonese auf Ischia panoramaartig schweifen und malte dazu noch den rauchenden Vesuv im Hintergrund bei mildem Abendlicht (Taxe 30.000 EUR). Louis Gurlitt fasste seine Sicht auf eine Quelle unterhalb des Dorfes Arachova am Parnass um 1858 dagegen ausschnitthaft auf (Taxe 12.000 EUR). Außerdem entsendet der Hamburger Maler weitere Landschaftsstudien in Öl und Bleistift aus dem Süden wie aus Jütland in die Versteigerung.

Die Auktion beginnt am 14. Mai um 10:30 Uhr. Die Besichtigung der Kunstwerke ist noch bis zum 11. Juni täglich von 10 bis 18 Uhr, am 12. Juni von 10 bis 17 Uhr möglich.

Kontakt:

Hauswedell & Nolte

Pöseldorfer Weg 1

DE-20148 Hamburg

Telefon:+49 (040) 41 32 10 0

Telefax:+49 (040) 41 32 10 10

E-Mail: info@hauswedell-nolte.de



11.06.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


14.06.2014, Alte Kunst

Bei:


Hauswedell & Nolte

Kunstwerk:

Heinrich Aldegrever, Die Nacht, 1548
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Kunstwerk:

Wilhelm Alexander Meyerheim, Der kleine Reitersmann, 1853
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Franz Nadorp, Madonna mit dem Johannesknaben
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Wilhelm Nerenz, Rastende italienische Bauernfamilie, 1844
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Carl
 Gottlieb Peschel, Kreuzigung
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Friedrich Preller d.Ä., Badende an einem Bachlauf, 1854
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Kunstwerk:

Carl Spitzweg, Zwei Gewandstudien eines stehendes Mannes, um 1845/55
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Louis Gurlitt, Quelle unterhalb des Dorfes Arachova am Parnass, um 1858

Louis Gurlitt, Quelle unterhalb des Dorfes Arachova am Parnass, um 1858

Taxe: 12.000,- EURO

Losnummer: 723

Johann Elias Ridinger, Hetzjagd, 1742

Johann Elias Ridinger, Hetzjagd, 1742

Taxe: 8.000,- EURO

Losnummer: 625

Rembrandt, Studienblatt mit Saskia und anderen Frauenköpfen, 1636

Rembrandt, Studienblatt mit Saskia und anderen Frauenköpfen, 1636

Taxe: 7.500,- EURO

Losnummer: 581

Friedrich Gauermann, Parforcejagd in einem Eichenwald, um 1833

Friedrich Gauermann, Parforcejagd in einem Eichenwald, um 1833

Taxe: 3.200,- EURO

Losnummer: 657

Wilhelm Nerenz, Rastende italienische Bauernfamilie, 1844

Wilhelm Nerenz, Rastende italienische Bauernfamilie, 1844

Taxe: 2.500,- EURO

Losnummer: 693

Heinrich Aldegrever, Die Nacht, 1548

Heinrich Aldegrever, Die Nacht, 1548

Taxe: 3.200,- EURO

Losnummer: 511

Franz Nadorp, Madonna mit dem Johannesknaben

Franz Nadorp, Madonna mit dem Johannesknaben

Taxe: 1.900,- EURO

Losnummer: 692

Adolf Friedrich Vollmer, Strand auf Rügen

Adolf Friedrich Vollmer, Strand auf Rügen

Taxe: 600,- EURO

Losnummer: 713

Oswald Achenbach, Blick über St. Angelo, das Castello Aragonese und den Vesuv, 1899

Oswald Achenbach, Blick über St. Angelo, das Castello Aragonese und den Vesuv, 1899

Taxe: 30.000,- EURO

Losnummer: 719

Vinzenz Georg Kininger, Mädchen mit Helm und drei Männer vor einer Marienstatue

Vinzenz Georg Kininger, Mädchen mit Helm und drei Männer vor einer Marienstatue

Taxe: 3.200,- EURO

Losnummer: 677

Balthasar Anton Dunker, Zwei Jäger vor einer Burgruine, 1797

Balthasar Anton Dunker, Zwei Jäger vor einer Burgruine, 1797

Taxe: 4.800,- EURO

Losnummer: 598

Friedrich Preller d.Ä., Badende an einem Bachlauf, 1854

Friedrich Preller d.Ä., Badende an einem Bachlauf, 1854

Taxe: 1.500,- EURO

Losnummer: 695

Christian Wilhelm Ernst Dietrich, Arkadische Landschaft, 1754

Christian Wilhelm Ernst Dietrich, Arkadische Landschaft, 1754

Taxe: 14.000,- EURO

Losnummer: 716




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