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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Das Schweizer Auktionshaus Fischer präsentiert drei Tage unzählige Kostbarkeiten in Luzern. Wieder stehen originelle Möbel, Skulpturen, Kunsthandwerk, Gemälde Alter Meister, Werke moderner und zeitgenössischer Kunst sowie viele weitere Hingucker auf dem Plan

Leben wie der Sonnenkönig



Mehrere Tausend Objekte stehen beim Auktionshaus Fischer zum Verkauf, die Vielfalt ist überbordend, die Preisskala bietet alle Bereiche von ganz klein bis ganz groß. Besonders die Klassiker des 20sten Jahrhunderts können in Luzern punkten. Glanzlicht dieses so vielteiligen Angebots ist eine Ölarbeit von Pierre Soulages. Der französische Künstler, dem jüngst der Bau eines Museums in seiner Geburtsstadt Rodez gewidmet wurde, bleibt auch in dem hier zum Verkauf stehenden Werk „Peinture 162 x 130 cm, 21 octobre 1966“ seiner Lieblingsfarbe Schwarz weitgehend treu. Die an wenigen Stellen noch sichtbare Leinwand und die darauf mittig aufgebrachte rotbraune Fläche werden ungestüm von der großen schwarzen Fläche überlagert, die teils nicht mehr in sich zusammenhält und förmlich ausläuft. 2 bis 3 Millionen Franken könnte das schwarze Statement einbringen.


Alte und Neuere Meister

Robert Zünds „Weide mit Eichbäumen“ aus der Mitte des 19. Jahrhunderts reiht sich in die Tradition des Schweizer Realisten ein. Die wohl überlegte Komposition und die von Zünd so geliebten, das Bild dominierenden Eichbäume sind charakteristisch. Die warme Stimmung, die die Bäume sowie die friedlich grasende Kuh auf der im Vordergrund gelegenen Weide ausstrahlen, lädt den Betrachter zum Innehalten ein. Kein Pinselstrich scheint unüberlegt, kein Busch, kein Grashalm spontan. Der Eingriff des Menschen in die Natur bleibt unentdeckt, Tier und Vegetation sind ungestört von Gebäuden oder Fahrzeugen. Diese bildgewordene Harmonie soll zwischen 120.000 und 180.000 Franken kosten. Noch mehr Landschaften gibt’s von Zünd selbst mit seinem weiten Blick auf einen großen See und einigen Ziegen samt Hirtin im Vordergrund (Taxe 30.000 bis 35.000 SFR), dem Engländer und Wahlbayern Edward Theodore Compton mit seinem mächtigen Bergmassiv aus den Hohen Tauern in Österreich von 1908 (Taxe 28.000 bis 36.000 SFR) oder dem tosenden „Bergbach im Haslital“ von Johann Gottfried Steffan. Die 1847 entstandene Ölmalerei soll 25.000 bis 30.000 Franken einbringen.

In biedermeierlich unbeschwertem Gestus gewährt uns Jakob Suter 1855 einen Blick von Feldbach auf Rapperswil am Zürichsee in mildem Abendlicht (Taxe 3.000 bis 5.000 SFR), während Otto Frölichers frühabendliche „Mondlandschaft“ etwas Symbolistisches, Unheilschwangeres ankündigt (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Raphael Ritz nimmt uns 1881 zum mächtigen Renaissanceportal des Schlosses Hohentübingen mit (Taxe 3.000 bis 5.000 SFR), Eugenio Gignous zu einem noch wenig bevölkerten Sommertag nach Venedig an der „Ponte della Paglia“ (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR), Andreas Schelfhout zu einem sonnigen Wintertag mit Eisläufern auf einem zugefrorenem See (Taxe 10.000 bis 16.000 SFR), und Hendrik Willem Mesdag zu einem impressionistischen Strand bei Regen, den die Gäste gerade verlassen (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR). Regnerisch ist auch die Stimmung in einem Venedig-Capriccio Giacomo Guardis. Die in bewegten, großflächigen Pinselstrichen angelegte Himmelsformation kündigt Sturm vielleicht mit bald folgendem Platzregen an. Die zart und kleinteilig gearbeiteten Menschen sind damit beschäftigt, ihre Tätigkeiten abzuschließen, bevor das kommende Unwetter sie hinfortbläst (Taxe 18.000 bis 25.000 SFR).

Ruhiger hat Jean-Baptiste Monnoyer seine zwei „Blumenstillleben mit Draperien und Quasten“ gestaltet. Die Pendants sind schlaglichtartig beleuchtet, die warm goldene Draperie schlingt sich weich um die Blumenkomposition (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Auch der Deutsche Barockmaler Hugo Binoit steuert zwei Stillleben als Gegenstücke bei, in denen er wohl geordnet Kirschen, Aprikosen und einen Römer sowie Erdbeeren, Weinglas und Enghalskrug fein säuberlich angeordnet hat (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). Lebhafter geht es bei einer flämischen Bacchus-Darstellung des 17. Jahrhunderts zu. Der Weingott feiert ungeniert mit musizierenden Göttern und den zahlreichen nackten Putti, die quirlig ausgelassen ihre Körper zur Musik bewegen. Ihre gesunden rosafarbenen nackten Leiber bilden lockere Reigenformationen und huldigen den himmlischen Gestalten; die Stimmung ist ausgelassen (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR). Für die religiöse Malerei steht die biblische Auferweckungsgeschichte „Christus besucht die Tochter des Jaïrus“, die Januarius Zick dramatisch mit fassungslosem Personal erzählt (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR). Eine der ältesten Arbeiten der Auktion ist eine Madonna mit Kind, in der ein venezianischer Maler um 1400 noch der Tradition byzantinischer Ikonen folgt (Taxe 40.000 bis 50.000 SFR).

Auch hübsche Damen mischen mit. So ist der Belgier Charles Baugniet mit seinen „White Roses“ zugegen. Nicht etwa eine Lithografie, wie man es von dem 1814 in Brüssel geborenen Künstler üblicherweise erwartet, steht in der Schweiz zum Verkauf. Die schöne junge Frau, der die weißen Rosen gehören, ist in Öl gearbeitet. Die im schwarzen kostbaren Kleid auf einem Stuhl Sitzende ist versunken im geistigen Dialog mit ihrem Strauß weißer Rosen. Ein Exemplar hat sie dem Blumenbündel bereits entwendet und ihrem Überwurf am Dekolletee angesteckt. Ein weiteres hält sie in ihrer linken Hand, ganz zart, fast, als ob die Blüte gleich zu Boden fallen würde. Es drängt sich der Eindruck auf, die Schöne ist verliebt und ihr Angebeteter ein wahrer Rosenkavalier, von dessen Blumengeschenk sie nun zehrt, träumerisch, als ob die Zeit still stünde (Taxe 60.000 bis 75.000 SFR). Nur Rosen spielen dann bei Gabriel Schachingers Stillleben mit einem Bouquet in zartem Rosa vor schwarzem Hintergrund von 1889 die Hauptrolle (Taxe 18.000 bis 24.000 SFR).

Moderne und Zeitgenössische Kunst

Auch die Moderne mag schöne Frauen. Ein Prachtexemplar warf Pierre-Auguste Renoir auf die Leinwand. Seine „Nu assis, vu de dos“ glänzt in erster Line durch die Üppigkeit der Formen. Als Rückenakt angelegt, dominieren Rückenpartie und Gesäß die Fläche. Ihr verhältnismäßig zartes Antlitz ist ins Profil gedreht und verzichtet darauf, mit dem Betrachter zu kokettieren. Der weich-voluminöse Körper ist in eine impressionistische Natur gebettet. 110.000 bis 180.000 Franken soll die Arbeit kosten. Dass auch Amerikaner ein Gespür für die impressionistische Umsetzung besitzen, beweist Theodore Robinson. In seiner „Landschaft in der Toskana“ von 1891 zeigt er die französische Manier par excellence. Das in Giverny in unmittelbarer Nähe zu Claude Monet entstandene Gemälde lebt vom feinfühligen Umgang mit Farbe und Lichtspiel. Pastellfarbene Nuancen sind ruhig ineinander verwoben, die friedvolle ländliche Heiterkeit in der Verschwommenheit der Konturen und der kontrastarmen Aufgliederung von Himmel und Horizont aufgelöst (Taxe 3000.000 bis 400.000 SFR). Pointillistischen Tendenzen folgten Maximilien Luce in seinem blau-violetten Winterbild „Paris, les quais de al Seine sous la neige“ um 1900 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR) und Carlo Fornara in seinem Bergstück „Cimalmotto“. Vor das Tessiner Bergdorf mit den schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund hat der Italiener 1914 prominent eine Kuh platziert (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR).

Strenger architektonisch hat André Derain seine Landschaftsansicht aufgefasst. In „Bords de Seine à Carriéres-sur-Seine“ ist das Ufer im Vordergrund von wild wachsenden Ästen und Bäumen üppig zugewuchert, die den Blick zur Stadtsilhouette am anderen Ufer fast versperren. Die 1913 skizzenhaft gefertigte Arbeit könnte bis zu 180.000 Franken einbringen. Zudem tritt Derain auch als Plastiker auf und gibt seine 15 Mal gegossene Bronze „Femme aux lèvres épaisses“ mit den großen runden Augenlöchern bei 18.000 bis 25.000 Franken in die Auktion. Während seines Exils in Schloss Mauensee von 1942 bis 1947 schuf Marino Marini die Gipsbüste Karl von Schumachers, des Schweizer Diplomaten, Schriftstellers und Herausgebers der „Weltwoche“ (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Auch Hans Arp hat sich der Skulptur verschrieben. „L’ agressif“ aus dem Jahr 1963 wirkt keinesfalls wie sein Name es vermutet. Die ruhige weiche dunkelbraun patinierte Bronze besticht durch Eigendynamik und soll 200.000 bis 280.000 Franken einspielen.

Ein nicht mehr ganz so lebendiges, eher skurriles Motiv hat sich Ernst Ludwig Kirchner in seinem „Stillleben mit Ente und Schnepfen“ gewählt. Flächig liegen die toten Vögel auf dem gedeckten Kaffeetisch. Grob aufgetragene Farbfelder bestimmen die bunte Komposition, die in den vergangenen Jahren schon häufiger ihren Auktionsauftritt hatte und nun mit 400.000 bis 600.000 Franken beziffert ist. Ebenfalls flächig arbeitet der Spanier Joan Miró in seiner „Tête“. Mit Kreide gezogene Linien bilden durch ihre Bögen und Spitzen geschlossene Flächen aus. Diese Felder sind mit farbiger Kreide gefüllt. Es ergibt sich eine Fantasiegestalt, bei der man sich nicht sicher sein kann, ob sie den Betrachter mit ihren Augen wahrnimmt (Taxe 150.000 bis 250.000 SFR). Karel Appel arbeitet auch mit Flächen, aber diese ruhen nicht in sich. Schemenhaft schälen sich Gestalten aus dem ungestümen Farbauftrag von 1957 heraus (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR).

Der Art Brut entstammen zudem zwei Arbeiten Gaston Chaissacs: das lächelnde Gesicht in der Mitte mehrerer Farbfelder von 1961 (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR) und die abstrakten, ebenfalls fröhlichen „Formes bleus, fonds brun“ von 1959/60 (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Den zehnfachen Wert verlangt Serge Poliakoffs „Abstrakte Komposition“ mit verzahnten Farbflächen in Rot und Gelborange auf grauem Grund von 1968. Französisch bleibt es mit Georges Mathieus filigraner tachistischer Tuschezeichnung aus dem Jahr 1958 (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR) und Césars konstruktiv gekritzeltem Männerkopf über einer Farbwolke von 1977 (Taxe 8.000 bis 10.000 SFR). Hier schließen sich Jean Tinguely mit der bunten und ausgelassenen Abstraktion „Rapide & Solide – Silencieux“ von 1990 an (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR) und Armans Bronze einer zertrümmerten „Chicago violine“ in naturalistischem Aussehen an (Taxe 35.000 bis 45.000 SFR). Während Sol LeWitt in seiner dunkelbraunen Gouache „Vertical lines, not straight, not touching“ von 1990 auf minimalistische Ideen setzt, baut Oleg Vassiliev in seiner quadratischen Leinwand „Schräg einfallende Strahlen“ auf die Überzeugungskraft des Fotorealismus. Die Sommerwiese mit einem Mädchen beim Blumenpflücken soll 100.000 bis 160.000 Franken einspielen.

Die Schweizer Kunst kann ebenfalls mit einigen schönen Stücken aufwarten. Die Tradition der Bergmalerei setzen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts etwa Max Felgentreu mit seinem „Vorfrühling im Tessin“ für 2.000 bis 3.000 Franken und Charles L’Eplattenier mit dem in blauer Farbe entwickelten Blick auf die Spitzen der Mythen von 1935 für 12.000 bis 18.000 Franken in stilisiert symbolhafter Malerei fort. Für expressive Tendenzen in der Schweiz stehen Cuno Amiets großer Baum von 1954, dessen Schatten eine menschliche Gestalt aufsucht (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR), und Varlins Abkonterfaktur des Schwingerdenkmals am ursprünglichen Standort auf dem Kurplatz in Luzern (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR), für die Neue Sachlichkeit mehrere Farbzeichnungen Adolf Dietrichs, darunter seine weite Sicht von einer Anhöhe auf die bäuerlich geprägte Landschaft bei Öhningen am Bodensee von 1954 (Taxe 36.000 bis 48.000 SFR).

Alice Bailly spielt in ihrer Tuschezeichnung „Le bal“ furios zum Tanz auf (Taxe 3.000 bis 4.500 SFR), und Alfred Heinrich Pellegrini hat unzählige Wiesenblumen 1942 zu einem dichten Strauß mit Schmetterlingen gesteckt (Taxe 7.000 bis 9.000 SFR). Während sich Gustave Buchet 1947 in seinem Gemälde einiger Häuser in „Fiesole“ an der tektonischen Gliederung und der Farbwahl Paul Cézannes orientiert (Taxe 12.000 bis 14.000 SFR), erprobte er sich in einem Aquarell an gänzlich abstrakter Formspielerei (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR). Als eine der jüngsten Schweizer Künstlerinnen tritt Pipilotti Rist an und gibt ihr rosafarbenes Diptychon des Videostills „How many steps“ von 2002 zur Auktion, das eine Frau mit großen Schritten auf den Straßen einer Stadt zeigt (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR).

Altes Kunsthandwerk, asiatische Kunst und Design

Blickfang bei den alten Möbeln ist eine Boulle-Kommode vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Die aus rotem Schildpatt bestehende Oberfläche wird durch reichhaltige Messingmarketerie umspielt; die Ebenholzumrandung unterstützt zusätzlich den edlen Gesamteindruck (Taxe 50.000 und 60.000 SFR). Aus der Werkstatt von Matthäus Funk stammt eine hohe Aufsatzschreibkommode von etwas 1745, die durch ihr ausgesuchtes Furnierbild aus Nusswurzel überzeugt (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR). Für den passenden rückwärtigen Wandabschluss hat Fischer eine großformatige flämische Tapisserie mit der Schlacht von Pharsalos zu bieten. Sie gehört zur Folge „Die Geschichte des Pompeius“, die in der Brüsseler Manufaktur von Jakob Geubels d.Ä. an Ende des 16. Jahrhunderts gewebt wurde (Taxe 38.000 bis 45.000 SFR). Prominentes Stück in der Skulpturenabteilung ist die Gruppe „Mariä Krönung“ des am Bodensee tätigen spätgotischen Bildhauers Heinrich Yselin, wobei die Statue der Muttergottes in einen späteren, barocken Altarrahmen eingefügt wurde (Taxe 100.000 bis 180.000 SFR). Im 19. und frühen 20. Jahrhundert haben vor allem die Tierbildhauer das Sagen, so Antoine-Louis Barye mit seinem Jaguar, der eben einen Hasen reißt (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR), oder Domien Ingels mit seinem friedvoll stehenden „Afrikanischen Elefanten“ (Taxe 5.000 bis 6.000 SFR).

Dem Tier ist auch eine asiatische Porzellanarbeit verpflichtet, die womöglich in der Zeit Kaiser Jiaqing aus der Qing-Dynastie zwischen 1796 und 1820 entstand. Das 29 Zentimeter hohe türkisfarbene Vasenpaar ergibt sich durch jeweils zwei symmetrisch angeordnete Fische. In Frankreich wurde es dann von vergoldeten Bronzen aus Schilfpflanzen und Wellenformationen passend gefasst, die sich zu bogenförmigen Henkeln formieren (Taxe 25.000 bis 30.000 SFR). Ebenfalls eine chinesisch-französische Koproduktion ist eine kobaltblaue Vase der Ming-Dynastie um 1650, die wohl erst in 19. Jahrhundert von vergoldeter Bronzezier im Stil des Rokoko gerahmt wurde (Taxe 7.000 bis 8.000 SFR). Noch einige Jahrhunderte älter ist das Relief der achtarmigen Durga, der hinduistischen Göttin der Vollkommenheit. Die indische Darstellung der Gattin Shivas beim Töten des Büffeldämons stammt aus dem 7. oder 8. Jahrhundert (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). In funktional-schlichter Eleganz sind der Erd- und Himmelsglobus der Londoner Firma J. & W. Cary bestens für die Ausstattung einer klassischen Bibliothek geeignet. Auf einem dreibeinig verstrebten Holzgestell ruhen die runden Globen mit einem Durchmesser von 53 Zentimeter von 1799 und 1800 (Taxe 100.000 und 180.000 SFR).

Gut bestück ist diesmal die Abteilung mit angewandter Kunst des 20. Jahrhunderts. Ein Schweizer Sammler hatte eine Vorliebe für den Schotten Archibald Knox und trennt sich nun von neun seiner Entwürfe, darunter fünf Uhren, die sich durch floralen oder geometrischen, immer feinlinigen Schmuck auszeichnen (Taxen zwischen 3.000 und 7.000 SFR). Nach Vasen des Art Nouveau mit dem hohen Exemplar einer Herbstlandschaft der Daum Frères um 1910 bei 12.000 bis 16.000 Franken an der Spitze gelangt man zum Art Déco, bei dem ein Paar Tischlampen herausstechen, dessen vierkantiger Schaft Clément Rousseau um 1930 mit braunem Rochenleder bespannen ließ (Taxe 18.000 bis 25.000 SFR). Als elegante Sitzgelegenheit bieten sich dazu zwei Stühle des Modells „Fähre“ von Jacques-Émile Ruhlmann aus dem Jahr 1924 an (Taxe 4.500 bis 6.000 SFR). Christian Dell schuf um 1932 eine Tischlampe mit Doppelarm und zwei Beleuchtungskörpern, die zwei im rechten Winkel angeordneten Arbeitsplätzen Licht spendet (Taxe 5.500 bis 6.000 SFR). Für italienisches Design stehen ein filigraner, innen verspiegelter Barschrank aus Mahagoni von Osvaldo Borsani um 1940/50 (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR) und ein kräftiger, kantiger Tisch aus Walnussholz von Silvio Coppola aus dem Jahr 1964 (Taxe 2.800 bis 3.000 SFR).

Die Auktion beginnt am 18., 19. und 20. Juni jeweils ab 9 Uhr. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.fischerauktionen.ch.

Kontakt:

Galerie Fischer Auktionen AG

Haldenstrasse 19

CH-6006 Luzern

Telefax:+41 (041) 418 10 80

Telefon:+41 (041) 418 10 10

E-Mail: info@fischerauktionen.ch



16.06.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Claudia Rauth/Ulrich Raphael Firsching

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