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Die Sammlung Martha und Paul Rauert in Bremen

Nolde, Schmidt-Rottluff und ihre Freunde



Die Sammlung des Hamburger Juristen Paul Rauert und seiner Frau Martha gehört zu den Expressionisten-Sammlungen der ersten Stunde. Bereits 1907 lernte das Ehepaar Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff kennen, und in kurzer Zeit wurde ihre Kollektion zu einer der bedeutendsten Privatsammlungen des deutschen Expressionismus überhaupt.



Paul und Martha Rauert gehörten zu einem kleinen Kreis von Sammlern der künstlerischen Avantgarde. Engagiert förderten sie – im Austausch mit den Hamburger Mentoren der jungen Moderne Gustav Schiefler und Rosa Schapire – junge Künstler und erwarben von ihnen zahlreiche Werke. Der lebendige Dialog mit den Schaffenden war Martha und Paul Rauert ein elementares Bedürfnis.

Über den Kontakt zu Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff knüpften die Rauerts Verbindungen zu den Künstlern der „Brücke“, die sich 1905 in Dresden zusammengeschlossen hatten, um sich als eine „neue Generation der Schaffenden wie der Genießenden“ von akademischen Traditionen und bürgerlichen Konventionen abzugrenzen. 1908 wurde Martha Rauert passives Mitglied der Künstlergruppe, und Werke Erich Heckels und Ernst Ludwig Kirchners bereicherten fortan die Sammlung.

Neben prachtvollen und farbstarken Hauptwerken der Malerei gelangten zahlreiche graphische Einzelblätter und Serien in die Sammlung, die die radikale Vereinfachung der Formen besonders anschaulich zum Ausdruck bringen. Sie zeugen vielleicht am deutlichsten von der Suche der Künstler nach Spontanität und Unmittelbarkeit des Ausdrucks.

Umfangreiche Werkgruppen – wie Emil Noldes intensive Bearbeitung des Schiffsmotivs – lassen die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten der verschiedenen Techniken besonders deutlich hervortreten: während das Ölbild eines „Schleppers auf der Elbe“ durch den pastosen, leuchtenden Farbauftrag besticht, bringt Nolde die Dschunken und kleinen Schiffe, die er in der Südsee aquarellierte, durch den Kontrast zwischen den schwarz verlaufenden Konturen und dem lasierend aufgetragenen, gleißenden Orange des Hintergrunds zum Strahlen. Spröde Kaltnadelradierungen und Holzschnitte, die das Motiv in die Fläche bannen, atmen hingegen die – nicht immer – „Milde Stimmung“ des Hamburger Hafens.

Die Werke Emil Noldes und der Brücke-Künstler – aus den Jahren 1905 bis 1913 – bildeten den Schwerpunkt der Rauert-Kollektion. Darüber hinaus entdeckten die Sammler das Werk Paula Modersohn-Beckers, in der sie eine Wegbereiterin der Expressionisten erkannten. Sie hatte sich bereits um 1900 – abseits jeder Gruppenzugehörigkeit – von den geltenden akademischen Konventionen losgesagt und nach neuen Ausdrucksformen gesucht. In vereinfachten und kräftigen Formen konzentrieren sich ihre Bilder auf das Wesen der Menschen und Dinge.

Rauerts erwarben nicht nur das bahnbrechende „Selbstbildnis vor Fensterausblick auf Pariser Häuser“ der Künstlerin, sondern auch großformatige Kreidezeichnungen, die als Leihgabe der Kieler Kunsthalle die Ausstellung bereichern. Mit Paul Rauerts Tod fand der Ausbau der Sammlung 1938 ihr Ende. Ein Großteil des Bestandes verblieb bis heute in Familienbesitz, einige wichtige Werke, die sich heute im Museumsbesitz befinden, konnten für die Ausstellung hinzugeliehen werden.

Die Ausstellung „Nolde, Schmidt-Rottluff und ihre Freunde“ zeigt und rekonstruiert den Charakter und Umfang der Sammlung, und bietet somit einen Einblick in eine der faszinierendsten privaten Sammlungen des norddeutschen Expressionismus.

Zur Ausstellung im Bremer Paula Modersohn-Becker Museum, die bis zum 15. Juli läuft, liegt ein 230 Seiten starkes Katalogbuch mit zahlreichen farbigen Abbildungen vor (Preis 38 DM). Öffnungszeiten des Museums sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Kontakt:

Paula Modersohn-Becker Museum

Böttcherstraße 6-10

DE-28195 Bremen

Telefon:+49 (0421) 33 88 222

Telefax:+49 (0421) 33 88 233



08.05.2001

Quelle/Autor:Paula Modersohn-Becker Museum

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