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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Resultate: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Hauswedell & Nolte

Die eiserne Draht-Plastik



Die vergangene Versteigerung von „Kunst nach ’45“ bei Hauswedell & Nolte dümpelte lange Zeit so vor sich hin, bis erst gegen Ende die lang ersehnte Sensation die Beteiligten kurzzeitig aufschreckte. Günther Ueckers 1968 datiertes Nagelbild „Für U. Kahmen“ gelangte als Position 1112 zum Aufruf für verlockende günstige 8.000 Euro. Da das Objekt erst kurz vor Katalogschluss eingeliefert wurde und die Experten sich nicht sicher waren, ob es sich dabei um ein Multiple Ueckers handelt, hatten sie die Taxe so niedrig angesetzt. Das reicht heute nicht mehr für den international renommierten und zusammen mit seinen Kollegen Heinz Mack, Otto Piene & Co. derzeit überall obenauf schwimmenden ZERO-Künstler. Trotz der bescheidenen Maße von rund 30 mal 35 Zentimeter entfachte die regelmäßige, nur in der Mittelsenkrechten etwas durcheinander geratene Nagelreihung eine regelrechte Bieterschlacht. Erst bei 295.000 Euro behielt der Sieger schließlich die Oberhand.


Ansonsten gehören die Mitte Juni abgehaltenen Versteigerungen Nummer 452 bis 454 wahrlich nicht zu den größten Erfolgserlebnissen des Hamburger Auktionshauses. Auch den ausgewählten Werken des 19. und 20. Jahrhunderts fehlten letztlich die zündenden Highlights, die die Aufmerksamkeit der wenigen im Saal Anwesenden hätten kontinuierlich fesseln können. Hochgehandelte Toplose wie Maurice de Vlamincks „Toits rouges“ von circa 1910 für 150.000 Euro, Ernst Barlachs heitere Bronzefigur „Der singende Mann“ von 1928 in einer Ausführung der 1970er Jahre für 100.000 Euro oder Christian Rohlfs’ impressionistischer „Weg am Weimarer Park“ von circa 1890 für 90.000 Euro blieben unveräußert liegen.

Immerhin einige Zeichnungen waren erfolgreich, allen voran Franz Marcs wunderbar farbharmonischer Holzschnitt „Ruhende Pferde“ in Blau, Grün und Schwarz von 1911/12. Der bei Hauswedell & Nolte vorliegende prachtvolle Druck verbesserte sich von 70.000 Euro auf 100.000 Euro. Ferner zu nennen sind James Ensors 1900 in Kreide skizzierter skurriler „Triumphzug“ für 19.500 Euro (Taxe 5.000 EUR), Ernst Ludwig Kirchners flott mit Tuschpinsel gezeichnete „Zwei Frauen mit Hüten“ von circa 1910 für 27.000 Euro (Taxe 20.000 EUR) oder Hans Bellmers surreal-erotische Studie zu „A Sade“ von etwa 1960/61 für 18.000 Euro (Taxe 8.000 EUR). Komplett übernommen wurde ein halbes Dutzend Arbeiten Emil Noldes, darunter eine aquarellierte, fast abstrakte „Landschaft im März“ von 1908 für 26.000 Euro (Taxe 25.000 EUR) und die eindringliche Farblithografie „Die Heiligen Drei Könige“ von 1913 für 30.000 Euro (Taxe 35.000 EUR).

Von einer Suite russischer Zeichnungen des Konstruktivismus übernahmen die Bieter Jacov Georgewitsch Tschernikovs futuristische Architekturvision „Radio Club“ aus der Zeit um 1930 für 23.000 Euro (Taxe 28.000 EUR) und El Lissitzkys monumentale „Wolkenbügel“ aus den mittleren 1920er Jahren für 38.000 Euro allerdings sehr weit unterhalb der Schätzung von 60.000 Euro. Für 18.000 Euro und 26.000 Euro etwa im Rahmen der Erwartungen wechselten zwei feine, fast malerische Bleistiftzeichnungen Adolph von Menzels aus einer norddeutschen Privatsammlung den Besitzer. Auf beiden Blättern stehen hölzerne Brückenanlagen im Mittelpunkt: einmal in Amsterdam, wo sich Menzel 1876 aufhielt, und einmal im oberösterreichischen Gmunden. Unter den älteren Gemälden brachte es nur eine kleine Meditation Alexej von Jawlenskys aus dem Jahr 1935 mit 40.000 Euro auf einen akzeptablen Wert (Taxe 35.000 EUR).

Unter den jüngeren Arbeiten stach George Rickeys kinetische Edelstahlskulptur „Double Excentric Gyratory VI“ von 1993/94 mit ihren einschließlich Sockel gut drei Metern Höhe weit hervor, und auch preislich setzte das Werk mit 70.000 Euro einen unübersehbaren Akzent (Taxe 90.000 EUR). Bei ausgezeichneten 46.000 Euro folgte unter den bildhauerischen Arbeiten eine eiserne „Draht-Plastik“ Hans Uhlmanns aus dem Jahr 1949, in der eine Linie spielerisch sich verwickelt (Taxe 25.000 EUR). Und Hervorhebung verdient schließlich noch eine Zeichnung: geehrt wurde Sigmar Polke für seine rasche, witzige, ganz beiläufig wirkende und doch wie immer pointierte Kugelschreiberzeichnung „Abhorchen des Baumes“ aus der Zeit um 1968 durch 23.000 Euro. Die Schätzung hatte hier nur bei 8.000 Euro gelegen.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Hauswedell & Nolte

Pöseldorfer Weg 1

DE-20148 Hamburg

Telefon:+49 (040) 41 32 10 0

Telefax:+49 (040) 41 32 10 10

E-Mail: info@hauswedell-nolte.de



20.07.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Taxe: 35.000,- EURO

Zuschlag: 40.000,- EURO

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Adolph von Menzel, Das hölzerne Wehr in Gmunden

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Franz Marc, Ruhende Pferde, 1911/12

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