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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Hochkarätige impressionistische und moderne Werke bleiben bei Christie’s in New York hinter den Erfolgen der zeitgenössischen Kunst weit zurück

Der Frühling kommt nach Los Angeles



Edouard Manet, Le Printemps, 1881

Edouard Manet, Le Printemps, 1881

Edouard Manets Frauengestalt „Le Printemps“ mit Sonnenschirm geht an das J. Paul Getty Museum in Los Angeles. Das ist die wichtigste Nachricht von der Auktion „Impressionist & Modern Art“ bei Christie’s in New York. Bald kann sich die Öffentlichkeit an dem heiter-eleganten Gemälde des Impressionisten erfreuen, für das 1881 die Schauspielerin Jeanne Demarsy Modell gestanden hat. Es war das letzte Meisterwerk Manets in Privatbesitz. Daher war das Interesse groß, und es ragen private Sammler und öffentliche Institutionen aus Amerika, Europa und Asien um dieses impressionistische Bilderbuchportrait, bis schließlich der Yorker Händler Otto Naumann bei 58 Millionen Dollar die Oberhand behielt. Er hatte im Auftrag des Getty Museums gehandelt, die Schätzung von 25 bis 35 Millionen Dollar in etwa zum Doppelten überführt und damit einen neuen Auktionsrekord für Werke Manets erzielt. In der Dauerausstellung des Museums soll „Le Printemps“ andere hochkarätige Werke seiner Zeit und auch von Manet selbst zu Nachbarn haben.


In der Abendauktion von impressionistischer und moderner Kunst am 5. November setzte sich Manet mit weitem Abstand an die Spitze. Auf Platz 2 folgte erst bei 8,7 Millionen Dollar Alberto Giacomettis hoch aufragende männliche Bronzefigur „Stèle III“ von 1958, für die wieder einmal sein Bruder Diego Modell stand. Hier engagierte sich amerikanischer Kunsthandel (Taxe 4,5 bis 6,5 Millionen USD). Eigentlich hätten hier Fernand Légers „Constructeurs avec arbres“ stehen sollen. Doch die vier Bauarbeiter, die sich seit 1949/50 in einem fast undurchdringlichen Gerüst vor gelbem Wolkenhimmel tummeln, waren mit 16 bis 22 Millionen Dollar zu hoch angesetzt.

Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von 90 Prozent und einer wertmäßigen von 87 Prozent kann Christie’s eigentlich recht zufrieden sein. Doch hatte der Erzrivale Sotheby’s das weitaus bessere und umfangreichere Angebot zusammengetragen und damit rund 422 Millionen Dollar eingeheimst. Christie’s dagegen brachte es nur auf ein Ergebnis von 165,6 Millionen Dollar, das sich erst recht bescheiden ausnimmt, vergleicht man es mit der Zeitgenossenauktion. Hier standen am Ende fast 853 Millionen Dollar in den Büchern von Christie’s.

Neben Manet schlossen die Impressionisten ordentlich, aber nicht euphorisch ab. Pierre-Auguste Renoirs Mädchen im eleganten, weißen Kleid, begleitet von einem ebenfalls weißen Vogel, kommt nun in den asiatischen Handel. Bei Christie’s erfüllte sich die untere Taxe des 1886 entstandenen Ölgemäldes von 5 Millionen Dollar. Seine atmosphärische sommerliche „Paysage avec figures“ um 1890 konnte sich dagegen leicht auf 1,6 Millionen Dollar verbessern (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD). Claude Monets „Port-Coton: Le Loin“ von 1886 mit grünweißem Wellen, die heftig gegen die schroffen Küstenfelsen preschen, brachte es auf 3,4 Millionen Dollar (Taxe 3 bis 5 Millionen USD), Camille Pissarros schlichte „Laveuse dans le jardin d’Eragny“ von 1899 auf 1,4 Millionen Dollar (Taxe 1,4 bis 1,8 Millionen USD) und Vincent van Goghs frühe, unspektakuläre Landschaft „In de Duinen“ von 1883 auf 1,5 Millionen Dollar.

Die Kunden schätzten auch die Kubisten und Futuristen. So platzierte Pablo Picasso sein buntes und von barocken Ranken umgebenes Stillleben „Guitare“ von 1920 im oberen Bereich der Taxe bei 4,6 Millionen Dollar. Seine collagierte und gezeichnete „Figure“ von 1913 übersprang sogar die Erwartung von 1,5 bis 2,5 Millionen Dollar und brachte gute 3,7 Millionen Dollar ein. Gino Severini belegte mit „Etude pour Autoportrait au canotier“ von 1912/13 einen Rang unter den Top Ten. Das Selbstporträt im geometrisch aufgelösten Dandychic brachte 4,1 Millionen Dollar ein und setzte somit einen neuen Rekord für eine Zeichnung des Italieners. Ebenfalls unter den besten Zehn konnte sich Georges Braque mit „Guitare et rhum“ von 1918 einreihen. Das ovale Stillleben erreichte statt 2 bis 3 Millionen Dollar einträgliche 4 Millionen Dollar. Im unteren Preissegment konnte sich Juan Gris mit 900.000 Dollar für seine Zeichnung „Verre et carafe sur une table“ von 1913 über ein gutes Ergebnis freuen (Taxe 500.000 bis 800.000 USD). Skulptural wurde es mit dem „Symmetrical Torso“ von Alexander Archipenko. Die weiße weibliche Marmorgestalt von 1921 verdoppelte ihre Schätzung auf 1,4 Millionen Dollar.

Zwei Mal unter die besten Zehn schaffte es auch Joan Miró. Seine stilisierte Landschaft „Tuilerie à Moint-roig“ zeigt in Brauntönen eine Ziegelfabrik und die verschiedenen Arbeitsschritte der Ziegelherstellung, ohne das nur ein Arbeiter zu sehen wäre. Das frühe Gemälde aus dem Jahr 1918 erstand ein britischer Privatsammler für 7,6 Millionen Dollar (Taxe 5 bis 8 Millionen USD). Die „Peinture“ von 1953 ist dagegen ein typisches Werk für Miró: Eine schwarze geschwungene Linie leistet einem grünen Sichelmond und einem Stern Gesellschaft. Britischer Handel konnte hier schon bei 4,3 Millionen Dollar zulangen (Taxe 5 bis 8 Millionen USD). Henri Matisse schuf die „Nu assis, fond bleu“, die sich im weißen durchsichtigen Umhang auf blau-schwarz gestreiftem Untergrund räkelt, im Jahr 1936. Mit 4,7 Millionen Dollar für die gut gebaute Blondine hieß es: Erwartungen erfüllt (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). Einbußen mussten dagegen René Magrittes „Mademoiselles de l’Isle Adam“ hinnehmen. Die nackten, paradiesisch schönen Frauen von 1942, die am brennenden Himmelsgewölbe nur in ihren Umrissen auftauchen, wurden schon bei 4,3 Millionen Dollar abgegeben (Taxe 5 bis 7 Millionen USD).

Marc Chagall hat durch eine Preissteigerung seines vielfigurigen Gemäldes „Scène biblique“ von 1980 einen Anlass zum Feiern. Anstatt wie angesetzt 1,5 bis 2 Millionen Dollar, kamen schließlich 3,3 Millionen Dollar zusammen. Chaïm Soutines „Nature morte aux poissons, œufs et citrons“ von 1924 konnte mit 2,2 Millionen Dollar die Erwartungen ebenfalls übertreffen (Taxe 800.000 bis 1.200.000 USD). Und auch zwei Künstler aus dem deutschsprachigen Raum überraschten: Egon Schieles Gouache „Stadt am blauen Fluss (Krumau)“ von 1910 konnte 2,5 Millionen Dollar auf sich vereinen (Taxe 800.000 bis 1.200.000 USD), und Paul Klees aus kleinen Pinselstrichen konstruierte Naturerinnerung „POR“ von 1931 legte als Eröffnungslos mit 1,25 Millionen Dollar einen fulminanten Start in die Auktion hin (Taxe 400.000 bis 600.000 USD).

Alle Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s Rockefeller Center

20 Rockefeller Plaza

US-10020 New York

Telefon:+1 (212) 6362000

Telefax:+1 (212) 6362399

E-Mail: info@christies.com



21.11.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Mona Zimmer

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Egon Schiele, Stadt am blauen Fluss (Krumau), 1910
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 héron), 1886
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 Manet, Le Printemps, 1881
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Paul Klee, POR, 1931
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Chaïm Soutine, Nature morte aux poissons, œufs et citrons, um 1924

Chaïm Soutine, Nature morte aux poissons, œufs et citrons, um 1924

Taxe: 800.000 - 1.200.000 USD

Zuschlag: 2.200.000,- USD

Losnummer: 39

Vincent van Gogh, In de Duinen, 1883

Vincent van Gogh, In de Duinen, 1883

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 USD

Zuschlag: 1.500.000,- USD

Losnummer: 10

Claude Monet, Port-Coton: Le Lion, 1886

Claude Monet, Port-Coton: Le Lion, 1886

Taxe: 3.000.000 - 5.000.000 USD

Zuschlag: 3.400.000,- USD

Losnummer: 15

Juan Gris, Verre et carafe sur une table, 1913

Juan Gris, Verre et carafe sur une table, 1913

Taxe: 500.000 - 800.000 USD

Zuschlag: 900.000,- USD

Losnummer: 23

Pierre-Auguste Renoir, La jeune fille au cygne (La jeune fille au héron), 1886

Pierre-Auguste Renoir, La jeune fille au cygne (La jeune fille au héron), 1886

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Zuschlag: 5.000.000,- USD

Losnummer: 19

Pierre-Auguste Renoir, Paysage avec figures, um 1890

Pierre-Auguste Renoir, Paysage avec figures, um 1890

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 USD

Zuschlag: 1.600.000,- USD

Losnummer: 9

Egon Schiele, Stadt am blauen Fluss (Krumau), 1910

Egon Schiele, Stadt am blauen Fluss (Krumau), 1910

Taxe: 800.000 - 1.200.000 USD

Zuschlag: 2.500.000,- USD

Losnummer: 7

Paul Klee, POR, 1931

Paul Klee, POR, 1931

Taxe: 400.000 - 600.000 USD

Zuschlag: 1.250.000,- USD

Losnummer: 1

Pierre-Auguste Renoir, La jeune fille au cygne (La jeune fille au héron), 1886

Pierre-Auguste Renoir, La jeune fille au cygne (La jeune fille au héron), 1886

Taxe: 5.000.000 - 7.000.000 USD

Zuschlag: 5.000.000,- USD

Losnummer: 19

Camille Pissarro, Laveuse dans le jardin d’Eragny, 1899

Camille Pissarro, Laveuse dans le jardin d’Eragny, 1899

Taxe: 1.400.000 - 1.800.000 USD

Zuschlag: 1.400.000,- USD

Losnummer: 18




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