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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Kunst und Antiquitäten bei Fischer in Luzern

Mit Franzosen zu Millionen



Mit Künstlern insbesondere aus französischen Landen hat das Luzerner Auktionshaus Fischer wieder Großes vor in seiner kommenden Herbstauktion. Mit einigen kleinen, aber qualitätvollen Werken des Impressionismus geht es los wie Camille Pissarros Gouache „Baigneuses s’essuyant au bord de l’eau“ oder Pierre-Auguste Renoirs später voluminöser „Nu assis, vu de dos“ von circa 1915 für jeweils 80.000 bis 120.000 Franken. Dann betritt der erste Millionenkandidat die Bühne: Pierre Bonnards frühlingsfroher Landschaftsausschnitt „Les amandiers en fleure, cactus et figure d’enfant“ von etwa 1942, das durch seine malerische Frische ebenso wie das ungewöhnliche Motiv besticht, soll 1,5 bis 1,8 Millionen Franken einspielen. Wenig später steigen die Ansprüche nochmals an: 1,8 bis 2,2 Millionen Franken stehen auf dem Etikett von Joan Mirós zeichenhafter „Femme et oiseau devant la nuit“ vor blauem Grund aus dem Jahr 1944. Wie die übrigen stammt auch dieses kleine, aber feine Werk aus Schweizer Privatbesitz.


Moderne und zeitgenössische Kunst

Die klassische Moderne ist am 27. November die jedenfalls für die vermögendsten Kunden wohl interessanteste Abteilung auf der Fischer-Auktion. Millionenwerte werden über Bonnard und Miró hinaus zwar nicht erwartet, aber mit immerhin für 350.000 bis 450.000 Franken ist Fernand Légers kubistische Tuschezeichnung „Composition aux éléments mécaniques“ von 1917 dabei. Louis Valtat stellt einen farbkräftigen Strauß von „Anemonen in einer Vase“ vor rotem undefinierbarem Hintergrund für 50.000 bis 70.000 Franken zur Verfügung, und Maurice Utrillo eine menschenleere, ruhige Straße am „Moulin de la Galette à Montmartre“ für 90.000 bis 120.000 Franken. Maurice de Vlaminck macht es ähnlich; nur ist seine Dorfstraße mit Kirche um drei Personen bereichert (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Interessant für Fans von Serge Poliakoff ist vielleicht dessen gegenständliches Frühwerk „Nature morte au paquet de cigarettes“ von circa 1931 in den Formen einer gemäßigt aufgefassten Neuen Sachlichkeit (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR).

Die Schweizer beteiligen sich mit Alfred Heinrich Pellegrinis lyrisch-expressivem „Mädchen mit Reh“ von 1913 (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR) und Cuno Amiets aufs Wesentliche reduziertem „Baum mit Figur“ von 1954 (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR), während Carl August Liner bei seinen „Apfelbaum“ voll mit roten Früchten 1934 ganz ohne den Menschen auskommt (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). Die Bergwelt feiern Emilio Longoni mit seiner sommerlichen Alpenwiese samt weidenden Kühen (Taxe 18.000 bis 25.000 SFR) und Félix Vallotton mit seinem symbolistischen Holzschnitt „La Jungfrau“ (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR). Alberto Giacometti veranlasst zum Staunen: Der gerade einmal Zehn- bis Elfjährige meisterte 1911/12 mit Bravour die Abbildung eines Vogels im Gebüsch in Bleistift (Taxe 35.000 bis 45.000 SFR) und legte sogar schon eine gewisse künstlerische Haltung in seine Genreszene „Nach der Bärenjagd“ (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Gustave Buchet steuert die Cézannesche Landschaft „Fiesole“ von 1947 (Taxe 10.000 bis 12.000 SFR) und seine zwei gerundeten, gegenläufig drapierten Akten von 1940 bei (Taxe 25.000 bis 32.000 SFR).

Die jüngere Kunst ist weitgehend abstrakt. Maurice Estèves farbenfrohes gestisches Bild „Farfu-Charpentier“ von 1978 (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR), André Lanskoys aus schmalen Streifen aufgebautes „Gris comme le jour“ von 1968 (Taxe 180.000 bis 240.000 SFR), Max Weilers unbetitelte Komposition erdiger Farbflächen und -bahnen von 1962 (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR) oder Sam Francis in seiner quirligen Nummer „SF73-083“ von 1973 verzichten doch alle mehr oder weniger völlig auf Erinnerungen an die Figuration (Taxe 150.000 bis 180.000 SFR). Minimalistisch wird es mit Ben Nicholsons stark hochformatigem Relief „October 1959 (vertical column)“ (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR), und fast noch minimalistischer mit zwei Arbeiten des 1937 geborenen und 2012 verstorbenen Russen Eduard Steinberg. Seine beiden „Compositions“ von Dezember 1978 und März 1979 sind geprägt durch eine fast unscheinbare Farbigkeit weniger wie zufällig verteilter Elemente, die mitunter wirken, als wollten sie möglichst rasch von der Leinwand verschwinden. Fred Sandback und Antonio Calderara, natürlich auch die alte russische Garde der Konstruktivisten und Suprematischen fallen einem da ein. Steinberg hätte vielleicht mehr als die zwischen 12.000 und 25.000 Franken veranschlagten Bewertungen verdient.

Alte und Neuere Meister

Teuerstes Werk der Altmeister am 26. November ist eine Gemeinschaftsarbeit der Antwerpener Maler Jan Breughel d.J. und Pieter van Avont. Letzterer zeichnete die Figuren in ihrer „Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“, die Breughel in eine weite Landschaft mit Blick auf ein kleines Schloss verlegte (Taxe 90.000 bis 120.000 SFR). Ihr Landsmann Osias Beert d.J. scheint für ein Früchtestillleben mit Weingläsern und prunkvollen Silbergefäßen verantwortlich zu zeichnen. Laut altem Etikett soll die kleine Holztafel 1675 bemalt worden sein (Taxe 28.000 bis 35.000 SFR). Zwei weitere Stillleben, diesmal mit prächtigen Blumengebinden neben Stoffdraperien, werden im Gesamtwert von 35.000 bis 45.000 Franken von dem 1699 in London gestorbenen Jean-Baptiste Monnoyer angeboten, und von dem Neapolitaner Giovanni Battista Ruoppolo stammt ein Arrangement aus Weintrauben, Granatäpfeln und weiteren Früchten in einer Landschaft für 50.000 bis 70.000 Franken. Der berühmte Rokokomaler François Boucher ist mit einer Rötelzeichnung vertreten, die das Gemälde „Le Trébuchet“ vorbereitet (Taxe 50.000 bis 80.000 SFR).

Bei den jüngeren Meistern steht Landschaftliches im Vordergrund. Caspar Wolfs fast romantischer, jedenfalls aber auch sehr erhabener Blick von Breitlauinen gegen den Breithorngletscher tritt vermittelnd zwischen den Epochen auf, wenngleich die knapp halbmeterbreite Leinwand noch dem 18. Jahrhundert angehört (Taxe 90.000 bis 120.000 SFR). Idylle pur prägt eine pastorale Landschaft mit Landsitz Eichberg und fernen Berner Alpen von Pierre-Louis de La Rive (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR). Louis-Léopold Robert bereicherte seine Landschaft bei Rom im Jahr 1820 um lagernde Briganten und gab der Leinwand damit etwas Erzählerisches (Taxe 18.000 bis 24.000 SFR). Auch Jacques Alfred van Muyden hielt sich gerne in Italien auf und fand hier sein Motiv für ein Eselsgespann mit Kapuziner und junger stillender Mutter auf staubiger Landstraße von 1837 (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR).

Alexandre Calames frühabendlicher Bergsee mit Reihern von 1847 (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR), seine große Eichengruppe (Taxe 12.000 bis 16.000 SFR) und Johann Gottfried Steffans „Bergsee bei untergehender Sonne“ von 1897 spielen dann wieder in heimatlichen Gefilden (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR). Von Österreich ist Thomas Ender angereist, um auf seinem Aquarell das Matterhorn mit dem Riffelhaus majestätisch einzufangen (Taxe 2.500 bis 4.000 SFR). Charles-François Daubignys freiluftiges Seestück „Les Bords de la Tamise, Temps gris“ von 1866 (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR) und Gustave Courbets etwa um dieselbe Zeit entstandener „Paysage, Roches et Cascade“ vertreten die modernen Strömungen im 19. Jahrhunderts (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Noch einmal einen Ausflug in die Stilllebenmalerei unternimmt man mit Adolphe Monticelli. Stilistisch weisen seine um 1850 als Frühwerk abkonterfeiten Pfingstrosen und anderen Blumen bereits auf den Impressionismus voraus (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR).

Kunsthandwerk

Wie immer reich ist die Auswahl an Kunsthandwerklichem am 27. und 28. November. Erwähnt werden möchte ein kastenartiger Kabinettschrank aus Süddeutschland oder Tirol mit hübschen Renaissancetafeln, auf denen diverse Landschaften, teils ruinös, mit Tieren im Vordergrund zu sehen sind (Taxe 18.000 bis 25.000 SFR). Hohe Ansprüche stellen einige Silberarbeiten wie ein allseitig mit Blütenbuckeln in den Raum vorstoßender Barockhumpen des Zürcher Meisters Hans Caspar Fäsy (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR) oder ein demgegenüber ganz schlicht geformter, aber mit meisterlichen Landschaften gravierter Deckelhumpen von Cornelius Poppe aus Augsburg aus den späten 1690er Jahren (Taxe 50.000 bis 60.000 SFR). Mit Schmuck aus dem Besitz der Nachkommen von Familie Bonaparte, wie einem französischen Smaragd-Diamant-Collier, kann man sich behängen, wenn man bis zu 120.000 Franken nach Luzern mitbringt.

Die Auktion beginnt 26. November mit den Gemälden Alter und Neuerer Meister um 14 Uhr. Am 27. November steht ab 9 Uhr der erste Teil des Kunsthandwerks auf dem Programm, um 14 Uhr folgt die Moderne und Zeitgenössische Kunst. Der 28. November ist ab 9 Uhr dann dem Kunsthandwerk, dem Schmuck und den Uhren vorbehalten. Der Katalog ist im Internet unter www.fischerauktionen.ch abrufbar.

Kontakt:

Galerie Fischer Auktionen AG

Haldenstrasse 19

CH-6006 Luzern

Telefax:+41 (041) 418 10 80

Telefon:+41 (041) 418 10 10

E-Mail: info@fischerauktionen.ch



25.11.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Galerie Fischer Auktionen

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Cornelius Poppe, Deckelhumpen, Augsburg 1697/98
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Gustave Courbet, Paysage, Roches et Cascade, um 1866

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Pierre-Louis de La Rive, Pastorale mit Landsitz Eichberg und Berner Alpen in der Ferne

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Cornelius Poppe, Deckelhumpen, Augsburg 1697/98

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Kabinettschrank, Süddeutschland oder Tirol, 16. oder 17. Jahrhundert

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Pierre-Auguste Renoir, Nu assis, vu de dos, um 1915

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