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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Gute Ergebnisse für die Glaswaren bei Fischer in Heilbronn

Geld mit Regen



Deckelbecher mit Goldrubinfäden, Riesengebirge oder Helmbachhütte, Anfang 18. Jahrhundert

Deckelbecher mit Goldrubinfäden, Riesengebirge oder Helmbachhütte, Anfang 18. Jahrhundert

Das Geschäft mit Glas läuft im Heilbronner Auktionshaus Dr. Fischer gut. Mit einer Absatzquote von über 51 Prozent schloss die vergangene Versteigerung ab. Vor allem bei den älteren Stücken verzeichnete der in Deutschland auf diesem Sektor führende Spezialist gute Ergebnisse, und auch preislich gab es hier manchen Ausreißer nach oben. Ein hohes Bandwurmglas des 17. Jahrhunderts aus deutschen Landen beispielsweise brachte es auf taxgerechte 5.000 Euro, und bei 3.300 Euro nur knapp unterhalb der Schätzung verabschiedete sich ein etwas jüngerer Krug aus grünem, dickwandigem Glas mit verziertem Henkel. Für eine Überraschung gut war eine wohl spanische Tazza ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert in hellolivfarbenem Glas mit umlaufendem Fadenkranz: Ihr Wert verdreifachte sich von 800 bis 900 Euro auf 2.600 Euro. Ein blutroter Glasflakon mit französischer Metallmontierung musste von 1.200 bis 1.500 Euro auf 2.800 Euro gehoben werden, und gleich darauf schaffte ein ebenfalls mit goldrubinfarbenen Fäden verzierter Deckelbecher aus dem frühen 18. Jahrhundert den Sprung von 800 bis 1.000 Euro auf 2.200 Euro.


Den überraschenden Höchstpreis bei den älteren Stücken erzielte am 14. März eine olivfarbene Siegelflasche aus der schwedischen Glashütte Henrikstorp mit der Datierung 1752: Statt 1.500 bis 2.000 Euro kamen hier 6.500 Euro heraus. Damit lag sie noch vor den fein gearbeiteten, aber recht häufigen Schnittgläsern aus Spätbarock und Rokoko, die über 3.000 Euro unter Vorbehalt für einen Potsdamer Deckelpokal von circa 1715 mit dem Portraitmedaillon König Friedrich Wilhelms I. von Preußen nicht hinausgelangten. Nur ein emailbemalter Wappenhumpen von 1702 mit dem Staatswappen des sächsischen Herzogs und polnischen Königs August des Starken lag mit 6.500 Euro gleichauf, allerdings bei etwas höherer Schätzung von 4.000 bis 4.500 Euro. Eine runde Glasscheibe mit dem löwenhaltenden Wappen von Luzern und der Aufschrift „Die löbliche Statt Lucern Anno 1645“ verbesserte sich von 300 Euro auf 1.100 Euro.

Das 19. Jahrhundert beeindruckte zunächst mit technisch perfekten Schnittgläsern wie einem Gablonzer Fußbecher des Meisters Anton Simm aus der Zeit um 1835 mit den auch bildlich umgesetzten Bitten des Vaterunsers für 4.400 Euro (Taxe 3.400 bis 3.800 EUR). Carl von Scheidt bemalte 1814 in der Werkstatt Samuel Mohns einen Zylinderbecher mit einer Dresden-Vedute und nahm dafür 9.000 Euro ein (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Gelegentlich durfte es auch sehr bunt sein wie bei einem Uranglasbecher in Blau und Grün mit etwas Gold von Friedrich Egermann aus Blottendorf für 4.000 Euro (Taxe 2.000 bis 2.200 EUR), einem siebenteiligen böhmischen Tête-à-tête in unübersehbarem Blau für 2.200 Euro (Taxe 500 bis 800 EUR) oder einer mit Insekten verzierten Prunkvase der Firma Ludwig Moser & Söhne in Karlsbad aus der Zeit um 1880 in etwas hellerem Blau für 3.900 Euro (Taxe 800 bis 1.200 EUR). Bei den Briefbeschwerern tat sich ein Exemplar aus den Cristalleries de Clichy mit Blütenzweig bei 1.600 Euro besonders hervor (Taxe 280 bis 400 EUR).

Zu dem gelegentlich angepeilten fünfstelligen Zuschlagspreis für den Jugendstil hat es ganz knapp nicht gereicht: Bei 9.500 Euro für die von Henri Bergé entworfene Vase „Crocus“ der Daum Frères aus dem Jahr 1906 war Schluss (Taxe 9.000 bis 11.000 EUR). Bergés kleine Vase „Pluviose“ mit einer Regenlandschaft, ebenfalls produziert bei den Daum Frères, wanderte erst bei 5.000 Euro nach Japan ab (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR). Für ihre bunte Zylindervase, auf der Margeriten mit goldenen Glasplättchen als Blütenzentrum emporwachsen, interessierte sich bei Sammler aus Monaco bei 8.000 Euro (Taxe 7.500 bis 8.500 EUR). Insgesamt aber war bei den französischen Waren das Interesse groß und schlug sich in 9.000 Euro für eine plastische Ringelblumenblütenvase von Gabriel Argy-Rousseau von 1920 (Taxe 6.500 bis 7.500 EUR) oder 5.200 Euro für eine Emile Gallé-Vase von circa 1906/14 mit einem Blick auf Rio de Janeiro nieder (Taxe 800 bis 1.000 EUR). Auch der Art Déco-Spezialist René Lalique hielt bei diesen Preisen mit und gab die amberfarben schimmernde Kugelvase „Formose“ mit ihrem Fischdekor von 1924 für gute 5.000 Euro nach Südafrika ab (Taxe 1.200 bis 1.600 EUR).

Auf österreichischer Seite sind eine um 1911 von Josef Hoffmann für Lötz Witwe entworfene Bechervase in Schwarz-Grün mit geometrischem und stilisiertem Blütendekor für 5.000 Euro (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR) und eines der unverwechselbaren hohen Weingläser Otto Prutschers für Meyr’s Neffe mit grüngelbem Überfang und Rechteckschliffen von etwa 1906 für taxkonforme 3.600 Euro zu nennen. Moriz Jung hatte sich 1911/14 für sein Weinglas eine schwarze Bemalung mit einer mythologisch inspirierten Szene samt reitendem Faun auf einem Steinbock ausgedacht. Hier kamen 3.200 Euro zusammen (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR). Die Firma Ludwig Moser & Söhne aus Karlsbad verzierte die Kuppa ihres nun 1.600 Euro teueren Glases mit einer Lilienblüte in Grün und Orange (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR).

Während Paolo Veninis verwirrend kleinteilig in Grün und Rot dekorierte „Murrine“-Vase aus den frühen 1950er Jahren bei 12.000 bis 15.000 Euro liegenblieb, reüssierte die Murano-Abteilung mit anderen Klassikern wie Carlo Scarpas genoppter Kugelvase „Corroso a Bugne“ von 1936 für 5.000 Euro (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR) oder Ermanno Tosos bunt geblümter Vase „Kiku“ von circa 1955 für 6.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). An die Spitze setzte sich ein mutmaßlich von Pablo Picasso stammender Entwurf: Ein stark stilisierter und auf die – jedenfalls für Picasso – wesentlichen Körperteile von Kopf und Brüsten reduzierter Frauenakt aus kobaltblauem Glas fand erst bei 9.500 Euro einen siegreichen amerikanischen Bieter (Taxe 1.000 bis 1.500 EUR).

Erst gegen Ende gelangte das Hauptlos der Auktion zum Aufruf: Vladimíra Klumpars gut einen Meter hohes kobaltblaues Objekt „After Rain“, als Unikat erst vor etwa sechs Jahren hergestellt, konnte mit 30.000 Euro jedenfalls annähernd das einlösen, was es mit 34.000 bis 38.000 Euro versprochen hatte. Auch andere Werke aus dem vielgestaltigen Schaffen der jüngeren Glaskünstler bereiteten Fischer manch erfreuliches Ergebnis, so Dominick Labinos Objekt „Break-Through“ von 1978 im zeittypischen Look verschiedener Violetttöne für 7.000 Euro (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR) oder Concetta Masons postmodernes Gebilde „The Primary City“ von circa 1980 für 2.600 Euro (Taxe 400 bis 600 EUR). Für Pavel Hlavas farbloses Vasenobjekt um 1965 in organisch wachsender Struktur entschied sich ein Kunde aus Tschechien zur oberen Schätzung bei 5.000 Euro. Auch die Deckeldosen des Japaners Kyohei Fujita waren begehrt. Seine luxuriös in Goldgrün schimmernde Version blieb bei 6.500 Euro in Deutschland (Taxe 4.800 bis 5.500 EUR). Ein drolliges „Piratenschiff“ von Bolek Giefert und Mateusz Maraj aus dem Jahr 2007 schipperte schließlich bei 4.400 Euro davon (Taxe 4.400 bis 4.800 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Kunstauktionshaus Dr. Jürgen Fischer

Trappensee-Schlösschen

DE-74074 Heilbronn

Telefax:+49 (07131) 15 55 720

Telefon:+49 (07131) 15 55 70

E-Mail: info@auctions-fischer.de



29.03.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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14.03.2015, 237. Auktion: Europäisches Glas & Studioglas

Bei:


Heilbronner Kunst- und Auktionshaus Dr. Jürgen Fischer

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Zwei Kilo schwer und doppeldaumendick

Kunstwerk:

René
 Lalique, Vase „Formose“, 1924
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Henri Bergé, Vase „Pluviose“, 1899/1902
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Kunstwerk:

Emile Gallé, Vase mit der Ansicht von Rio de Janeiro, um 1906/14
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Briefbeschwerer, Cristalleries de Clichy, Mitte 19. Jahrhundert
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Vase mit Insekten, Ludwig Moser & Söhne, Karlsbad um 1880
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Trinkservice „Tête-à-tête“, Böhmen, Mitte 19. Jahrhundert
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Glasscheibe mit dem Wappen von Luzern, Schweiz, 17. Jahrhundert

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Taxe: 300 - 400 EURO

Zuschlag: 1.100,- EURO

Losnummer: 258

Josef Hoffmann, Bechervase, um 1911

Josef Hoffmann, Bechervase, um 1911

Taxe: 3.500 - 4.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 639

Mateusz Maraj und Bolek Giefert, Piratenschiff, 2007

Mateusz Maraj und Bolek Giefert, Piratenschiff, 2007

Taxe: 4.400 - 4.800 EURO

Zuschlag: 4.400,- EURO

Losnummer: 1014

Emile Gallé, Vase mit der Ansicht von Rio de Janeiro, um 1906/14

Emile Gallé, Vase mit der Ansicht von Rio de Janeiro, um 1906/14

Taxe: 800 - 1.000 EURO

Zuschlag: 5.200,- EURO

Losnummer: 547

Bandwurmglas, Deutschland, 17. Jahrhundert

Bandwurmglas, Deutschland, 17. Jahrhundert

Taxe: 4.500 - 6.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 24

Carlo Scarpa, Vase „corroso a bugne“, 1936

Carlo Scarpa, Vase „corroso a bugne“, 1936

Taxe: 4.000 - 6.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 854

Dominick Labino, Break-Through, 1978

Dominick Labino, Break-Through, 1978

Taxe: 2.500 - 3.000 EURO

Zuschlag: 7.000,- EURO

Losnummer: 981

 Glashütte Potsdam, Deckelpokal mit Portrait Friedrich Wilhelm I. von Preußen, Potsdam, um 1715

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Taxe: 4.500 - 6.500 EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 180

Friedrich Egermann, Uranglasbecher mit Steinglasüberfang, Blottendorf um 1830/35

Friedrich Egermann, Uranglasbecher mit Steinglasüberfang, Blottendorf um 1830/35

Taxe: 2.000 - 2.200 EURO

Zuschlag: 4.000,- EURO

Losnummer: 335

Kyohei Fujita, Deckeldose

Kyohei Fujita, Deckeldose

Taxe: 4.800 - 5.500 EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 992

Anton Simm, Fußbecher mit Vaterunser, Gablonz um 1835

Anton Simm, Fußbecher mit Vaterunser, Gablonz um 1835

Taxe: 3.400 - 3.800 EURO

Zuschlag: 4.400,- EURO

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Wappenhumpen, Sachsen, 1702

Wappenhumpen, Sachsen, 1702

Taxe: 4.000 - 4.500 EURO

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