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Böcklin in Basel

Melancholie und Mythos als produktive Momente



Arnold Böcklin,  Die Toteninsel, 1883

Arnold Böcklin, Die Toteninsel, 1883

Da die letzte Retrospektive von Arnold Böcklin, einem der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts, nun schon 20 Jahre zurückliegt, präsentiert das Baseler Kunstmuseum anlässlich seines hundertsten Todestages nun das Schaffen des großen Symbolisten. In einer umfangreichen Schau werden Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Meisters vorgestellt. Das Baseler Museum vereint dabei 90 Gemälde, die durch eine Auswahl von Zeichnungen im Kupferstichkabinett im ersten Stock des Hauses ergänzt werden.



Die chronologische Anordnung der Ausstellung beginnt mit Böcklins romantischen Landschaften, die nach dem Studium bei dem großen Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer an der Düsseldorfer Kunstakademie entstanden. Am Anfang waren seine Bilder dabei von der Umgebung seines Geburtsortes Basel und dem Schweizer Gebirge geprägt, wie in dem Bild „Hochgebirgslandschaft mit Gemsen“ klar zu erkennen ist. Doch schon im nächsten Ausstellungsraum zeigt sich der Einfluss seiner vorrübegehenden Wahlheimat in dem Bild „Römische Landschaft“ von 1852. Unter dem italienischen Einfluss bevölkerte Böcklin seine Landschaften zunehmend mit Wesen des antiken Götterhimmels und der Mythologie. „Pan im Schilf“ bescherte ihm zunehmenden Erfolg und einen Ruf an die Weimarer Kunstakademie, nachdem Ludwig I. 1859 eine große Version für die Neue Pinakothek in München erworben hatte. Die Baseler Ausstellung präsentiert nun die erste Fassung aus dem Jahre 1856/57 neben der des Münchener Hauses.

Wieder nördlich der Alpen gewannen Portraitbilder betuchter Auftraggeber an Bedeutung. So entstand 1861 das düstere „Bildnis der Schauspielerin Fanny Janausckek“, die mit ihrer Darstellung wegen des Verzichtes auf theatralische Effekte unzufrieden gewesen sein soll. Heroischer ist das „Bildnis Angela Böcklin als Muse“. Es zeigt die Frau des Malers 1863 nach seiner Flucht aus der höfischen Enge in Weimar und nach seiner Rückkehr nach Rom. Schon ein Jahr später fand Böcklin in dem Bild „Villa am Meer“ mit der Einbettung von Architektur und Figur in eine Landschaft zu einer seiner eindruckvollsten Darstellungen. Von den vier ausgeführten Versionen werden in Basel drei gezeigt. In diesen Bildern kündigen sich schon ganz die unentschlüsselbaren Geheimnisse und die düstere Melancholie des Symbolismus an.

Das die Figur gegenüber der Landschaft an Bedeutung gewann ist unter anderem an der Darstellung des „Kentaurenkampes“ sichtbar. In diesem Gemälde gelingt Böcklin unter dem Eindruck des deutsch-französischen Krieges die Verbindung eines mythologischen Themas mit einem Symbol des Kampfes. Stellte schon der ab 1856 gemalte „Pan im Schilf“ eine mythologische Szene am Wasser dar, bevölkerte Böcklin ab den 1870er Jahren das Meer, so dass Nereiden und Tritonen zu häufigem Bildpersonal wurden. Zu einer ähnlichen Bildtradition wie der „Villa am Meer“ kehrte Böcklin im Jahr 1880 zurück, in dem er die erste Fassung seiner „Toteninsel“ malte. Sein wohl berühmtestes Bildmotiv traf das Lebensgefühl der ganzen Epoche. In Basel hat der Besucher jetzt zum ersten Mal die Gelegenheit drei der insgesamt fünf Versionen des Bildes von 1880 bis 1886 nebeneinander an einer Wand zu sehen. Hier, aber auch in den übrigen Räumen der Ausstellung, kommt dem Betrachter die unprätentiöse Hängung mit schlichen Informationstafeln zugute.

Zum großen Vorbild für die Surrealisten und die Maler der Pittura Metafisica wurde Böcklin unter anderem mit seinem Gemälde „Odysseus und Kalypso“, zudem er 1882 durch die Beschäftigung mit Homers „Odyssee“ angeregt wurde. Unter den sechs in Basel gezeigten Selbstporträts ist das „Selbstbildnis mit fiedelndem Tod“ am berühmtesten. Das Bild entstand 1872 lange bevor der Maler in Fiesole nahe Florenz verstarb. Auch scheint Böcklin von der Gestalt des Todes nicht zurückzuschrecken, sondern andächtig und zum Malen bereit dem stehenden Ton zu lauschen. Der Tod ist also weniger ein Hemmnis für den produktiven Künstler sondern eher anregendes Moment und melancholischer Augenblick.

Die Ausstellung „Arnold Böcklin. Eine Retrospektive“ läuft noch bis zum 26. August. Die Zeichnungen im Kupferstichkabinett sind allerdings nur noch bis zum 12. August zu sehen. Das Museum ist täglich, außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs zusätzlich bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet 14 Franken, ermäßigt 12 Franken. Kinder bezahlen bis zum 16 Lebensjahr nur 7 Franken. Zu der Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog, der an der Museumskasse 60 Franken kostet.

Kontakt:

Kunstmuseum Basel | Hauptbau

St. Alban Graben 16

CH-4010 Basel

Telefax:+41 (061) 206 62 52

Telefon:+41 (061) 206 62 62

E-Mail: info@kunstmuseumbasel.ch

Startseite: www.kunstmuseumbasel.ch



02.08.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Lars Breuer

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