Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 17.12.2019 Auktion 71: Alte und Moderne Kunst – Autographen und Manuskripte – Illustrierte Bücher

© Galerie Auktionshaus Hassfurther

Anzeige

Enten am Wehr / Alexander Koester

Enten am Wehr / Alexander Koester
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

spring swing, 2012 / Heinz Mack

spring swing, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Van Ham versteigert die umfangreiche Sammlung Achenbach in Düsseldorf und Köln – ein Teil ist allerdings auch zu Sotheby’s gewandert

Lagerräumungsverkauf



Das Kunstlager von Helge Achenbach wird versteigert

Das Kunstlager von Helge Achenbach wird versteigert

Vier Tage hat sich Van Ham genommen, um den größten Teil der Sammlung des insolventen und im März zu sechs Jahren Haft verurteilten Kunstberaters Helge Achenbach zu versteigern. In den rund 2.100 Kunstwerken, die vom 17. bis zum 20. Juni in Düsseldorf und Köln auf dem Programm stehen, sieht das rheinische Auktionshaus die „vermutlich bisher umfangreichste Versteigerung Zeitgenössischer Kunst in Deutschland“. Doch einige gute Stücke hat sich auch das Londoner Auktionshaus Sotheby’s gesichert, das im Auftrag des Insolvenzverwalters noch bis Ende des Jahres versuchen wird, die Arbeiten von Thomas Houseago, Peter Doig, Max Ernst, Tony Cragg und anderen internationalen Größen möglichst gewinnbringend zu versilbern, damit die zahlreichen Gläubiger entschädigt werden können.


Die Van Ham überlassene Ware bestätigt den Eindruck, dass hier vor allem ein umfangreiches Bestandslager geräumt wird. Die Ansammlung ist im Profil ebenso wie qualitativ sehr heterogen. Die Versteigerung der „Highlights“ hat das Auktionshaus als Abschluss auf den Samstag gelegt. Bei insgesamt recht günstigen Schätzungen – rund 1.000 Werke sind unter 1.000 Euro taxiert – kommen vor allem umfangreichere Konvolute zum Aufruf, etwa ein knappes halbes Dutzend Gemälde A.R. Pencks für bis zu 30.000 Euro oder drei kleine abstrakte Bilder ohne Werknummer von Gerhard Richter aus dem Jahr 2008 für jeweils 40.000 bis 60.000 Euro. Überhaupt gibt es von großen Künstlern meist kleine Arbeiten wie etwa auch acht farbige Zeichnungen auf Papier von Georg Baselitz, allesamt recht neu aus dem Jahr 2013, für jeweils 12.000 bis 18.000 Euro. Da alle Objekte ohne Limit angeboten werden und der Name Helge Achenbach derzeit ein schillerndes Dasein führt, dürfte der Andrang auf die viertägige Auktion groß sein. Bei der Vorbesichtigung waren jedenfalls schon über 1.500 Interessierte zugegen, darunter auch Achenbachs Hauptgläubiger, die Familie des Aldi-Erben Berthold Albrecht.

Anspruch auf vollgültige Kunstwertigkeit erheben eine unbetitelte Acrylmalerei Günther Förgs mit großen monochromen Farbkreisen in Rot, Schwarz, Grün und Braun von 1999 und das graue, in der Mitte eingeschnittene Kissenbild „Trampolin“ Gotthard Graubners aus dem Jahr 1971, auch preislich mit 40.000 bis 60.000 Euro respektive 80.000 bis 120.000 Euro. Viel Platz benötigt der Käufer von Imi Knoebels abstraktem „Sandelholz“-Bild von 1997, das sich in drei Teilen über fast viereinhalb Meter erstreckt (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Aufmerksamkeit verdienen ferner zwei belgische Vertreter der abstrakten Kunst, beide Jahrgang 1932 und fast gleichaltrig in den 1980er Jahren verstorben: Walter Leblanc mit einem der Op Art verpflichteten Drehung von Polyvinylbändern vor schwarzer Hartfaserplatte unter dem Titel „Twisting Strips“ und Jef Verheyen mit einem minimalistischen, fein von Gelb zu Rosa und wieder zurück changierenden Farbfeld für jeweils 20.000 bis 30.000 Euro. Mit Licht, dessen Brechungen und Bewegung spielt Christian Megerts Spiegelobjekt von 1965 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR).

Unter den Fotografien finden sich hochwertige Arbeiten wie Candida Höfers großformatige Innenansicht der Loggia des luxuriösen, neobarock-schwülstigen Clubgebäudes Centro Naval in Buenos Aires von 2006 (Taxe 35.000 bis 40.000 EUR) oder Vera Lutters verfremdete Schwarz-Weiß-Ansicht des „Times Square VI, New York“ vom 1. August 2007 für 15.000 bis 20.000 Euro. Auch Thomas Struth interessiert sich für die Städte der Welt, angefangen bei seinem schwarzweißen, fast niedlichen Haus in der „South Kimbark Avenue“ von 1990 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR) bis zu den bunten, reklamegeschwängerten Ansichten der Megacities, wie in „City Tracks, Tokyo“ von 1991 (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR) oder „Avenida Tiradentes, Sao Paolo“ von 2001 (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Thomas Ruff richtete 1992 seine Kamera in den sternenreichen Nachthimmel und verlieh der so entstandenen Großaufnahme den nüchternen Titel „13h 18m/-60°“ (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR).

Hans-Peter Feldmanns Bildcollagen sind dann humorvolle und konzeptuelle Auseinandersetzungen mit weiblichen „Beinen“ (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR) oder „Allen Kleidern einer Frau“ von 1975 (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Franz Ackermann hält in seinen „Mental Maps“ Eindrücke seiner Reisen als subjektive bunte Erinnerung fest. Für „Collapse!“ collagierte er 2011 Fotografien städtischer Bürogebäude mit kartografischen Strukturen und wuchernder Ornamentik zu einer Mischtechnik auf Papier (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Der Collagetechnik bediente sich gerne auch der 2009 mit 27 Jahren verstorbene Dash Snow und nahm oft Zeitungsausschnitte her, um seine Kommentare zu Sexualität, Gewalt, Religion und Gesellschaft abzugeben, so auch in „Hot Lips“ von 2006/07 (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR) oder in der gleichaltrigen vierteiligen Serie „Good From Afar Far From A Good“ (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Ins Dreidimensionale greift Thomas Bayrles „Roadmap“ von 2003 aus. Auf dem aus Schaumstoff und Pappe erstellten Gitternetz beigefarbener und gelber Straßen lässt er kleine Spielzeugautos fahren (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Teuerste Skulptur ist Jonathan Meeses collageartige Bronze „Das Bildnis des Dr. Fu Manchu“, eine Adaption der Romanfigur des britischen Kriminalautors Sax Rohmer aus dem Jahr 2004, für 30.000 bis 50.000 Euro. Ebenso gruselig wirkt Frank Stellas Assemblage aus unterschiedlichen Metallteilen, die er 1993 wohl als Entwurf für große Schrottplastik „Sarreguemines“ erstellte (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Reichlich Auswahl besteht bei Jörg Immendorffs Affenskulpturen mit mehreren „Malerstamm“-Exemplaren, Affen mit verschiedenen attributiven Gegenständen oder dem lebensgroßen Doppel „Komm Jörch wir gehen“, das den Lehrer Joseph Beuys mit einer Miniatur des Schülers wiederum in Affengestalt zeigt (Taxen bis 35.000 EUR).

Die Auktion der günstigen Arbeiten beginnt am 17., 18. und 19. Juni jeweils um 10 Uhr in der Heesenstraße 70, 40549 Düsseldorf. Die Highlights stehen am 20. Juni ab 15 Uhr am Stammsitz von Van Ham auf dem Programm. Die Vorbesichtigung ist am jeweiligen Auktionsort bis zum 16. Juni täglich von 10 bis 18 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.van-ham.com.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



15.06.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


17.06.2015, Achenbach Art Auction - Düsseldorf

Veranstaltung vom:


20.06.2015, Achenbach Art Auction - Highlights, Köln

Bei:


Van Ham Kunstauktionen

Bericht:


Mehr geht nicht

Variabilder:

Das Kunstlager von Helge Achenbach wird versteigert
Das Kunstlager von Helge Achenbach wird versteigert

Variabilder:

In Helge Achenbachs Bibliothek
In Helge Achenbachs Bibliothek

Veranstaltung vom:


20.06.2015, 358. Auktion: Achenbach Art Auction - Highlights in Köln

Veranstaltung vom:


17.06.2015, 357. Auktion: Achenbach Art Auction - Part I in Düsseldorf







In Helge Achenbachs Bibliothek

In Helge Achenbachs Bibliothek




Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce